Interview mit Martin Krengel: Wie Du einen optimalen Lernplan erstellst – für maximale Produktivität und perfektes Zeitmanagement beim Sprachen lernen

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Wie erstellst Du einen Lernplan für optimales Zeitmanagement und maximale Produktivität? Zu diesem Thema habe ich mich mit Dr. Martin Krengel unterhalten.

Martin ist Produktivitäts- und Lernexperte. Er hat mehrere Bücher geschrieben über Produktivität, Motivation, effektives Lernen und vieles mehr, darunter auch einige Bestseller wie das Buch “Bestnote”, wo er Tipps zum Lernen gibt.

Hier findest Du eine Auswahl der Bücher von Martin Krengel:

Im Interview haben wir darüber gesprochen, wie man diese ganzen Prinzipien beim Sprachen lernen anwenden kann, um Zeit zu sparen und schneller die Fremdsprache zu beherrschen.

Besuche Martins Webseite Studienstrategie für weitere Infos zu Lernprozessen (nicht nur beim Sprachen lernen).

Wir besprechen unter anderem folgende Themen im Interview:

Hier findest Du das Video von unserem Interview und weiter unten die Zusammenfassung:


Zusammenfassung vom Interview mit Martin Krengel

Gestresst, weil Du zu viel zu tun hast und Dir zu wenig Zeit bleibt? Martin zeigt Dir, wie Du einen optimalen Lernplan erstellst. Für perfektes Zeitmanagement und besseren Lernerfolg.

Für optimalen Lernerfolg sind Zeit- und Motivationsaspekte mit dem Lernen zu kombinieren. Du solltest dabei nicht versuchen den „perfekten“ Lernprozess hinzubekommen, sondern eine gute Balance finden.

Wichtig ist es vor allem, Dir die Zeit zu nehmen, die Du zur Verfügung hast. Findest Du ein geeignetes und fokussiertes Mittelmaß, kannst Du den sogenannten sprachlichen Tiefgang erreichen. Das heißt, Du lernst nicht nur oberflächlich, sondern gehst auch wirklich in die Tiefe.

Traditionelles Lernen erfolgt oft, wenn Geschichtsdaten oder Vokabeln gelernt werden. Diese Art ist zwar eine nette Begleitung zum Lernen, aber wir brauchen vor allem Wiederholung und müssen uns regelmäßig und konsequent der Sprache aussetzen.

Besonders bedeutend beim Lernen einer Sprache ist das aktive Reproduzieren von dieser (also Sprechen und Schreiben). Das heißt, vor allem das selbständige Bilden eines Satzes in der Fremdsprache. Also auf eigene Faust aus mehreren Vokabeln einen sinnvollen Satz bauen. So erhältst Du ein tieferes Verständnis und Gefühl für die Sprache als nur zu lesen und zu hören.

Unterbewusstes Lernen ist ebenfalls gut für die Motivation. So kannst Du zum Beispiel während anderen Aktivitäten Radio in der Fremdsprache hören. So setzt Du Dich der Sprache aus und kannst Begriffe und Strukturen der Sprache (Satzbau, etc.) anhören und aufnehmen. Das hilft Dir dann, wenn Du selber sprechen möchtest.

Die Verarbeitung und Verankerung des Gelernten ist wichtig. Verbindest Du gelernte Begriffe mit mehreren Aspekten Deines eigenen Lebens (die Fremdsprache zu einem Teil Deines Alltags machen), gehst Du vom oberflächlichen Lernen in den Tiefgang über.

Hilfreich beim Sprachen lernen ist es vor allem, Zeit in einem Land zu verbringen, in dem diese Sprache gesprochen wird. Hierbei umgibst Du Dich rund um die Uhr mit der Sprache.

Eine gute Methode für Tiefgang beim Lernen ist es, Deine Gedanken in Textform festzuhalten und Dir den Text anschließend vorzulesen. So bildest Du einen rekursiven Lernprozess. Dieser ist gut geeignet, um eine Sprache richtig zu beherrschen.

Alles zusammen ergibt eine Kombination aus verschiedenen Lernmethoden, die Dir dabei helfen, das Gelernte noch besser zu speichern und im Anschluss auch selber anzuwenden.

Anstatt Dir ein großes Ziel zu setzen, das Du ständig im Hinterkopf behalten musst, solltest Du auf ein realistisches Zeitmanagement achten. So kannst Du Dir konsequent Zeit dafür nehmen, kleinere Ziele nacheinander zu erreichen. Lieber tiefer stapeln, und dann draufsetzen!

Lies dazu auch mein Interview mit Kerstin Cable zum Thema: Mit einem Lernplan und Routine erfolgreich eine neue Sprache lernen.

Vor einem Auslandsaufenthalt kannst Du Dir spezifische und für Dich interessante Vokabeln zu verschiedenen Themen (Einkaufen, Essen, etc.) aneignen, um sofort die benötigten Gebiete der Sprache zu aktivieren.

Für ein besseres Zeitmanagement beim Sprachen lernen solltest Du auf die leichtere Immersion (die Sprache überall hören, lesen und sehen) und auf den Tiefgang achten. Für die Immersion kannst Du zum Beispiel Podcasts in der Fremdsprache oder Hörbücher nebenbei anhören.

Für den Tiefgang ist es nicht nötig, Dir viel Zeit aus Deinem Tag zu nehmen. Es reicht Dich einen speziellen Ort – eine „Sprachinsel“ – zu suchen und Dir regelmäßig etwas Zeit zu nehmen, Dich mit der Sprache zu beschäftigen.

Am wichtigsten ist: Entspanne Dich! Es ist nicht nötig, eine Sprache perfekt zu sprechen, um effektiv zu kommunizieren.

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Über den Autor

Gabriel Gelman ist Gründer von Sprachheld, Sprachenthusiast und nutzt gerne seine 6 Sprachen für Reisen und Kennenlernen neuer Leute. Er hilft Sprachlernern dabei schnell ihre Fremdsprache zu lernen.

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