Die 13 besten Vokabeltrainer-Apps im Test

Vokabeltrainer Apps eignen sich zum Lernen von Vokabeln

Du kannst Vokabeln auch ausgezeichnet mit Vokabeltrainer-Apps statt mit Karteikarten lernen.

Es gibt viele Methoden, um effektiv Vokabeln zu lernen. Ganz klassisch geht es z. B. mit Karteikarten.

Es gibt aber mittlerweile eine Masse an Vokabeltrainern bzw. Karteikarten-Apps. Diese sind entweder als Software für den Computer oder als Apps für das Smartphone.

Solche Apps haben viele Vorteile. Sie übernehmen bis auf das Lernen quasi alles für Dich:

  • Welche Vokabeln solltest Du lernen
  • Wann solltest Du sie wiederholen
  • Wie gehst Du mit Vokabeln um, die Du vergessen hast

In diesem Beitrag stelle ich zusammen mit Jeremy 13 populäre Vokabeltrainer & Karteikarten-Apps vor und vergleiche diese. Wir haben sie alle selbst ausprobiert (ich die ersten 7, Jeremy die nächsten 6) und führen die Vor- und Nachteile von ihnen auf.

Am Anfang findest Du eine Übersicht (mit den Testsiegern) und im Anschluss gibt es ein Fazit welche am besten sind. Einige der Vokabeltrainer-Apps sind kostenlos und andere nicht. Du findest eine Empfehlung für beides.

Lies hier: Kompletter Schritt-für-Schritt Leitfaden zum Vokabeln lernen.

Folgende Apps wurden getestet (klick auf den Namen, um direkt zum Testbericht zu gelangen):

  1. AnkiApp
  2. Babbel
  3. Duolingo
  4. Memrise
  5. Phase6
  6. Flashcards Deluxe
  7. Quizlet
  8. Leo
  9. Pons
  10. Langenscheidt
  11. Cornelsen
  12. Languagecourse
  13. Busuu

Kurze Übersicht: Welches sind die besten Vokabeltrainer-Apps?

Dieser Beitrag ist etwas ausführlicher. Wenn Du nur eine schnelle Antwort suchst, welcher Vokabeltrainer für Dich am besten passt, findest Du hier eine kurze Zusammenfassung:

  • Flashcards Deluxe (3,99€): Riesige Setsammlungen zur Auswahl, sehr benutzerfreundlich und tolle Statistiken.
  • Languagecourse (kostenlos): Viele Wörter und Phrasen aufgeteilt auf Kategorien, jede Vokabel mit Bild und Tonaufnahme, Superlearning-Modus für handfreies Lernen
  • PONS (kostenlos, Lektionen ab 0,99€): Pons-Wörterbücher sehr umfassend, große Auswahl von Wortschätzen

Die restlichen getesteten Vokabeltrainer sowie weitere Details zu den Testsiegern findest Du im weiteren Verlauf.

Bist Du auf der Suche nach einem vollständigen Lernsystem, mit dem Du nicht nur effektiv Vokabeln, sondern Deine Fremdsprache in kurzer Zeit lernen kannst? Wie Du Deine Fremdsprache in 6 Monaten lernen kannst, erfährst Du hier.

Bevor wir nun zu den Apps selbst kommen, erstmal die Vor- und Nachteile von Vokabeltrainer-Apps.

Was sind die Vorteile von Vokabeltrainer-Apps?

  • Meine Karteikarten Box für Vokabeln

    Eine solche Karteikartenbox wird oft genutzt zum Wiederholen von Vokabeln

    Vokabeltrainer-Apps sind handlich, denn man hat sie immer auf dem Smartphone dabei. Es ist nicht notwendig einen Stapel an Karteikarten oder sogar ein Vokabelheft ständig mitzuschleppen.

  • Wenn man dann die falschen Karteikarten mitgenommen hat oder gleich seine Karteikarten vergessen hat, ist das natürlich ärgerlich. Bei Apps passiert das nicht, denn das Smartphone ist immer dabei. Zudem ist eine Karteikartenbox (siehe Bild) mit der man alte Vokabeln wiederholt extrem unhandlich.
  • Viele Apps haben das Spaced-Repetition-System integriert. Bei diesem System werden Vokabeln immer dann abgefragt, wenn die Wahrscheinlichkeit 90% ist, dass man sich an die Vokabel erinnert. So reichen 6 Durchgänge, damit man sich die Vokabeln dauerhaft merkt. Mit Karteikarten ist das System schwer zu überwachen.
  • Man kann sich Karteikarten-Sets von anderen Nutzern (z. B. mit Quizlet) anschauen und selbst benutzen. Das geht mit einem Klick. Bei Karteikarten muss erstmal eine neue Karteikartenbox mit vorgedruckten Karten gekauft werden.
  • Viele Apps sind spielerisch aufgebaut. Deshalb macht es Spaß sie zu nutzen und man ist motiviert die Vokabeln zu lernen und zu wiederholen. Sich selbst zu motivieren Vokabeln mit eigenen Karteikarten zu lernen ist schwieriger.

Was sind die Nachteile von Vokabeltrainer-Apps?

  • Es fehlt die Flexibilität von Karteikarten. Eine Karteikarte kann einfach genutzt werden, um alles Mögliche draufzuschreiben oder -zeichnen. Bei einer App ist das nicht möglich oder umständlich.
  • Man muss erstmal die App starten und die richtigen Vokabeln zum Lernen auswählen. Das kann manchmal etwas dauern. Karteikarten können jederzeit sofort genutzt werden.
  • Man hat keine Kontrolle über seine Vokabeln. Wenn man sein Smartphone verliert, die App gelöscht wird oder die App vom Hersteller nicht mehr weiterentwickelt wird, ist man unter Umständen seine Sammlung los. Ein solches Problem tritt mit Karteikarten nicht auf (es sei denn man verliert seine Karteikarten). Die eigenen Karteikarten kann man immer nutzen. Auch viele Jahre später.

Übersicht zu den Apps

App Kosten Sprachen Audio-ausgabe Sprach-aufnahme SRS Eigene Vokabeln einpflegen möglich Community zum gemeinsamen Lernen und Austausch
AnkiApp Kostenlos Nicht definiert Ja Nein Ja Ja Nein
Babbel 4,95€/Monat 14 Ja Ja Nein Nein Ja
Duolingo Kostenlos 3 (von Deutsch), ansonsten 14 Ja Ja Nein Nein Ja
Memrise 8,99€/Monat Nicht definiert Ja Nein Ja Ja Ja
Phase6 9,99€/Lektion Nicht definiert Ja Nein Ja Ja Nein
Flashcards Deluxe 3,99 € Nicht definiert Ja Nein Ja Ja Nein
Quizlet Kostenlos Nicht definiert Ja Nein Ja Ja Nein
Leo Kostenlos 8 Ja Nein Ja Ja Ja
PONS 5,99€/Lektion 18 Ja Nein Ja Ja Nein
Langenscheidt 9,90 € 8 Ja Ja Nein Nein Nein
Cornelsen 5,90€/Lektion 6 Ja Nein Ja Nein Nein
Languagecourse Kostenlos 34 Ja Nein Ja Ja Ja
Busuu Ab 4,99€/Monat 12 Ja Ja Ja Ja Ja

1. AnkiApp

AnkiApp Vorschau

Bild: AnkiApp

AnkiApp ist ein klassischer Vokabeltrainer mit Karteikarten. Die App greift auf die Karteikarten-Sets von Quizlet (siehe Nummer 7) zurück.

Achtung: Es gibt eine weitere App mit dem gleichen Namen Anki, diese wurde noch nicht getestet.

Vorteile:      

  • Man kann der App mitteilen, wie gut man die Vokabel kannte (nicht gekannt, schwer, gut und einfach). Je nachdem wie gut man sich die Vokabel gemerkt hat, wird es in der Reihenfolge abgespeichert.
  • Statistiken sind verfügbar. Diese zeigen wie lange man gelernt hat, wie oft man wiederholt hat, etc.

Nachteile:

  • Der Lernmodus ist etwas kompliziert. Man hat eine Übersicht über die Karteikarten. Wenn man jedoch eine Karteikarte auswählt zum Lernen, muss man wieder zur Übersicht zurück, um die nächste Vokabel zu lernen.

Fazit: AnkiApp ist eine simple App zum Lernen von Vokabeln mit Karteikarten. Es ist etwas umständlich neue Vokabeln zu lernen, aber alles in allem eignet sich die App gut zum Lernen von Vokabeln.

2. Babbel

Foto: Babbel

Bild: Babbel

Babbel ist aktuell eine der populärsten Sprachenlern-Apps für das Smartphone. Babbel ist zum Lernen von Vokabeln, jedoch nicht mittels Karteikarten-System.

Es gibt verschiedene Aufgabetypen. Z. B. wird ein Begriff oder ein Satz präsentiert und man muss die aus 2 Optionen die passende Übersetzung finden.

Babbel ist kostenpflichtig. Es gibt für Anfänger viele kostenlose Lektionen und einige für Fortgeschrittene. Die meisten Lektionen sind aber kostenpflichtig. Die monatliche Gebühr fängt bei 4,95€ an.

Vorteile:

  • Der Spielspaß: Babbel ist so gebaut, dass man wirklich Spaß beim Lernen hat. Mit kleinen und einfachen Lektionen scheint man schnell voranzukommen.
  • Es ist viel Wiederholung eingebaut. Indem man Vokabeln immer wieder aufschreibt und aufspricht, merkt man sie sich schneller.
  • Anwendung der Vokabeln ist Teil der App. Die Vokabeln müssen aufgeschrieben und gesagt werden im Kontext eines Satzes. Dadurch bleiben die Vokabeln besser hängen.

Nachteile:

  • Man lernt eher langsam. Es macht Spaß und man verbessert sich, aber nicht so schnell, wie z. B. beim klassischen Vokabellernen mit Karteikarten.
  • Pro Lektion werden nur wenige Vokabeln behandelt (in der Regel 4). Für die Dauer der Lektion ist das zu wenig. Wenn man effektiv Vokabeln lernt, könnte man diese Vokabeln in deutlich weniger Zeit lernen.
  • Einige Aufgaben sind zu einfach: Oft werden Vokabeln abgefragt, sind aber zu einfach. Z. B. sind 4 Vokabeln der Lektion sehr verschieden. Diese soll man den jeweiligen Übersetzungen zuordnen. Das ist meistens zu einfach.
  • Die Lektionen für Fortgeschrittene sind zu einfach. Die App lohnt sich eher für Anfänger.

Fazit: Babbel macht Spaß und es scheint als würde man schnelle Fortschritte damit machen. Die wirklich nützlichen Fortschritte kommen aber zu langsam. Zum Spaß und um drinzubleiben eignet sich Babbel aber ausgezeichnet.

3. Duolingo

Foto: Duolingo

Bild: Duolingo

Duolingo ähnelt Babbel stark. Hier werden neue Vokabeln ebenfalls spielerisch gelernt. Entweder man fängt eine Sprache neu an oder man lässt sich in einem 5-minütigen Test auf ein Sprachniveau einschätzen.

Vorteile:

  • Man kann sich tägliche Lernziele setzen (zwischen 5 und 20 Minuten am Tag).
  • Für Fortgeschrittene gibt es einen Einstufungstest.
  • Die App ist spielerisch aufgebaut. Wenn man eine Lektion beendet, bekommt man Erfahrungspunkte. Diese kann man dann in der Wochenübersicht sehen und vergleichen, ob man mehr oder weniger gelernt hat. So macht es Spaß weiterzulernen.
  • Die einzelnen Lektionen sind schön aufgebaut und schnell durchzuarbeiten. Am Ende der Lektionen bekommt man den Orden für die Lektion und Erfahrungspunkte. Es macht Spaß und man ist motiviert weiterlernen.
  • Es ist möglich gleich loszulernen ohne Profil. Dies ist die einzige App, bei der das möglich ist.
  • Es sind auch mehrere Antworten (relativ frei) auf eine Frage möglich. Das ist natürlich ein großer Unterschied zu den meisten anderen Vokabeltrainer Apps, bei welchen stur nur eine Antwortmöglichkeit als richtig gewertet wird.

Nachteile:

  • Wie auch bei Babbel sind die Aufgaben zu einfach und zu langsam. Man muss z. B. die richtige Wortpaare finden oder die Übersetzung aufschreiben. So macht es zwar mehr Spaß, es dauert jedoch länger, um richtige Fortschritte zu machen.

Fazit: Duolingo ist sehr ähnlich wie Babbel. Es macht Spaß damit zu lernen und es eignet sich ausgezeichnet als Ergänzung. Mit den Karteikarten-Apps kommt man schneller voran beim Vokabellernen.

4. Memrise

Foto: Memrise

Bild: Memrise

Memrise ist eine mit vielen Preisen ausgezeichnete Vokabeltrainer-App. Es gibt Karteikarten-Sets für viele verschiedene Sprachen. Diese Sets werden von Nutzern zusammengestellt.

Memrise hat eine Premium Version für 8,99€ pro Monat. Diese wurde hier jedoch nicht getestet.

Vorteile:

  • Eine große Auswahl an Karteikarten-Sets für viele Sprachen.
  • Eselsbrücken (im Programm Mems genannt, siehe Bild): Zu einigen Vokabeln gibt es Eselsbrücken als Text oder Bild. Damit kann man sich Vokabeln schneller merken (so lernst Du schnell Vokabeln mit Eselsbrücken). Diese werden von den Nutzern erstellt.
  • Boni: Wenn man sein Tagesziel erreicht (wie viel man pro Tag lernen kann, wird festgelegt) bekommt man einen Orden. Das ist ausgezeichnet für die Motivation.
  • Man kann auswählen, wie viele Vokabeln man pro Session lernen möchte.

Nachteile:

  • Ähnlich wie bei Babbel und Duolingo werden Wörter oft wiederholt.
  • Die Aufgaben sind ebenfalls zum Teil zu einfach. Man muss z. B. die richtige Übersetzung von 6 Optionen auswählen. Das sorgt zwar für ein Erfolgserlebnis jedes Mal, verlangsamt jedoch den Fortschritt.

Fazit: Memrise ist eine gute App zum Lernen von Vokabeln. Die Boni motivieren weiterzulernen. Die Eselsbrücken-Funktion ist absolut ausgezeichnet, damit man sich schneller die Vokabeln merkt. Die ständige und langsame Wiederholung macht diese App jedoch weniger effektiv. Insgesamt bleibt die App jedoch in jedem Fall empfehlenswert.

5. Phase6

Foto: Phase6

Bild: Phase6

Phase6 ist ein Vokabeltrainer, der das Spaced-Repetition-System im Namen hat. Die 6 steht für die optimale Anzahl von Wiederholungen von Vokabeln (siehe Bild). Die Anzahl kann aber trotzdem angepasst werden.

Leider gibt es keine kostenlosen Inhalte bei Phase6 zum Ausprobieren. Alle Vokabeln müssen gekauft werden (ab 9,99€).

Vorteile:

  • Es ist möglich die Abfragerichtung umzukehren.
  • Übersicht der Karteikarten im jeweiligen Fach: Man kann sehen wie viele Karteikarten in welcher Phase sind (siehe Bild). Man kann sich also, wie bei einer richtigen Vokabelbox vorstellen, in welchem Abteil wie viele Vokabeln sind.
  • Test-Phase: Man kann sich abfragen lassen, ohne dass die Vokabel in die nächste Phase geschoben werden. Das eignet sich, wenn man für einen Test lernt.

Nachteile:

  • Es gibt keine kostenlosen Inhalte. Zum Testen der App müssen also eigene Vokabeln erstellt werden. Der Preis pro Lektion ist mit 9,99€ etwas happig.

Fazit: Phase6 ist eine gute App zum Lernen von Vokabeln. Mit den Preisen für die Lektionen ist sie jedoch im Durchschnitt deutlich über der Konkurrenz. Die Funktionen sind nicht besser als die Konkurrenz. Deshalb ist Phase6 zwar zu empfehlen, die Alternativen jedoch empfehlenswerter.

6. Flashcards Deluxe

Foto: Flashcards Deluxe

Bild: Flashcards Deluxe

Flashcards Deluxe simuliert echte Karteikarten. Das heißt, auf der einen Seite der Karte steht das deutsche Wort und wenn man klickt, kommt die andere Seite mit der Vokabel zum Vorschein. Im Anschluss wischt man nach links, wenn die Vokabel richtig gesagt wurde, ansonsten nach unten.

Die Basis-Version ist gratis, ist jedoch in der Anzahl von Karteikarten limitiert. Man darf maximal 4 Karteikarten-Sets mit maximal 6 Karteikarten pro Set runterladen. Somit ist die Basis-Version nur zur Vorführung geeignet. Wirklich lernen kann man damit nicht. Die Vollversion kostet 3,99€.

Vorteile:

  • Karteikarten-Sets können aus der riesigen Sammlung von Quizlet geladen werden.
  • Sehr benutzerfreundlich: Es ist sehr einfach die App zu benutzen. Zudem gibt es eine ausgezeichnete Anleitung, die demonstriert, wie die App benutzt wird.
  • Statistiken: In den Statistiken kann man sehen, wann man wie viel gelernt hat und wie erfolgreich man war. Das motiviert es beim nächsten Mal besser zu machen.
  • Es ist möglich entweder Multiple-Choice zur Abfrage zu nutzen oder selbst der App mitteilen, ob man die Vokabel gekannt hat. Im Multiple-Choice-Modus werden 4 Optionen gezeigt. Es ist ebenfalls möglich die Vokabeln im Buchstabiermodus selbst zu buchstabieren.
  • Neben der Vokabel wird ein passendes Bild gezeigt.

Fazit: Flashcards Deluxe ist eine ausgezeichnete App zum Vokabellernen. Die leichte Bedienung und große Auswahl von Karteikarten-Sets (über Quizlet) machen es zur ausgezeichneten Wahl. Die Vollversion für 3,99€ muss in jedem Fall erworben werden, ist aber seinen Preis wert.

7. Quizlet

Foto: Quizlet

Bild: Quizlet

Quizlet ist eine allgemeine App für Karteikarten, nicht beschränkt auf Fremdsprachen. Die Datenbank dient als Basis für viele weitere Apps (z. B. Anki und Flashcards Deluxe). Jeder Nutzer kann Karteikarten-Sets erstellen und diese anderen zur Verfügung stellen. So gibt es eine große Auswahl an Karteikarten-Sets für viele Sprachen, Themen und Schwierigkeitsstufen.

Vorteile:

  • Eine riesige Auswahl an Karteikarten-Sets.
  • Simuliert echte Karteikarten. Man dreht die Karten mit einem Klick.
  • Im Lernmodus sieht man alle Vokabeln untereinander (siehe Bild). Auf diese Weise hat man schnell einen Überblick und kann die Vokabeln einfach lernen. Dabei kann man sich aussuchen, ob man diese in einer Liste untereinander haben will oder ob eine Karteikarte unter der anderen stehen soll (dann passt nur eine Vokabel in den Bildschirm).
  • Vokabel-Memo als Spiel verfügbar. Es werden 12 Memokarten angezeigt und man muss die passenden Paare zueinander finden lassen.

Fazit: Quizlet ist eine elementare App mit wenig Spielereien. Sie eignet sich jedoch ausgezeichnet zum Lernen von Vokabeln durch Karteikarten.

8. Leo

Bild: Leo

Leo.org wurde als rein benutzerbasiertes Projekt gegründet. Inzwischen ist Leo eines der größten Online-Wörterbücher, und hört dabei nicht auf zu wachsen und sein Angebot zu erweitern.

Inzwischen für die Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Chinesisch, Russisch, Portugiesisch und Polnisch verfügbar. Für diese gibt es jeweils einen eigenen Vokabeltrainer, den man mit Wörtern und Phrasen aus dem Wörterbuch füllen kann. Dieser funktioniert nach dem Karteikartenkastensystem.

Dazu hat die App verschiedene kurzweilige Übungs- und Trainingsmodi im Angebot. Der Leo-Vokabeltrainer ist kostenlos.

Vorteile:

  • Man kann den Vokabeltrainer direkt mit Wörtern (z. B. aus seinen Suchabfragen) füttern, sodass personalisierte Vokabellisten entstehen.
  • Es gibt verschiedene Trainings- und Übungsmodi (wie z.B. ein Memory), wodurch man das Vokabeltraining an sich und seine persönlichen Lernvorlieben anpassen kann.
  • Für die meisten Wörter gibt es eine Audiospur, um sich die Aussprache anzuhören. Damit kann man wenn man z. B. die Augen vor dem jeweils nächsten Wort schließt, überprüfen ob man die Vokabel auch schon gesprochen erkennt.
  • Komplett kostenlos.

Nachteile:

  • Die Vokabelliste muss selbst aufgebaut werden. Vorgefertigte Listen gibt es kaum. Das ist vor allem am Anfang zeitintensiv.
  • Die Wiederholung erfolgt nach dem Karteikartensystem. Der Nachteil dabei – in den Karteikästen werden auf- und abgestiegene Vokabeln nicht unterschieden bzw. werden die Vokabeln einem einfach nach der Reihenfolge des Eintreffens eingehalten. Es ist deshalb vor allem bei einem größeren Übungsschatz irgendwann nicht mehr so leicht, die empfohlenen Wiederholungszyklen auch wirklich einzuhalten.
  • Durch den nutzerbasierten Auf- und Ausbau gibt es selbstverständlich noch die eine oder andere Lücke in den Wörterbüchern.

Fazit: Aufgrund der notwendigen hohen Eigeninitiave empfiehlt sich der Vokabeltrainer vor allem für Fortgeschrittene und weniger für Anfänger. Als Unterstützung bei der Verbreiterung eines schon vorhandenen Wortschatzes kann Leo, vor allem aufgrund des sich ständig erweiternden Vokalrepertoires, allerdings eine sehr gute Unterstützung sein. Und das darüber hinaus komplett kostenlos.

9. Pons

 

Bild: PONS

PONS ist die Vokabeltrainer-App aus einem der größten kommerziellen Fremdsprachenverlagshäuser. Dementsprechend umfangreich nicht nur von den angebotenen Sprachen, sondern auch vom Angebot.

 

Eingespeichert werden können entweder Wörter aus dem Wörterbuch (kostenlos), oder es ist der Erwerb von ganzen Vokabelgruppen zu einem bestimmten Thema möglich. Die Preise hierfür bewegen sich zwischen 0,99€ (Klett-Teillektion / PONS-Wortschatz unter 500 Wörtern) und 5,99€ (Klett-Komplettlektion). Abgefragt wird nach dem Karteikartenkastensystem.

Vorteile

  • Je nachdem, ob man den PONS-Vokabeltrainer kostenlos nutzen möchte oder bereit ist dafür zu zahlen, kann man die App entweder mit eigenen Eingaben oder vorgefertigten Vokabelschätzen füllen.
  • Die PONS-Wörterbücher sind durchwegs komplett und umfassend. Demzufolge sollte man so gut wie jede Vokabel finden können. Und nicht nur das. Um vor Fehlgriffen zu schützen, zeigt das Wörterbuch auch immer die verschiedenen Bedeutungen eines Wortes in der Fremdsprache an.
  • Der eigene Wortschatz kann mit 5 verschiedenen Übungsmodi abgefragt werden, wodurch das Vokabelüben abwechslungsreich und unterhaltsam bleibt. Dabei kann ebenso offline trainiert werden.
  • Vorgefertigte Wortschätze zu vielen unterschiedlichen Themen sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene. Erweitertes Angebot durch die Kooperation mit Klett.

Fazit: Bei der  PONS Vokabeltrainer-App handelt es sich um einen der derzeit besten auf dem Markt erhältlichen Online-Vokabeltrainer. Ein unglaublich breites Sprachangebot und umfassende Wortschätze, sowie die Möglichkeit vorgefertigte Vokabelpakete für jeden Anspruch und für einen günstigen Preis zu erstehen, schnüren im Gesamten ein nahezu unschlagbares Gesamtpaket.

10. Langenscheidt

Bild: Langenscheidt

Langenscheidt – wer kennt sie nicht, die dicken gelben Wörterbücher aus dem Hause Langenscheidt? Oder wer kennt sie eventuell nicht mehr?

Um mit der Zeit zu gehen, hat der Verlag nun seine eigene Vokabeltrainer-App herausgebracht. Diese ist für  Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch erhältlich. Dabei gibt es für jede Sprache 8 vorgegebene Themengebiete mit insgesamt 800 Ausdrücken und Wörtern. Diese richten sich vor allem an Anfänger der Niveaustufen A1 und A2.

Die Testversion mit einem Themengebiet und 2 Spielen ist kostenlos verfügbar. Die Vollversion kostet 9,90€.

Es können auch zusätzlich eigene Bilder mit neuen Wörtern hinzugefügt werden. Die Abfrage erfolgt mittels Bildern, zu denen die passende Übersetzung in der Fremdsprache ausgewählt wird.

Vorteile

  • Spielerischer und unterhaltsamer Ansatz. Die zu jedem Wort gezeigten Bilder erhöhen den Merk- und Lerneffekt.
  • Es gibt sowohl eine vorgesprochene Audioaufnahme zu jeder Vokabel, als auch die Möglichkeit zur Sprachaufnahme. Damit kann man nicht nur sein Hörverständnis, sondern gleichzeitig seine Aussprache verbessern.
  • Offline jederzeit und im vollen Umfang nutzbar.

Nachteile

  • 800 Wörter ist natürlich ein sehr begrenzter Wortschatz. Dafür sind 10 Euro dann schon wieder recht viel. Vor allem weil das Hinzufügen von eigenen Vokabeln mit recht viel Aufwand (Hochladen von Bildern) verbunden ist.
  • Zu den Bildern wird einem nur die Übersetzung aus der Fremdsprache angezeigt. Das deutsche Äquivalent nicht. Das kann teilweise missverständlich sein, und ist darüber hinaus ein wenig ein unerklärlicher Umstand.
  • Die Auswahl der richtigen Antwort erfolgt aus einer vorgegebenen Liste. Das mindert einerseits natürlich schon einmal den Lernerfolg, andererseits werden auch nicht gewusst (erratene) Vokabeln nicht extra wieder abgefragt. Gezieltes Vokabellernen sieht leider anders aus.

Fazit: Von dem Namen und vor allem für den Preis sollte man sich eigentlich mehr erwarten dürfen. Die Langenscheidt Vokabeltrainer-App eignet sich darüber hinaus nur für Anfänger, und auch für diese hat das Programm. Leider nicht viel mehr als eine kurzweilige Spielerei, und weniger eine echte Hilfe beim Sprachenlernen. Und das für einen definitiv überhöhten Preis.

11. Cornelsen

Bild: Cornelsen

Cornelsen – Bekannt für seine Schulbücher zu diversen Fremdsprachen bleibt der Cornelsen-Verlag diesem Motto auch bei seiner eigenen Vokabeltrainer-App treu.

Erhältlich für die im Schulunterricht angebotenen Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Latein und Russisch sowie Deutsch als Fremdsprache.

Zu jeder Sprache können nach der kostenlosen Installation verschiedene Vokabelpakete erstanden werden. Diese entsprechen Kapiteln aus den entsprechenden Lehrbüchern und kosten je Paket 5,99€. Das Prinzip dahinter ist das SRS.

Vorteile

  • Durch die an die gleichnamigen Lehrbücher angepassten Wortpakete ist ein besonders gut begleitetes Lernen oder das gezielte Vorbereiten auf Prüfungen möglich.
  • Es können darüber hinaus auch eigene Vokabeln und Vokabellisten hinzugefügt werden.
  • Audioaufnahmen zur Verbesserung des Hörverständnisses, sowie Bilder zur Veranschaulichung sind ebenfalls inkludiert.
  • Der SuperMemo-Algorithmus soll den Lernfortschritt erkennen und leiten. Dazu werden die Vokabeln in vorgegebenen Abständen wiederholt. Dabei hilft, dass nicht nur die Angabe „Gewusst“ oder „Nicht-Gewusst“ möglich ist. Die eigene Vokabelkenntnis kann nämlich auf einer Skala von 1-5 bewertet werden. An diese Einstufung werden in weiterer Folge die Wiederholungszyklen angepasst.
  • Sehr bemühter und aktiver Support von Seiten des Anbieters.

Nachteile

  • Durch die spezifische Ausrichtung der App ist die Verwendung eigentlich nur in Verbindung mit den entsprechenden Lehrbüchern von Cornelsen sinnvoll. Ansonsten muss jede einzelne Vokabel einzeln und recht mühsam selbst erstellt werden.
  • Laut gelegentlicher Nutzerkritik sollen die Vokabeln aus den Kapiteln der Lehrbücher nicht zu 100% mit denen aus den Vokabelpaketen der App übereinstimmen. Natürlich eher ärgerlich, falls dann genau eine von diesen zu einem Test kommen sollte.

Fazit: Für Schüler oder Besucher von Sprachkursen, welche die Cornelsen-Lehrbücher verwenden, empfiehlt sich die dazu passende Cornelsen Vokabeltrainer-App sicherlich sehr gut. Mit dieser kann unabhängig von einer Internetverbindung jederzeit und vor allem bequem das Vokabelwissen erweitert werden. Für jeden anderen empfiehlt sich wohl eher eines der anderen vorgestellten Programme.

12. Languagecourse

Bild: Languagecourse

Languagecourse – Die laut eigener Aussage meistbesuchte Seite zum Thema Sprachreisen und Sprachaustausch hat eine eigene Vokabeltrainer-App herausgebracht. Oder sagen wir besser Serie. Denn insgesamt ist die App für unglaubliche 34! Sprachen erhältlich. Es kann für jede Sprache eine eigene App heruntergeladen werden.

Diese beinhalten je 10.000 Wörter und Phrasen pro Sprache und sind kostenlos. Und das in vollem Umfang.

Gelernt werden kann mit 8 verschiedenen Modi, die auch individualisiert werden können. Die Wiederholung erfolgt automatisch und in progressiven Abständen.

Vorteile

  • Jede einzelne App verfügt über einen vorgegebenen Vokabelschatz von 10.000 Wörtern und Phrasen. Diese sind in verschiedene Kategorien und unterschiedliche Niveaustufen von A1 – C1 gegliedert. Aus den folgenden Kategorien kann man dabei auswählen – Reisewörterbuch (~450), Reise-Vokabular (~400), Slang-Vokabular (~200), Rendezvous und Romantik (~400), Business (~300), Vokabular für medizinische Berufe (~300), Vokabular für Tourismus (~300), Überlebens-Wortschatz (~120), TOEFL (~700), IELTS (~500) und TOEIC (~500). Dieses an sich schon äußerst umfangreiche Repertoire kann zusätzlich noch selbsttätig erweitert werden.
  • Jede Vokabel kommt mit Bild und Audioaufnahme. Das stärkt das Hörverständnis, und man merkt sich neue Wörter in Verbindung mit einem Bild besser.
  • Nicht nur die Lernmethode (insgesamt stehen 8 zur Auswahl), sondern ebenso die Wiederholungsfrequenz kann eingestellt werden. Natürlich kann man sich aber genauso auf die vorgegebene Frequenz verlassen.
  • Im Superlearning-Modus können Vokabeln wiederholt werden, ohne dass man dabei die Hände frei hat. Ideal zum Autofahren oder bei der Hausarbeit.
  • Dazu bietet die App noch Coaching-Tipps zur Verbesserung des Sprachenlernens, Lernpläne, Protokolle der Lernzeiten und der Lernfortschritte und vieles mehr.
  • Möglichkeit Fehler im Programm selbst mittels eines Klicks zu markieren (Flag-Option) und damit an das Serviceteam zu melden.

Nachteile

  • Aufgrund des Umfangs und des relativ kurzen Bestehens findet sich noch der eine oder andere Fehler hinsichtlich Übersetzungen, Auswahl der Bilder oder der Audiodateien.
  • Die Einteilung nach Sprachniveaus entspricht nicht wirklich der Realität. So sind die höheren Niveaus zu leicht angesetzt.

Fazit: Eine der derzeit besten Vokabeltrainer-App. Vollgestopft mit Wortschätzen von 10.000 Vokabeln zu allen möglichen Themengebieten und für alle Niveaustufen. Verfügbar für beinahe unglaubliche 34 Sprachen. Ausgestattet mit einer derart großen Anzahl an Zusatzfunktionen und Tools, dass ich während meines Tests gar nicht alle ausprobieren konnte. Kleine noch vorhandene Fehler können direkt und ohne Aufwand an das Entwicklerteam gemeldet werden. Das spricht für die stetige Weiterentwicklung des Angebots. Und das alles gibt es vollkommen gratis und dabei trotzdem in vollem Umfang nutzbar!

13. Busuu

Bild: Busuu

Busuu – Eine der besten Apps des Jahres 2015 des Google Play Store darf natürlich auch nicht fehlen.

Busuu ist mehr eine komplette Sprachenlern-App, als nur ein reiner Vokabeltrainer.

Ähnlich wie zum Beispiel bei Babbel kann man bei Busuu einen Online-Sprachkurs von Stufe A1 bis B2 durchlaufen. Inklusive einem Vokabeltrainer.

Das Spezielle an der Busuu-App ist der Community-basierte Aufbau. Das heißt, man kann in Kontakt mit Muttersprachlern treten, um Fragen zu Grammatik oder bestimmten Ausdrücken zu klären. Oder auch Audiodateien hochladen um seine Aussprache überprüfen zu lassen (dies ist allerdings nur in der Desktop-Version) möglich.

Die Busuu-Preise sind nach Vertragsdauer gestaffelt und zwischen 4,99€ (3 Monate) und 10,99€ pro Monat (24 Monate). Dafür erhält man aber vollen Zugriff auf alle angebotenen Sprachkurse.

Vorteile

  • Breites Angebot an Sprachkursen, die man alle gleichzeitig nutzen kann, falls man das möchte. Und das für denselben Preis. Das Niveau reicht dabei von A1 bis B2 plus einem zusätzlichen Reisewortschatz. Für Englisch ist darüber hinaus ein Business-Wortschatz vorhanden.
  • Busuu baut auf eine breite Community. Das Gegenüber besteht also nicht nur aus einer mechanischen Computerstimme. So kann man in Kontakt mit Mitgliedern und Muttersprachlern auf der ganzen Welt treten, um sich zu vernetzen und auszutauschen.
  • Das Angebot wird ständig (aufgrund von Nutzerfeedback) erweitert, verbessert und aktualisiert.
  • Man kann eigene Sprachaufnahmen oder selbstgeschriebene Texte von Muttersprachlern bewerten lassen.

Nachteile

  • Die Sprachkurse sind teilweise etwas unausgereift. Das betrifft natürlich zwar eher die „exotischen“ Sprachen wie Japanisch, Chinesisch oder Arabisch. Trotzdem kommt dabei das Gefühl auf, dass das Angebot von Busuu auf Zwang ausgebaut wurde. Leider ohne dabei großen Wert darauf zu legen, die bei den „gängigen“ Sprachen durchwegs vorhandene Qualität beizubehalten.
  • Außerdem sind die Lektionen der gängigen Sprachen umfangreicher mit Übungen ausgestattet als die der Exoten. Und das bei gleicher Anzahl an Lektionen und ansonsten identischen Aufbau der Sprachkurse. Auch hier stellt sich die Frage warum?
  • Bei Sprachen mit „fremdem“ (nicht dem lateinischem) Alphabet (Japanisch, Chinesisch, Arabisch und Russisch) fehlt bei den Lückentextaufgaben die Transkription. Das ist vor allem für Anfänger recht problematisch.
  • Der Vokabeltrainer wird nur mit den Wörtern und Phrasen aus den absolvierten Lektionen gefüllt. Selbstständig kann nichts hinzugefügt werden. Dadurch muss man sich auf den Busuu Standardwortschatz von rund 3000 Vokabeln pro Sprache verlassen.

Fazit: Als Sprachkurs wenig persönlich und auch nicht besonders abwechslungsreich, aber natürlich auch nicht schlecht. Ähnlich Babbel dazu geeignet, um mit dem Erlernen einer Sprache zu beginnen und eine Basis zu schaffen. Zumindest für die gängigeren Sprachen. Das Besondere und das Interessante der Busuu-App ist aber die Community. Ein Netzwerk von rund um den Globus verteilten Muttersprachlern, welche einem mit Rat und Tat zu Seite stehen. Von diesen kann man seine Aussprache oder Texte bewerten und gegebenenfalls korrigieren lassen. Alleine dafür rechnet sich die Bezahlung des Mitgliedbeitrages eigentlich schon. Und falls man vorhat länger am Sprachenball zu bleiben (was bei 12 gebotenen Sprachen prinzipiell leicht möglich ist), dann hält sich der Busuu-Preis dafür auch in Grenzen.

Anmerkung: Hier ist eine Übersicht zu Vokabeltrainer-Apps.

Fazit: Die meisten Apps eignen sich sehr gut

Insgesamt eignen sich alle Vokabeltrainer-Apps mehr oder weniger gut, um Vokabeln zu lernen. Die einzige Ausnahme stellt, zumindest mit dem derzeitigen Entwicklungsstand in Kombination mit dem hohen Preis, Langenscheidt dar.

Die von uns getesteten Programme unterscheiden sich allerdings deutlich in ihrem Aufbau und damit ihrer Zielgruppe. Du musst Dir also im vornhinein Gedanken machen, welches Deine persönlichen Ansprüche an den Vokabeltrainer sind.

Babbel, Duolingo, Busuu und Memrise sind eher die spielerische Variante mit der zwar schneller Erfolgserlebnis erzielt werden, bei denen jedoch das Lernen etwas länger dauert. Diese 4 Apps eignen sich also vor allem für Leute, die Schwierigkeiten damit haben Vokabeln zu behalten und sich zum Vokabellernen zu motivieren.

Babbel und Busuu, sowie teilweise auch Duolingo, sind darüberhinaus keine reinen Vokabeltrainer. Sondern komplette Sprachenlernprogramme. Also die vereinfachte online Version eines Sprachkurses.

Besuchst Du also bereits einen Sprachkurs, und suchst nur eine Ergänzung zu diesem bzw. ein Programm um Vokabeln zu wiederholen, dann ist ein solches Komplettprogramm für Dich eher unnötig. Und Du bist besser mit einer einfachen Variante wie LEO beraten. Diese kostet Dich darüber hinaus nichts. Dafür kann man auch über die kleinen vorhandenen Schwächen hinwegsehen.

Falls Du dir den Aufwand nicht antun willst eigene Vokabellisten einzupflegen, aber trotzdem nicht mehr benötigst als einen reinen Vokabeltrainer, dann kann sich für Dich die Investion in die PONS-App auszahlen. In dieser kannst du für ein paar Euro und für wenig Geld vorgefertigte Vokabellisten erwerben, welche Dir danach uneingeschränkt zur Verfügung stehen.

Der Cornelsen-Vokabeltrainer hingegen empfiehlt sich nur, falls Du auch die dazugehörigen Lehrbücher verwendest. Sei es in der Schule oder in einem eigenen Sprachkurs- zum Beispiel an einer Volkshochschule. Dann ist er allerdings eine gute Hilfe und Begleitung.

Die beste Apps sind unserer Meinung nach:

  • Flashcards Deluxe (3,99€) und
  • Languagecourse (kostenlos).
  • Auch die PONS-App gehört sicherlich noch ins Spitzenfeld.

Vor allem bei der Vokabeltrainer-App von Languagecourse bekommst Du kostenlos sehr viel geboten. Das Angebot ist dermaßen umfangreich, sodass ich es in meinem Test nicht komplett ausreizen konnte.

Ich bevorzuge weiterhin klassische Karteikarten, da ich die Wahl habe, welche Karteikarten ich lerne, wie oft und wann ich diese wiederhole und was ich auf die Karteikarten draufschreibe (erfahre hier, wie Du am besten Vokabeln mit Karteikarten lernst). Mit einer App bin ich da etwas eingeschränkt. Jedoch eignet sich trotzdem ein Vokabeltrainer als Ergänzung dazu.

Kennst Du noch weitere Vokabeltrainer-Apps? Schreib sie in die Kommentare und ich werde sie in Zukunft hier hinzufügen.

Wie lernst Du am besten Vokabeln?

Über den Autor

Gabriel Gelman ist Gründer von Sprachheld, Sprachenthusiast und nutzt gerne seine 6 Sprachen für Reisen und Kennenlernen neuer Leute. Er hilft Sprachlernern dabei schnell ihre Fremdsprache zu lernen.

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