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Kann man mit Babbel wirklich eine Sprache lernen: Erfahre die Antwort in unserem ausführlichen Babbel-Test!

Der Online-Sprachkurs Babbel wurde im Jahr 2007 gegründet. 11 Jahre, ordentlich Wachstum und auch den einen oder anderen Preis später, gehört der Anbieter sicherlich zu den größten und bekanntesten um online Sprachen zu lernen.

Doch entsprechen die großen Nutzerzahlen und der damit zusammenhängende Erfolg auch wirklich der gebotenen Qualität? Oder haben diese etwa noch andere Ursachen? Und vor allem – kannst Du mit Babbel eine neue Sprache lernen? Diesen und noch weiteren Fragen bin ich in meinem Babbel-Test ausführlich auf den Grund gegangen.

Babbel verspricht Dir mit seinem Online-Sprachkurs (inklusive der dazugehörigen Babbel-App) in kleinen Schritten und ganz nebenbei eine von 14 Fremdsprachen zu lernen.

Das Prinzip von Babbel ist dabei recht einfach. Lektion für Lektion arbeitest Du dich durch die Niveaustufen A1 (blutiger Anfänger) bis B2 (im Prinzip fließende Sprachkenntnisse). Um am Ende mit einer neuen Sprache in Deinem Repertoire dazustehen.

Anzumerken gilt hierbei, dass noch nicht alle der 14 Babbel-Sprachen bis zum höchsten Niveau ausgebaut sind. Die gängigen wie Englisch, Italienisch, Französisch, Portugiesisch oder Spanisch aber natürlich schon.

Erfahre hier: Duolingo vs Babbel – was ist besser?

Doch reicht das relativ freie Durcharbeiten von einer zwar recht großen Anzahl an Kapiteln wirklich aus, um schlussendlich eine neue Sprache zu lernen? In dem folgenden Artikel möchte ich nun meine persönlichen Babbel-Erfahrungen mit Dir teilen, um diese Frage zu klären. Ich persönlich habe Babbel zum Spanisch lernen ausprobiert.

Und um eine der häufigsten Fragen gleich zu Beginn zu klären. Ist Babbel kostenlos? Nein, Babbel ist keineswegs kostenlos. Abgesehen von einem sehr begrenzten Testzugang, musst Du für die Nutzung ein Abo abschließen. Und dieses Babbel-Abo natürlich auch irgendwann wieder fristgerecht kündigen. Ansonsten verlängert es sich fortlaufend selbstständig.

Hier findest Du das Inhaltsverzeichnis. Falls Dich ein bestimmtes Thema unseres Babbel-Test im Speziellen interessiert, kannst Du auch direkt zu diesem springen:

Eine Sprache lernen mit Babbel wie geht das? Wie funktioniert Babbel?

Der typische Babbel-Sprachkurs besteht aus einer Reihe von von Lektionen, die nach Niveaustufe gegliedert durchgearbeitet werden können. Beginnend mit A1 und danach so weit wie der jeweilige Kurs eben reicht. Im Idealfall, welcher für den größeren Teil der Sprachen zutrifft, bis zum Sprachniveau B2.

Die einzelnen Module eines Kurses bauen nicht unbedingt aufeinander auf. Du musst also teilweise selbst entscheiden und vor allem wissen, in welcher Reihenfolge Du diese kombinierst.

Wie Du die einzelnen Lektionen eines Kurses durchgehst, bleibt dabei völlig Dir selbst überlassen. Sowohl von der Reihenfolge als auch dem zeitlichen Rahmen gibt es keinerlei Vorgaben. Du kannst also der Reihe nach jeden Tag eine Lektion abschließen oder aber genauso mit der letzten Lektion eines Abschnitts beginnen. Und dann nur einmal in der Woche etwas machen.

Und dafür an diesem einen Tag 7 Lektionen auf einmal. Die einzige Einschränkung ist, dass Du eine bereits begonnene Lektion in einem Zug bis zum Ende durchmachen musst. Ansonsten kannst Du diese nicht ordnungsgemäß abschließen.

Des Weiteren gibt es Zusatzkurse zu bestimmten Grammatikthemen, verschiedenen Zeiten, zum Verbessern des Hör- oder Sprachverständnisses und zum Erlernen von Vokabeln. Diese kannst Du ebenso jederzeit und frei nach Lust und Laune einstreuen.

Lies hier: Wie Du schnell Vokabeln lernst und diese auch dauerhaft behältst.

Neue Wörter aus den einzelnen Lektionen werden in einen eigenen Babbel-Vokabeltrainer übertragen. In diesem werden diese dann nach dem SRS-Prinzipzum Vokabel lernen abgefragt. Prinzipiell. Denn auch hier gilt – falls Du Dich nicht an die Vorgaben hältst, sammeln sich einfach immer mehr und mehr nicht abgefragte Vokabeln an. Die du dann alle an einem Tag oder stückweise abarbeiten kannst.

Nur für den Fall, dass Du eine Vokabel falsch oder richtig wiederholst, wandert diese im virtuellen Vokabelkasten weiter nach vorne oder hinten. Und wird Dir im entsprechenden zeitlichen Abstand neuerlich vorgeführt.

Die Übungen selbst sind unterhaltsam und spielerisch gehalten. Dabei gibt es ein gewisses Repertoire an Übungen (Nachsprechen, Lückentext, Bilder zuordnen, Schreiben usw.), welches in den Lektionen und den Niveaus wiederholt wird.

Am Ende jeder Lektion wird Dir der Prozentsatz der richtig beantworteten Fragen angezeigt. Dabei steht Dir die Möglichkeit offen, nicht Gewusstes zu wiederholen, um Deinen Prozentsatz zu erhöhen.

Am Ende jedes Kapitels steht Dir die Möglichkeit offen dieses direkt zu wiederholen, um Deine Punktezahl zu erhöhen. Ein bisschen stellt sich dabei die Frage warum?

Am Ende jedes Kapitels bzw. Kurses erhältst Du ein Babbel-Zertifikat über dessen erfolgreiche Absolvierung. Dieses kannst Du Dir herunterladen und ausdrucken. Natürlich entspricht ein solches nicht dem Zertifikat eines staatlich anerkannten Sprachkurses.

Ein interessanter Aspekt ist, dass Du Dich in der Babbel-Community mit anderen Nutzern aus aller Welt verbinden kannst. In dieser kannst Du zum Beispiel einen Tandempartner für Skypegespräche, Chats oder Emailaustausch suchen und finden.

Übersicht und Eckdaten zu den angebotenen Babbel-Sprachkursen

  • Dauer zum Durcharbeiten: Abhängig von der eingesetzten Zeit. Für eine einzelne Lektion solltest Du im Durchschnitt 15 Minuten einrechnen.
  • Stufen: Anfänger bis Profi. Der Schwierigkeitsgrad der Übungen ist dabei durchgehend als mittel einzustufen.
  • Lernplattform: Desktop, Sprach-App für das Smartphone.
  • Babbel-Preise: Abhängig von der gewählten Vertragsdauer fallen verschiedene Monatsgebühren an. Die folgende Grafik zeigt Dir die derzeit gültigen Babbel-Kosten (Dezember 2017):

Die Babbel-Preise für die Nutzung des Online-Sprachkurses halten sich in Grenzen. Vor allem für das was Dir als Nutzer dafür geboten wird.

  • Babbel-Sprachen: 14 – Dänisch, Englisch, Französisch, Indonesisch, Italienisch, Niederländisch, Norwegisch, Polnisch, brasilianisches Portugiesisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch, Türkisch.

Die Vorteile mit Babbel eine Sprache zu lernen

Hierzu ist zuerst einmal die große Freiheit, welche Dir die Methode lässt, zu erwähnen. Du kannst lernen, wann und wie Du willst. Egal ob um 23 Uhr nachts vor dem Schlafengehen oder um 8 Uhr morgens auf dem Weg zur Arbeit.

Des Weiteren sind die Übungen abwechslungsreich und sprechen alle Aspekte einer Sprache an. Du musst lesen, zuhören, schreiben, Bilder zuordnen, es gibt Übungen zu Grammatik und andere um deinen Vokabelschatz zu verbessern. Sogar die Möglichkeit über ein Mikrofon vorgegebene Wörter nachzusprechen ist gegeben.

Die einzelnen Lektionen in einer Lernstufe bauen sinnvoll aufeinander auf. Der Schwierigkeitsgrad ist angemessen. Der zeitliche Aufwand für eine Einheit hält sich mit rund 15 Minuten in einem vernünftigen Rahmen.

Mit Babbel kannst Du jederzeit und immer Deine Fremdsprache lernen, auch wenn du nur 10 Minuten Zeit hast. Viel nutzerfreundlicher geht eigentlich kaum.

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die große Community. Für die meisten der angebotenen Sprachen in Kombination mit Deutsch findet sich rasch und unkompliziert ein muttersprachlicher Tandempartner für den Austausch via Skype, Chat oder Mail. Das ist ein äußerst wichtiger Aspekt um ab einem bestimmten Niveau Deine Sprachkenntnisse zu erproben und dadurch zu vertiefen.

Die Nachteile mit Babbel eine Sprache zu lernen

Meinen Babbel-Erfahrungen nach ist der größte Vorteil des Systems gleichzeitig sein größter Nachteil. Die große Freiheit, welche Dir eingeräumt wird.

Denn was nützt Dir der beste Vokabeltrainer und ein gut aufgebautes Lernsystem, wenn Du Dich danach nicht an den Leitfaden halten musst. Die Möglichkeit Lektionen mehr oder weniger beliebig absolvieren zu können, kann Deinen persönlichen Lernplan recht schnell durcheinander bringen. Und dadurch Deinen Lernerfolg entsprechend schmälern.

Dazu fehlt vor allem bei den freien Lektionen oftmals etwas der Hinweis, wann bzw. in Kombination mit welchen Pflichtlektionen, diese am besten abzulegen wären.

Des Weiteren ist das System zu sehr auf schnelle Erfolgserlebnisse aufgebaut. Du bekommst Punkte für das Durchlaufen von Lektionen und Zertifikate für Abschnitte ähnlich wie bei einem Computerspiel. Dadurch erhält Babbel im Gesamten gesehen etwas diesen Eindruck.

Dieser Eindruck verstärkt sich durch die Art und Weise der Übungen noch weiter. Viele Bilder, sehr spielerisch angelegte Aufgaben und manchmal nicht ganz ernst gemeinte Aufgaben erinnern teilweise nur noch entfernt an einen ernsthaften Sprachkurs.

Das Problem dabei ist im Wesentlichen, dass die Motivation selbstständig noch etwas mehr zu tun, durch diese stetigen Erfolgserlebnisse und Bestätigungen des Lernfortschrittes stark eingeschränkt wird.

So würde es mich zum Beispiel interessieren, welcher Prozentsatz der Babbel-Nutzer aktiv an der Community teilnimmt, um sich mit einem anderen Sprachlernern auszutauschen. Für den einzelnen Nutzer ist es natürlich ein Ansporn mit dem Kurs selbst fortzufahren.

Lies hier: Die gesammelten Motivationstipps von 3 Experten.

Dadurch kann Dir aber leicht der Eindruck entstehen, dass Du ein weitaus höheres Niveau in der Fremdsprache besitzt, als dies in Wirklichkeit der Fall ist. Denn zum Erreichen des Sprachniveaus B2 ist es nämlich in der Regel bei weitem nicht ausreichend, eine zwar große Anzahl, aber im Endeffekt sich wiederholende Übungen, am Computer auszufüllen.

Solch ein Babbel-Zertifikat dient im Wesentlichen zur Bestätigung Deines Lernfortschrittes und nicht mehr. Als offizieller Nachweis über erworbene Sprachkenntnisse zum Beispiel gilt es nicht.

Durch die verliehenen Zertifikate kann man aber leicht auf diesen Gedanken kommen. Doch um es noch einmal zu wiederholen – diese sind nicht äquivalent einem staatlich anerkannten Fremdsprachenzertifikat. So wird Dir ein Babbel-Abschluss über Französisch B2 wahrscheinlich keinen allzu großen Vorteil in einem Bewerbungsverfahren verschaffen.

Qualität: Wie rasch ist der Lernfortschritt mit Babbel?

Dein Lernfortschritt hängt meinen Erfahrungen sehr stark davon ab, wie regelmäßig und ernsthaft Du Babbel nutzt . Falls Du Dir im Gesamten konsequent täglich eine halbe Stunde bis Stunde Zeit nimmst, wirst Du recht bald kleine und größere Erfolgserlebnisse erleben.

Wichtig ist ebenso, dass Du den Vokabeltrainer planmäßig verwendest und die vorgegebenen Abstände zur Wiederholung der Vokabeln einhältst. Nur so wirst Du sie Dir rasch und dauerhaft im Gedächtnis behalten.

Der Babbel-Vokabeltrainer vergibt auch längere Phasen der Untätigkeit Deinerseits. Einerseits nett von ihm, andererseits erfüllt er so nicht ganz seinen Zweck.

Alleine durch die computergesteuerten Übungen wirst Du aber irgendwann an Limits stoßen. Damit meine ich, dass Du zwar irgendwann die Grammatik verstehen und eine Grundausstattung an Vokabeln haben wirst. Dein Hörverständnis wird aber hinterher hinken und genauso wird Dir Sprechpraxis fehlen.

Dafür ist es unerlässlich, dass Du Dir entweder einen Konversationspartner online suchst (z. B. in der Community) oder einen Aufenthalt in einem Land, in welchem die Sprache Amtssprache ist, anvisierst.

Fazit: Der Lernfortschritt hängt meiner Meinung nach stark von der Deiner eigenen Initiative und vor allem der richtigen Verwendung des Programms ab. Nur durch die Absolvierung der Lektionen stößt man aber trotzdem ab einem gewissen Punkt an Limits der Sprachentwicklung. Deshalb vergebe ich hier 3 von 5 Punkten.

Nutzen: Wie alltagstauglich ist Babbel?

Das ist sicherlich einer der großen Vorteile ausgehend von meinen Erfahrungen. Durch den kompakten Aufbau der Lektionen und der Möglichkeit die Babbel-App unterwegs (sogar offline) zu nutzen, kannst Du eigentlich immer und überall üben und lernen.

Der Vokabeltrainer serviert Dir die zu wiederholenden Wörter zum Beispiel in Happen von 10 Wörtern. Das geht sich sogar in der kürzesten Bus- oder Bahnfahrt aus. So kannst Du die tägliche Stunde Sprachen lernen auch leicht auf 3–4 kurze Einheiten von 15 Minuten aufteilen.

Fazit: Babbel ermöglicht es Dir nahezu immer und überall an Deinen Fremdsprachenkenntnissen zu feilen. Das auch mit wenig Zeitaufwand. Deshalb vergebe ich hier 5 von 5 Punkten.

Unterhaltsam: Macht es Spaß mit Babbel eine Sprache zu lernen?

Die Übungen sind nicht nur interaktiv, sondern ebenso unterhaltsam wie abwechslungsreich gestaltet. Teilweise erweckt Babbel dabei den Eindruck eines rein zur Unterhaltung dienenden Computerspiels. Deshalb dauert es recht lange, bis Dir die Übungen repetitiv vorkommen und Du Dich beginnst zu langweilen.

Trotzdem ist dies meiner Meinung nach irgendwann der Fall. Da Du zwar von Lektion zu Lektion und von Niveau zu Niveau eilst, sich aber ansonsten im Ablauf nicht viel ändert. Dieselben Übungstypen, derselbe Schwierigkeitsgrad. Auch die prinzipiell humoristisch gestalteten Dialoge und Lückentexte, sind irgendwann bei weitem nicht mehr so erheitern, wie zu Beginn.

Fazit: Prinzipiell unterhaltend kommt aufgrund der ewig gleichen Struktur der Übungen und Lektionen irgendwann doch eine gewisse Monotonie und damit Langeweile auf. Deshalb vergebe ich hier wiederum 3 von 5 möglichen Punkten.

Erfolg: Bleibt man mit Babbel motiviert eine Sprache zu lernen?

Durch das rasche Voranschreiten sowie dem Sammeln von Punkten und Zertifikaten erlebst Du ein Erfolgserlebnis nach dem anderen. Das hält selbstverständlich die Laune hoch und die Motivation am Leben.

Trotzdem kannst Du durch den Umstand, dass durch das Auslassen von Lerntagen und Wiederholungszyklen von Vokabeln keinerlei Konsequenzen entstehen, leicht aus dem Tritt kommen. Und umso länger eine Pause, umso schwerer fällt es danach wieder weiterzumachen.

Zusätzlich lässt die zwar grundsätzlich große Vielfalt an Übungen, die sich aber eben doch fortlaufend wiederholen, irgendwann den Unterhaltungswert stark absinken.

Fazit: Im Prinzip unterhaltsam aufgebaut und versucht durch das Verleihen von Punkten und Zertifikaten eben diesen Unterhaltungswert, sowie in weiterer Folge die Motivation, hoch zu halten. Leider gelingt das meiner Meinung nicht zu 100 %, sodass ich hier ein weiteres Mal 3 von 5 möglichen Punkten vergebe.

Nutzerfreundlichkeit:  Ist Babbel einfach zu bedienen?

Kinderleicht – Hast Du erst einmal das Prinzip einer Übung verstanden – was nach dem ersten Mal der Fall sein sollte – sowie alle Möglichkeiten, welche Dir geboten werden, ausgekundschaftet, dann erfolgt die Handhabung danach wie im Schlaf.

Durch die Übungen und Lektionen wirst du geleitet, die zu wiederholenden Vokabeln werden Dir fristgerecht präsentiert. Grundsätzlich kannst Du also kaum etwas falsch machen. Solange Du Dich an den vorgegebenen Weg hältst.

Fazit: Viel einfacher zu bedienen kann ein Online-Sprachkurs eigentlich nicht sein. Deshalb vergebe ich hier die Höchstzahl von 5 von 5 Punkten.

Was kostet Babbel? Und ist der Preis angemessen?

Falls Du Dich für ein 12-Monats Abo entscheidest, bist Du mit nicht einmal 5 Euro monatlich dabei. Ein nahezu unschlagbar günstiger Flatrate-Preis. Für diesen kannst Du Babbel nämlich so viel und so oft nutzen wie Du möchtest. Oder Zeit hast.

Für eine Sprache und natürlich nur solange es noch nicht absolvierte Übungen gibt. Danach steht Dir aber immer noch die freie Nutzung der Community zur Interaktion mit Mitgliedern rund um den Globus zur Verfügung.

Möchtest Du mit Babbel mehrere Sprachen zur gleichen Zeit lernen, dann erhöhen sich die Kosten natürlich dementsprechend.

Fazit: Für das was geboten wird, sind 5 Euro pro Monat mehr als in Ordnung. Die meisten Angebote um kostenlos Sprachen zu lernen, sind bei weitem nicht so ausgereift. Deshalb vergebe ich hier ein weiteres Mal das Maximum von 5 Punkten.

Gesamtfazit – Lohnt sich Babbel um eine Sprache zu lernen?

Babbel ist leicht zu bedienen und Du kannst wann und wie Du gerade möchtest lernen. Die Übungen sind ausgewogen gestaltet – sowohl vom Schwierigkeitsgrad, als auch der Variation. Zusätzlich wirst Du durch die Lektionen und Übungen geführt. Falls Du Dich an die Vorgaben hältst, kannst Du somit eigentlich nicht viel falsch machen.

Babbel hat seine Vor- und Nachteile. Als zusätzliches Tool zum Sprachen lernen ist es gut geeignet, eine vollwertige Komplettlösung stellt es aber nicht dar.

Trotzdem reicht Babbel alleine nicht aus, um eine Fremdsprache komplett zu erlernen. Auch wenn ein verliehenes B2-Zertifikat möglicherweise diesen Anschein erweckt. Dafür fehlt vor allem die eigene Anwendung. Außer einzelnen Wörtern musst Du so gut wie nichts selber sprechen. Und sogar dies ist rein optional.

Des Weiteren musst Du, um Dein Hörverstehen zu verbessern viel mehr Zeit mit dem Hören der Fremdsprache verbringen. Sei dies nun im Austausch mit einem Muttersprachler, dem Ansehen von Videos oder Filmen in der Sprache oder dem Hören von Musik.

Babbel-Bewertung: Das Programm ist ein nettes Zusatztool, welches Du als Ergänzung nutzen kannst. Aufgrund des niedrigen Preises ist dies auch leicht möglich. Zum Lernen einer Fremdsprache reicht es alleine aber nicht aus.

Übersicht Babbel-Test

Der Sprachheld vergibt für Babbel 3,6 von 5 möglichen Sternen.

  • Gesamtbewertung: 3,6 von 5 Punkten
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: 5 von 5 Punkten
  • Vorteil 1: Als App immer und überall verwendbar. Sogar wenn nur ein paar Minuten zur Verfügung stehen.
  • Vorteil 2: Unterhaltsame Übungen.
  • Vorteil 3: Kinderleichte Bedienung.
  • Vorteil 4: Weltweite Gemeinschaft.
  • Nachteil 1: Wird irgendwann trotz allem monoton.
  • Nachteil 2: Zum Erlernen einer Fremdsprache alleine nicht ausreichend.
  • Nachteil 3: Vor allem Hörverstehen und Sprechpraxis bleiben auf der Strecke.
  • Nachteil 4: Zu sehr auf schnelle Erfolgserlebnisse ausgelegt.

Babbel ist ein unterhaltsames Angebot, welches sich aufgrund des niedrigen Preises sehr gut als Zusatz zu  verschiedenen weiteren Lernaktivitäten eignet. Für den alleinigen Einsatz zum Erlernen einer Fremdsprache reicht es aber sicher nicht aus, auch wenn durch die verliehenen Zertifikate der Eindruck entstehen kann.

Falls Dir das Angebot unter diesem Gesichtspunkt zusagen sollte, dann geht es hier zu den Online-Sprachkursen von Babbel.

Und was sind Deine Erfahrungen, was hältst Du von meinem Test. Ist meine Bewertung der Babbel-Sprachkurse und -App Deiner Meinung nach gerechtfertigt oder hast Du eine andere Meinung? Lass es mich doch in den Kommentaren wissen! Vielen Dank, Jeremy-James.

Finde hier den Vergleich zwischen Babbel und 9 weiteren Apps zum Sprachen lernen.

Und, wie hat Dir unsere Beitrag gefallen? Hinterlasse uns doch gerne eine Bewertung:

[Gesamt:4    Durchschnitt: 4/5]
    Kategorien: SprachtoolsTestreihe: Programme zum Sprachenlernen
Jeremy-James Peter :Jeremy-James Peter - Österreicher und Agrarwissenschaftler. Nachdem er eine Zeit lang in der Forschung tätig war, wollte er noch einmal etwas Neues erleben und ist ohne Plan, Rückflugticket und Spanischkenntnisse nach Südamerika aufgebrochen. Heute spricht er nicht nur Spanisch, sondern schreibt auch für Sprachheld.

Kommentare ansehen (8)

  • Hallo und guten Tag Jeremy,
    ein sehr guter recherchierter Beitrag zu +Babbel! Eine brennende Frage bleibt für mich.
    Gibt es ein, mehrere Programme (z. B. Birkenbiehl-Methode) mit dem/denen das Lernen effektiver (in meinem Fall Englisch) möglich ist?

    Über deine qualifizierte Antwort würde ich mich sehr freuen und vor allem würde sie mir sehr helfen.

    Vielen Dank und besten Gruß

    Franz Schmitz

    • Guten Tag Dir Franz,

      und zuerst einmal vielen Dank für das Lob. Freut mich zu hören, dass Dir mein Beitrag gefällt.

      Zu Deiner Frage - Diese möchte bzw. kann ich jetzt nicht pauschal beantworten. Vielmehr stellen sich dabei für mich zuerst einmal noch ein paar Fragen.

      Zuerst einmal, weil Du schreibst effektiver. Dazu wäre es zuerst einmal interessant zu wissen, in welchem Bereich Du eventuell noch Schwierigkeiten oder Verbesserungspotential hast?

      Und auch welches Sprachniveau Du in Englisch schon besitzt. Genauso wie die Frage wie und wofür Du lernen möchtest. Mobil, zuhause am Computer, eher alleine oder mit Unterstützung (von Community oder Tutor)?

      Denn wie Du wahrscheinlich schon weißt, gibt es eine Vielzahl von Programmen und Techniken zum Sprachenlernen, und darunter natürlich auch viele gute bis sehr gute.

      Diese haben dabei ihre individuellen Vor- und Nachteile bzw. Schwerpunkte. Darum ist es schwer da jetzt so einfach einen pauschalen Ratschlag zu erteilen.

      Aber wenn Du möchtest, dann kannst Du mir noch einmal hier antworten oder auch eine Email unter jeremy@sprachheld.de schreiben, dann können wir das gerne noch etwas weiter ausführen.

      VG, Jeremy

  • Hallo Gabriel,
    wie immer vielen Dank für die ausführlichen Ausführungen zu bestimmten Anwendungen. Ich hätte insoweit eine Bitte. Ich habe mir zu Hause den Sprachlernkurs "Englisch Intensivkurs" von Digital Publishing auf meinem Computer installiert. Laut den mir vorliegenden Bewertungen wird dieser Kurs insgesamt als sehr gut bewertet. Ob diese Bewertungen allerdings von unabhängigen Bewertern erfolgt ist, kann ich nicht einschätzen. Insbesondere die Funktion des Nachsprechens bzw. die Interaktion beim Sprechtrainer wird hier sehr lobend hervorgehoben, um das Sprechen der Sprache zu verbessern. Mich würde hierzu sehr Deine Einschätzung und Bewertung interessieren.
    Vielen Dank vorab!
    Viele Grüße
    Frank Speier

    • Lieber Frank,

      und auch Dir zuerst einmal vielen Dank für das Lob. Positives Feedback freut uns natürlich immer zu hören.

      Bezüglich Deiner Frage zum Englisch Intensivkurs von Digital Publishing möchte ich mich hier zuerst einmal nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, da ich persönlich keine Erfahrungen mit diesem Programm habe, sondern es nur vom Hörensagen kenne.

      Diese persönlichen Erfahrungsberichte scheinen aber das positive Bild, und vor allem das positive Preis-Leistungs-Verhältnis, zu bestätigen.

      Da Du ja aber selbst schon im Besitz dieses Englisch-Lernprogramms bist, kann ich Dir dazu nur den Rat geben, es auch wirklich konsequent und ernsthaft zu nutzen. Das heißt zum Beispiel den Aussprachetrainer. Dann werden deine Bemühungen auch von Erfolg gekrönt sein.

      Denn auch wenn es mühsam erscheinen mag ein Wort zig-Mal wiederholen zu müssen, bis dieses akzeptiert wird, ist es im Endeffekt ja nur zu Deinem Besten. Beziehungsweise zum Besten Deiner englischen Aussprache.

      Was dabei hilft ist die Sache ohne Selbstzweifel oder gar Angst etwas falsch zu machen anzugehen. Es kann Dich ja niemand hören. Außer dem Computer. Und der ist in der Regel recht unkritisch.
      Also einfach mal drauflos gesprochen und auf Dich selbst und Deine Englischkenntnisse vertraut, dann geht das auch gleich viel leichter von der Hand.

      Dir weiterhin viel Erfolg beim Englisch lernen und ich hoffe Dir soweit weitergeholfen zu haben. Und vielleicht hat Gabriel ja auch noch etwas dazu anzumerken.

      VG Jeremy

      PS: Unter diesem Link findest Du, falls Du Dich noch weiter informieren möchtest, einen meiner Meinung nach weitgehend objektiven und demzufolge hilfreichen Testbericht einer anderen Seite.
      http://talkreal.org/blog/review-interaktive-sprachreise-von-digital-publishing-im-test/

  • Hallo Frank,

    den hier vorliegenden Test hat Jeremy gemacht, deshalb hat er auch gleich die tolle und ausführliche Antwort gegeben.

    Ich kann mir hier Jeremy auch nur anschließen. Sprechen üben ist eins der effektivsten Aktivitäten beim Sprachenlernen. Dabei ist es so ziemlich egal, ob Du mit Dir selbst, dem Computer oder einem Muttersprachler sprichst. Auch wenn jedoch eine Balance zwischen dem Ganzen gegeben sein sollte. Vor allem da ein Muttersprachler natürlich Deine Aussprache am besten korrigieren kann.

    Deshalb kannst Du ja versuchen das Programm als Trockenübung zu nutzen und Deine neuerworbenen Kenntnisse dann mit einem Muttersprachler mal ausprobieren. Dieser kann Dir dann auch ausgezeichnet sagen, ob Du Deine Aussprache verbessert hast.

    Leider habe ich noch gar keine Erfahrungen mit dem Programm gemacht, wir haben uns es jedoch notiert. Da jedoch diese Tests ziemlich aufwändig sind und wir noch einige weiteren auf der Liste haben, könnte es ein bisschen dauern bis wir dazu kommen.

    Und wenn Du weitere Fragen hast, sag gerne Bescheid.

    Viele Grüße
    Gabriel

  • Im praktischen Gebrauch, ist Verbesserung m. e. dringend erforderlich:
    Die zu ergänzenden Wörter sind zeitweise viel zu schnell gesprochen und daher
    z. T. völlig unverständlich, da undeutlich und verschluckt!
    Man könnte z.B. ein Lautsprechersymbol einführen, das die Möglichkeit bietet,
    den Wortlaut langsamer abhören zu können. Duolingo hat dies beispielsweise.

  • Hallo Jeremy-James,

    um es vorweg zu nehmen, ich mache wie du den Spanisch Kurs, spreche englisch, deutsch und französisch fließend.

    Was ich nicht ganz verstehe ist deine Kritik, dass man sich selbst unter Kontrolle haben muß um dran zu bleiben. Das ist doch bei jedem online Kurs so.

    Ich bin den Kurs ganz anders angegangen als du. Ich habe nicht stur Lektion nach Lektion gemacht, sondern nach jeder habe ich mir die entsprechenden Grammatikkurse rausgesucht, und vor der nächsten Lektion die Grammatik nochmal wiederholt.

    Dann habe ich vor der nächsten Lektion die Hör- und Verstehenslektionen gemacht.

    Der größte Vorteil ist der Vokabelmanager, der was du nicht erwähnst eigentlich kein Vokabelmanager in dem Sinne ist, da er gleichzeitig Vokabeln und Grammatik beinhaltet, und du somit auch die Grammatik wiederholst.

    Meine ersten Sprachen habe ich in der Schule, an der Uni im Sprachlabor gelernt, aber selbst da ist der Durchbruch erst gelungen wenn man in das Land gereist ist um richtig sprachgewandt zu werden. Der allergrößte Vorteil ist, dass du für 8 € im Monat alle Sprachen abonieren kannst und alle Sprachen permanent wiederholen kannst.

    Ich denke beim Sprachkurs kommt es auf die eigene Mentalität an. Wer nicht gerne alleine lernt und immer einen Tritt in den Hintern braucht ist bei jedem online Kurs falsch am Platz. Wer sich selbst gerne was beibringt, der schaut sich zuerst die angebotenen Möglichkeiten und stellt sich sein Lernprogramm dann selbst zusammen.

    Ich bin der Meinung, dass es durchaus möglich ist die Sprache mit Babbel gut zu lernen. Am allerbesten natürlich wenn du dich in dem Land befindest und jederzeit die Möglichkeit hast das gelernte sofort anzuwenden.

    Beste Grüße Jörg

    • Guten Tag Dir Jörg,

      und vielen Dank Dir zuerst einmal für Dein ausführliches Kommentar. Und gut zu hören, dass für Dich Babbel eine gute Alternative (oder Ergänzung) zum Sprachen lernen darstellt

      Denn ja, falls man wie Du genug Eigeninitiative an den Tag legt und sich mit den verschiedenen Möglichkeiten und Übungen des Programms auseinandersetzt (und keine Sorge, das habe ich sehr wohl gemacht und nicht nur stur Lektion für Lektion durchgelernt), dann kann es das auch sein.

      Meine Kritik bezieht sich demzufolge im Wesentlichen auf die fehlende Anwendung - wie Du diese ja auch angemerkt hast - wodurch meiner Meinung nach niemand, der nur mit Babbel gelernt hat, eine neue Sprache sprechen (oder wirklich flüssig schreiben) wird können. Weshalb dann wiederum die Bewerbung "In xy Wochen eine neue Sprache sprechen" zumindest meiner Meinung nach leider etwas irreführend ist.

      Oder wie war das bei Dir - hast Du nur mit Babbel Spanisch gelernt und bist jetzt in der Lage ein Gespräch mit einem spanischen Muttersprachler zu führen und über einen (auch etwas längeren) Zeitraum aufrecht zu erhalten? Oder Dich schriftlich so auszudrücken, dass Du ein Schriftstück wie z.B. eine eMail mehr oder weniger ohne Hilfe und am Stück verfassen kannst? Falls das so ist, dann lasse ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen und dann muss man Dir zu sehr viel Selbstdisziplin und Ausdauer gratulieren.

      Als Basis um sich die grundlegenden Grammatikkenntnisse und einen (nicht zu kleinen) Grundwortschatz anzueignen, ist die App allerdings (und das habe ich ja auch so angegeben) mehr als geeignet. Das bedeutet aber nicht eine Fremdsprache gut zu beherrschen. Weil dazu eben vor allem die Fähigkeit selbst Sprache zu kreieren (Sprechen und Schreiben) fehlt.

      Diese erlangt man eben vor allem durch Anwendung, wobei man für diese bei weitem nicht in einem Land, in welchem die Sprache gesprochen wird, sein muss - obwohl das natürlich sehr hilfreich ist. Du kannst aber genauso Zuhause ein Klima der Immersion schaffen - wie das am besten geht, dazu haben wir auch einen eigenen Beitrag verfasst.

      Aber natürlich hast Du auch Recht in dem Punkt, dass jemand, der etwas (und nicht nur eine Sprache) lernen will, sich immer Mittel und Wege finden wird. Egal, in welcher Situation und ob mit wenig oder ohne Geld.

      Nun denn, ich hoffe Dir Deine Fragen beantwortet haben zu können, falls Du noch Anmerkungen haben solltest, würde ich mich über eine weitere Antwort von Dir freuen.

      Freundliche Grüße,

      Jeremy-James

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