4 Gründe warum eine Reise mit Kenntnis der Landessprache mehr Spass macht


Zusammenfassung
  • Reisen macht Spaß – aber Reisen mit der Landessprache im Gepäck macht noch mehr Spaß.
  • Das gilt vor allem für Ländern wo Englisch weniger verbreitet ist, z. B. Lateinamerika.
  • Gründe: Du kannst Einheimische treffen und Dich mit ihnen unterhalten. Du findest exotische nicht-touristische Orte. Du hast es einfacher und weniger Probleme.

Landessprache lernen und reisen

Mit der Landessprache in Kolumbien macht es viel mehr Spass.

Natürlich geht es hier nicht um den alljährlichen Ballermann-Urlaub oder den Strandurlaub in der Türkei.

Bei diesen Reisen, brauchst Du die Landessprache nicht. Deutsch reicht völlig aus. Es ist nicht einmal notwendig Englisch zu können.

In diesem Beitrag, geht es um eine Reise in ein Land, bei der Du die Kultur kennenlernen willst.

Panama und Kolumbien: Mit Spanisch mehr Spaß

Um Dir das Thema näher zu bringen, möchte ich von meiner letzten Reise nach Kolumbien und Panama erzählen, die ich mit einem Freund angetreten bin. Zu diesem Zeitpunkt war mein Spanisch zwar noch nicht fließend, aber gut genug um über die Runden zu kommen.

In Kolumbien und Panama ist Englisch nicht so verbreitet, was manchmal einige Schwierigkeiten bereitet. Am Beispiel meiner Reise stelle ich 4 Gründe vor, weshalb es einfach mehr Spaß macht zu Reisen, wenn man die Landessprache (zumindest halbwegs) kann.

1. Mit Einheimischen treffen und nicht-touristische Orte erkunden

Die Einheimischen haben mit uns Stadtführungen gemacht und an Orte geführt, die in den Touristenführern nicht erscheinen. Die Einheimischen wissen wohin man gehen sollte. Besser als jeder Reiseführer. Vielen Touristen bleibt dies leider verwehrt.

Die meisten Touristen hielten sich eher mit anderen Touristen auf, z. B. in Hostels. Sie hatten somit nicht wirklich die Chance mit diesem Stück Kultur, mit den Einheimischen in Berührung zu kommen.

Ureinwohner in Panama

In Panama haben wir die Ureinwohner getroffen.

2. Einheimische Restaurants besuchen

In Kolumbien und Panama gibt es viele Restaurants. Da jedoch das Einkommensniveau unter dem von Deutschland liegt, haben sie ihre eigenen Restaurants mit lokalen Preisen.

Daneben gibt es Touristenrestaurants, die preislich stark darüber liegen. Um wirklich ein Gefühl für ein Land zu bekommen, sollte man auch in die lokalen Restaurants gehen. Touristenrestaurants sind auch schön, nur sehen diese oftmals alle gleich aus.

In Medellín haben wir ein paar nette Leute kennengelernt, die uns auch zugleich am Abend in ein sehr nettes kolumbianisches Restaurant einluden. Das war mit Abstand das kolumbianischste Restaurant, das ich je gesehen habe.

Überall Flaggen und sonstige nationale Ausstellungstücke. Eine ausgezeichnete kolumbianische Feierstimmung, wie man es von Lateinamerikanern erwartet und jede Menge Spaß. Die meisten Besucher dieses Restaurants waren ebenfalls Kolumbianer.

Leider erfährt man nichts von diesen lokalen Restaurants, es sei denn man spricht mit den Einheimischen (in der Landessprache). Als Reiseführer hatten wir den „Lonely Planet“ mit der Ausgabe „Südamerika für wenig Geld (*)„.

Dies ist der wohl populärste Reiseführer überhaupt (irgendwie schien jeder dieses Buch zu haben). An sich ein interessanter und hilfreicher Reiseführer. Das Problem aber bei den Tipps des Lonely Planet sind, selbst wenn es mal Restaurants für Einheimische waren, spätestens wenn es im Lonely Planet erscheint wird es ein Touristenrestaurant.

Dasselbe gilt übrigens für viele andere Tipps des Lonely Planet auch. Die Tipps sind ausgezeichnet, das Problem ist, dass es so viele Leute lesen, dass alles touristenüberströmt ist.

Reisen mit Sprachkenntnissen - Geheimtipps entdecken

Ein ausgezeichnetes mexikanisches Restaurant, bekannt unter den Einheimischen.

3. Weniger Probleme

Wir hatten fast keine Probleme beim Busfahren, beim Besuchen von Kulturstätten oder auch in Restaurants und Bars. Denn wir konnten mit den Leuten über Preise und andere Informationen sprechen, bei denen andere Touristen Hand und Fuß zur Kommunikation benutzen mussten.

4. Man wird weniger verarscht

Als Tourist wird man in Enwicklungs- und Schwellenländern nicht selten verarscht, zum Beispiel von Taxifahrern, Barkeepern oder Verkäufern. Wenn man sich jedoch mit den Einwohnern in der Landessprache unterhält, dann sinkt die wahrscheinlich hierfür stark (man wird trotzdem noch verarscht, aber es ist nicht ganz so schlimm wie die rein englischsprachigen Touristen).

Einerseits baut man sich Sympathie auf. Andererseits kann man an den aushängenden Dokumenten (z. B. im Taxi) oftmals sehen, was denn der echte Preis sei oder was für Preise für welche Dienstleistung zu erwarten sind.

Tipp: Couchsurfing um Einheimische zu treffen

Couchsurfing ist eine internationale Community, die das Reisen liebt. Dort kannst Du Dich mit Leuten rund um die Welt austauschen. In den meisten Städten wirst Du jemand finden, der sich gerne mit Dir treffen würde und Dir die Stadt zeigen kann.

Lies hier: Was Du auf Reisen alles erlebst, selbst wenn Du nur ein paar Worte der Landessprache sprichst.

Was meinst Du? Bist Du einverstanden mit meinen Gründen und hast Du noch andere? Oder hast Du selbst von Reiseerlebnissen zu berichten, welche Du ohne Sprachkenntnisse nicht gemacht hättest. Lass es mich und die anderen Leser in den Kommentaren wissen.

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Über den Autor

Gabriel Gelman ist Gründer von Sprachheld, Sprachenthusiast und nutzt gerne seine 6 Sprachen für Reisen und Kennenlernen neuer Leute. Er hilft Sprachlernern dabei schnell ihre Fremdsprache zu lernen.

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