„Auch“ auf Englisch: Der Unterschied zwischen “also”, “too” und “as well” einfach erklärt

Mal eben schnell „auch“ übersetzen? Das ist im Englischen tückisch. Wörterbücher spucken dir oft fünf Varianten aus, sagen dir aber nicht, wann du welche benutzt.

Die falsche Wahl ist einer der häufigsten Fehler, die Deutsche machen. Dabei ist die Regel eigentlich simpel: Es kommt fast nur auf die Position im Satz an.

Englisches WortPosition im SatzBeispiel
alsoIn der Mitte (vor dem Verb)I also like pizza.
tooAm SatzendeI like pizza too.
as wellAm SatzendeI like pizza as well.

Das war die Kurzfassung. Damit du aber klingst wie ein Muttersprachler (und nicht wie ein Übersetzungsprogramm), schauen wir uns die Unterschiede jetzt im Detail an.

Inhaltsverzeichnis

1. Wann benutzt du welches Wort für “auch” auf Englisch?

Es gibt im Englischen nicht das eine Wort für „auch“. Es kommt darauf an, wo es im Satz steht. Hier sind die drei wichtigsten Regeln, die du kennen musst.

Das Englische Wort “also” (Der Klassiker in der Mitte)

Das Wort also ist wahrscheinlich das erste, das dir einfällt. Anders als das deutsche „auch“ steht es im Englischen aber meistens nicht ganz am Ende des Satzes. Häufig findest du es in der Satzmitte – oft vor dem Hauptverb.

✅ I also play football. (Ich spiele auch Fußball.)

❌ I play football also. (Klingt im Alltag eher unnatürlich.)

Wichtig: also kann durchaus am Satzanfang stehen – dann bedeutet es oft eher „außerdem“, „zudem“ oder „darüber hinaus“.

✅ Also, we need to talk about the budget.
(Außerdem müssen wir über das Budget sprechen.)

Wenn du es aber im Sinne von “auch” nutzen möchtest, gehört es in die Mitte, genauer gesagt: vor das Hauptverb.

Hinweis: Bei Formen von „to be“ (am, are, is) oder Hilfsverben (can, must) rutscht das also dahinter.

  • Sie ist auch müde. -> She is also tired.
  • Ich kann auch kommen. -> I can also come.
Also verhält sich hier eher wie eine Konjunktion – wenn du mehr über englische Konjunktionen verstehen willst, findest du dort eine vollständige Übersicht.

Die Wörter “too” & “as well” (Am Satzende)

Das ist die einfachste Variante für Anfänger. Wenn du „auch“ sagen willst, packst du es einfach ganz ans Ende des Satzes. Dafür benutzt du too oder as well.

Beide bedeuten exakt das Gleiche. As well klingt oft ein kleines bisschen formeller oder „britischer“, aber du kannst sie fast immer austauschen.

  • Ich mag Pizza auch.
  • ✅ I like pizza too. (Ich mag Pizza auch.)
  • ✅ I like pizza as well. (Ich mag Pizza auch.)

Sprachheld-Tipp: Wenn du im Redefluss bist und nicht weißt, wohin mit dem also: Sag einfach deinen Satz zu Ende und häng ein too dran. Das passt eigentlich immer.

Die Position eines Wortes im Satz ist im Englischen entscheidend – beim englischen Satzbau auf einen Blick erfährst du, warum das so ist.

Unterschied zwischen “Me too” vs. “So do I” (Die Zustimmung)

Wenn jemand etwas sagt und du einfach nur „Ich auch!“ antworten willst, brauchst du keine ganzen Sätze.

  • Die einfache Variante: „Me too.“
  • A: I am hungry. (Ich habe Hunger.)
  • B: Me too. (Ich auch.)
  • Die fortgeschrittene Variante: „So do I“ / „So am I“.
    Hier musst du das Hilfsverb des ersten Satzes spiegeln. Das ist eleganter, aber schwieriger.
  • A: I like apples. -> B: So do I. (A: Ich mag Äpfel. -> B: Ich auch.)
  • A: I am happy. -> B: So am I. (A: Ich bin glücklich. -> B: Ich auch.)

Für den Anfang reicht „Me too“ völlig aus!

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2. “Even” im Englischen: So übersetzt du „sogar“ richtig 

Hier tappen viele Deutsche in die Falle. Im Deutschen benutzen wir das Wort „auch“, um etwas zu betonen oder eine Überraschung auszudrücken.

  • Beispiel: „Das weiß doch auch ein Kind!“

Wenn du hier also oder too benutzt, klingt das für einen Engländer falsch oder langweilig. Er würde denken, du meinst: „Ein Kind weiß das zusätzlich zu jemand anderem.“

Du meinst aber: „Sogar ein Kind weiß das!“

So erkennst du, ob du even brauchst

Bevor du übersetzt, mach im Kopf kurz den Test: Kannst du das deutsche „auch“ durch „sogar“ ersetzen?

  • Ja? → Dann nimm auf Englisch even.
  • Nein? → Dann bleib bei also, too oder as well.

Beispiele:

  • Auch er hat gelacht. (Ersetzbar durch: Sogar er hat gelacht.)
  • Even he laughed. (Sogar er hat gelacht.)
  • ❌ He laughed too. (Das heißt nur: Er hat auch noch gelacht, wie die anderen.)
  • Ich arbeite auch am Sonntag. (Ersetzbar durch: Sogar am Sonntag.)
  • ✅ I work even on Sundays. (Betonung: Das ist hart/ungewöhnlich.)

Merk dir: Even steht für Überraschung oder Steigerung.

3. Quiz: Welches „auch“ auf Englisch passt?

Hast du den Unterschied verstanden? Teste dich selbst! Fülle die Lücken mit also, too, as well oder even.

also, too, as well, even

1. I play tennis. I play football.
(Ich spiele Tennis. Ich spiele auch Fußball.)

2. She speaks Spanish and French .
(Sie spricht Spanisch und auch Französisch.)

3. a child knows the answer!
(Auch/Sogar ein Kind kennt die Antwort!)

4. A: „I am tired.“ – B: „Me .“
(A: „Ich bin müde.“ – B: „Ich auch.“)

5. He is rich, but he is very unhappy.
(Er ist reich, aber er ist auch sehr unglücklich.)

4. „Auch“ auf Englisch sicher verwenden mit der Sprachblock-Methode

Bei „auch“ passieren im Englischen schnell Fehler, weil also, too, as well und even nicht an derselben Stelle im Satz stehen. Mit der Sprachblock-Methode lernst du typische Formulierungen im Kontext, statt jedes Mal neu über die Satzstellung nachzudenken.

Zum Beispiel:

  • I think so too. (Das denke ich auch.)
    I think so too. That’s a good idea. (Das denke ich auch. Das ist eine gute Idee.)
  • I can also … (Ich kann auch …)
    I can also help you tomorrow. (Ich kann dir morgen auch helfen.)
  • I’d like that as well. (Das hätte ich auch gerne.)
    I’d like that as well, please. (Das hätte ich auch gerne, bitte.)
  • Have a nice day too. (Dir auch einen schönen Tag.)
    Thanks, have a nice day too. (Danke, dir auch einen schönen Tag.)

Wenn du solche Sprachblöcke regelmäßig im Kontext siehst oder hörst, bekommst du nach und nach ein Gefühl dafür, welche Form von „auch“ natürlich klingt und wo sie im Satz steht.

Gabriel Gelman Polyglott, Sprachcoach & Gründer von Sprachheld

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