Immersions-Sprachreisen: Wie Du in einem Bruchteil der Zeit auf das nächste Level Deiner Sprachkenntnisse kommst – Interview mit Sprachreisen-Veranstalterin Therese Lafleche

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Dieses Mal spreche ich mit Therese Lafleche. Sie kommt ursprünglich aus Kanada und ist zweisprachig mit Französisch und Englisch aufgewachsen.

Mit ihrer Firma Laflechelingo bietet sie Immersions-Sprachreisen für Erwachsene an. Diese führen unter anderem nach Spanien, Italien und Kanada. Bei einer solchen Sprachreise geht es darum, größtenteils die Fremdsprache zu sprechen und so in kurzer Zeit ein deutlich höheres Level zu erreichen. Ihre Sprachcoaches auf diesen Reisen sind unter anderem Vladimir Skultety für Mandarin-Chinesisch, dieser war bei uns auch schon Interview.

Für nähere Infos zum Programm und bei angefallenen Fragen kannst Du Dich bei Therese melden. Das geht entweder über das Kontaktformular auf ihrer Webseite oder per Mail an therese@laflechelingo.com.

Im Interview sprechen wir unter anderem über die folgenden Themen:

  • Wie funktioniert eine Immersions-Sprachreise? Was passiert bei einer solchen Sprachreise?
  • Was sind die Vor- und Nachteile?
  • Wie schnell sieht man Fortschritte?
  • Für wen eignen sich solche Sprachreisen und für wen eher weniger?
  • Wie viel kostet so eine Reise etwa?
  • Wie lange sollte die Reise mindestens sein, damit sie erfolgsbringend ist?
  • Was ist der Unterschied zu einem Intensiv-Sprachkurs im Ausland?

Hier findest Du das Video von unserem Interview (auf Englisch) und unten eine Zusammenfassung auf Deutsch:


Zusammenfassung des Interviews zu Immersions-Sprachreisen mit Therese Lafleche

  • Therese betreibt ein sogenanntes „Language Retreat Programm“ (Immersions-Sprachreisen), bei dem die Teilnehmer eine Woche lang in einem Land sind und sich intensiv mit einer Zielsprache auseinandersetzen. Dazu gehört vor allem sich überwiegend in der Zielsprache zu unterhalten.
  • Die Woche wird in Kleingruppen von 3 bis 8 Teilnehmern verbracht, und nimmt dem Sprachen lernen die „Klassenzimmeratmosphäre“.
  • Stattdessen soll ein entspannendes und förderndes Umfeld gebildet werden, in dem die Teilnehmer optimal die gewünschte Fremdsprache lernen können.
  • Die Tage werden gemeinsam in der Gruppe verbracht. Vom Frühstück über diverse Ausflüge und Outdoor-Aktivitäten bis hin zum Abend wird dabei die Sprachkenntnis gefördert. Nach den Ausflügen und am Abend ist auch immer Freizeit eingeplant.
  • Während der Freizeit ist es erlaubt seine Muttersprache zu verwenden. Denn der Aufenthalt sollte vor allem auch entspannend sein, auch für Teilnehmer mit moderatem Sprachniveau.
  • Jeder Teilnehmer hat bei der Language-Retreat-Woche ein eigenes Zimmer und somit einen privaten Raum, in dem die Freizeit verbracht werden kann.
  • A2 ist das erforderliche Sprachniveau, um an ihren Sprachreisen teilzunehmen.
  • Die beobachteten Effekte sind überraschend. Nach einer Woche sind teilweise ähnliche Fortschritte festzustellen, wie nach ein- bis eineinhalb Jahren herkömmlichem Sprachunterricht.
  • Weil bei dieser Methode reale Bedingungen herrschen und man der Sprache komplett ausgesetzt ist, ist der Lernerfolg deutlich größer. Die Intensität der Woche ermöglicht einen größeren Fortschritt als sporadisches Lernen.
  • Für wen ist ein solches Immersionsprogramm geeignet? Für jeden, der motiviert dazu ist und einen Grund hat eine Sprache zu lernen.
  • Es wird auch darauf geachtet, Personen mit ähnlichen Interessen für eine Lerngruppe auszuwählen. Es kann anfangs schwer sein, in einem fremden Umfeld zu sein, und so wird das Lernen und Zusammensein mit der Gruppe erleichtert.
  • Der größte Fortschritt wird oft in der Gruppe festgestellt, speziell während den Mahlzeiten. Hier denken Teilnehmer oftmals nicht über mögliche Fehler nach, sondern machen einfach Konversation. Genau das hemmt oft beim Sprechen einer Fremdsprache – die Angst Fehler zu machen.
  • Durch die kleine Teilnehmergruppe lernt man sich im Verlauf der Woche kennen. Das ist nicht nur für die Entspannung, sondern auch für den Lernerfolg wichtig.
  • Das Programm dauert immer nur eine Woche. Diese Zeit kann man sich leichter nehmen als längere Zeitspannen. Außerdem ist die Immersions-Sprachreise dadurch wie ein Urlaub.
  • Preise variieren basierend auf dem Standort und den Ausflügen, sind aber um die 2500-5000 US-Dollar angesiedelt. Kosten für An- und Abreise sind vom Teilnehmer selbst zu übernehmen. Einmal angekommen wird von den Mahlzeiten über die Ausflüge alles bereitgestellt.

Lies hier: Wie Du bei Dir zuhause, in Deiner Heimatstadt, ganz leicht ein Klima der Immersion schaffen kannst.

Über den Autor

Gabriel Gelman ist Gründer von Sprachheld, Sprachenthusiast und nutzt gerne seine 6 Sprachen für Reisen und Kennenlernen neuer Leute. Er hilft Sprachlernern dabei schnell ihre Fremdsprache zu lernen.

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