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Was kann Duolingo: Die Wahrheit über die bekannte Sprachlern-App in unserem Test!

Kann man mit Duolingo eine neue Sprache wie Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Russisch oder auch Deutsch lernen? Eine Frage, die Dir wahrscheinlich nicht nur Du stellst, sondern genauso eine ganze Reihe weiterer potentieller Sprachlerner.

In diesem Beitrag erhältst Du ausgehend von meinen persönlichen Erfahrungen eine Antwort auf Deine Frage. Dafür habe ich Duolingo zuerst einem ausgiebigen Test unterzogen, um anschließend eine möglichst fundierte Bewertung abgeben zu können. Das Ergebnis von meinem Duolingo-Test findest Du in diesem Beitrag.

Finde hier: Die besten Sprachtools – Welches Online-Wörterbuch ist der beste digitale Übersetzer?

Inhaltsverzeichnis: Durch das Anklicken von einem Unterpunkt kannst Du auch direkt zu einem für Dich interessanten Kapitel springen.

  1. Einleitung – Was ist Duolingo?
  2. Wie funktioniert Duolingo?
  3. Was kostet Duolingo und wie wird Duolingo finanziert?
  4. Welche Sprachen bietet Duolingo? Kann man mit Duolingo auch 2 oder mehr Sprachen gleichzeitig lernen?
  5. Der Duolingo-Test – Was bringt Duolingo?
  6. Fazit – Meine persönliche Duolingo-Bewertung.
  7. Babbel vs Duolingo – was ist besser?

Einleitung – Was ist Duolingo?

Zu Beginn will ich mich kurz der Geschichte von Duolingo und dem Konzept der Sprachlern-App widmen. Gegründet oder erfunden wurde es im Jahr 2012, also vor nicht einmal 6 Jahren, von zwei nicht unbekannten Größen der Digitalwelt, nämlich Luis von Ahn (gebürtiger Guatemalteke) und Severin Hacker (gebürtiger Schweizer) an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh.

Aufgrund der Einfachheit des Prinzips, und wahrscheinlich auch aufgrund der schon vorherigen Bekanntheit eines der beiden Gründer (Luis von Ahn gilt doch unter anderem als der Erfinder des Captcha und verkaufte seine Firma reCAPTCHA an Google), setzte die App unverzüglich zum Steilflug an. So wird der Wert von Duolingo heute mit 700 Millionen Dollar beziffert, die Nutzerzahlen sollen sich um die 200 Millionen Nutzer weltweit bewegen.

Die Duolingo-Startoberfläche. Hier werden Dir alle wichtigen Informationen zu Deinem Account und Deinem aktuellen Lernfortschritt angezeigt.

Doch sprechen nun wirklich 200 Millionen Menschen weltweit aufgrund des Online-Sprachkurses eine neue Sprache? Oder sogar mehrere, da es ja nicht wenige Nutzer gibt, die schon in mehreren bis vielen Fremdsprachen bis auf das höchste Level 25 aufgestiegen sind? Oder wie erklärt sich der enorme Erfolg der Applikation ansonsten?

Um diese Frage zu klären sehen wir uns am Besten zuerst einmal die Funktionsweise von Duolingo an, um uns der Antwort auf die Frage was Duolingo wirklich bringt ein Stück weiter zu nähern.

Wie funktioniert Duolingo?

Zu Beginn musst Du Dir zwingend ein Duolingo-Profil erstellen, denn ohne dieses ist die Nutzung der Online-Sprachkurse nicht möglich. Die Erstellung von Deinem Profil ist jedoch auf jeden Fall kostenlos und in einigen Augenblicken erledigt. Danach kannst Du auch schon loslegen.

Alle Duolingo-Sprachkurse sind ähnlich aufgebaut. Beginnend von Level 1 musst Du Dich durch verschiedene Lerneinheiten (Fähigkeiten genannt) arbeiten, um Level für Level aufzusteigen und schließlich irgendwann das höchste Level 25 zu erreichen. Diese Level entsprechen aber nicht irgendwelchen Sprachniveaus, sondern stellen lediglich Deinen Fortschritt innerhalb der Lernapplikation dar.

Hier siehst Du anhand des Beispiels Spanisch den grundsätzlichen Aufbau von Duolingo. Ein sogenannter Baum aus “Fähigkeiten”, welchen Du Lektion für Lektion und Fähigkeit für Fähigkeit hochklettern musst.

Eine Lerneinheit oder Fähigkeit ist dabei immer einem bestimmten Thema gewidmet. Das können einerseits allgemeine Themen wie Essen, Kleidung oder Fragen sein. Doch genauso spezielle wie bestimmte Gruppen von Verben, Zeitformen, Pronomen, Konjunktive oder Adjektive.

Innerhalb einer Einheit gibt es dann wiederum mehrere Lektionen (in der Regel zwischen 2 und 5), welche Du alle abschließen musst, um die Fähigkeit abzuschließen und mit der nächsten fortzufahren.

Innerhalb jeder Lektion übst Du eine bestimmte Anzahl an Wörtern, Phrasen und Ausdrücken mit Hilfe von verschiedenen Arten von Übungen. Du musst

  • hören (und teilweise nachsprechen),
  • schreiben,
  • lesen
  • und Mulitple-Choice-Fragen beantworten.

Im Gesamten beträgt der Duolingo-Wortschatz pro Sprache rund 2000 Wörter. Alle diese Tätigkeiten auch immer in beiden Richtungen, das heißt sowohl von Deiner Ausgangssprache in Deine Zielsprache (also zum Beispiel von Deutsch nach Englisch) als auch umgekehrt (von Englisch nach Deutsch).

Und natürlich kannst Du auch das Mikrofon und den Ton bei den Übungen abschalten. Falls Du zum Beispiel gerade in der U-Bahn oder im Wartezimmer vom Zahnarzt sitzen solltest und nicht möchtest, dass Deine komplette Umgebung mitbekommt, dass Du gerade Level 12 in Italienisch  abgeschlossen hast. Vielleicht solltest Du in so einer Situation sogar den Ton abschalten, um nicht übermäßig unhöflich zu wirken.

Für abgeschlossene Lektionen und Fähigkeiten erhältst Du eine gewisse Anzahl an Erfahrungspunkten (sogenannte „experience point“ oder XP). Die Anzahl der erhaltenen XP, sowie die Anzahl der erlaubten Fehler pro Lektion, unterscheiden sich einerseits zwischen den verschiedenen Übungsformen (normal, stärken, auf Zeit, freispielen), andererseits zwischen den verschiedenen Plattformen.

  • Duolingo-Desktop: 10 XP pro Lektion (normal) und unbegrenzte Fehlermöglichkeiten. Begehst Du einen Fehler geht lediglich der Fortschrittsbalken etwas zurück.
  • Duolingo-App für iOS oder Android: Ebenfalls 10 XP (normal), aber lediglich 5 erlaubte Fehler.
  • Duolingo-App für Windows Mobile: 3 Leben pro Lektion, bei dem vierten Fehler musst Du die Lektion wiederholen. Diese Variante existiert in der Desktop-Version auch noch für die Variante „Freispielen“ wie mir bei meinem Test aufgefallen ist. Bei dieser kannst Du anstatt aller Lektionen einer Einheit einfach diese „Challenge“ absolvieren, um die Einheit abzuschließen.

Je nachdem, wie motiviert Du bist, kannst Du Dir ein Tageslimit an verdienten Erfahrungspunkten festlegen. Das Minimum ist dabei ein XP, das Maximum sind 30. Wenn man bedenkt, dass man zum Absolvieren einer Lektion bei Duolingo circa 5 Minuten benötigt, dann ist meiner Meinung nach eine gute Einstellung 30 XP. Damit ergäben sich rein rechnerisch 15 Minuten Tagesaufwand.

Falls Du dieses selbst festgelegte „Limit“ erreichst, dann beginnt sich ein sogenannter „Streak“ aufzubauen. Nach dem ersten Tag hat dieser die Dauer 1. Mit jedem weiteren Tag, an welchem Du (ohne einen Tag zu pausieren) Dein Tagesziel erreichst, verlängert er sich um 1. Das heißt nach 30 Tagen ununterbrochenem Üben würde dein Streak 30 Tage betragen.

Lingots sind die virtuelle Duolingo-Währung, welche Du Dir durch fleißiges und regelmäßiges Üben verdienen kannst. Danach kannst Du diese für kleine Zusatzspiele oder für Interaktionen in der Community ausgeben.

Durch das Ausbauen Deines Streaks, sowie für das Abschließen von Fähigkeiten und Erreichen von einem neuen Level verdienst Du außerdem sogenannte Lingots. Lingots sind die virtuelle Duolingo-Währung, mit welcher Du in weiterer Folge bestimmte Extras erwerben oder auch Kommentare im Forum hochbewerten kannst. Umso mehr Lingots ein Kommentar bekommt, umso wahrscheinlicher ist es, dass es die Aufmerksamkeit der Duolingo-Mitarbeiter erregt und berücksichtigt wird.

Das Forum ist allen Nutzern zugänglich und dient nicht nur dem Austausch unter diesen, sondern ebenso mit dem Entwicklerteam. Wie Du siehst hat die Sprachenlern-App nicht wenig zu bieten und Du wirst Dich deshalb eventuell gerade fragen:

Was kostet Duolingo und wie wird Duolingo finanziert?

Prinzipiell sind die Duolingo-Sprachkurse umsonst. Natürlich ist die Entwicklung eines solchen Programms aber alles andere als kostenlos, weshalb sich selbstverständlich die Frage stellt wie Duolingo denn nun Geld verdient?

Nun wie bereits eingangs erwähnt war einer der Gründer, Luis von Ahn, schon als sehr junger Student sehr erfolgreich als Entwickler und Programmierer tätig und verkaufte nicht weniger als zwei komplette Unternehmen an den Google-Konzern. Doch anstatt sich auf den Lorbeeren (oder besser Geldscheinen) auszuruhen, investierte er lieber einen Teil seines Vermögens in das nächste Projekt – Duolingo.

Zusätzlich war das Vertrauen in den jungen Mann von Anfang an so groß, dass Duolingo nicht unwesentliche Summen von Investoren übertragen bekam, unter anderem von Timothy Ferris und Ashton Kutcher oder wiederum Google. Und schließlich erscheinen in der Anwendung selbst inzwischen mehr oder weniger unauffällige Werbeeinblendungen, welche bei der schieren Anzahl an Nutzern sicherlich nicht unerhebliche Summen in die Unternehmenskasse spülen.

Seit einer gewissen Zeit erscheinen bei Duolingo an verschiedenen Stellen der Benutzeroberfläche zielgruppengerechte Werbeeinblendungen. Wie bei mir zum Beispiel als spanischsprachiger Großinvestor.

Von dieser Werbung kannst Du Dich aber problemlos mit einer monatlichen Gebühr loskaufen, welche je nach Laufzeit zwischen 10 (1 Monat Vertragslaufzeit) und 7 Dollar (12 Monate) schwankt. Nicht ganz günstig, für das was im Endeffekt geboten wird, würde ich zumindest meinen.

Denn damit kaufst Du Dich im Endeffekt nur von Werbung frei, kannst Lektionen auf Dein Handy herunterladen (Duolingo offline nutzen) und unterstützt das Projekt. Immerhin ist das Unternehmen hier ehrlich, das kann man nicht bestreiten.

Duolingo offline zu nutzen ist ansonsten nur in begrenzten Ausmaß und nur über die App, nicht aber über die Desktop-Version, möglich. Im Endeffekt handelt es sich dabei um einen Puffer, falls Du während der Verwendung die Internetverbindung verlieren solltest.

Dieser sorgt dafür, dass Du zumindest die schon freigeschaltenen aber noch nicht abgeschlossenen Fähigkeiten weiter üben kannst. Bereits abgeschlossene Fähigkeiten zu wiederholen ist genauso wenig möglich wie neue Fähigkeiten freizuschalten.

Hier siehst Du die derzeit gültigen Duolingo-Preise (Januar 2018) für die verschiedenen Formen des monatlichen Abonnements.

Und last but not least arbeiten an Duolingo noch eine ganze Reihe Freiwilliger rund um den Globus mit. Diese übersetzen von Unternehmensseite vorgegebene Wörter, Sätze und Phrasen für die verschiedenen Sprachkurse.

Damit treiben sie nicht nur kostenlos den Ausbau des Angebots voran, sondern erwirtschaften nebenbei noch einen Gewinn, da diese Übersetzungen durchwegs von zahlenden Kunden wie etwa CNN und Buzzfeed genutzt werden. Ein Umstand, welcher eventuell auch nicht allen freiwilligen Helfern bewusst sein dürfte.

Welche Sprachen kann man mit Duolingo lernen?

Das hängt in erster Linie einmal stark von Deiner Ausgangs- oder Muttersprache ab, da die Erstellung neuer Kurse wie bereits erwähnt im Wesentlichen Freiwilligenteams von Nutzern aus aller Welt obliegt.

Diese müssen einerseits fließend in beiden Sprachen des Kurses sein, an dessen Gestaltung sie mitwirken wollen, andererseits darfst Du in der Regel nur in Deine Muttersprache übersetzen. Das heißt, falls Du deutscher Muttersprachler bist und zusätzlich fließend Russisch sprichst, dann dürftest Du für Duolingo Übersetzungen von Russisch nach Deutsch vornehmen.

So gibt es folglich für Englisch schon eine sehr breite Kombination an Sprachen – nicht weil die Britten oder US-Amerikaner so sprachbegabt wären, sondern ganz einfach weil Menschen in aller Welt Englisch sprechen. Wohingegen die Auswahlmöglichkeiten für Sprachen wie zum Beispiel Ungarisch oder Hindu schon weitaus geringer ausfallen. Für Deutschsprachige (oder auf Deutsch) stehen derzeit Spanisch, Englisch und Französisch zu Verfügung.

Für Deutsch gibt es bei Duolingo derzeit folgende drei Sprachen: Englisch, Spanisch und Französisch.

Natürlich kannst Du, falls Du bereits Englisch sprechen solltest, auch übers Eck lernen. Das heißt eine Kombination aus Englisch und einer Sprache wählen, welche Du gerne üben würdest, die aber in Kombination mit Deutsch nicht verfügbar ist.

Genauso kannst Du mit Duolingo zwei (oder mehr) Sprachen gleichzeitig lernen. Du musst dazu nur im Menü jeweils die Zielsprache ändern und schon wechselt der Baum mit den Einheiten und Fortschritten auf diese. Was Du dabei bedenken solltest ist, dass Du dann auch den doppelten Zeitaufwand einrechnen musst. Also statt zum Beispiel 15 dann eben 30 Minuten täglich.

Der Duolingo-Test – Was bringt Duolingo?

Ich persönlich habe Duolingo zum Spanisch lernen ausprobiert und ausgehend von meinen Erfahrungen möchte ich Dir nun folgende Frage beantworten: Ist Duolingo zu leicht oder kann man mit der App ernsthaft Sprachen lernen?

Duolingo ist prinzipiell sehr unterhaltsam und der große Erfolg seiner Sprachkurse ist aufgrund folgender Faktoren leicht zu erklären.

  • Kostenlose Nutzung.
  • Spielerische Art des Lernens mit stetigem Fortschritt und kleinen Erfolgserlebnissen. Du sammelst Erfahrungspunkte, steigst Level auf, sammelst Lingots und kannst diese in kleinen Zusatzspielen wieder riskieren, Dein Streak verlängert sich und möchte aufrechterhalten werden. All diese Faktoren sorgen dafür, dass Du am Ball bleibst.
  • Community: Jeder Nutzer kann aktiv an der Gemeinschaft bis hin zu der Mitarbeit an neuen Kursen teilnehmen. Das Forum ist sehr aktiv, es herrscht ein reger Austausch nicht nur zwischen den Lernenden, sondern genauso mit dem Entwicklerteam. Des Weiteren kannst Du in sozialen Medien wie Facebook sehen, welche Deiner Freunde genauso mit Duolingo Sprachen üben und mit diesen in „Wettbewerb“ treten. Ein weiterer wichtiger Faktor, damit Du die Motivation nicht verlierst.
  • Ständige Weiterentwicklung: Das Kursangebot wird genauso ständig erweitert und aktualisiert, wie das Programm selbst. Dabei können die Nutzer durch den stetigen Austausch mit dem Team bis zu einem gewissen Grad mitbestimmen in welche Richtung die Entwicklung vorangetrieben wird.

So weit, so gut – doch reichen diese gesammelten Faktoren wirklich aus, um eine Sprache fließend sprechen zu lernen? Ich kann aufgrund meiner Erfahrungen mit Duolingo nur sagen – nein, natürlich nicht. Denn dazu reicht es nun einmal nicht aus täglich ein paar Minuten im Endeffekt recht monotone Übungen am Computer oder Smartphone auszuführen, welche sich nur durch die zu übenden Vokabeln und Phrasen unterscheiden. Zusätzlich sind die Übungen recht wahllos zusammengewürfelt und in keinster Weise irgendwie aufeinander aufbauend oder sonst irgendwie verknüpft.

Auf diese Art und Weise wirst Du Dir zwar einen gewissen Grundwortschatz  (im besten Fall bis zu den maximalen 2000 Wörtern, welche jeder Sprachkurs beinhaltet) und somit auch ein gewisses Grundverständnis für die Sprache aufbauen. Dieses wird ausreichen, um den Sinn von einfachen Texten, Konversationen und auch Liedern zu verstehen. Zum Erlernen der Sprache und vor allem dem fließend Sprechen ist dies jedoch zu wenig.

Denn um eine Sprache sprechen zu lernen, musst Du diese in erster Linie einmal selbst sprechen. Und dazu ist es nicht ausreichend kurze Sätze oder Phrasen nachzusprechen, sondern Du musst Sprache wirklich selbst produzieren. Dich an Vokabeln erinnern, diese zu Sätzen verknüpfen und dabei die entsprechenden grammatikalischen Regeln anwenden.

Die Bots sollen in Zukunft das übernehmen, was Duolingo bisher am meisten abgeht – Sprechtraining.

Zwischenzeitlich wurden von Seiten der Entwickler sogenannte Duolingo-Bots vorgestellt, welche genau diese Funktion übernehmen sollen. Diese Bots sind im Moment für drei Sprachkombinationen verfügbar: Englisch – Deutsch, Englisch – Französisch und Englisch – Spanisch.

Falls Du die normale Duolingo-App am iPhone (nicht für Android!) hast, dann lassen sich die Bots bereits nutzen. Du musst nur die Ausgangssprache auf Englisch umstellen und danach eine der drei erwähnten Zielsprachen auswählen.

Ich persönlich bin bei diesen Bots noch etwas zurückhaltend, da diese einerseits natürlich nur ein eingeschränktes Repertoire an Antwort- und Fragemöglichkeiten besitzen. Und ich andererseits nicht nur deshalb der Meinung bin, dass ein Computer (noch) keinen echten Tandempartner ersetzen kann. Was die Zukunft in dieser Hinsicht bringen wird – seien wir gespannt.

Genauso wird Dir immer das Verständnis für die grammatikalischen Regeln der Fremdsprache fehlen. Weil Du diese zwar (in einem beschränkten Rahmen) anwendest, aber nie die zugrundeliegenden Regeln lernst. Nicht, dass ich dem sturen Auswendiglernen von Grammatik jetzt allzu Gewicht verleihen möchte, doch zumindest gehört solltest Du sie einmal haben.

Mit Duolingo wirst Du zwar zu Beginn schnell Fortschritte machen, doch genauso schnell wirst Du dann auch an Deine Grenzen stossen.

Ein höheres Sprachniveau wie A2 wirst Du mit der alleinigen Hilfe von Duolingo also nur schwer erreichen können. Und natürlich schmückt sich das Unternehmen gerne damit, dass seine Methode wissenschaftlich nachgewiesen effektiv ist.

Doch erstens muss hier dazugesagt werden, dass diese Studie von Duolingo selbst in Auftrag gegeben und dementsprechend bezahlt wurde. Und in dieser zweitens lediglich untersucht wurde, wie schnell der vermittelte Lernstoff von den Nutzern aufgenommen wurde.

Dabei wurde ein Vergleich mit Einführungskursen an US-Universitäten angestellt (entsprechen Sprachniveau A1 und A2), in welchem die Fähigkeiten Hören und Schreiben überprüft wurden. Sprechen zum Beispiel nicht.

Fazit – Meine persönliche Duolingo-Bewertung.

Wie bereits erwähnt reicht Duolingo alleine meiner Meinung nach nicht aus, um eine neue Sprache zu lernen. Warum ich sage alleine? Weil es trotz allem eine gute Ergänzung sein kann (oder ein guter Anfang, wie im vorherigen Kapitel beschrieben).

Falls Du eine Fremdsprache bereits beherrscht und diese aktiv halten möchtest, dann kann die tägliche Auseinandersetzung mit dieser durchwegs vorteilhaft sein, auch wenn es sich nur um recht einfache Übungen und Spiele handelt. Trotzdem solltest Du dabei noch auf andere Dinge setzen, wie zum Beispiel Bücher, Hörbücher, Filme, Videos, Podcasts und Musik.

Genauso kann es eine gute Ergänzung zu einem ernsthaften Sprachkurs oder Deiner eigenen Lernroutine außerhalb von einem solchen sein. Manchmal bleibt eben nur wenig Zeit oder Deine Motivation ist gerade nicht besonders hoch. In diesem Fall kann eine Sprachenlern-App wie Duolingo eine gute Möglichkeit sein, um nicht komplett auszusetzen und damit die Routine beim Sprachen lernen zu verlieren.

Die Flashcard-Anwendung Tinycards eignet sich recht gut, um zwischendurch und unterwegs alle möglichen Lerninhalte (wie Vokabeln) zu üben. Besonders gut gefällt mir die kostenlose Bereitstellung von Bildmaterial zu einer Vielzahl von Begriffen.

Eine ebenfalls noch recht neue Anwendung von Duolingo, welche Du gut dazu nutzen kannst, ist die unternehmenseigene Flashcard-Applikation Tinycards. Mit dieser kannst Du von anderen Nutzern erstellte Kartensets üben oder auch Deine eigenen Sets erstellen.

Der Vorteil des Duolingo-„Vokabeltrainers“ ist dabei, dass Du Dir zu jeder neu erstellten Karte auch immer gleich ein passendes Bild aussuchen kannst. Und in Kombination mit einem passenden Bild merkst Du Dir neue Wörter bei weitem schneller. In Anführungszeichen habe ich Vokabeltrainer deshalb gesetzt, weil Du mit Tinycards ja nicht nur Vokabeln, sondern jeglichen Lernstoff wiederholen kannst.

Babbel vs Duolingo – was ist besser?

Eine Frage, die ich schon öfter gehört habe ist „Was ist besser – Babbel oder Duolingo?“. Diese kann man in meinen Augen aber nicht pauschal beantworten. Je nachdem, was Deine persönlichen Ansprüche sind, kann die eine oder die andere Sprachenlern-App von den beiden besser für Dich geeignet sein.

Meiner Meinung nach ist zwar keine der beiden alleine dafür ausreichend, um eine neue Sprache zu lernen, aber als Ergänzung oder Erweiterung sind sie sehr wohl geeignet. Ich habe Dir deshalb die wichtigsten Charakteristika der beiden Anbieter in der folgenden Tabelle kurz gegenübergestellt.

  Babbel Duolingo
Kosten Circa 5 Euro pro Monat Kostenlos
Dauer pro Lektion 10 Minuten 5 Minuten
Schwierigkeit der Übungen Einfach – Mittel Einfach
Qualität der Übungen Mittel – Hoch Niedrig
Abwechslungsreichtum Mittel Niedrig
Grammatikerklärungen Ja Nein
Eigener Vokabeltrainer Ja (füllt sich selbst) Ja (muss befüllt werden)
Erreichbares Sprachniveau (alleine mit dem jeweiligen Programm). B1 A2

Wie Du siehst wird Duolingo vor allem dann für Dich geeignet sein, wenn Du auf der Suche nach einer kostenlosen und einfachen Methode bist, um bereits vorhandene Sprachkenntnisse zu trainieren. Oder eine Ergänzung zu einem hochwertigeren Sprachenlernprogramm für Tage mit wenig Zeit und/oder Motivation suchst, dass Dich ebenfalls nichts kostet, wobei Deine Ansprüche im Allgemeinen aber eher gering sind. Genauso gering ist ebenso der mit Duolingo verbundene Zeitaufwand.

So kurzweilig sie auch sein mögen – besonders anspruchsvoll oder hochwertig sind die Duolingo-Übungen nun einmal nicht.

Babbel (hier kannst Du übrigens unseren ausführlichen Babbel-Test nachlesen) ist zwar kostenpflichtig, bietet Dir dafür aber auch bei weitem mehr und gar nicht so wenig. Babbel alleine wird zwar genauso wenig ausreichend sein, um Deine Wunschsprache zu lernen – doch aufgrund des umfangreicheren und hochwertigen Angebots kannst Du Dir mit einem Babbel-Sprachkurs eine gewisse Basis schaffen. Falls Du diese mit den richtigen Dingen ergänzt, dann kann Dich der Duolingo-Konkurrent durchwegs zum Ziel führen. Natürlich auch mit etwas mehr Aufwand (vor allem an Zeit) wie Duolingo.

Ich persönlich würde an Duolingo zusammenfassend 3,5 von 5 möglichen Sternen vergeben (vor allem hinsichtlich des Umstandes, dass die App komplett kostenlos ist):

Hier nachlesen: Duolingo im Vergleich mit weiteren bekannten Apps zum Sprachen lernen.

Damit wäre ich am Ende meines Duolingo-Tests. Was denkst Du darüber? Findest Du meine Duolingo-Bewertung gerechtfertigt oder bist Du anderer Meinung? Über Deine Meinung, Anregungen und Kommentare freue ich mich wie immer sehr!

Gabriel Gelman: @sprachheldGabriel Gelman ist Gründer von Sprachheld, Sprachenthusiast und nutzt gerne seine 6 Sprachen für Reisen und Kennenlernen neuer Leute. Er hilft Sprachlernern dabei schnell ihre Fremdsprache zu lernen.

Kommentare ansehen (38)

  • Manche Duolingo-Kurse habe Qualitäts- und Zensur-Probleme
    Seit dem Erscheinen des Artikels über Duolingo (2017) ist etliche Zeit vergangen. Es gilt nach wie vor, dass Duolingo kostenlos zahlreiche Kurse anbietet und dass lernen mit Duolingo Spaß machen kann.
    Ich habe seit mehreren Jahren verschiedene Sprachkurse bei Duolingo belegt und war zu Beginn ein großer Fan dieses Programms. Wenn man aber längere Zeit dabei ist, fällt auf, dass sich die Duolingo App in einer extrem lästigen Weise zum Werbeträger entwickelt hat. Man wird ständig aufgefordert, irgendeine Website zu besuchen, bzw. eine andere App zu laden – das geht von Flixbus bis zur Inkontinenz-App. Ebenso aufdringlich sind die Aufforderungen zu Duolingo-Plus (Bezahlversion ohne Werbung, sonst inhaltlich gleich) zu wechseln. Man muss mindestens einmal pro Lektion „Nein, danke“ sagen, was dann irgendwann zur Routine wird. Anscheinend ist man jetzt darauf aus, mit Duolingo (In der ständig eingeblendeten Eigenwerbung: „Der weltbeste Weg, um Sprachen zu lernen) richtig Geld zu verdienen.
    Da wird die Qualität der Kurse zur Nebensache. Besonders schlimm ist die Lage in dem Deutsch-Spanisch-Kurs. Dort haben offenbar frühere Moderatoren resigniert aufgegeben und man steht als selbst denkender, erwachsener Schüler nicht nur vor kindischen Sätzen wie „Die Schildkröte hat die Schlüssel verloren“ oder „Ich bin ein Vogel“, aber auch vor Sätzen mit echten inhaltlichen, grammatischen und orthographischen Fehlern. Seit fünf Jahren wird „conejo“ mal mit Hase und mal mit Kaninchen übersetzt, was eindeutig falsch ist. Es gibt Sätze wie:
    - „Wir unterschreiben sein Hemd“ (Nosotros firmamos su camisa). – Warum dürfen wir es immer noch nicht „signieren“, obwohl es mehrfach als bessere deutsche Übersetzung gemeldet und vorgeschlagen wurde.
    - „Er isst Huhn, obwohl er keinen Fisch isst“ (Él come pollo, aunque él no come pescado“. Was soll diese inhaltliche Sinnlosigkeit?
    - „Er ist ein positiver Leiter“ „Él es un leader positivo“, was zwangsläufig die Assoziation zur Elektrotechnik und zu einer Anode erweckt.
    - „Trotz dem (!) Fleisch esse ich die Suppe“ – so ganz ist der deutsche Genitiv ja nun auch noch nicht ausgestorben!
    - und als absolute Krönung „Eso la inicio“ was unbedingt mit „Das wies sie ein“ übersetzt werden soll, was kaum jemand auf Anhieb schafft. Dieser Satz darf stolz darauf sein, die meisten Kommentare im ganzen Deutsch-Spanisch-Kurs erhalten zu haben (über 370)!
    Das sind nur einige wenige Beispiele aus dem leider übergroßen Angebot unsinniger Sätze. Verbesserungsvorschläge in den zugehörigen Satzdiskussionen werden ignoriert. Es scheint niemand mehr da zu sein, der die Meldungen bearbeitet und an die Programmierer in Pittsburgh weiterleitet. Für manche der unbearbeiteten Sätze liegen die Meldungen schon drei bis sogar fünf Jahre zurück.
    Man hat insgesamt den Eindruck, dass die spanische Sätze von einem Latino-Spanier, der irgendwann mal einen Deutsch-Kurs gemacht hat oder mal einen Aufenthalt in Deutschland hatte, auf der Basis seiner eingeschränkten Deutschkenntnisse übersetzt wurde. Der/die Schöpfer dieses Kurses müssen so stolz auf ihr Deutsch-Wissen sein, dass sie sich von den inkompetenten deutschen Muttersprachlern nicht in ihren Sprachgewissheiten stören lassen.
    Ein grundlegendes Problem des Kurses besteht zudem darin, dass es keinerlei Hinweise oder Erläuterungen zur Grammatik gibt
    In vielen Satzdiskussionen ist schon seit Jahren kein Moderator aufgetaucht. Demzufolge wird der Umgangston immer rauer. Viele User werden zu Recht ungeduldig und beklagen sich über die mangelhafte Pflege des Kurses. Leider gibt es trotzdem etliche Schönredner, die versuchen, die bestehenden Mängel mit der Kostenfreiheit des Angebotes zu entschuldigen. Am Kurs interessierte User, die ihre Kritik deutlich und sachlich vortragen, werden inzwischen mit einem sehr pauschalen Serienbrief, der gleichzeitig erste und letzte Mahnung ist, diszipliniert. In diesem Brief wird nicht ausgeführt, wessen sich der User genau schuldig gemacht hat, nicht in welcher Satzdiskussion und nicht welcher Art seine Verfehlung war, sondern es wird nur pauschal gesagt:
    „Liebe/r (Username),
    In den letzten Tagen sind uns wiederholt unangemessene Beiträge von Dir in den Satzdiskussionen aufgefallen…..“ (Originalzitat)
    Dann folgen weitere ehrenwerte, aber leider nicht auf den User zutreffende Belehrungen, dass man andere Leute nicht angreifen darf, keine sexistischen oder rassistischen Inhalte schreiben darf usw. Alles vollkommen unspezifisch, der schuldbewusste User, der aber nichts von diesbezüglichen Verfehlungen weiß, darf sich selbst heraussuchen, was evtl. für ihn zutrifft. Das einzige Spezifische in einem solchen Brief ist der Username.
    Dann folgt noch die Drohung: „Jeglicher weiterer Verstoß wird zu Maßnahmen gegen Dein Konto führen“ (Originalzitat). Ich kenne noch zwei weitere User, bei denen ich mir sicher bin, dass sie nichts Verwerfliches (außer Duolingo zu kritisieren) getan haben, die einen solchen Brief erhalten haben. Es gibt keine Adresse in der E-Mail, bei der man nachfragen könnte, was man denn eigentlich Schlimmes gemacht hat. Das bedeutet für den User, dass er in der Zukunft sehr vorsichtig sein muss. Er ist anscheinend voll der Willkür der Moderatoren ausgeliefert, denen er eventuell wegen seiner berechtigten Kritik auf die Nerven gegangen ist. Er ist quasi auf Bewährung, ohne dass ihm gesagt wurde, in welcher Hinsicht er sich bewähren muss. Das erste Gebot: „Du sollst Duolingo nicht kritisieren“ ist allerdings nirgends in den Geschäftbedingungen aufgeführt.
    Dabei wäre Duolingo sehr leicht in der Lage, dem User genau mitzuteilen, was die Moderatoren an seinen Beiträgen stört. Man kann anfordern, welche persönlichen Daten gespeichert wurden und bekommt dann eine sehr umfangreiche ZIP-Datei zugeschickt, die zahlreiche Excel-Dateien enthält. Dort kann man feststellen, dass auf den Servern von Duolingo quasi jeder Atemzug des Nutzers, d. h. jeder Kommentar für immer abgespeichert ist. Diese Datei enthält den genauen Kommentar des Users, die „comment“-Nummer der Satzdiskussion sowie Datum und Uhrzeit, wann der Kommentar abgegeben wurde. Selbst wenn man den Kommentar selbst gelöscht hat, gibt es kein Recht auf Vergessen, bei Duolingo ist alles für die Ewigkeit abgespeichert. Das ist sehr beängstigend. Duolingo erscheint dann nicht mehr als liebenswertes Sprachprogramm, das kostenlos Sprachkenntnisse vermittelt, sondern als Datenkrake, der den User voll kontrolliert. Man scheint bei den Abmahnungen bewusst oder aus Bequemlichkeit in der Intransparenz zu beharren, weil dann die Berechtigung der Vorwürfe nicht nachgewiesen werden muss, obwohl das auf Grund der gespeicherten Daten möglich wäre. Ich vermute, die Gründe für die Abmahnungen und für das Verhängen eines „shadow ban“ sind in den meisten Fällen nicht stichhaltig genug.
    In Absprache mit anderen Usern wurde in den „Tipps zu den Satzdiskussionen“ ein Beitrag platziert, der in sachlicher Form auf die Qualitätsmängel im Deutsch-Spanisch-Kurs hinwies. Er sollte auch dazu dienen, eine Diskussion über die intransparente Form der Abmahnungen zu starten. Bevor aber eine entsprechende Diskussion beginnen konnte, wurde ein „shadow ban“ verhängt. Das bedeutet, der User selber sieht noch seine Beiträge, aber niemand anderes kann sie mehr lesen und das mitten in dieser Diskussion und ohne einen anderen ersichtlichen Grund. Diese Strafmaßnahme wird dem Nutzer nicht einmal mitgeteilt und auch nicht der Anlass dafür definiert – alles ist weiterhin völlig intransparent. Dieser „shadow ban“ gilt dann für alle Beiträge in den Satzdiskussionen aller Kurse, an denen der User teilnimmt oder teilgenommen hat. Er selber bemerkt das gar nicht. Erst wenn andere User nachfragen, wo denn seine Beiträge geblieben seien, merkte der User, dass er zu einem Zombie gemacht wurde. Er selber kann seine und alle anderen Beiträge lesen, aber nicht mehr darauf antworten. So fehlt ihm auch die Möglichkeit, Sachverhalte, die ihn in der Diskussion betreffen (z. B. dass er angeblich selber seine Beiträge gelöscht habe) richtig zu stellen.
    Seit diesen Tipps-Diskussionen weht ein eisiger Wind durch die Satzdiskussionen im Spanisch-Kurs. Unzählige Kommentare wurden gelöscht. Die Satzdiskussion von „Eso la inicio“ wurde gar geschlossen und die unerwünschten, kritischen Beiträge entfernt (ca. ¾ der Beiträge sind für immer verschwunden bzw. sind im shadow-ban unsichtbar geworden). Auch bei anderen Satzdiskussionen ist es das Gleiche. Man sieht manchmal Satzdiskussionen zu denen es zahlreiche Kommentare gegeben hat, versucht sie zu öffnen und findet keinen einzigen mehr.
    Die Zensur im Spanisch-Kurs hat derzeit extreme Ausmaße angenommen. Es wäre interessant zu erfahren, wie viele Teilnehmer inzwischen schon einen „shadow ban“ erhalten haben. Diese Zensur ist wesentlich zeitaufwändiger als es eine Korrektur der fehlerhaften Sätze sein würde. Für die gelöschten Kommentare kommen dann natürlich immer wieder neue von anderen Usern nach, weil die Fehler und Schwächen der Sätze sowie der Übersetzungen nicht behoben werden.
    Manche der Fehler wären durch eine kleine Korrektur leicht zu verbessern. Es ist kein wesentlicher Eingriff in die Struktur des sog. Programmier-Baumes, wenn man zulässt, dass „su hogar“ sowohl mit „ihr“ wie auch mit „sein zuhause“ übersetzt werden darf. Das ist seit Jahren leider nicht möglich. Der Satz „Eso la inicio“ könnte ohne Probleme mit „Das brachte sie dazu“ übersetzt werden. Warum passiert das nicht?

    Zusammenfassend sei gesagt:
    Duolingo hat bei dem Deutsch-Spanisch-Kurs große Qualitätsprobleme, die durch Zensur und Abstrafung der Nutzer nicht gelöst werden können, sondern nur durch eine Qualitätsoffensive, und das bedeutet eine grundlegende Überarbeitung des Kurses. Bis diese Überarbeitung erfolgt ist, könnte man zumindest an den „Hot-Spots“, die durch die Anzahl der Kommentare leicht zu erkennen sind, die nötigsten Verbesserungen einfügen, quasi zumindest eine Notreparatur machen. Ähnliche Probleme bestehen auch beim Deutsch-Englisch-Kurs, aber in etwas geringerem Ausmaß.

    • Vielen Dank Dir Wolfgang für dieses äußerst ausführliche und auch äußerst erheiternde Kommentar (auch, wenn es eigentlich nicht zum Lachen ist, musste ich das ein paar Mal beim Durchlesen) mit Deinen etwas aktuelleren Duolingo-Erfahrungen.

      Halte uns gerne auch in Zukunft am Laufenden über die Entwicklungen bei Duolingo!

      LG und weiterhin viel Erfolg beim Spanisch lernen wünscht Dir Jeremy-James.

  • Ich kann dem Autor weitesgehend zustimmen. Allerdings würde ich die App doch noch schlechter bewerten. Ich habe über die App Spanisch gelernt, beziehungsweise ich habe versucht , Spanisch zu lernen. Tatsächlich habe ich unheimlich viel Zeit investiert, um so sinnentleerte Sätze wie „der Elefant liest die Zeitung“ oder „Ich schreibe dir ein Buch“ zu lernen. Spätestens bei der Tatsachenüberprüfung in Südamerika wusste ich nicht, wie man an der Tankstelle nach dem richtigen Benzin fragt. Ich wusste auch nicht, wie man richtig nach dem Weg fragt und vor allen Dingen war die Antwort nicht zu verstehen, Weil das, was man in jedem Sprachkurs lernt, nämlich eine anwendungsorientierte Sprache überhaupt nicht stattfindet. Und das, obwohl ich durchaus sprachbegabt bin und neben Englisch, Französisch auch noch Italienisch spreche. Die App ist allerhöchstens zum Wiederholen geeignet. Man lernt stumpfsinnig teilweise unsinnige Sätze mit teilweise falschen Übersetzungen auswendig (Richtiges Deutsch wurde mir als falsch angekreidet!) . Jegliche grammatikalische Unterstützung fehlt. Ohne die ist man aber bei der Kenntnis einer neuen Sprache aufgeschmissen. Die Clubs, in denen man sich wenigstens einigermaßen vernünftig austauschen konnte, sind leider abgeschafft worden. Nach dem neuen Prinzip kann man nur über die App keine Kontakte zu anderen Lernenden knüpfen. Das ist sehr schade. Wie der Autor schon sagt, mangelt es am aktiven Wortschatz. Man kann ganze Lektionen abschließen, ohne ein einziges Wort Spanisch zu sprechen. Und damit lernt man einfach nicht richtig. Ich werde noch ein Weilchen dabei bleiben und es als zusätzliches Training nutzen, aber um richtig zu lernen habe ich jetzt einen vernünftigen Sprachkurs belegt. Meine Wertung: 2 Punkte.

    • Vielen Dank Dir für Dein ausführliches Kommentar. Und wie Du es auch angesprochen hast, ist für mich eines der Hauptprobleme eben die Sinnentleertheit der zu übenden (ich vermeide hier absichtlich den Ausdruck lernenden) Phrasen und Sätze. Weitab von jeder üblichen Anwendung.

      Und ja - Duolingo ist gratis. Aber es gibt für wenig Geld auch viel bessere Alternativen. Zu finden z. B. hier bei unseren Tests zu Sprachlern-Apps und Vokabeltrainern.

      Dir weiterhin noch viel Erfolg beim Spanisch lernen und mit Deinem vernüftigen Spanischkurs.

      LG, Jeremy-James

  • Vielen Dank für den ausführlichen Beitrag. Ich habe gestern erst mit Dualingo angefangen und bin bisher wirklich begeistert. Ich mache aktuell den Deutsch Englisch Kurs und umgekehrt den Englisch Deutsch Kurs gleichzeitig. Ich finde das die App perfekt ist um seine Sprachkenntnisse aufzufrischen und deutlich zu erweitern. Leider ist die Computerstimme manchmal etwas verzerrt oder besser gesagt abstrakt im Ausdruck :-) Aber für das, dass sie kostenlos ist, super!

    LG
    Marco

    • Vielen Dank Dir Marco und weiterhin viel Erfolg mit Duolingo. Falls Dir die App einmal zu langweilig werden sollte, kannst Du Dich ja bei den von uns vorgestellten Alternativen umsehen.

      LG, Jeremy-James

  • Vielen Dank für den informativen Artikel und auch den Vergleich von Sprachlern-Apps. Ich wollte nur einige Dinge anmerken und meinen Eindruck und meine Erfahrungen schildern.

    Je nach Kurs gibt es auch Erklärungen (Grammatik etc.) zu den einzelnen Übungsblöcken. So z.B. im Kurs Deutsch-Französisch. Da dies aber ebenfalls durch die ehrenamtlichen Kursersteller bereitgestellt werden, ist das leider nicht in allen Kurse so und das Niveau ist auch sehr unterschiedlich. Oft sind App und Webseite auch sehr unterschiedlich im Funktionsumfang, so gibt es die Erklärungen nicht auch in der App (jedenfalls vor einiger Zeit nicht, vielleicht inzwischen schon?).

    Es gibt immer wieder neue Erweiterungen, z.B. aktuell die Stories (kleine Kursgeschichten mit Verständnisfragen und anderen Übungen zwischendurch), die es allerdings im Augenblick nur für wenige Sprachen und wie bei vielen Dingen erst einmal nur mit Englisch als Ausgangssprache gibt - ich habe deshalb zusätzlich den Englisch-Französisch-Kurs hinzugefügt, nur um die französischen Stories zu machen etwas umständlich.

    Leider fallen auch mal gute Dinge einfach weg, so bspw. der Activity-Stream (sehen, was die Leute so machen, mit denen man befreundet ist), die Clubs und die Chats. Das ist oft etwas nervig.

    Andererseits ist die App komplett kostenlos, ich bin immer motiviert, mindestens einmal am Tag zu üben und die vielen Wiederholungen in einer Übung kann man notfalls auch überspringen durch Freitesten, wenn man sich sicher ist, dass man es jetzt kann.

    Zum Lernen selbst muss ich sagen, dass ich sowohl Sprachen auffrische (Französisch, Englisch) als auch Sprachen angefangen habe, die ich vorher nicht konnte (Niederländisch von Englisch, Spanisch). Für beides ist Duolingo meiner Ansicht nach gleich gut geeignet. Allerdings macht man keine Riesenfortschritte, sondern prägt sich eher durch stetes Lernen die Dinge ein, was mir sehr entgegenkommt, da ich mir Vokabeln nur sehr schwer behalten kann.

    Dass es etwas durcheinander wirkt mit den Themen kommt mir übrigens auch entgegen, da ich bei den üblichen Sprachkursen, die mit "Ich heiße..." und "Wo ist der Bahnhof" anfangen, meist sehr schnell demotiviert war. Vielleicht lernt man nicht gleich die wichtigsten Dingen und eher weniger erst mal das Reisevokabular, aber wenn man wie ich französischsprachige Verwandtschaft und Freunde hat, dann sind die üblichen Reisesätze auch nicht wirklich zielführend in einem Gespräch.

    Babbel habe ich auch ausprobiert (Einstufungstest Französisch und dann die erste vorgeschlagene Probelektion) und war relativ schnell abgeschreckt, wie wenig der Einstufungstest berücksichtigt wurde, was vielleicht daran lag, dass die Probelektion festgelegt ist.
    Außerdem Memrise als Ergänzung zu Duolingo, aber das fand ich schnell zu langweilig, weil mir Karteikartenlernen einfach nicht liegt.

  • Hallo,
    Ich teile deine Meinung nicht.
    Am PC kann man die Grammatik abfragen. Die ständigen Wiederholungen schaffen im Zusammenhang mit der Tonausgabe der Sätze ein Gefühl für die Sprache, sodass sie einem vertrauter erscheint. Die Sätze scheinen auf den ersten Blick sinnlos zu sein, aber es fällt einem danach leicht, sich aus den bekannten Brocken etwas zurecht zu schustern, wenn es sein muss. Ich wohne seit zwei Monaten in Prag und lerne so lange auch mit Duolingo. Seit Ende Mai habe ich Sprachunterricht und meine Lehrerin ist begeistert von dem, was ich daher schon konnte (man lernt beispielsweise sehr natürlich, wie ein Kleinkind, konjugieren). Man braucht ab einem bestimmten Lerngrad auch nur noch eine Minute pro Lektion. Sollte einem das zu lästig sein, kann man immer mit Tests nach vorne springen, und muss die Wiederholungen nicht machen.

    Außerdem funktioniert zumindest beim Kurs Englisch-Tschechisch der Support hervorragend. Es sind in der Kommentarfunktion oft drei Admins, die sich am Gespräch beteiligen und darüber aufklären, was die natürlichste Variante ist und warum eine andere auf tschechisch keinen Sinn ergibt.
    Durch diese Funktion verstehe ich bereits auch besser, was den Tschechen am Deutschen so schwer fällt.
    Ich habe ein knappes Drittel durch (auf Gold, ohne 100 Wiederholungen bringt es bei tschechisch als neue Sprache nichts) und fühle mich sehr gut damit.

    Zuletzt möchte ich noch anmerken, dass ich die Übungen durchaus aufeinander aufbauend finde, sonst könnte ich ja schon längst nichts mehr verstehen. Die anfänglich eingeführten Vokabeln werden immer wieder aufgegriffen und damit gleichzeitig wiederholt. Tschechisch ist nämlich eine Sprache, bei der man Lösungen für Satzkonstruktionen nicht notfalls bei Google translate oder ähnlichem findet.

    Vielleicht versuchst du es ja noch einmal und kommst zu einem etwas gnädigeren Ergebnis. Ich fand dein Urteil hier nämlich ziemlich vernichtend.

    LG :)

    • Guten Tag Dir Malikono,

      und vielen Dank für Dein ausführliches Kommentar mit Deinen persönlichen Duolingo-Erfahrungen.

      Freut mich zu hören, dass für Dich die Sprachlern-App funktioniert. Für mich tat sie das nicht. Aber so muss jeder seine eigene Methoden zum Sprachen lernen finden.

      Dir weiterhin eine schöne Zeit in Prag und viel Erfolg mit Duolingo.

      LG,

      Jeremy-James

  • Hi :)
    Ich wollte mal meine (sehr positive) Erfahrung mit duolingo beitragen. Ich nutze die App seit einigen Monaten, um Russisch ganz neu zu lernen. Zuerst hatte ich versucht, mit einem Schulbuch aus der Bücherei nach der klassischen methode zu beginnen, habe aber parallel auch duolingo benutzt. (Duolingo stand ich kritisch gegenüber, da ich zuvor schon vergeblich versucht hatte, mein Französisch aufzubessern, in dem ich aber schon bei B2 war). Nachdem das Buch mich eher schleppend voranbrachte, wechselte ich dann komplett zu duolingo. Und zwar aus folgenden Gründen:
    1. Meines Empfindens nach ist das die schnellste art und weise, einen grundwortschatz aufzubauen.
    2. Man entwickelt schnell ein gefühl für grammatik, obwohl diese nicht erklärt wird
    3. Wenn etwas zu einfach wird, kann man in der lektion zum ende springen und woanders weitermachen.
    Ich finde auf jeden fall, dass das nicht ausreicht, um eine sprache zu lernen. Ich erhoffe mir allerdings, dass ich, wenn ich mit dem duolingo kurs fertig bin, in der lage bin, ein russisches kinder/jugendbuch in ansätzen lesen zu können, sodas ich mir die dann noch fehlenden vokabeln selber nachschlagen kann und so meinen wortschatz aufbauen kann. Mit etwas geduld kommt das sprachgefühl dann ja vielleicht von selbst.

    • Vielen Dank auch Dir Lioba für diese positive Erfahrung. Und ja, ob die eigene Erfahrung mit Duolingo eher positiv oder negativ ist, hängt sicherlich viel mit der persönlichen Erwartungshaltung und Zielsetzung zusammen. In Deinem Fall kann das eventuell funktionieren. Ich möchte hier jetzt weder Nein oder Ja dazu sagen. Vielleicht berichtest Du uns einfach in ein paar Wochen oder Monaten noch einmal. Ich würde mich darüber freuen.

      LG, Jeremy-James

  • Schöner Artikel - gefällt mir sehr gut.
    Um die Schulkentnisse der englischen Sprache aufzufrischen: Wirklich super, der nächste Urlaub ist gerettet. Auch das doch sehr verwandte Niederländische lässt sich meiner Meinung nach (mal unabhängig von der gewöhnungsbedürftigen Aussprache) angenehm lernen.
    Aber! Hätte ich - und wenn auch nur für sehr kurze Zeit - keinen Französischunterricht in der Schule gehabt, würde es mir extrem schwer fallen den Französischkurs zu bearbeiten (finds trotzdem nicht so easy :D).
    Und spätestens da habe ich mich gefragt wie das mit Chinesisch, Japanisch, Ungarisch, etc. im Selbststudium zu schaffen sein soll.
    Babbel hatte ich auch probiert, aber das war mir doch etwas zu statisch (da sind die Pluspunkte für den "spielerischen Lernbetrieb" bei Duo hängen geblieben).

    Mein Tipp: Harry Potter - die Buchreihe wurde vermutlich in jede Sprache übersetzt (vllt sogar Klingon...) ist eine super Unterstützung und gebraucht als Taschenbuch durchaus erschwinglich.

    LG Daniel

    • Guten Tag Dir Daniel und freut mich zu hören, dass Dir mein Bericht über meine Erfahrungen mit Duolingo gefällt. Und vielen Dank Dir für den Tipp mit den Harry Potter Büchern, um das Lesen in einer Fremdsprache zu üben. Diese empfehlen wir übrigens auch zum Beispiel für Englisch oder Spanisch.

      Dir weiterhin viel Erfolg beim Französisch lernen bzw. wieder auffrischen - LG, Jeremy-James

  • Hallo,

    ich nutze Duolingo derzeit nur für Englisch - Japanisch und muss sagen, dass die Erfahrung doch durchwachsen sind.

    Man bekommt genügend wiederholende Übungen, um Hiragana und Katakana zu üben - wobei einige deutlich häufiger vorkommen als andere.

    Nach den Hiragana-Lektionen inkl. einfacher Vokabeln (Hund, Katze, Wind etc.) geht es bereits in kleinere Sätze über (Ich bin Student. Ich spreche Englisch und Japanisch. etc.), die man als Ausländer in Japan auch gebrauchen kann.

    Noch im selben Lernabschnitt geht es bereits zu längeren Sätzen über, die auch direkt Kanji mit sich bringen. So lernt man gleich grundlegende Kanji-Zeichen sowie weitere, längere Satzaufbauten und dergleichen.

    Da ich bereits Hiragana und Katakana erkenne, aber bisher nicht fließend lesen kann oder teilweise noch überlegen musste, welches "Bild" welcher Buchstabe sein soll, hilft Duolingo mir tatsächlich die Begriffe flüssig zu erfassen.
    Zudem habe ich mich bisher vor Kanji gedrückt und bin positiv überrascht, dass ich nun ein gutes Dutzend bereits erkennen kann (schreiben lasse ich mal außen vor, ist nicht mein Fokus derzeit).

    Allerdings muss ich zugeben, dass ich mich frage, wie ein kompletter Neuling den Einstieg finden würde. Anfangs würde fast jedes Zeichen und die simplen Vokabeln (die mir auch bereits bekannt waren) fast nur in trial&error enden oder Ausschlussverfahren.

    Naja, ich nutze die App aber auch erst seit fünf Tagen (aktuell 2000 exp) und bin grundsätzlich bisher positiv gestimmt, auch wenn mich einige Lektionswiederholungen schon etwas nerven ;-) [ichi, ni, chi ...]

    Bin gespannt, was da noch so kommt. Ich muss aber zugeben, dass ich mich zu 90% auf das Gesprochene konzentriere und weniger auf das Geschriebene, ich würde also vermutlich die aktuell bekannten Kanji ohne Wiederholungen in zwei Tagen wieder nicht mehr erkennen.

    Grüße, Mel

    • Vielen Dank Dir Mel für Dein ausführliches Kommentar und Deinen persönlichen Erfahrungsbericht zu Duolingo. Die Kombination mit Englisch und einer (zumindest im deutschsprachigen Raum) nicht so gängigen Lernsprache ist sicherlich eine gute. Denn ansonsten ist es oft schwierig für diese eine App zum üben zu finden.

      Dir weiterhin viel Erfolg mit Japanisch und LG,

      Jeremy-James

  • Wenn ich mir die Kommentare hier durchlese, scheint bei Duolingo die Qualität wohl von Kurs zu Kurs stark zu schwanken. Ich mach gerade den Französischkurs (also Deutsch-Französisch) und bin bisher ganz zufrieden, denn Duolingo scheint mir eine gute Ergänzung zum Bücherlesen, Videos schauen, Podcasts hören zu sein:

    Ich hab mal einen kurzen Französischkurs an der Uni gemacht in dem ich die wichtigsten Basics gelernt habe, und hab danach angefangen selber einfache Bücher zu lesen. Das klappt mittlerweile erstaunlich gut (ich bin da nicht so streng, am Anfang konnte ich gerade so den groben Sinn verstehen und der Geschichte folgen wenn ich mir Zeit zum langsamen Lesen nahm oder eine Transkription eines Podcasts hatte). Aber selber etwas auf Französisch zu formulieren und einzelne Wörter wirklich zu verstehen (nicht nur aus dem Kontext zusammenzureimen), das habe ich auf diese Weise praktisch nicht gelernt. Das Französische ist da ja gerade am Anfang mit all den Konjugationen und Deklinationen recht kompliziert. Und genau da finde ich Duolingo jetzt enorm hilfreich, ich kann meinen Wortschatz festigen und lerne vor allem das eigenständige Formulieren von (einfachen) Sätzen viel effektiver als mit den analogen Übungen aus dem Unikurs. Denn mit einem menschlichen Partner macht das auch nicht mehr Spaß, wenn man quasi noch nichts sagen kann. "J'aime le chocolat. Est-ce que tu aimes le fromage?" - "Oui, j'aime le fromage. Est-ce que tu aussi aimes le fromage?" - "Non, je n'aime pas le fromage. Mais j'aime la bière" -- das war das "kommunikative und partizipative Unterrichtskonzept"...

    Ja, Duolingo alleine wird nicht viel bringen. Aber für die nervigen (aber nicht ganz so unsinnigen) Wortschatz und Grammatikübungen finde ich es echt gut. Duolingo + viel Input in der Fremdsprache könnte aber echt sinnvoll sein. Es macht fast sogar Spaß ;-)

    • Vielen Dank für Dein ausführliches und sehr aufschlussreiches Kommentar. Und ja, als Ergänzung zu ernsthafteren und vor allem auch Methoden, welche etwas an Eigeninitiative erfordern, ist Duolingo sicherlich geeignet.

      Der Irrglaube mit dem Herumdaddeln an der App alleine eine neue Sprache lernen zu können ist allerdings etwas gefährlich. Zumindest in meinen Augen.

      Vielleicht belügt sich der Mensch aber auch einfach nur gerne und verschließt die Augen vor einer unbequemen Wahrheit, um in bequemer Untätigkeit verharren zu können. Das würde die zum Teil recht wütenden Reaktionen und Kommentare auf diesen Beitrag erklären. Diese enthalte ich den anderen Lesern in der Regel vor, um das Niveau in der Kommentarsektion nicht unnötig nach unten zu treiben.

      Dir weiterhin viel Spaß mit Duolingo et beaucoup de réussite dans tes études de français!

      LG,

      Jeremy-James

  • Du schreibst viele Unwahrheiten. Gramatik kann man bei jeder Übung abfragen. Der schwirigkeitgrad wächst parallel zu den abgearbeiteteten Aufgabe. Ich habe mit Duolingo geschafft eine Sprache von 0 auf reden, verstehen und schreiben zimlich komplexe Texte geschafft.
    Ich empfehle jedem erst Duolingo zu testen, before er ein Unding schreibt.

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