ᐅ 6 Fehler, die Du beim Sprachenlernen nie machen solltest (und die Lösung)!

6 fatale Fehler beim Sprachenlernen, die Du vermeiden solltest

Diese Fehler solltest Du beim Sprachenlernen vermeiden

Diese Fehler solltest Du beim Sprachenlernen auf jeden Fall vermeiden.

Begehst Du einen der großen Fehler beim Sprachen lernen?

Die meisten Fehler habe ich früher auch gemacht.

Aus meinem Umfeld höre oft, dass diese fatalen Fehler gemacht werden. Sie behindern Deinen Lernfortschritt gewaltig.

Wenn Du eine Fremdsprache lernst, ist es oft verwirrend, was Du eigentlich tun und lassen solltest.

Welches Lehrbuch solltest Du nutzen? Wie solltest Du Vokabeln lernen? Wie solltest Du die Sprache sprechen?

Meistens verlässt man sich auf die eigene Intuition. Aber gerade beim Sprachenlernen ist die Intuition einer der größten Feinde. Was intuitiv logisch erscheint, verlangsamt Dich oft.

Es gibt viele Strategien, um eine Sprache schneller zu lernen. Es gibt auch Strategien, mit denen Du garantiert langsamer lernst.

Wenn Du zum ersten Mal eine Fremdsprache ernsthaft lernst, kann es schwer sein zu wissen, wie Du vorgehen solltest.

Vor allem verfolgt uns das ineffektive Schullernsystem meist noch lange nach der Schule. In diesem Beitrag erfährst Du, warum nach dem Schulsystem zu lernen nicht effektiv ist.

Hier sind die 6 größten Fehler beim Sprachenlernen und was Du dagegen tun kannst:

1. Angst haben Fehler zu machen

Perfektionismus ist einer der größten Feinde des Sprachenlernens. Viele kommen nicht weiter, weil alles perfekt und fehlerfrei sein muss. Vor allem im perfektionistischen Deutschland, werden Fehler oft als persönliche Schwäche gesehen und nicht als ausgezeichnete Lernmöglichkeit.

Wir nehmen aber gerade aus Fehlern am meisten mit. Wir machen nur Fehler bei Dingen, die wir noch nicht können. Wenn wir aber nur Dinge machen, die wir können, lernen wir auch nicht dazu. Deshalb ist eine offene Fehlerkultur gerade beim Sprachenlernen so wichtig.

Kennst Du das auch: Ein paar Bier und auf einmal sprichst Du die Sprache flüssiger?

Das liegt daran, dass Dir Fehler auf einmal völlig egal sind. Du machst Dir keine wirklichen Gedanken mehr über das was Du sagst. Du formulierst die Sätze so wie sie Dir in Kopf kommen. So machst Du in diesem Zustand natürlich einige Fehler mehr, dafür redest Du aber auch flüssiger.

Aktion: Rede drauf los und schreib drauf los, egal ob Du Fehler machst oder nicht. Lass die Fehler korrigieren und mache sie beim nächsten Mal nicht wieder.

Lies hier: Warum Du Fehler machen musst, um eine Sprache zu lernen.

2. Ziellos eine Sprache lernen

Wenn Du eine Sprache lernst, brauchst Du ein klares Ziel vor Augen. Optimalerweise kannst Du Dir irgendwann in naher Zukunft vorstellen, wie Du die Sprache sprichst und wofür Du sie nutzt.

Wenn Du eine Sprache einfach nur lernst, um sie zu können, wirst Du wahrscheinlich nicht am Ziel ankommen.

Eine Sprache zu lernen kostet Zeit und Energie. Wenn Du kein klares Ziel vor Augen hast, reicht Deine Motivation oft nicht aus.

Aktion: Werde Dir bewusst, wieso Du die Sprache überhaupt lernen willst. Ist dieses Ziel Motivation genug um es bis zum Ende durchzuziehen? Wenn nein, such Dir neue Gründe.

Lies hier: 15 Motivationstricks für erfolgreiches Sprachen lernen.

3. Zu lange auf das Sprechen warten

Wenn Du eine neue Fremdsprache lernst, ist der Drang groß, so lange wie möglich mit dem Sprechen zu warten.

Du willst keine Fehler machen und Dich gut ausdrücken können. Ich höre immer wieder von Bekannten, dass sie noch nicht „bereit“ sind mit dem Sprechen zu beginnen.

Intuitiv gesehen, ist das eigentlich logisch. Wieso schon anfangen, bevor man einen grammatikalisch korrekten Satz bilden kann?

Zu früh mit dem Sprechen anzufangen ist aber eigentlich unmöglich.

Wenn Du die Sprache nutzt, gewöhnst Du Dich immer mehr daran. Das ist wichtig, damit die Sprache sich natürlich für Dich anfühlt. Wenn Du versuchst die starren Grammatikregeln erst nach längerer Zeit umzusetzen, wirst Du Schwierigkeiten haben einen Gedanken zu formulieren.

Das kannst Du vergleichen mit einem Baby. Es muss erst lernen zu krabbeln, bevor es gehen kann. Stell Dir vor Du stellst das Baby von Anfang an hin. Es wird nur umfallen und nie lernen zu gehen. Es ist eben noch nicht bereit.

Genauso ist es mit dem Sprechen. Du musst erst einfache Sätze bilden können, bevor Du anfängst komplexe Sätze, mit komplexer Grammatik zu bilden.

Aktion: Fange sofort an die Fremdsprache zu sprechen, noch heute. Egal wie hoch Dein Level ist. Am besten machst Du das mit Muttersprachlern. Z. B. mit einem Sprachtandem.

Lies hier: Was sind Sprachtandems und wie lernst Du mit ihnen schnell sprechen.

4. Immer dasselbe Lernmaterial nutzen

Wenn Du zum Lernen nur ein Lehrbuch, nur einen Audiokurs oder nur einen Sprachkurs nutzt, kommst Du nur bis zu einem bestimmten Level.

Irgendwann geht es einfach nicht mehr weiter. Vor allem wird es aber irgendwann langweilig ständig dieselben Texte zu hören oder zu lesen.

Abwechslung ist wichtig beim Sprachenlernen. Vor allem für die Motivation. Aber so kann Dein Gehirn auch die Sprache aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Das gibt Dir ein besseres Verständnis für die Sprache.

Aktion: Such Dir neues Lernmaterial. Vielleicht einen Podcast zum Sprachen lernen?

5. Nicht genug hören

Es ist unglaublich wichtig während des Sprachenlernens auch immer wieder Dein Hörverständnis weiterzuentwickeln. Denn genau das ist das Schwierigste.

Sprechen wirst Du relativ schnell lernen. Vorausgesetzt Du sprichst regelmäßig. Aber einzelne Wörter in einem Satz eines Muttersprachlers zu verstehen, erfordert viel Übung.

Aktion: Höre regelmäßig Muttersprachlern zu. Guck Fernsehen. Höre Musik, Hörbücher oder Podcasts. Dich mit Muttersprachlern aufzuhalten, ist auch hilfreich.

Lies hier: 7 Tipps für ausgezeichnetes Hörverständnis in jeder Sprache.

6. Zu schnell anfangen

Wenn mal eine Reise gebucht wurde oder das neue Jahr ansteht, ist die Motivation die Sprache zu lernen oft hoch.

Die Ernüchterung setzt jedoch schnell ein. Nachdem Du ein paar Tage effizient gelernt hast, wird es immer weniger. Nach kurzer Zeit bist Du wieder bei Deinem alten Lernpensum bzw. lernst gar nicht mehr.

Das kenne ich zu gut. Dasselbe passiert mit vielen Dingen, die wir von vorne anfangen. Am Anfang ist die Motivation am höchsten. Die Fortschritte gehen aber leider nicht immer so schnell, wie man sich das vorstellt.

Deshalb solltest Du nicht zu schnell mit dem Lernen anfangen. Brumm Dir auch nicht zu viel am Anfang auf. Es wird Dir wenig bringen, wenn Du von heute auf morgen Dein Lernpensum vervielfachst. Denn Du wirst es meistens nicht schaffen, das langfristig aufrecht zu erhalten. Deshalb scheitern auch so oft Neujahrsvorsätze.

Aktion: Bevor Du anfängst eine Sprache zu lernen, nimm Dir ein bisschen Zeit zur Vorbereitung. Werde Dir über Deine Ziele bewusst. Sei Dir im Klaren, dass es nicht ganz so schnell geht.

Gehe lieber Schritt-für-Schritt vor und erhöhe Dein Lernpensum langsam aber stetig.

Fazit: Lernen wie ein Kind

Wenn Du Dir diese 6 Fehler genau anguckst, merkst Du, dass gerade Kinder die ihre Muttersprache lernen, diese Fehler nie machen. Sie plappern einfach drauf los und benutzen auch gerne mal Fantasiewörter, wenn ihnen ein Wort fehlt. Fehler sind ihnen ganz egal und sie hören immer ganz gespannt zu und wollen was Neues lernen.

Fange also an die Sprache wie ein Kind zu lernen. So wirst Du im Endeffekt nachhaltig Erfolg haben.

Machst Du auch einige dieser Fehler? Was für weitere Fehler sollten Deiner Meinung nach um jeden Preis vermieden werden? Hinterlasse mir doch Deine Erfahrungen und Deine Meinung in den Kommentaren.

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Über den Autor

Gabriel Gelman ist Gründer von Sprachheld, Sprachenthusiast und nutzt gerne seine 6 Sprachen für Reisen und Kennenlernen neuer Leute. Er hilft Sprachlernern dabei schnell ihre Fremdsprache zu lernen.

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