Wie eine Fremdsprache zum Auswandern und Reisen im Ruhestand lernen? Schnell eine neue Sprache lernen und zu neuen Ufern aufbrechen!

Du willst demnächst auswandern oder bist bereits ausgewandert, um Deinen Ruhestand im Warmen zu verbringen?

Dich reizen die Kanaren, Lateinamerika oder vielleicht sogar Thailand, weil dort das Leben einfacher ist und es sich entspannter Leben lässt am Strand und in der Sonne?

Du willst Dich aber mit Einheimischen unterhalten können und nicht die ganzen Jahre in einer deutschsprachigen Blase verbringen?

Wie Du als Auswanderer für den Ruhestand Deine Fremdsprache auch in einem höheren Alter lernst, erfährst Du in diesem Beitrag.

Fremdsprache für Ruhestand zum Auswandern lernen

In diesem Beitrag erfährst Du in 4 Schritten, wie Du Deine Fremdsprache erfolgreich lernst.

Es ist egal, ob Du Spanisch, Englisch oder Thailändisch lernen möchtest.

Befolge diese 4 Schritte dafür:

  • Ziele definieren: Was willst Du mit der Sprache vor Ort machen?
  • Lernplan gestalten: Wie solltest Du vorgehen, um Deine Ziele zu erreichen?
  • Lernplan umsetzen: So lernen, wie Du es Dir vorgenommen hast.
  • Reisevorbereitung: Die Trockenübung in Deutschland (bzw. im Ausland, wenn Du schon dort bist).

Wenn Du diesen Prozess so durchführst, wirst Du Deine Fremdsprache lernen. Dabei ist es egal, ob

  • Du noch nie erfolgreich eine Fremdsprache gelernt hast,
  • bereits mehrere Male erfolglos versucht hast die Sprache zu lernen,
  • Du Dir kein Sprachtalent zurechnest, weil Du Dir eben nie Grammatik oder Vokabeln merken konntest.

Befolge diesen Prozess und Du wirst Deine Fremdsprache erfolgreich lernen.

Aber einen wichtigen Faktor gibt es, ohne den Du es nicht schaffen wirst, die Fremdsprache zu lernen:

Motivation – der wesentliche Faktor

Motivation zum Sprachenlernen im Alter

Mit der richtigen Motivation wird auch das für viele scheinbar Unmögliche, wie im Alter noch eine Fremdsprache zu lernen, möglich.

Motivation die Fremdsprache zu lernen ist von absoluter, essentieller Bedeutung. Ohne geht es einfach nicht. Du musst es wirklich wollen.

Ich bekomme bei meinem Coaching oft Anfragen, bei denen mir Sprachlerner schreiben, sie wollen eine Fremdsprache lernen.

Am besten aber ohne Zeit zu investieren, denn sie haben wenig Zeit und faul sind sie auch, deshalb kommt Vokabeln lernen nicht in Frage.

Und Sprechen mit Muttersprachlern geht auch nicht. Das ist zu anstrengend.

Bei solchen Anfragen merke ich sofort, dass der Sprachlerner wenig motiviert ist. Diesen muss ich dann ablehnen. Einem nicht-motivierten Sprachlerner kann ich einfach nicht weiterhelfen. Das kann der beste Coach der Welt nicht.

Wenn Du die richtige Prise Motivation hast die Sprache zu lernen, dann bist Du bereit für den 4-Schritte-Prozess:

Schritt 1: Ziele definieren

Ziel beim Sprachenlernen im Alter

Ein Ziel vor Augen zu haben, und dieses vor allem auch nicht aus den Augen zu verlieren, ist nicht nur beim Sprachenlernen essentiell.

Dies ist einer der wichtigsten Schritte überhaupt. Gleichzeitig ist es der Schritt, der von fast allen ausgelassen wird. Deshalb erreichen auch so viele ihr Ziel nicht.

Wie wichtig das ist, möchte ich Dir an einem Fußball-Beispiel veranschaulichen.

Stell Dir vor Du willst Stürmer werden. Statt aber Torschießen und Dribbeln zu üben, stehst Du die ganze Zeit im Tor und versucht Bälle zu halten.

Natürlich verbesserst Du auch im Tor ein bisschen Deine Fertigkeiten für den Sturm und andere Positionen. Aber bei weitem nicht so viel, wie wenn Du tatsächlich den Sturm übst.

Genauso ist es beim Sprachenlernen. Wenn Du Dich auf Teneriffa mit den Einheimischen über Spanien, Deutschland, guten Wein und Reisen unterhalten willst, wird es Dir wenig bringen Körperteile, Tiere des Zoos und stundenlang sämtliche Grammatikregeln zu lernen.

Du solltest genau das lernen, was Du auch später mit der Sprache machen willst.

Im ersten Schritt musst Du Dir also genau überlegen, was Du mit der Sprache machen willst.

Schreib Dir auf:

  • Mit was für Menschen Du sprechen willst: Andere Ruheständler? Barkeeper?
  • Worüber willst Du mit ihnen sprechen: Fußball? Kultur? Zumindest ein paar generelle Themen.

Ich bin zwar noch etwas vom Ruhestand entfernt, aber bei mir würde das so aussehen:

  • Ich möchte mich mit anderen Menschen im Ruhestand unterhalten.
  • Ich möchte mich über Reisen, Politik und Kultur unterhalten.

Das ist natürlich alles nur vereinfacht, damit Du das Konzept verstehst. Du wirst mit verschiedenen Gruppen Menschen sprechen wollen und über mehr Themen. Dies ist lediglich zur Veranschaulichung.

Natürlich sind das nicht die Dinge, über die ich 100% der Zeit vor Ort sprechen werde. Aber es sind 80% und das reicht für den Anfang aus. Fehlende Themen kann man später immer nachholen.

Schritt 2: Lernplan gestalten

Lernplan zum Sprachenlernen im Alter

Ein guter Lernplan hilft beim Sprachenlernen dabei das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Nun geht es darum aus diesen Zielen einen konkreten Lernplan zu gestalten. Auch diesen Schritt lassen die meisten aus.

Viele Sprachlerner lernen einfach irgendwas. Mehr oder weniger nach dem Zufallsprinzip. Die Methode ist dann ähnlich wie damals zu Schulzeiten. Obwohl es dort schon nicht geklappt hat.

Wenn Du ein klares Ziel hast und einen Plan machst, um dieses Ziel zu erreichen, hast Du bereits die halbe Miete. Dann musst Du nur noch den Plan ausführen und schon sprichst Du Deine Fremdsprache.

Was musst Du also tun, um über bestimmte Themen mit einer bestimmten Gruppe Menschen zu sprechen?

Brich die Themen in kleinere Bausteine auf.

Das geht in 3 Schritten:

  • Die Vokabeln rund um das Thema lernen.
  • Über das Thema sprechen üben.
  • Das Thema verstehen, wenn ein Muttersprachler mit Dir spricht.

Das sind also 3 Aktivitäten, die sich in Deinem Lernplan wiederfinden sollten.

Was ist mit Grammatik? Die kannst Du auch aus dem Gespräch lernen. Wenn Du übst mit einem Muttersprachler zu sprechen, korrigiert Dich dieser.

Aus Deinem Fehler erkennst Du eine Grammatikregel und kannst sie im Anschluss viel besser lernen als wenn Du sie nur theoretisch auswendig lernst.

Nun geht es darum diesen Lernplan umzusetzen:

Schritt 3: Lernplan umsetzen

Anwendung Sprachenlernen im Alter

Heute und nicht Morgen ist der richtige Zeitpunkt zur Umsetzung Deiner Ziele und Pläne.

Jetzt weißt Du was für Aktivitäten Du durchführen musst, um Dein Ziel zu erreichen.

Nun sollten diese in Deinem Alltag verbaut werden.

Zunächst einmal:

Du brauchst mindestens 3 Stunden Gespräche mit Muttersprachlern pro Woche, um innerhalb von weniger als einem Jahr die Sprache fließend sprechen zu lernen.

Wenn Du weniger sprichst, wirst Du deutlich länger brauchen.

Druck Dir Deinen Lernplan aus. Auf diesem sollten ebenfalls Deine Ziele stehen. Nun beginnt das Lernen nach Plan.

Wenn Du Deine Ziele stets im Auge hast underkennst, wie Du Dich auf das Ziel zubewegst, bleibst Du motiviert weiterzulernen.

Nun wird es einige Monate dauern bis Du Dein Ziel erreichst. Oder eben einige Jahre. Das hängt ganz davon ab, wie gut Dein Lernplan ist und wie gut Du ihn umsetzt.

Wie Du einen optimalen Plan aufstellst, erfährst Du ganz am Ende des Beitrags.

Wenn Du also merkst Du näherst Dich langsam dem Ziel, wird es Zeit für:

Schritt 4: Die Reisevorbereitung

Auswandern und Sprachenlernen im Alter

In seinem Ruhestand jeden Tag einen solchen Ausblick genießen zu können ist eine Vorstellung, die mit der richtigen Planung und Durchführung kein Traum bleiben muss.

Wenn Du bereits im Land bist, ist es natürlich keine Vorbereitung für die Reise mehr. Es ist dann die Vorbereitung für das Leben im Land.

Darauf hast Du hingearbeitet. Viel zugehört, viel gesprochen, viele Vokabeln gelernt.

Für diesen Schritt empfehle ich Dir einen Urlaub im passenden Land zu buchen (oder Du bist bereits dort).

Buche jedoch kein typisches Touristenhotel, wo viele andere Deutsche sind.

Buche etwas, wo Du fast ausschließlich Muttersprachler triffst. Das kannst Du entweder im Reisebüro so spezifizieren. Oder Du stellst Dir Deine Reise selbst zusammen und schaust in welchen Hotels sich vor allem die Einheimischen aufhalten.

Nun geht es darum Deine Kenntnisse auf die Probe zu stellen. Alles was Dir immer noch Schwierigkeiten macht, notierst Du Dir, damit Du das zurück zu Hause üben kannst.

Verbringe die Zeit, so wie Du es im Ruhestand auch tun würdest. Unterhalte Dich mit den Menschen, mit denen Du Dich unterhalten würdest. Führe die Aktivitäten durch, die Du durchführen würdest.

Du wirst merken, Deine Sprachenkenntnisse sind schon gut, aber es fehlt noch an einigen Stellen.

Dies kannst Du dann zurück in der Heimat üben. Dafür nimmst Du Dir wieder Muttersprachler, mit denen Du über die fehlenden Themen sprichst und lernst die fehlenden Vokabeln.

Fazit: Befolge diese 4 Schritte und Du bist gewappnet für den Ruhestand

Hier siehst Du den Prozess nochmal visualisiert:

4-Punkte Plan zum Sprachenlernen im Alter

Befolge diese 4 Schritte und Du wirst Deine Fremdsprache im Ausland anwenden und Dich problemlos mit den Einheimischen in Ihrer Muttersprache unterhalten können.

Und, wie hat Dir mein Beitrag gefallen? War er hilfreich für Dich oder fehlt noch etwas? Hinterlasse uns gerne Deine Anmerkungen, Fragen oder Ergänzungen als Kommentar oder auch nur eine kurze Bewertung!

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Über den Autor

Gabriel Gelman ist Gründer von Sprachheld, Sprachenthusiast und nutzt gerne seine 6 Sprachen für Reisen und Kennenlernen neuer Leute. Er hilft Sprachlernern dabei schnell ihre Fremdsprache zu lernen.

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