Wie du deinen Lerntag optimal organisierst

So sieht Lenas Arbeitsplatz aus

So sieht Lenas Arbeitsplatz zum Lernen aus

Wie schaffst Du es täglich zu lernen, ohne die ganze Zeit am Schreibtisch zu sitzen?

Vorhang auf für Lena von Sprachenlust.

In diesem Gastbeitrag von Lena, erfährst Du wie Du es schaffst täglich Deine Fremdsprache zu lernen, ohne zu viel Zeit dafür aufzuwenden (hier mein Beitrag, wie Du Zeit zum Lernen einer Fremdsprache ganz einfach findest). So lernt Du schnell jede Fremdsprache.

Am Ende des Beitrags erfährst Du noch etwas über Lena.

Jetzt übernimmt Lena das Wort.

Lies hier: Sprachenlernen nach Plan und mit Erfolg.


Die Zeit rennt uns davon.

Jeden Tag unsere Aufgaben zu organisieren und zu strukturieren erfordert viel Selbstdisziplin und Übung. Für dich, aber auch für mich.

Obwohl das Lernen bei mir an erster Stelle steht, habe ich oft nicht die Zeit, mich stundenlang an den Schreibtisch zu setzen und zu lernen.

Wie lerne ich trotzdem effektiv und regelmäßig?

Ich lerne immer und überall. Egal ob ich im Bus sitze oder einen Film schaue.

Du kannst dein Lernen so gut in den Alltag einbauen, dass es nicht mehr notwendig ist, dich jeden Tag an den Schreibtisch zu setzen und aus einem Lehrbuch zu lernen. Natürlich wirst du nicht ganz davon wegkommen, aber zumindest ein Großteil deiner Zeit wirst du nicht mehr am Schreibtisch verbringen.

Sprachheld-Tipp: Wie Du mit Immersion täglich im Alltag lernst, ohne zusätzlichen Zeitaufwand.

Außerdem habe ich Spaß am Lernen. Und das ist meiner Meinung nach sogar der wichtigste Punkt. Denn Spaß am Lernen bedeutet gleichzeitig auch leichter zu lernen. Überlege dir mal, wie lange du brauchst, etwas zu verstehen, wenn du Spaß dabei hast und im Vergleich dazu wie lange du brauchst, etwas zu verstehen, was du zum Beispiel für die Arbeit oder eine Prüfung lernen musst.

Ganz klar bist du mit dem schneller, was du gerne lernst. Natürlich wirst du nie nur Sachen lernen dürfen, die du freiwillig machst. Aber je älter du wirst, desto mehr Möglichkeiten hast du.

Denke doch mal an die Schule zurück. Hat es deinen Lehrer interessiert, ob du die französischen Vokabeln für einen Tierarztbesuch benötigst oder nicht. Nein, es hat ihn nicht interessiert. Und die Aufgabe war ganz klar: Lerne das!

Je älter du wirst, desto mehr ändert sich auch dein Lernverhalten und dein Umfeld. Sobald du aus der Schule bist darfst du das lernen, was du lernen möchtest. Wenn du die Vokabeln für einen Tierarztbesuch nicht brauchst, weil du keine Katze hast, dann lernen sie nicht. Brauchst du dagegen Wortschatz um vegan einkaufen zu gehen, dann lerne eben den.

Außer dir selbst schreibt dir keiner mehr vor, was du lernen sollst und was nicht. Du entscheidest selbst, was du lernen darfst!

Um dir einen Anreiz zu geben, wie du lernen kannst, beschreibe ich dir einen Lerntag von mir:

Ich stehe grundsätzlich eine halbe Stunde eher auf als ich eigentlich müsste, damit ich noch genug Zeit habe, ein paar Seiten in meinem Buch zu lesen oder in einer Zeitschrift zu blättern. Das meiste, was ich lese, ist in meiner Lernsprache. Ich lese viele Texte in Französisch und tue so schon etwas, um mich zu verbessern.

Um ehrlich zu sein, gibt es bei mir keinen richtigen Lerntag, der immer gleich aussieht. Außer das Lesen am Morgen und das tägliche Wiederholen meiner Vokabeln ist jeder Tag anders!

Trotzdem kann ich dir einige Tipps und Tricks geben:

Wenn ich einen Film schaue, dann in der Originalsprache. So kommen auch die lustigen Stellen besser rüber. Hier habe ich ein gutes Beispiel: Der Film „Bienvenue chez les Ch’tis“ ist in Französisch viel besser als im Deutschen („Willkommen bei den Ch’tis“), da der Film im Original in einem französischen Dialekt gesprochen wird, der fast ausgestorben ist. Wie soll ein Dialekt einer Sprache gut in eine andere Sprache übersetzt werden? Genau, es geht nicht.

Also mein Tipp: Schaue dir immer die Filme in der Originalsprache an. Wenn das am Anfang zu schwer sein sollte, kannst du mit Kinderfilmen beginnen oder dir die Untertitel in deiner Lernsprache mit anzeigen lassen. So hörst du deine Lernsprache und kannst gleichzeitig mitlesen.

Kochst du gerne? Ich probiere immer wieder neue Rezepte aus fremdsprachigen Kochbüchern aus. Meist stehen dort andere Rezepte als in deutschen Kochbüchern. So entdecke ich ein neues Gericht und verbessere gleichzeitig meine Sprachkenntnisse. Heutzutage gibt es auch viele Online-Kochbücher in den verschiedensten Sprache, sodass es nicht mehr notwendig ist, dir ein Buch zu kaufen. Bevor du anfängst zu kochen kannst du auch deinen Einkaufszettel in deiner Lernsprache schreiben.

Außerdem habe ich viele Freunde im Ausland, mit denen ich über Skype spreche, Briefe und E-Mails schreibe und ab und an telefoniere. Hast du Freunde im Ausland? Wenn nicht, suche dir einen Tandem-Partner. Hier kann ich dir das eTandem-Programm von der Uni Bochum empfehlen. Über dieses Programm habe ich auch schon viele Freunde gefunden, die mir fast täglich dabei helfen, in meinen Lernsprachen besser zu werden.

Sprachheld-Tipp: 5 Wege, wie Du einen Tandempartner findest.

Wie ich vorhin gesagt habe, wiederhole ich jeden Tag meine Vokabeln. Wenn ich Zeit dazu finde, mich an den Schreibtisch zu setzen, wiederhole ich sie am Laptop mit dem Vokabelwiederholer von Babbel. Meistens jedoch nutze ich Wartezeiten. Ich habe die App von Babbel auf meinem Smartphone und kann somit überall meine Vokabeln wiederholen. Selbst wenn ich nur ein paar Minuten auf den Bus oder die Straßenbahn warte, ein paar Vokabeln schaffe ich immer!

Sprachheld-Tipp: Was wirst Du zu einem erfolgreichen Sprachlerner.

Zu guter Letzt noch das Wichtigste: Organisiere deinen Lerntag so, dass er dir passt!

Es bringt nichts, wenn du dein Lernen nach jemand anderen richtest oder nur dann lernst, wenn dein Freund oder deine Freundin auch lernt. Lerne so, dass es für dich am besten ist!

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Lena KonstantinidisIch heiße Lena und bin das Gesicht hinter dem Blog Sprachenlust – Lernen & Leben. Bei mir kannst du über die Themen Sprachen lernen und das Leben lesen und dabei ganz viel entdecken. Wenn ich nicht gerade meine Zeit mit Schreiben verbringe, studiere ich in Freiburg FrankoMedia und Italienisch.

Über den Autor

Gabriel Gelman ist Gründer von Sprachheld, Sprachenthusiast und nutzt gerne seine 6 Sprachen für Reisen und Kennenlernen neuer Leute. Er hilft Sprachlernern dabei schnell ihre Fremdsprache zu lernen.

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