Hebräisch lernen: So startest du mit Audio und Plan

Sprachheld-Maskottchen mit einem Schild „שלום“ (Hallo)

Hebräisch lernen beginnt mit dem ersten Satz, den du hörst und nachsprichst, noch bevor du alle 22 Buchstaben kennst.

Hier findest du 20 Sätze für den Einstieg mit Audio und das hebräische Alphabet auf einen Blick. Dazu kommen eine klare Antwort auf die Frage, wie lange es dauert, und kostenlose Hilfen, die wir geprüft haben, auch für Bibelhebräisch.

Kostenlos und ohne Anmeldung

1. Deine ersten 20 Sätze auf Hebräisch

Die Sätze sind auf modernem Hebräisch, so wie man es heute in Israel spricht. Du brauchst keine Vorkenntnisse.

Gut zu wissen

  • Oben steht der Satz in hebräischer Schrift. Du liest ihn von rechts nach links.
  • Darunter steht, wie du ihn aussprichst, in deutscher Schreibweise.
  • Die Sätze passen für Männer und Frauen. Nur „Wie heißt du?“ hat zwei Formen. Die Form für einen Mann steht rechts, und das Audio spricht beide.
  1. Einen Satz hören: Drück den runden Knopf neben dem Satz und sprich ihn nach.
  2. Alle Sätze hören: „Hören und nachsprechen“ spielt alle 20 Sätze nacheinander, mit einer Pause zum Nachsprechen.
  3. Selbst sagen: Bei „Abdecken und sagen“ siehst du nur den deutschen Satz. Sag ihn auf Hebräisch und drück dann „Auflösen“.

Begrüßen und verabschieden

  1. Hallo! (auch zum Abschied; wörtlich: Frieden)

    שלום!

    scha-LOM

  2. Guten Morgen!

    בוקר טוב!

    BO-ker tov

  3. Wie geht’s? (wörtlich: Was hört man?)

    מה נשמע?

    ma nisch-MA?

  4. Alles in Ordnung, danke.

    הכול בסדר, תודה.

    ha-KOL be-SSE-der, to-DA

  5. Auf Wiedersehen!

    להתראות!

    le-hit-ra-OT

Dich vorstellen

  1. Ich heiße Anna. (wörtlich: Man nennt mich Anna.)

    קוראים לי אנה.

    ko-RIM li AN-na

  2. Wie heißt du? (zu einem Mann / zu einer Frau)

    איך קוראים לְךָ? / איך קוראים לָךְ?

    ejch ko-RIM le-CHA? / ejch ko-RIM lach?

  3. Freut mich! (wörtlich: Sehr angenehm!)

    נעים מאוד!

    na-IM me-OD

  4. Ich bin aus Deutschland. (wörtlich: Ich aus Deutschland.)

    אני מגרמניה.

    a-NI mi-ger-MAN-ja

  5. Mein Hebräisch ist noch nicht gut.

    העברית שלי עוד לא טובה.

    ha-iw-RIT sche-LI od lo to-WA

  6. Ich bin zum ersten Mal in Israel. (wörtlich: Das ist mein erstes Mal in Israel.)

    זו הפעם הראשונה שלי בישראל.

    so ha-PA-am ha-ri-scho-NA sche-LI be-jis-ra-EL

Im Café und unterwegs

  1. Kann ich bitte einen Kaffee haben? (wörtlich: Möglich Kaffee, bitte?)

    אפשר קפה, בבקשה?

    ef-SCHAR ka-FE, be-wa-ka-SCHA?

  2. Wie viel kostet das?

    כמה זה עולה?

    KA-ma se o-LE?

  3. Wo ist die Toilette? (wörtlich: Wo die Toiletten?)

    איפה השירותים?

    EJ-fo ha-sche-ru-TIM?

  4. Die Rechnung, bitte.

    החשבון, בבקשה.

    ha-chesch-BON, be-wa-ka-SCHA

  5. Vielen Dank!

    תודה רבה!

    to-DA ra-BA

  6. Gern geschehen! (dasselbe Wort wie „bitte“)

    בבקשה!

    be-wa-ka-SCHA

Wenn du nicht weiterkommst

  1. Entschuldigung, ich habe das nicht verstanden.

    סליחה, לא הבנתי.

    sli-CHA, lo he-WAN-ti

  2. Kannst du das wiederholen? (wörtlich: Möglich, das zu wiederholen?)

    אפשר לחזור על זה?

    ef-SCHAR la-cha-SOR al se?

  3. Langsamer, bitte.

    לאט יותר, בבקשה.

    le-AT jo-TER, be-wa-ka-SCHA

So liest du die Aussprachehilfe: Die Silbe in GROSSBUCHSTABEN betonst du, zum Beispiel scha-LOM.

Alle Laute im Überblick
chrau wie in „Bach“, auch nach e und i: le-CHA
rhinten im Rachen und immer hörbar: BO-ker klingt nie wie „Boka“
eklar wie in „Bett“, auch am Wortende: be-SSE-der
svor einem Vokal summend wie in „Sonne“: se
ssscharf wie in „Bus“
schwie in „Schule“
wwie in „Wasser“
jwie in „ja“
ejwie in „Hey“, nie wie „ei“ in „Eis“: EJ-fo

Einsilbige Wörter stehen klein. Alle Vokale sprichst du kurz und klar, ohne sie zu dehnen.

Kurz gesagt: So lernst du Hebräisch als Anfänger

  1. Dein Ziel klären: modernes Hebräisch für Gespräche und Reisen, Bibelhebräisch für das Alte Testament.
  2. Erst hören, dann lesen. Mit Audio und Aussprachehilfe sprichst du die ersten Sätze, bevor du die Schrift kennst.
  3. Die Schrift nach und nach lernen. Mit ein paar Buchstaben am Tag kennst du die 22 Buchstaben nach einigen Wochen.
  4. Ganze Wendungen lernen wie סליחה, לא הבנתי (sli-CHA, lo he-WAN-ti) (Entschuldigung, ich habe das nicht verstanden) statt einzelner Wörter.
  5. Täglich 20 Minuten statt zwei Stunden am Wochenende.

Inhaltsverzeichnis

2. Das hebräische Alphabet: 22 Buchstaben von rechts nach links

Hebräisch ist Amtssprache in Israel, und rund neun Millionen Menschen sprechen es. Das Alphabet hat 22 Buchstaben, und alle stehen für Konsonanten. Fünf Punkte helfen dir beim Lesen:

  • Du liest von rechts nach links. Zahlen schreibt man trotzdem von links nach rechts.
  • Es gibt keine Groß- und Kleinbuchstaben.
  • Anders als im Arabischen stehen die Buchstaben in der Druckschrift einzeln. Mit der Hand schreiben Israelis eine eigene Schreibschrift.
  • Fünf Buchstaben haben am Wortende eine eigene Form. So endet שלום (scha-LOM) (Hallo) mit dem Schluss-Mem ם.
  • Bei drei Buchstaben kannst du oft einen Vokal ablesen. ו steht oft für o oder u, י für i. Ein ה am Wortende steht meist für a oder e.

Diese Tabelle zeigt alle 22 Buchstaben mit ihrem Namen und ihrem Laut im modernen Hebräisch:

BuchstabeNameSo klingt erAm Wortende
אAlefstumm, trägt nur einen Vokal
בBetb, oft auch w
גGimelg wie in „Gabel“
דDaletd
הHeh, am Wortende meist stumm
וWaww, oft auch o oder u
זSajinsummendes s wie in „Sonne“
חChetch wie in „Bach“
טTett
יJodj, oft auch i
כKafk, oft auch ch wie in „Bach“ך
לLamedl
מMemmם
נNunnן
סSamechscharfes s wie in „Bus“
עAjinheute meist stumm wie Alef
פPep, oft auch fף
צZadez wie in „Zeit“ץ
קKofk
רReschr im Rachen, ähnlich wie im Deutschen
שSchinsch, manchmal auch scharfes s
תTawt

Ob ב für b oder w steht, כ für k oder ch und פ für p oder f, erkennst du an einem Punkt im Buchstaben. Im Alltag fehlt dieser Punkt meist. Am Wortanfang sprichst du in der Regel b, k und p.

Schreiben ohne Vokale

Die Vokale a, e, i, o und u schreibt man im Alltag meist nicht. Es gibt dafür kleine Punkte und Striche unter und über den Buchstaben, den Nikud. Du findest sie in der Bibel, in Gebetbüchern, in Kinderbüchern, in Gedichten und in vielen Lehrbüchern. Ohne sie kann dasselbe Wort verschieden gelesen werden:

GeschriebenMit VokalzeichenAusspracheBedeutung
ספרסֵפֶרSSE-ferBuch
ספרסַפָּרssa-PARFriseur
ספרסָפַרssa-FARer zählte

Welches Wort gemeint ist, ergibt sich aus dem Satz. Deshalb lernst du jedes neue Wort am besten gleich mit Audio.

Auf dem Handy kannst du in den Einstellungen eine hebräische Tastatur hinzufügen.

Bibelhebräisch und modernes Hebräisch

Das Alte Testament, im Judentum Tanach genannt, ist zum größten Teil auf Hebräisch geschrieben. Diese ältere Form heißt Bibelhebräisch oder Althebräisch. Später war Hebräisch rund 1.700 Jahre lang kaum noch Alltagssprache, blieb aber die Sprache von Gebet und Schrift.

Ab dem späten 19. Jahrhundert wurde es wieder gesprochen. Den Anstoß gab Eliezer Ben-Jehuda, getragen haben es Familien und Schulen, in denen man nur noch Hebräisch sprach. Daraus entstand das moderne Hebräisch, auf Hebräisch עברית (iw-RIT).

Schrift und Wortformen sind in beiden fast gleich. Wortschatz und Satzbau unterscheiden sich zum Teil deutlich. Wer modernes Hebräisch lernt, erkennt in der Bibel viele Wörter wieder.

Neu ist vor allem die Erzählform der Bibel. ויאמר (wa-JO-mer) (und er sprach) sagt man heute nicht mehr. Im modernen Hebräisch heißt es אמר (a-MAR) (er sagte).

Unsere Empfehlung: Willst du in Israel sprechen oder mit Freunden und Familie reden, lerne modernes Hebräisch. Willst du vor allem die Bibel im Original lesen, eignet sich der kostenlose ERF-Workshop „Hebräisch lernen anhand der Bibel“. Er beginnt mit dem Bibeltext der Schöpfungswoche.

Mit denselben 22 Buchstaben schreibt man auch Jiddisch. Warum Jiddisch für Deutschsprachige leicht ist, liest du in unserem Artikel Einfachste Sprache der Welt.

3. Hebräische Aussprache: das „ch“, das „r“ und die Betonung

Die meisten hebräischen Laute kennst du aus dem Deutschen. Das moderne Hebräisch hat nur fünf Vokale: a, e, i, o und u. Ä, ö und ü gibt es nicht, und lange und kurze Vokale unterscheidet man nicht. Diese Tabelle zeigt die Laute, bei denen Deutsche sich am Anfang leicht verlesen:

BuchstabeSo klingt erBeispielBedeutung
ח, כ ohne Punktrau wie „ch“ in „Bach“, auch nach e und iסליחה (sli-CHA)Entschuldigung
רim Rachen wie das deutsche r, aber auch am Silbenende deutlichבוקר (BO-ker)Morgen
זsummendes s wie in „Sonne“זה (se)das
סscharfes s wie in „Bus“בסדר (be-SSE-der)in Ordnung
צwie „z“ in „Zeit“ארץ (E-rez)Land
ו, ב ohne Punktwie „w“ in „Wasser“טובה (to-WA); hier ist ו ein o und ב ein wgut
א, עheute meist stumm, nur ein kurzer Neuansatzעולה (o-LE)kostet

Das r aus dem Rachen und das raue ch fallen dir als Deutschsprachigem leicht. Manche Israelis, vor allem aus Familien, die aus dem Nahen Osten oder Nordafrika stammen, sprechen ח und ע tiefer in der Kehle. Für den Anfang reicht die Aussprache aus der Tabelle.

Wo die Betonung liegt

Bei den meisten hebräischen Wörtern liegt die Betonung auf der letzten Silbe: תודה (to-DA) (danke), שלום (scha-LOM) (Hallo). Bei einigen Wortgruppen liegt sie auf der vorletzten Silbe. Diese Tabelle zeigt die häufigsten, alle mit Wörtern aus den Sätzen oben:

WortgruppeBeispielAusspracheBedeutung
viele kurze Hauptwörter, die auf e und einen Konsonanten endenבוקרBO-kerMorgen
ebensoסדרSSE-derOrdnung
einige kurze Hauptwörter mit zwei aפעםPA-amMal
Vergangenheit in der Ich-Form (Endung -ti)הבנתיhe-WAN-tiich habe verstanden
einige FragewörterאיפהEJ-fowo
ebensoכמהKA-mawie viel
viele Ländernamen auf -jaגרמניהger-MAN-jaDeutschland

Die Betonung kann sogar die Bedeutung ändern. Dasselbe geschriebene Wort heißt einmal „Hauptstadt“ und einmal „Bier“:

  • בירה (bi-RA)
    (Hauptstadt)
  • בירה (BI-ra)
    (Bier)

4. Hebräische Grammatik für den Einstieg

Für den Anfang reichen vier Punkte. Du begegnest ihnen schon in den 20 Sätzen oben.

Die Wurzel aus drei Buchstaben

Die meisten hebräischen Wörter enthalten eine Wurzel aus drei Konsonanten. Wörter mit derselben Wurzel haben meist eine verwandte Bedeutung. Die drei Buchstaben ש־ל־ם stecken zum Beispiel in diesen Wörtern:

HebräischAusspracheBedeutung
שלוםscha-LOMFrieden, Hallo
שלםscha-LEMganz, vollständig
לשלםle-scha-LEMbezahlen
תשלוםtasch-LUMZahlung

Wer die Wurzel erkennt, kann die Bedeutung neuer Wörter oft erraten. Im Arabischen ist es genauso, denn beide Sprachen gehören zur semitischen Sprachfamilie.

Männlich und weiblich, auch beim „du“

Im Hebräischen gibt es zwei Wörter für „du“: אתה (a-TA) zu einem Mann und את (at) zu einer Frau. Auch das Verb in der Gegenwart hat eine männliche und eine weibliche Form. Diese Tabelle zeigt, wie sich die Frage ändert:

DeutschZu einem MannZu einer Frau
Sprichst du Deutsch?אתה מדבר גרמנית?
a-TA me-da-BER ger-ma-NIT?
את מדברת גרמנית?
at me-da-BE-ret ger-ma-NIT?
Wie heißt du?איך קוראים לְךָ?
ejch ko-RIM le-CHA?
איך קוראים לָךְ?
ejch ko-RIM lach?

Auch wenn du von dir selbst sprichst, zählt dein Geschlecht. Diese Tabelle zeigt denselben Satz aus dem Mund eines Mannes und einer Frau:

DeutschEin Mann sagtEine Frau sagt
Ich spreche Hebräisch.אני מדבר עברית.
a-NI me-da-BER iw-RIT
אני מדברת עברית.
a-NI me-da-BE-ret iw-RIT
Ich verstehe.אני מבין.
a-NI me-WIN
אני מבינה.
a-NI me-wi-NA

Deshalb nutzen die 20 Sätze oben, wo es geht, Formen ohne diesen Unterschied. לא הבנתי (lo he-WAN-ti) (Ich habe das nicht verstanden) sagen Männer und Frauen gleich. Ein höfliches „Sie“ wie im Deutschen gibt es nicht. Auch Fremde und Ältere sprichst du mit אתה oder את an.

Kein „sein“ in der Gegenwart

In der Gegenwart fehlt das Verb „sein“. Du kennst das schon aus den Sätzen oben:

  • אני מגרמניה. (a-NI mi-ger-MAN-ja)
    (Ich bin aus Deutschland.) → wörtlich: Ich aus Deutschland.
  • איפה השירותים? (EJ-fo ha-sche-ru-TIM)
    (Wo ist die Toilette?) → wörtlich: Wo die Toiletten?
  • העברית שלי עוד לא טובה. (ha-iw-RIT sche-LI od lo to-WA)
    (Mein Hebräisch ist noch nicht gut.) → wörtlich: Das Hebräisch von mir noch nicht gut.

In der Vergangenheit und in der Zukunft gibt es dagegen eine Form von „sein“, zum Beispiel היה (ha-JA) (er war).

Das kleine Wort „את“ vor dem Objekt

Steht vor dem Objekt „den“, „die“ oder „das“, kommt im Hebräischen das Wort את (et) davor. Gemeint ist das Objekt, nach dem du mit „wen oder was?“ fragst. Im Deutschen gibt es dafür kein eigenes Wort. Vergleiche diese beiden Sätze:

  • קניתי ספר. (ka-NI-ti SSE-fer)
    (Ich habe ein Buch gekauft.) → kein את, denn es heißt „ein Buch“
  • קניתי את הספר. (ka-NI-ti et ha-SSE-fer)
    (Ich habe das Buch gekauft.) → את, denn es heißt „das Buch“

Wer die Bibel liest, findet את schon im ersten Vers, sogar zweimal:

  • בראשית ברא אלהים את השמים ואת הארץ. (be-re-SCHIT ba-RA e-lo-HIM et ha-scha-MA-jim we-et ha-A-rez)
    (Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.)

Geschrieben sieht את (et) genauso aus wie את (at) (du, zu einer Frau). Welches Wort gemeint ist, ergibt sich aus dem Satz.

5. Wie lange dauert es, Hebräisch zu lernen?

Das Foreign Service Institute (FSI) des US-Außenministeriums ordnet Hebräisch in die dritte seiner vier Gruppen ein. Es nennt die Unterrichtsstunden, die Lernende mit Englisch als Muttersprache brauchen, bis sie sich im Beruf sicher unterhalten. Für Hebräisch sind es etwa 44 Wochen mit rund 1.000 Stunden. Zum Vergleich:

SpracheUnterrichtsstunden laut FSI
Niederländisch, Italienisch, Portugiesischrund 550 (24 Wochen)
Spanisch, Französischrund 690 (30 Wochen)
Hebräisch, Russisch, Polnisch, Türkischrund 1.000 (etwa 44 Wochen)
Arabisch, Chinesisch, Japanischrund 2.200 (88 Wochen)

Für einfache Gespräche im Urlaub oder mit Freunden brauchst du nur einen Teil davon.

Was dir leichtfällt

Als Deutschsprachiger kennst du zwei Laute schon, die Englischsprachigen oft schwerfallen: das raue ch und das r aus dem Rachen. Fälle wie im Deutschen gibt es nicht. Einen Artikel „ein“ gibt es auch nicht, und der Artikel ה (ha) (der, die, das) bleibt immer gleich:

  • ספר (SSE-fer)
    (ein Buch)
  • הספר (ha-SSE-fer)
    (das Buch)
  • העיר (ha-IR)
    (die Stadt)

Ein paar Wörter kennst du sogar aus dem Deutschen. Handwerker sagen zum Beispiel שפכטל (SCHPACH-tel) für den Spachtel, und zum Stecker sagen viele Israelis שטקר (SCHTE-ker).

Was Zeit braucht

Mehr Zeit kosten die Schrift ohne Vokale und der Wortschatz, denn die meisten Wörter ähneln weder deutschen noch englischen. Bei den Verben gibt es sieben Muster, die Binjanim, dazu männliche und weibliche Formen. Gabriel, der Gründer von Sprachheld, hat Hebräisch trotzdem weitgehend von zu Hause gelernt. Davon erzählt er in seiner Geschichte.

Mehr zur Lernzeit allgemein liest du in unserem Artikel Wie lange dauert es, eine Sprache zu lernen?

6. Dein Wochenplan: 20 Minuten Hebräisch am Tag

Der Plan verbindet die Sätze von oben mit der Schrift. An jedem Tag sprichst du laut, an sechs Tagen kommen ein paar Minuten Schrift dazu.

TagSprechen (15 Minuten)Schrift (5 Minuten)
Montag4 neue Sätze hören und nachsprechen3 bis 4 neue Buchstaben
DienstagDie Sätze vom Montag mit „Abdecken und sagen“Die neuen Buchstaben in den Sätzen suchen
Mittwoch4 weitere Sätze hören und nachsprechen3 bis 4 neue Buchstaben, dazu eine Form am Wortende
DonnerstagSätze abwandeln: einen anderen Namen oder ein anderes Getränk einsetzen, etwa תה (te) (Tee) statt קפה (ka-FE) (Kaffee)Kurze Wörter aus den Sätzen lesen
FreitagEine kurze Podcastfolge oder ein Video, bekannte Wendungen heraushören und laut mitsprechenDie Buchstaben der Woche schreiben oder auf dem Handy tippen
SamstagAlle Sätze der Woche laut sprechen, aufnehmen und mit dem Audio vergleichenWiederholen
SonntagEin Mini-Gespräch mit einem Tandempartner oder allein laut durchspielenPause

7. Hebräisch kostenlos lernen: die besten Hilfen

Für den Einstieg reicht kostenloses Material. Bei Kursen, Podcasts, Videos und beim Nachschlagewerk steht dabei, in welcher Sprache sie erklären.

HilfeWofürGut zu wissen
Loecsen (Kurs)Erste Wörter und Sätze mit Audio, Schrift und UmschriftKostenloser Online-Kurs für absolute Anfänger, auf Deutsch
ERF-Workshop „Hebräisch lernen anhand der Bibel“Bibelhebräisch direkt am Bibeltext, mit Audio und ÜbungenKostenlos und auf Deutsch, Start jederzeit, 25 Einheiten im Abstand von 14 Tagen, Anmeldung nötig
PealimVerbformen nachschlagen, mit Vokalzeichen, Umschrift und AudioWebsite kostenlos, Oberfläche auf Deutsch, Erklärungen teils auf Englisch, Umschrift in englischer Schreibweise (sh für sch)
Streetwise Hebrew (Podcast)Alltagswörter und Redewendungen in Folgen von etwa 7 bis 14 MinutenErklärungen auf Englisch, eher ab Grundkenntnissen
HebrewPod101 (YouTube)Kurze Lernvideos für AnfängerErklärungen auf Englisch
Duolingo (App)Kurze tägliche Einheiten, Schrift wiedererkennenNicht von Deutsch aus, nur über Englisch; wenig freies Sprechen
Tandem, HelloTalkGespräche mit MuttersprachlernDie Gratisversion reicht für den Anfang

Duolingo oder Loecsen? Duolingo ist kostenlos, bietet Hebräisch aber nicht von Deutsch aus an. Du lernst dort über Englisch. Loecsen erklärt auf Deutsch und zeigt zu jedem Satz Schrift, Umschrift und Audio. Keines der beiden Angebote ersetzt das tägliche laute Nachsprechen wie mit den 20 Sätzen oben.

Bücher zum Hebräischlernen

Wenn du lieber mit einem Buch lernst: Ivrit bekef vom Buske Verlag ist ein Lehrbuch für Deutschsprachige mit 20 Lektionen und Lösungen zu den Übungen. Die Sprachaufnahmen bietet der Verlag als MP3 zum Herunterladen an.

Die Schrift übst du mit Otijot bekef von derselben Autorin. Für die Reise gibt es den kleinen Kauderwelsch-Sprachführer für Hebräisch, den du oft gebraucht findest.

Einen Vergleich der großen Sprach-Apps findest du in unserem Artikel Die beste Sprach-App.

8. Häufige Fragen zum Hebräischlernen

Ist Hebräisch schwer zu lernen?

Beim US-Außenministerium steht Hebräisch in der dritten von vier Gruppen, zusammen mit Russisch und Türkisch. Neu sind vor allem die Schrift ohne Vokale und die männlichen und weiblichen Formen. Dafür kennst du das raue ch und das r aus dem Deutschen, und Fälle gibt es im modernen Hebräisch (Ivrit) nicht.

Kann man Hebräisch kostenlos lernen?

Ja, für den Anfang reicht kostenloses Material. Dazu gehören die 20 Sätze auf dieser Seite, der Kurs von Loecsen und Pealim für die Verbformen. Für die ersten Gespräche nimmst du eine Tandem-App. Für Bibelhebräisch gibt es einen kostenlosen Workshop beim ERF.

Wie lange dauert es, Hebräisch zu lernen?

Das US-Außenministerium rechnet für Lernende mit Englisch als Muttersprache mit rund 1.000 Unterrichtsstunden bis zu einem sicheren Berufsniveau. Für einfache Gespräche im Alltag brauchst du nur einen Teil davon. Mit 20 Minuten am Tag sind nach einigen Monaten erste einfache Gespräche über dich und deinen Alltag realistisch.

Welche App ist die beste, um Hebräisch zu lernen?

Duolingo ist kostenlos und eignet sich für kurze tägliche Einheiten, bietet Hebräisch aber nicht von Deutsch aus an, nur über Englisch. Zum Nachschlagen von Verbformen ist Pealim hilfreich. Für echte Gespräche sind Tandem oder HelloTalk besser.

Soll ich modernes Hebräisch oder Bibelhebräisch lernen?

Das hängt von deinem Ziel ab. Für Reisen, Freunde und Familie in Israel lernst du modernes Hebräisch, also Ivrit. Willst du vor allem das Alte Testament im Original lesen, brauchst du Bibelhebräisch. Die Schrift und viele Wörter sind in beiden gleich.

Muss ich die hebräische Schrift lernen?

Für die ersten Sätze reichen Audio und Aussprachehilfe. Willst du Schilder lesen oder Nachrichten schreiben, brauchst du die Schrift. Mit ein paar Buchstaben am Tag kennst du die 22 Buchstaben nach einigen Wochen.

Kann man mit 60 noch Hebräisch lernen?

Ja. Erwachsene lernen anders als Kinder: Du kannst Muster erkennen und gezielt üben. Wer die Wurzeln aus drei Buchstaben kennt, errät viele neue Wörter. Wichtig ist, dass du täglich ein paar Minuten hörst und laut sprichst.

9. Hebräisch lernen mit der Sprachblock-Methode

Am schnellsten kommst du auf Hebräisch ins Sprechen, wenn du fertige Wendungen lernst, statt jeden Satz aus Wurzeln und Endungen zusammenzubauen. Genau das ist die Sprachblock-Methode, mit der du auf Sprachheld lernst.

Ein Sprachblock ist eine kurze Wortgruppe, die Muttersprachler als Einheit verwenden. Begegnest du ihm immer wieder in neuen Sätzen, verinnerlichst du ihn und rufst ihn beim Sprechen ab, ohne zu übersetzen.

Für Hebräisch heißt das: Du lernst כמה עולה (KA-ma o-LE) (wie viel kostet) als Block und hängst daran, was du kaufen willst. Zeigst du nur auf etwas, sagst du כמה זה עולה (KA-ma se o-LE) (wie viel kostet das).

Viele Blöcke wie יש לכם (jesch la-CHEM) (habt ihr) bleiben gleich, ob ein Mann oder eine Frau spricht.

SprachblockBeispielsatz
כמה עולה
KA-ma o-LE
(wie viel kostet)
כמה עולה הספר הזה?
KA-ma o-LE ha-SSE-fer ha-SE?
(Wie viel kostet dieses Buch?)
איפה יש
EJ-fo jesch
(wo gibt es)
איפה יש כאן בית מרקחת?
EJ-fo jesch kan bejt mir-KA-chat?
(Wo gibt es hier eine Apotheke?)
יש לכם
jesch la-CHEM
(habt ihr)
יש לכם שולחן פנוי?
jesch la-CHEM schul-CHAN pa-NUJ?
(Habt ihr einen freien Tisch?)
בלי סוכר
bli SSU-kar
(ohne Zucker)
קפה בלי סוכר, בבקשה.
ka-FE bli SSU-kar, be-wa-ka-SCHA
(Kaffee ohne Zucker, bitte.)

Mit diesen vier Blöcken fragst du nach Preis, Apotheke und Tisch und bestellst deinen Kaffee so, wie du ihn magst. Und was hier für vier Wendungen gilt, gilt für hunderte weitere: Jeder Block bringt seine richtige Form gleich mit.

Deshalb kommst du mit der Sprachblock-Methode schneller ins Gespräch als mit Grammatiktabellen. Wie die Methode funktioniert, liest du in unserem Artikel über die Sprachblock-Methode.

Sprachheld-Maskottchen

Gratis: Das Sprachblock-Paket

In einem Video-Workshop in vier Teilen zeigt dir Gabriel, wie die Sprachblock-Methode funktioniert und wie du jeden Tag ein paar Minuten laut sprichst. Das klappt mit jeder Sprache, auch mit Hebräisch. Die Dialogkarten im Paket gibt es für Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Deutsch.

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Gabriel Gelman Polyglott, Sprachcoach & Gründer von Sprachheld

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Ich verrate Dir mein Geheimnis, wie ich mit der Sprachblock-Methode 5 Sprachen gelernt habe. 

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