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Wie viele Wörter gibt es im Englischen?

Und welche Sprache hat mehr Wörter - Englisch oder Deutsch?

In diesem Beitrag erfährst Du nicht nur, wie viele Wörter es im Englischen gibt (So viel sei Dir an dieser Stelle gesagt: Es sind nicht wenige!) – sowie, ob es mehr sind, als im Deutschen. Des Weiteren verraten wir Dir, wie viele von diesen Du können musst, um Englisch zu sprechen.

Wie viele Wörter gibt es im Englischen? Hier erfährst Du die Antwort!

1. Wie viele Wörter hat die englische Sprache?

Laut einer Studie, welche die Universität von Harvard und der Internetriese Google im Jahr 2010 gemeinsam durchführten, umfasst der englische Wortschatz mehr als eine Million Wörter. Deren Zahl nimmt darüber hinaus jährlich um einige tausend zu, weil ständig neue Wörter kreiert werden. Dies liegt vor allem, aber nicht nur, am rasanten technischen Fortschritt.

Selbstverständlich handelt es sich dabei aber nicht um den aktiven englischen Wortschatz, welcher im aktuellen Sprachgebrauch verwendet wird. In dieser sehr großen Zahl sind neben verschiedenen Formen derselben Wörter ebenso eine Vielzahl von archaischen (veralteten) Begriffen enthalten, welche so heutzutage niemand mehr in den Mund nehmen würde. Zumindest nicht, solange er nicht Shakespeare zitiert.

Einen besseren Anhaltspunkt gibt uns da schon das Oxford English Dictionary, welches rund 600.000 englische Wortformen auflistet. Davon werden rund 170.000 dem aktiven englischen Wortschatz zugerechnet. Das bedeutet, dass für diese ein Nachweis über die aktuelle Verwendung existiert.

Ein englischer Muttersprachler verwendet von diesem aktiven Wortschatz in Abhängigkeit von seinem Bildungsstand wiederum nicht mehr als zwischen 20.000 und 35.000 Wörtern. Weitere Einflussfaktoren sind dabei das soziale Umfeld, die berufliche Tätigkeit und nicht zuletzt die persönlichen Interessen, sprich Freizeitbeschäftigungen.

Wie viele englische Wörter gibt es also? Schätzungsweise

  • gibt es rund 600.000 englischer Wörter bzw. Wortformen,
  • von welchen rund 170.000 dem aktiven Wortschatz zugerechnet werden können.
  • Von diesem verwendet ein englischer Muttersprachler, je nach Bildungsstand und in Abhängigkeit weiterer Faktoren, zwischen 20.000 und 35.000.

Welche Sprache hat mehr Wörter - Deutsch oder Englisch:

Wie wir bereits wissen, besitzt das Englische laut dem Oxford English Dictionary um die 600.000 Wörter. Im Deutschen sind es laut dem Duden zwischen 300 000 und 350 000. Damit gibt es im Englischen also fast doppelt so viele Wörter wie im Deutschen.

2. Wie viele Wörter musst Du kennen, um Englisch zu sprechen?

Einmal abgesehen davon, dass Du nicht denselben Wortschatz wie ein Muttersprachler besitzen musst, um Englisch auf einem ausreichenden Niveau für alle alltäglichen Anwendungsbereiche zu sprechen.

Egal, ob Du

Darüber hinaus verwendet kein Muttersprachler seinen kompletten Wortschatzzumindest nicht regelmäßig.

Ein Wortschatz von z. B. 25.000 Wörtern beschreibt lediglich die Anzahl an Wörtern, von welchen jemand die Bedeutung kennt. Im alltäglichen Sprachgebrauch verwendet er hingegen nur einen Bruchteil davon.

Wie viele englische Vokabeln Du lernen musst, hängt im Wesentlichen davon ab, welche Ziele Du mit der Sprache verfolgst. Eine Anstellung in der Forschung erfordert natürlich einen größeren Wortschatz als eine Unterhaltung unter Freunden oder in einem englischen Pub.

Möchtest Du also wissen, wie viele englische Wörter Du kennen musst, um Englisch (sprechen) zu können?

Dann solltest Du Dich viel mehr an den folgenden Zahlen orientieren. Diese bieten eine grobe Einteilung der englischen Sprachbeherrschung aufgrund des angeeigneten Vokabelschatzes.

  • Mit 250 bis 300 Wörtern kannst Du Dich auf eine einfache Art und Weise verständigen. Eine solcher Englisch-Grundwortschatz ist zum Beispiel für kürzere Aufenthalte in einem englischsprachigen Land (wie einer Urlaubsreise) ausreichend.
  • 650 bis 700 ist die Anzahl an Wörtern, welche ein englischer Muttersprachler im Durchschnitt täglich verwendet. Eventuell auch deshalb, weil dies dem durchschnittlichen Wortschatz einer (einfachen) englischsprachigen Tageszeitung entspricht. Im Rahmen der Reifeprüfung (Abitur/Matura) wird ebenfalls dieser Wortschatz erwartet.
  • Mit 1.000 Wörtern kannst Du zwischen 80 und 90 % des geschriebenen und gesprochenen Alltagsenglisch verstehen.
  • Mit 2.500 Wörtern kannst Du Dich zu problemlos zu den meisten Themen unterhalten. Du wirst allerdings teilweise noch Dinge umschreiben oder erklären müssen. (Einfache) englische Bücher solltest Du hier schon lesen – und verstehen – können.
  • 5.000 Wörter: Entspricht dem AKTIVEN Wortschatz eines englischen Muttersprachlers mit niedrigem Bildungsniveau.
  • 10.000 Wörter: Entspricht dem AKTIVEN Wortschatz eines englischen Muttersprachlers mit gehobenem Bildungsniveau.
  • 20.000 Wörter: Entspricht dem PASSIVEN Wortschatz, welchen Du benötigst, um anspruchsvolle Literatur (Theater, Fachbücher usw.) zu verstehen.

Du siehst: Um auf Englisch zu kommunizieren, ist es nicht notwendig viele tausend Englisch-Vokabeln zu lernen. Zumindest nicht solange Dein Anspruch lediglich alltägliche Unterhaltungen sind.

Auch für durchschnittliche berufliche Tätigkeiten reicht ein Vokabular von einigen wenigen tausend (2.500 bis 5.000) englischen Wörtern auf jeden Falls aus. Eventuell angereichert mit spezifischen Business-Englisch-Vokabeln.

Solltest Du allerdings mit dem Gedanken spielen Dich als Forscher (oder andere hochspezialisierte Fachkraft) in einem englischsprachigen Land niederzulassen. Oder Literatur (sowohl online als auch in Printmedien) auf Englisch zu verfassen. Dann könnte es natürlich notwendig werden, dass Du Dir einen umfangreichen, und vor allem spezialisierten, Wortschatz aneignest.

Damit sind wir am Ende meines Beitrags zum Thema “Wie viele Wörter hat die englische Sprache?” angelangt. Und – bist Du jetzt ein bisschen schlauer als zur? Ich hoffe schon! Hinterlasse mir Deine Meinung und / oder Ergänzungen in den Kommentaren. Ich freue mich über jede Nachricht – Dein Jeremy-James!

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Jeremy-James Peter: Jeremy-James Peter - Österreicher und Agrarwissenschaftler. Nachdem er eine Zeit lang in der Forschung tätig war, wollte er noch einmal etwas Neues erleben und ist ohne Plan, Rückflugticket und Spanischkenntnisse nach Südamerika aufgebrochen. Heute spricht er nicht nur Spanisch, sondern schreibt auch für Sprachheld.

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