Wie finde ich die Zeit zum Lernen einer Fremdsprache?


So lernst Du eine Fremdsprache auch wenn Du keine Zeit hast.

So lernst Du eine Fremdsprache auch wenn Du keine Zeit hast.

Du möchtest eine Fremdsprache lernen, findest aber einfach keine Zeit dafür?

Eine Fremdsprache lernen, kannst Du auch ohne Dir besonders viel zusätzliche Zeit dafür zu nehmen.

Wenn Du es richtig machst, lernst Du sogar ganz automatisch. Ganz ohne darüber nachzudenken. Quasi per Autopilot.

Dafür brauchst Du nur diese 3 Regeln des Zeitmanagements beim Sprachenlernen zu befolgen:

  • „Tote Zeit“ nutzen
  • Einen Zeitplan erstellen
  • Die Macht der Gewohnheit nutzen

Was diese 3 Regeln sind und wie Du sie durchführst, erfährst Du in diesem Beitrag.

Regel 1: Nutze „tote Zeit“ um ohne Zeitverlust zu Lernen

„Tote Zeit“ sind Momente, zu denen Du nichts Produktives machst bzw. Dich mental nicht anstrengst. Diese Situationen sind unvermeidbar, können jedoch ausgezeichnet zum Sprachenlernen genutzt werden.

Hier sind einige Beispiele für tote Zeit:

  • In den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn, Bus, Zug).
  • Beim Putzen oder Aufräumen.
  • Beim Warten in der Warteschlange oder beim Arzt.

Diese Zeiten kannst Du nutzen, um z. B.:

  • Einen Podcast oder ein Hörbuch in der Fremdsprache zu hören.
  • Vokabeln lernen mit Karteikarten.
  • Einen Text in der Fremdsprache lesen.

Du hast keinen zusätzlichen Zeitaufwand und lernst trotzdem äußerst effektiv Deine Fremdsprache.

Alle Situationen toter Zeit und was Du während Deiner Toten Zeit machen kannst, um blitzschnell eine Fremdsprache zu lernen, erfährst Du im kostenlosen E-Book Blitzschnell Fremdsprachen lernen.

Lerne eine Fremdsprache in Deiner Toten Zeit

Lerne eine Fremdsprache in Deiner Toten Zeit. Zum Beispiel im Bus (Boston).

Regel 2: Erstelle Dir einen Zeitplan

Ein Zeitplan hilft Dir dabei Zeitnischen zum Lernen zu entdecken und diese perfekt auszunutzen.

Jeden Tag hast Du Zeitnischen, zu denen Du Fernsehen guckst, YouTube Videos anschaust, mit dem Smartphone spielst oder einfach nur im Internet surfst.

Manchmal wirst Du Dich in diesen Momenten an das Sprachenlernen erinnern. In den meisten Fällen aber nicht. Du bist einfach nicht an das Sprachenlernen gewöhnt und denkst deshalb gar nicht erst dran.

Ein Zeitplan zeigt welche Momente Du am besten zum Lernen nutzen kannst. Ein Zeitplan erinnert Dich an das Lernen.

Dafür gehst Du folgendermaßen vor:

  1. Schreib Dir alle regelmäßigen Aktivitäten in Deiner Woche auf. Notiere Dir wann Du normalerweise arbeitest, wann Du Sport machst, wann Du Dich mit Freunden triffst und wann Du etwas mit der Familie machst. Natürlich ist Dein Plan nicht jede Woche gleich. Es reicht aber aus, wenn der Plan annähernd passt.
  2. Prüfe in welchen Momenten Du lernen kannst und trage diese Aktivitäten in den Zeitplan ein (siehe Regel 1).
  3. Druck Dir diesen Zeitplan aus und häng ihn Dir gut sichtbar auf.
  4. Trag Dir die Zeiten zum Lernen auch im Kalender ein und lass Dich vom Smartphone oder einem Alarm daran erinnern.

Wenn Du nun täglich diesen Plan zumindest annäherungsweise befolgst, lernst Du öfter und regelmäßig. Denn Dein Plan gibt es Dir vor.

So lernst Du in Momenten, in den Du eigentlich gar nicht erst an das Lernen gedacht hast.

Lies hier: Die ausführliche Anleitung wie Du Dir einen optimalen Lernplan zum Sprachenlernen erstellst.

Regel 3: Die Macht der Gewohnheit

Dein größtes Ziel sollte es sein Gewohnheiten zu erzeugen. Lernen sollte für Dich so selbstverständlich sein, wie das Aufrufen von Google (oder Bing?), wenn Du eine Frage hast.

Das geht am besten, indem Du immer dieselben Aktivitäten zur selben Zeit durchführst.

Ich lerne z. B. Vokabeln mit Karteikarten in der Bahn. Immer.

Bei mir ist das bereits eine tiefsitzende Gewohnheit. Ich greife automatisch in die Tasche, sobald ich in die Bahn einsteige und hole meine Karteikarten raus (sogar wenn ich sie mal vergessen habe).

Um das zu schaffen, musste ich mich über Wochen immer wieder daran erinnern Vokabeln in der Bahn zu lernen. Irgendwann wurde es zur Gewohnheit und von da an passierte es immer automatisch.

Das Gleiche gilt für Serien in der Fremdsprache. Während der Mahlzeiten schaue ich immer meine aktuelle Serie in der Fremdsprache.

Das geht ganz automatisch. Ich schalte den Fernseher an und schalte die Serie an. Ich brauche nicht mal darüber nachzudenken.

Lies hier: Wie Du mit der Macht der Gewohnheit eine neue Sprache fast ohne Aufwand lernst.

Lasse Gewohnheiten in Deinem Alltag entstehen

Mache bestimmte Lernaktivitäten zu Gewohnheiten, wie das Zähneputzen.

Wenn Du diese Aktivitäten nun in Deiner toten Zeit durchführst, lernst Du automatisch. Ohne auch nur eine Minute Zeit extra aufzuwenden.

Verknüpfe verschiedene Aktivitäten immer mit der gleichen Situation im Alltag.

Hier ist ein Beispiel, wie das aussehen könnte:

Auf diese Weise lernst Du umfassend und vernachlässigst auch keinen Aufnahmekanal (die Fremdsprache hören, sehen, sprechen, lesen).

Alle diese Optionen kosten Dich keine Minute extra. Zudem führst Du laut diesem Plan fast alle notwendigen Aktivitäten durch, um schnell eine Fremdsprache zu lernen (Tandemgespräche fehlen noch).

Mach Dir Erinnerungen, um nicht zu vergessen zu Lernen

Oft lernst Du wahrscheinlich nicht, weil Du es einfach vergisst.

Wenn es keinen externen Reiz gibt (z. B. ein Termin beim Sprachkurs oder ein geplantes Tandemgespräch), dann vergisst Du einfach das Lernen.

Das es ganz normal. Die Fremdsprache ist kein fester Bestandteil Deines Lebens (am schnellsten lernst Du eine Sprache, wenn sie fester Bestandteil Deines Lebens ist, durch Immersion).

Deshalb ist es wichtig, ständig an das Lernen erinnert zu werden. Zumindest so lange bis die Macht der Gewohnheit übernimmt.

Am besten ist es natürlich zum passenden Zeitpunkt erinnert zu werden. Also zu einem freien Moment, z. B. in einer Pause oder nach Feierabend.

Aber es ist auch gut, wenn Du jeden Tag viele, viele Male erinnert wirst. Du wirst zwar die meiste Zeit gerade nicht die Möglichkeit haben zu lernen, aber auf diese Weise bleibt Dir die Fremdsprache in Erinnerung.

Wenn Du mal wirklich einen freien Moment hast, erinnerst Du Dich viel eher an das Sprachenlernen, wenn Du jeden Tag mehrmals daran erinnert wirst als wenn Du vielleicht 1-2 Mal die Woche mit der Fremdsprache in Kontakt kommst.

Diese Erinnerungen gibt es in vielen verschiedenen Formen. Du kannst sie z. B. sehen oder hören:

  • Tägliche Erinnerungen Deines Smartphones, dass es Zeit ist zu lernen.
  • Ein gut sichtbarer Zeitplan, der zeigt wann Du lernen solltest.
  • Karteikarten mit Vokabeln, die auf dem Schreibtisch gut sichtbar platziert sind.
  • Ein Buch in der Fremdsprache, das auf Deinem Nachttisch liegt.

Jede Erinnerung verliert jedoch nach längerer Zeit ihre Wirkung.

Wenn Du also jeden Tag zur selben Zeit ans Lernen erinnert wirst (z. B. Vokabeln wiederholen), es aber nur selten machst, bemerkst Du den Alarm nach einigen Wochen gar nicht mehr. Du hast Dich so sehr an das Ignorieren des Alarms gewöhnt, dass Dein Kopf den Alarm automatisch ausblendet.

Deshalb ist es wichtig diese Erinnerungen immer wieder aufzumischen. Visuelle Erinnerungen mal wieder wo anders hinhängen oder hinlegen. Einen anderen Alarm mit anderem Namen und anderer Zeit einstellen.

Lies hier: Wie Du eine Fremdsprache lernen kannst, selbst falls Du nur eine Stunde Zeit hast.

Fazit: Eine Sprache mit wenig Zeit zu lernen ist gar nicht so schwer

Wenn Du Dich also daran gewöhnst in Deiner toten Zeit zu lernen und einen Zeitplan hast, der Dir anzeigt, wann Du sonst noch lernen solltest, wirst Du mit wenig Zeitaufwand viel Lernen.

Mach Dir einen Zeitplan und identifiziere wann Du am besten lernen kannst.

Führe dann immer wieder dieselben Lernaktivitäten in denselben Situationen durch. Mach das so lange bis Du eine Gewohnheit hergestellt hast.

Hast Du Dich einmal an das Lernen gewöhnt und machst es automatisch, wirst Du eine Sprache per Autopilot lernen. Ohne viel Zeit aufzuwenden.

Lies hier: Unseren Übersichtsbeitrag zum Thema effektives Sprachenlernen für jedermann.

Über den Autor

Gabriel Gelman ist Gründer von Sprachheld, Sprachenthusiast und nutzt gerne seine 6 Sprachen für Reisen und Kennenlernen neuer Leute. Er hilft Sprachlernern dabei schnell ihre Fremdsprache zu lernen.

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