Verb „to be“: Alle Formen, Zeiten & Übungen für Anfänger

Das englische Verb to be (sein) ist das absolute Herzstück der Sprache. Es ist das Wort, das du am häufigsten benutzen wirst – egal, ob du dich vorstellst, nach dem Weg fragst oder erzählst, wie es dir geht.

Gleichzeitig ist es eines der wenigen Verben im Englischen, das völlig unregelmäßig ist. Aber keine Sorge: Wenn du die Formen einmal verstanden hast, sitzen sie fürs Leben.

Hier lernst du nicht nur die trockene Grammatik, sondern wie du to be wie ein Muttersprachler verwendest.

Das Wichtigste in Kürze (Cheat Sheet)

In der Gegenwart (Present) gibt es nur 3 Formen, die du dir merken musst:

  • am (bei „I“)
  • is (bei „he, she, it“)
  • are (bei „you, we, they“)

Inhaltsverzeichnis

1. Die Gegenwart: „to be“ im Simple Present

Im Englischen nutzen wir das Verb to be genau wie das deutsche „sein“: Um Zustände, Berufe, das Alter oder Orte zu beschreiben.

Die größte Hürde für Anfänger: Das Wort verändert sich je nach Person komplett. Es heißt nicht „I be“ oder „You be“, sondern I am und You are.

Die Formen von „to be“ (Tabelle)

Im gesprochenen Englisch werden häufig Kurzformen (Short Forms) verwendet. Die Langformen wirken oft formeller oder betonter. Deshalb lohnt es sich, die Kurzformen früh kennenzulernen und regelmäßig im Kontext zu hören und zu verwenden. 

PersonLangform (Schreiben)Kurzform (Sprechen)Deutsch
I (ich)I amI’mich bin
you (du)you areyou’redu bist
he (er)he ishe’ser ist
she (sie)she isshe’ssie ist
it (es)it isit’ses ist
we (wir)we arewe’rewir sind
you (ihr)you areyou’reihr seid
they (sie)they arethey’resie sind

Hinweis: Kennst du den Spruch „He, she, it – das ’s‘ muss mit“? Das gilt auch hier! Alle Formen für die 3. Person Singular (er/sie/es) enden auf s (is).

Beispiele für die Anwendung vom Verb “to be” in Präsenz

Schau dir an, wie die Kurzformen den Satzfluss viel natürlicher machen:

  • I’m tired today. (Ich bin heute müde.)
  • She’s a great teacher. (Sie ist eine tolle Lehrerin.)
  • We’re at the supermarket. (Wir sind im Supermarkt.)

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2. Die Vergangenheit: „to be“ im Simple Past (war/waren)

Wenn du erzählen willst, wo du gestern warst oder wie etwas früher war, brauchst du das Simple Past.

Hier gibt es eine gute Nachricht: Statt drei Formen wie in der Gegenwart (am/is/are), musst du dir für die Vergangenheit nur noch zwei Formen merken:

  1. was (für Einzahl: ich, er, sie, es)
  2. were (für Mehrzahl: wir, ihr, sie … und für „you“)

Die Formen von „was“ und „were“ (Tabelle)

PersonForm (Past)Deutsch
I (ich)wasich war
you (du)weredu warst
he / she / itwaser / sie / es war
we (wir)werewir waren
you (ihr)wereihr wart
they (sie)weresie waren

Achtung bei „you“: Auch wenn du nur eine einzelne Person ansprichst („Du warst spät dran“), heißt es im Englischen immer you were. „You was“ ist grammatikalisch falsch (auch wenn man es in manchen Songs hört).

Beispiele (Vergangenheit)

  • I was very busy yesterday. (Ich war gestern sehr beschäftigt.)
  • They were in London last week. (Sie waren letzte Woche in London.)
  • It was a great movie. (Es war ein toller Film.)
Die Vergangenheitsformen was und were sind gleichzeitig dein Einstieg, um das Simple Past richtig anzuwenden – eine Zeitform, die du im Alltag sofort brauchst.

3. Verneinung und Fragen mit “to be”

Wie sagst du, dass du etwas nicht bist? Und wie stellst du Fragen? Hier machen viele Anfänger Fehler, weil sie an andere Verben denken.

Die Verneinung (Das „not“ Prinzip)

Anders als bei anderen Verben brauchst du für die Verneinung von to be kein Hilfsverb. Du hängst einfach ein not dahinter.

Auch hier nutzen Muttersprachler fast immer die Kurzform:

LangformKurzform (Üblich)Deutsch
I am notI’m notich bin nicht
you are notyou aren’tdu bist nicht
he is nothe isn’ter ist nicht
we are notwe aren’twir sind nicht
they are notthey aren’tsie sind nicht
  • Beispiel: „No, I’m not hungry.“ (Nein, ich bin nicht hungrig.)

Fragen stellen mit to be (Der „Switch“-Trick)

Um eine Frage zu stellen, tauschen Subjekt und Verb einfach die Plätze.

  • Aussage: You are happy.
  • Frage: Are you happy?

Das funktioniert in der Gegenwart und der Vergangenheit genau gleich:

  • Aussage: He was at home.
  • Frage: Was he at home?

❌ Der häufigste Fehler (bitte vermeiden):

Viele Deutsche wollen das Wörtchen „do“ benutzen, weil sie gelernt haben, dass man im Englischen mit „do“ Fragen stellt.

Bei to be ist das falsch!

  • Falsch: ~~Do you be happy?~~
  • Falsch: ~~Did you be at home?~~
  • Richtig: Are you happy?
  • Richtig: Were you at home?
Sobald du am, is, are sicher beherrschst, kannst du auch englische Fragen stellen – und das ganz ohne do/does

4. Profi-Wissen: Die 3. Form von to be (been)

Viele Lerner fragen sich: „Was ist die 3. Form von to be?“

Die Antwort ist kurz: been.

Du brauchst diese Form für die Perfekt-Zeiten (z. B. Present Perfect), also wenn du sagen willst, dass du irgendwo gewesen bist oder etwas schon einmal gemacht hast.

Die Formel:

have / has + been

Beispiele für „been“

Im Deutschen nutzen wir hier oft „sein“ (ich bin gewesen), im Englischen nutzen wir haben (I have been).

  • I have been to London twice. (Ich bin schon zweimal in London gewesen.)
  • She has been sick all week. (Sie ist schon die ganze Woche krank gewesen.)
  • Have you ever been to the USA? (Bist du schon mal in den USA gewesen?)

5. Teste dich selbst: Übungen mit der Verb “to be”

Hast du alles verstanden? Setze die richtige Form von to be ein.

Entscheide, ob du die Gegenwart (am, is, are) oder die Vergangenheit (was, were) brauchst.

To Be – Lückentext

1. I very happy today.
(Ich bin heute sehr glücklich.)

2. Where you yesterday?
(Wo warst du gestern?)

3. They not at home right now.
(Sie sind gerade nicht zu Hause.)

4. It cold last night.
(Es war gestern Nacht kalt.)

5. she your sister?
(Ist sie deine Schwester?)

6. We in London two years ago.
(Wir waren vor zwei Jahren in London.)

7. My brother a doctor.
(Mein Bruder ist Arzt.)

8. you ready?
(Seid ihr bereit?)

9. The movie boring.
(Der Film war langweilig.)

10. I sorry about that.
(Das tut mir leid / Ich bin traurig darüber.)

6. Vom Wissen zum Sprechen mit “to be”

Grammatik-Tabellen helfen dir, die Formen von to be zu verstehen. Im echten Gespräch denkst du aber selten an Tabellen. Deshalb lohnt es sich, typische Formulierungen als Sprachblöcke zu lernen.

Sprachblöcke sind feste Ausdrücke, die Muttersprachler häufig verwenden. Du lernst sie im Kontext und bekommst dadurch schneller ein Gefühl dafür, welche Form von to be natürlich klingt.

Zum Beispiel:

  • How are you doing? (Wie geht es dir?)
    How are you doing? I haven’t seen you in a while. (Wie geht es dir? Ich habe dich eine Weile nicht gesehen.)
  • I’m not sure. (Ich bin mir nicht sicher.)
    I’m not sure if this is the right answer. (Ich bin mir nicht sicher, ob das die richtige Antwort ist.)
  • I’m afraid…. (leider / Ich fürchte.)
    I’m afraid I can’t come to the meeting today. (Leider kann ich heute nicht zum Meeting kommen.)

Wenn du solche Sprachblöcke immer wieder im Kontext siehst oder hörst, verinnerlichst du to be automatisch als Teil natürlicher englischer Formulierungen.

Gabriel Gelman Polyglott, Sprachcoach & Gründer von Sprachheld

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