10 bekannte Apps zum Sprachen lernen im Test: Welche Sprach-App ist die beste?

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Sprachtools gibt es viele und täglich mehr. Unter diesen freuen sich vor allem Apps zum Sprachen lernen großer Beliebtheit. Kein Wunder, lässt sich doch kaum bequemer – und vor allem überall, jederzeit und auch mit wenig Zeitaufwand zwischendurch – an den eigenen Sprachkenntnissen arbeiten.

Dementsprechend groß ist die Auswahl an Sprach-Apps, nicht nur hinsichtlich der unterschiedlichen Anbieter, sondern auch hinsichtlich der unterschiedlichen Angebote. Um für Dich etwas Licht in diesen Angebotsdschungel zu bringen, haben wir uns 10 der bekanntesten Sprachlern-Apps genauer angesehen und aufwändig miteinander verglichen.

Das Ergebnis unseres Sprach-App-Tests kannst Du in diesem Beitrag nachlesen, um danach für Dich die folgende Frage zu beantworten „Welche ist die beste Sprach-App (für mich)?“.

Inhaltsverzeichnis:

 

  1. Welches sind unsere Empfehlungen unter den Sprachlern-Apps?
  2. Busuu – Der Community-Sprachkurs als durchdachte App zum Sprachen lernen.
  3. Mosalingua – Die beste App, um Deinen Wortschatz zu erweitern.
  4. Jicki – Entspanntes Sprachen lernen mit Sprachduschen.
  5. LinguaTV – Preisgekrönter Videosprachkurs in der App.
  6. LingQ – Die effektive Sprachlern-App für Fortgeschrittene.
  7. Babbel – Die App für Anfänger, die es gerne spielerisch haben.
  8. Mondly – Die aufstrebende Sprach-App, die mit Virtual-Reality punktet.
  9. Duolingo – Kostenlos in der Gemeinschaft mit dem Sprachen lernen beginnen.
  10. Memrise – Visuelle Eselsbrücken als Gedächtnisstütze.
  11. Birkenbihl von Linguajet – Gehirn-gerechtes Sprachen lernen ist vor allem eines – teuer.
  12. Fazit – Welche Sprach-App ist die beste (für Dich)?

 

1. Welche sind unsere Empfehlungen unter den Sprachlern-Apps?

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Von den 10 von uns in diesem Test verglichenen Sprach-Apps empfehlen wir die folgenden 5. Diese nutzen dabei verschiedene Methoden und Techniken des Sprachenlernens, wobei jede einzelne seine eigenen Vor- (und auch Nachteile) besitzt.

Die von uns empfohlenen 5 Apps zum Sprachen lernen sind:

  1. Busuu: Die kompletteste aller Sprachenlern-Apps verbindet einen kompletten Online-Sprachkurs mit einer weltweiten Community von rund 80 Millionen Nutzern. Und das für einen durchaus erschwinglichen Preis – Fazit: Kompletter Online-Sprachkurs mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
  2. Mosalingua: Die beste App, um gezielt Deinen Wortschatz in einer Fremdsprache zu erweitern. Und das für einmalig 5 Euro – Fazit: Leichter (und günstiger) kann Vokabeln lernen nicht sein.
  3. Jicki: Entspanntes Sprachen lernen mit Sprachduschen. Was kann es Schöneres geben? Einfach die Füße hochlegen, entspannen und dabei auch noch eine neue Sprache lernen – Fazit: Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden war noch nie einfacher als mit Jicki.
  4. LinguaTV: Bist Du ein audio-visueller Lerntyp? Falls Ja, dann sind die Lernvideos von LinguaTV genau das Richtige für Dich. Hochwertig, kurzweilig und informativ – Fazit: Mit Videos Sprachen lernen per App, mit LinguaTV geht das.
  5. LingQ: Die Sprach-App für Fortgeschrittene. Kreiert von Steve Kaufmann nach der Comprehensible-Input-Theorie von Stephen Krashen. Doppelter Input (Hören und Lesen) für maximalen Lernfortschritt – Fazit: Falls Dich zu einfache Übungen schon langweilen, such Dir eine neue Herausforderung mit LingQ.

Die Details unserer empfohlenen Apps zum Sprachen lernen im Vergleich und die 5 anderen Teilnehmern im Test, findest Du weiter unten.

Falls Du auf der Suche nach einer App für eine eher außergewöhnliche Lernsprache sein solltest, die ansonsten kein Anbieter in seinem Repertoire hat, dann könntest Du bei Mondly fündig werden. Mit der Mondly-App lassen sich immerhin nicht weniger als 33 Sprachen (von Deutsch aus) lernen – zumindest für Anfänger.

2. Busuu – Der Community-Sprachkurs als durchdachte App zum Sprachen lernen

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Kurzvorstellung:

Als eine der besten Sprach-Apps in 2015 des Google Play Store und 2014 des iTunes Store, darf Busuu in unserem Vergleich der besten Apps zum Sprachen lernen natürlich nicht fehlen.

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Screenshot aus der Busuu-App zum Sprachen lernen.

Ähnlich wie zum Beispiel bei Babbel, kannst Du bei Busuu einen Online-Sprachkurs von Stufe A1 bis B2 durchlaufen. Inklusive eines eigenen Busuu-Vokabeltrainers.

Das Spezielle an der Busuu-App ist der community-basierte Ansatz. Das heißt, Du kannst in Kontakt mit Muttersprachlern treten, um Fragen zu Grammatik oder bestimmten Ausdrücken zu klären. Oder auch Audiodateien hochladen, um Deine Aussprache überprüfen zu lassen (dies ist allerdings nur in der Desktop-Version) möglich.

Busuu-Sprachen: 12 – Englisch, Spanisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Brasilianisches Portugiesisch, Polnisch, Türkisch, Russisch, Arabisch, Japanisch und Chinesisch.
Busuu-Preise: In der Basisversion kostenlos, in der empfehlenswerten Pro-Version monatlich zwischen 9,99 € (3-Monatsabo) und 5,41 € (24 Monate Laufzeit).
Busuu-Betriebssysteme: Android, iOS.

Busuu-Vorteile:

  • Breites Angebot an Online-Sprachkursen, die Du alle gleichzeitig nutzen kannst. Alles für denselben Preis, sprich Du musst nur einmal bezahlen.
  • Das Niveau reicht von A1 bis B2 plus einem zusätzlichen Reisewortschatz. Für Englisch ist darüber hinaus ein Business-Wortschatz vorhanden.
  • Die Busuu-App baut auf eine breite Community mit über 80 Millionen Nutzern rund um die Welt. Dein Gegenüber besteht also nicht nur aus einer mechanischen Computerstimme. So kannst Du in Kontakt mit Mitgliedern und Muttersprachlern auf der ganzen Welt treten, um Dich zu vernetzen, auszutauschen und Deine Sprache zu üben.
  • Das Angebot wird (aufgrund von Nutzerfeedback) ständig erweitert, verbessert und aktualisiert.
  • Du kannst Deine Sprachaufnahmen oder selbstgeschriebenen Texte von Muttersprachlern bewerten lassen.
  • Du kannst die App auch offline nutzen und somit ohne Internet Sprachen lernen.
  • Eigene Sprachlern-App für Kinder.
  • In der Premium-Version werden Dir nicht nur eine Vielzahl von Grammatikübungen geboten – Du erhältst außerdem (offiziell gültige) Sprachzertifikate für den korrekten Abschluss von Kursen und Tests von der McGraw-Hill Education.

Busuu-Nachteile:

  • Die Busuu-Sprachkurse sind teilweise etwas unausgereift. Das betrifft natürlich zwar eher die „exotischen“ Sprachen wie Japanisch, Chinesisch oder Arabisch. Trotzdem kommt dabei das Gefühl auf, dass das Angebot auf Zwang ausgebaut wurde. Leider ohne dabei großen Wert darauf zu legen, die bei den „gängigen“ Sprachen durchwegs vorhandene Qualität beizubehalten.
  • Außerdem sind die Lektionen der gängigen Sprachen umfangreicher mit Übungen ausgestattet, als die der Exoten. Und das bei gleicher Anzahl an Lektionen und ansonsten identischem Aufbau der Sprachkurse. Auch hier stellt sich die Frage warum?
  • Bei Sprachen mit „fremdem“ (nicht dem lateinischen) Alphabet (Arabisch und Russisch) oder mit Schriftzeichen (Japanisch und Chinesisch) fehlt bei den Lückentextaufgaben die Transkription. Das ist vor allem für Anfänger recht problematisch.
  • Der Busuu-Vokabeltrainer wird nur mit den Wörtern und Phrasen aus den absolvierten Lektionen gefüllt. Selbstständig kann nichts hinzugefügt werden. Dadurch musst Du Dich auf den Busuu-Standardwortschatz von rund 3000 Vokabeln pro Sprache verlassen.
  • Etwas hochpreisiger als die Konkurrenz – vor allem hinsichtlich des Umstands, dass die Mindestvertragslaufzeit 3 Monate ist.

Busuu-Bewertung:

Als reiner Sprachkurs wenig persönlich und auch nicht besonders abwechslungsreich, aber natürlich auch nicht schlecht. Ähnlich wie Babbel ist die Busuu-App dazu geeignet, um mit dem Sprachen lernen zu beginnen und eine Basis zu schaffen. Zumindest für die gängigeren Sprachen.

Das Besondere und Interessante der Busuu-App ist aber die Community. Ein Netzwerk von rund um den Globus verteilten Muttersprachlern, welche Dir mit Rat und Tat zu Seite stehen. Von diesen kannst Du Deine Aussprache oder Texte bewerten und gegebenenfalls korrigieren lassen. Alleine dafür rechnet sich die Bezahlung des Mitgliedsbeitrages eigentlich schon.

Und falls Du vorhast länger am Sprachenball zu bleiben (was bei 12 gebotenen Sprachen prinzipiell leicht möglich ist), dann halten sich die Busuu-Preise dafür auch in Grenzen. Außerdem erhältst Du für diesen Preis auch offiziell gültige Sprachzertifikate, was nur bei den wenigsten Sprachlern-Apps der Fall ist. Im Gesamten gesehen ist Busuu damit die kompletteste Sprach-App und bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Hier geht es zu den Online-Sprachkursen von Busuu.

 

3. Mosalingua – Die beste App, um Deinen Wortschatz zu erweitern

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Kurzvorstellung:

Die Sprachenlern-Apps von Mosalingua gehören nicht nur zu den von uns empfohlenen Vokabeltrainern, sondern sind allgemein einer unserer Favoriten zum Sprachen lernen und dabei eben vor allem, um seinen Wortschatz zu erweitern.

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Screenshpt aus der Mosalingua-App zum Sprachen lernen.

Bei der Mosalingua-App handelt es sich um einen Vokabeltrainer-Plus: Eine Sprach-App, welche Dir mehr bietet als ein klassischer Vokabeltrainer, aber noch nicht ganz so verspielt ist, wie andere Apps zum Sprachen lernen. So kommst Du gut voran, bleibst motiviert und erweiterst konsequent Deinen Vokabelschatz in der Fremdsprache.

Mosalingua-Sprachen: 7 – Englisch (dazu eigene Vokabeltrainer für Business Englisch, Medizinisches Englisch und Englisch für den TOEFL- oder TOEIC-Test), Französisch, Italienisch, Spanisch (dazu einen eigenen Vokabeltrainer für Spanisch für den Beruf), brasilianisches Portugiesisch, Russisch und Deutsch.

Mosalingua-Preise: Einmalig rund 5 Euro (variiert geringfügig zwischen Sprache, Betriebssystem und Land des Käufers).

Mosalingua-Betriebssysteme: Android, iOS.

Mosalingua-Vorteile:

  • Jede der Mosalingua-Apps kommt mit einem vorinstallierten Wortschatz der 3000 – 6000 wichtigsten Wörter der jeweiligen Sprache, sodass Du direkt mit dem Lernen loslegen kannst.
  • Und das für den geringen Preis von gerade einmalig 5 Euro – was ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis ergibt.
  • Kein Abo.
  • Jedes Wort bzw. jeder Satz kommt mit einer Audio, aufgenommen von muttersprachlichen Sprechern.
  • Du kannst natürlich auch eigene Karteikarten mit neuen Vokabeln erstellen, oder zusätzliche Informationen zu bereits bestehenden Karten hinzufügen.
  • Hervorragender und rasch antwortender Kundenservice (auf Deutsch).

Mosalingua-Nachteile:

  • Hin und wieder kleinere Übersetzungsfehler.
  • Teilweise noch kleine technische Schwächen in der App.
  • Beides kann aber mit einem Klick direkt an den Kundenservice gemeldet werden, welcher bemüht ist alle etwaigen Probleme rasch zu lösen.

Mosalingua-Bewertung:

Mosalingua ist unserer Meinung nach die beste App um Deinen Wortschatz in einer Fremdsprache zu erweitern. Damit, und vor allem aufgrund des sehr günstigen Preises, eignet sich Mosalingua hervorragend als Ergänzung zu anderen Lernaktivitäten und Sprachtools.

Alleine wirst Du zwar auch mit der Mosalingua-App keine neue Sprache, dafür aber sehr viele neue Vokabeln lernen. Deshalb geben wir für Mosalingua ebenso eine klare Empfehlung ab.

Weitere Informationen zu den Mosalingua-Sprach-Apps findest Du hier:

Englisch (Android / iOS)

Business-Englisch (Android / iOS)

Deutsch (Android / iOS)

Spanisch (Android / iOS)

Business-Spanisch (Android / iOS)

Französisch (Android / iOS)

Italienisch (Android / iOS)

Brasilianisches Portugiesisch (Android / iOS)

Russisch (Android / iOS)

Die Mosalingua-Apps gibt es ebenso als Desktop-Version für den heimischen PC oder das Tablet.

 

4. Jicki – Entspanntes Sprachen lernen mit Sprachduschen

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Kurzvorstellung:

Jicki ist unter den Sprach-Apps eine Besonderheit. Setzt sie zum Erlernen einer Fremdsprache doch ausschließlich auf fremdsprachige Audios untermalt mit entspannender Musik – den sogenannten Sprachduschen.

In den rund 15 Minuten dauernden Lerneinheiten wirst Du also, unterstützt von konzentrationsfördernder Musik, mit den wichtigsten Wörtern, Sätzen und Redewendungen der Fremdsprache geduscht.

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Screenshot aus der Jicki-App zum Sprachen lernen.

Neben Babbel ist Jicki außerdem der zweite deutsche Anbieter in unserem Vergleich der bekanntesten Apps zum Sprachen lernen.

Jicki-Sprachen: 7 – Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Griechisch, Arabisch und Deutsch.

Jicki-Preise: Zwischen 4,95 (12 Monate Laufzeit) und 9,95 Euro pro Monat (1 Monat).

Jicki-Betriebssysteme: Android, iOS.

Jicki-Vorteile:

  • Kombination von Sprachen lernen und Entspannung.
  • Die einzelnen Lektionen bauen aufeinander auf und erzählen eine fortlaufende Geschichte. Das sorgt dafür, dass Du motiviert bleibst weiterzumachen, weil Du ja auch wissen möchtest, wie die Geschichte weitergeht.
  • Qualität der Audios und auch deren Übersetzung ist hoch.
  • Zu den Audios gibt es ebenso ein Begleitheft mit der Transkription zum Mitlesen.
  • Die App ist sehr einfach zu bedienen.
  • Kostenlose Probelektionen verfügbar.

Jicki-Nachteile:

  • Die einzelnen Sprachkurse / Sprachen sind unterschiedlich weit ausgebaut. Während Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch Dir schon recht umfangreiche Inhalte bieten, schaut es bei Griechisch, Deutsch und vor allem Arabisch bei weitem schlechter aus.
  • Vor allem für Anfänger dürften für den Einstieg in eine neue Sprache die Jicki-Audiolektionen alleine zu wenig sein, denn Grammatikerklärungen fehlen zum Beispiel so gut wie vollständig.

Jicki-Bewertung:

Die Sprach-App Jicki beschreitet mit ihrer Methode neue Wege und setzt dabei rein auf fremdsprachige Audios, die mit entspannender Musik untermalt den Weg in Dein Gedächtnis finden sollen. Die Qualität ist dabei hoch, der Entspannungs- und Lernfaktor genauso.

Da aber jegliche Grammatikerklärungen oder über das Hören (und Lesen) hinausgehende Übungen und Funktionen fehlen, eignet sich Jicki vor allem als ergänzendes Sprachtool – besonders für Anfänger. Als solches ist die App allerdings mehr als empfehlenswert.

Hier mehr über die innovative Lernmethode von Jicki erfahren.

 

5. LinguaTV – Preisgekrönter Videosprachkurs in der App

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Kurzvorstellung:

LinguaTV (vormals Lingorilla) ist ein mehrfach ausgezeichneter und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderter Online-Sprachkurs, welcher voll und ganz auf das Sprachen lernen mithilfe von Videos setzt.

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Screenshot aus der LinguaTV-App zum Sprachen lernen.

Dabei handelt es sich aber nicht einfach um irgendwelche Lern- und Lehrvideos, wie Du sie z. B. haufenweise kostenlos auf YouTube finden kannst, sondern um professionell produzierte Trainingsvideos.

Diese zeigen in authentischen Gesprächssituationen, wie Muttersprachler die jeweilige Sprache anwenden. Durch diese realistischen Dialoge lernst Du vor allem praxisrelevantes Vokabular und die korrekte Aussprache.

Ergänzt wird das Angebot durch interaktive Übungen wie ein Quiz, Kreuzworträtsel oder eine Vielzahl von weiteren Lernspielen.

LinguaTV-Sprachen: 5 (8) – Englisch (inkl. Business Englisch), Spanisch (inkl. Spanisch für den Beruf), Französisch, Italienisch und Deutsch (inkl. Wirtschaftsdeutsch).

LinguaTV-Preise: 3 Monate mit 2 Kursen 29.90 € / Monat, 6 Monate mit 4 Kursen 24.90 € / Monat und 12 Monate mit 8 Kursen 19.90 € / Monat. Jeder Kurs enthält dabei zwischen 6 und 35 Lektionen unterschiedlichen Umfangs.

LinguaTV-Betriebssysteme: Android, iOS.

LinguaTV-Vorteile:

  • Authentische Videos von Muttersprachlern aufgenommen, aus alltäglichen Situationen und Konversationen.
  • Dadurch lernst Du relevantes Vokabular und wichtige Phrasen für den Alltag in einem fremdsprachigen Land. Egal ob für den Urlaub oder den Beruf.
  • Unterhaltsame Übungen und interaktive Spiele ergänzen die Lerninhalte und helfen Dir dabei diese zu festigen.
  • Die Lektionen bzw. Übungen sind von der Länge her so gehalten, dass Du sie noch gut zwischendurch erledigen kannst. Das Sprachen lernen lässt sich mit der LinguaTV-App also gut in Deinen Alltag integrieren.
  • Mit der App kannst Du auch offline, also ganz ohne Internet, üben und lernen.
  • Als eine der wenigen Sprachlern-Apps vergibt LinguaTV offizielle und gültige Zertifikate.

LinguaTV-Nachteile:

  • Preislich gehört LinguaTV zur Oberklasse der Sprachlern-Apps.

LinguaTV-Bewertung:

LinguaTV wurde nicht umsonst mehrfach ausgezeichnet und mit diversen Preisen versehen. Das Konzept ist nicht nur innovativ, sondern ebenso qualitativ hochwertig. Mit Lernvideos über authentische Alltagssituationen, sowie dazu passenden Übungen und Lernspielen, erweiterst Du Deine Fremdsprachenkenntnisse genau um das, was Du auch wirklich anwenden kannst.

Dass du für ein solch hochwertiges Angebot etwas tiefer (aber auch nicht zu tief) in die Tasche greifen musst, ergibt sich dabei irgendwie von selbst. Und ändert vor allem nichts daran, dass LinguaTV zu den unserer Meinung nach empfehlenswerten Sprach-Apps gehört.

Hier geht es zu den Video-Sprachkursen von LinguaTV.

(Tipp: Zuerst kannst Du Dich unter dem Link auf der Webseite registrieren, um 7 Tage kostenlosen Zugang zu den Kursen zu erhalten. Und danach die App im Play Store oder iTunes Store herunterladen und Dich in dieser mit Deinen Zugangsdaten anmelden).

 

6. LingQ – Die effektive Sprachlern-App für Fortgeschrittene

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Kurzvorstellung:

LingQ wurde vor einigen Jahren vom bekannten Polyglotten und ehemaligen Diplomaten Steve Kaufmann ins Leben gerufen. Die Online-Sprachkurse von LingQ bauen dabei auf die Comprehensible-Input-Theorie von Stephen Krashen – einem US-amerikanischen Linguist, Didaktiker, Aktivist und Universitätsprofessor – auf.

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Screenshot aus der LingQ-App zum Sprachen lernen.

Diese geht davon aus, dass Du, um eine neue Sprache zu lernen, vor allem viel Input in dieser bekommen musst. Und zwar Input, der immer geringfügig über Deinem aktuellen Niveau (Deinen aktuellen Sprachkenntnissen) liegt.

Deshalb kannst Du mit LingQ Audios in Deiner Lernsprache anhören und gleichzeitig die Texte mitlesen. Diese Texte (und Audios) kannst Du dabei frei nach Deinen Interessen und Bedürfnissen auswählen.

Gleichzeitig kannst Du unbekannte Wörter anklicken, um Dir über das integrierte Wörterbuch deren Bedeutung zu erschließen.

Hier kannst Du unseren ausführlichen LingQ-Test nachlesen.

LingQ-Sprachen: 15 – Englisch, Französisch, Spanisch, Japanisch, Italienisch, Deutsch, Russisch, Chinesisch, Portugiesisch (brasilianisch + europäisch), Schwedisch, Koreanisch, Niederländisch, Polnisch, Griechisch und Esperanto.

LingQ -Preise: Angeboten wird eine Premium-Version für 10 Dollar und eine Plus-Version für 39 Dollar pro Monat. Unserer Meinung nach ist die Premium-Variante dabei völlig ausreichend, da die Plus-Version lediglich zusätzliches Lern- und Sprachtutorium enthält.

LingQ -Betriebssysteme: Android, iOS.

LingQ -Vorteile:

  • Frei wählbare Inhalte – Du lernst also nur, was Dich wirklich interessiert oder Du wirklich brauchst.
  • Dafür steht Dir einerseits eine schon recht umfangreiche Bibliothek zur Verfügung, andererseits kannst Du auch eigene Inhalte hochladen.
  • Dadurch, dass die Inhalte immer etwas über Deinem Niveau liegen sollten, bist Du stets gefordert und es wird nie langweilig oder monoton.
  • Dir unbekannte Vokabeln kannst Du innerhalb der Anwendung mit einem Klick abspeichern, wodurch das Wort automatisch inklusive Übersetzung im LingQ-Vokabeltrainer zur Verfügung steht.
  • Mit der LingQ-Browsererweiterung (für Chrome, Safari und Firefox) kannst Du ebenso mit nur einem Klick beliebige Inhalte aus dem Internet in die App übernehmen und mit diesen lernen.
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Aktive weltweite Community zum Austausch mit anderen Sprachlernern und Muttersprachlern.
  • Einstufungstest zur Einschätzung Deiner Sprachkenntnisse.
  • LingQ und seine Basisfunktionen kannst Du kostenlos ausprobieren.

LingQ-Nachteile:

  • Für Anfänger ist LingQ eher weniger geeignet, da kein vorgegebenes Kursmaterial vorhanden ist. Du kannst, sprich musst Dir, Deine Lerninhalte selbst zusammenstellen.
  • Text und Audiospur sind nicht miteinander verknüpft. D. h. sobald Du das Audio aktivierst, musst Du beginnen mitzulesen. Falls Du dabei einmal aus dem Tritt kommen solltest, musst Du danach erst wieder die Stelle suchen, an welcher Du den Faden verloren hattest.
  • Die Übersetzungen sind (weil automatisch erstellt) teilweise nicht zu 100 % schlüssig.
  • Die Bedienung der App ist nicht unbedingt benutzerfreundlich und damit etwas gewöhnungsbedürftig.

LingQ-Bewertung:

LingQ bietet nicht nur einen interessanten, sondern vor allem auch wissenschaftlich fundierten Ansatz. Mit LingQ verbesserst Du durch den Input von für Dich stets anspruchsvollen Audios und Texten Stück für Stück Dein Sprachverständnis.

Du lernst außerdem nur für Dich wirklich interessante und nützliche Inhalte, was einen raschen Lernfortschritt garantiert. Für Anfänger ist die LingQ-App allerdings nicht geeignet, da sie schon eine gewisse Erfahrung mit dem Sprachen lernen sowie die dazu gehörende Eigeninitiative voraussetzt. Falls Du diese jedoch mitbringst, dann ist LingQ auf jeden Fall eine empfehlenswerte Sprach-App.

Hier die LingQ-App kostenlos ausprobieren.

 

7. Babbel: Die App für Anfänger, die es gerne spielerisch haben

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Kurzvorstellung:

Babbel ist eine der bekanntesten und nach eigenen Angaben auch die meistverkaufte Sprachlern-App der Welt. Gegründet 2007 hat der Online-Sprachkurs danach ein rasantes Wachstum hingelegt.

Nicht zuletzt durch werbewirksame Slogans wie „Eine neue Sprache in 3 Wochen lernen“ und genauso werbewirksame Kooperationen mit bekannten Polyglotten wie Matthew Youlden, Alex Rawlings oder Luca Lampariello.

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Screenshot aus der Babbel-App zum Sprachen lernen.

Darüber hinaus setzt der Anbieter auf hohe Qualität hinsichtlich der Übungen, Übersetzungen und der technischen Funktionalität aller seiner Angebote.

Hier kannst Du unseren ausführlichen Babbel-Test nachlesen.

Babbel-Sprachen: 14 (inklusive Deutsch) – Englisch (+ Business-Englisch), Französisch, Spanisch, Italienisch, Türkisch, Portugiesisch, Schwedisch, Dänisch, Norwegisch, Indonesisch, Niederländisch, Polnisch, Russisch

Babbel-Preise: Zwischen 4,99 (12 Monate Laufzeit) und 9,99 Euro pro Monat (1 Monat)

Babbel-Betriebssysteme: Android, iOS.

Babbel-Vorteile:

  • Hochwertige und technisch einwandfrei funktionierende App.
  • Logischer Aufbau der Übungen und Lektionen, welche Dich durch den Kurs führen.
  • Du lernst nicht nur die Grammatik der Fremdsprache, sondern genauso Vokabeln inklusive richtiger Aussprache.
  • Die Babbel-App kannst Du offline nutzen – nach vorherigem Download der Lerninhalte.
  • Spielerischer Ansatz, wodurch es Dir leicht fällt Dich zu motivieren.
  • Die Lektionen dauern in der Regel nicht länger als 15 Minuten, wodurch das Üben leicht in den Alltag (auch zwischendurch) zu integrieren ist.
  • Einfache Bedienung.
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Eine Lektion kannst Du kostenlos ausprobieren.
  • Babbel-Community zum Austausch mit anderen Sprachlernern.

Babbel-Nachteile:

  • Die Übungen sind prinzipiell zu leicht und zu sehr auf schnelle Erfolgserlebnisse ausgelegt. Dadurch werden Sie mit der Zeit monoton und irgendwann langweilig.
  • Lernfortschritt deshalb auch zu langsam. Vor allem das Füllen des Vokabeltrainers durch das Absolvieren von Übungen und Lektionen geht nur sehr schleppend voran.

Babbel-Bewertung:

Die Sprachenlern-App Babbel ist unterhaltsam und kurzweilig. Die Übungen sind aber nicht nur spielerisch unterhaltsam, sondern ebenso recht leicht. Dadurch werden sie irgendwann monoton und schlussendlich sogar langweilig. Alleine mit der App wirst Du also wahrscheinlich keine neue Sprache lernen, sondern eher irgendwann die Motivation verlieren.

Babbel eignet sich aber als ergänzende Maßnahme zum Erlernen einer Fremdsprache. Auch durch den geringen Zeitaufwand pro Lektion und den relativ günstigen Preis. Darüber hinaus läuft die Anwendung trotz der geringen Kosten technisch einwandfrei und kann sogar offline genutzt werden.

Warum wir Babbel trotzdem nicht empfehlen? Weil Busuu (mit einem sehr ähnlichen Konzept) unserer Meinung nach für das gleiche Geld noch etwas mehr bietet. Falls Du aber trotz des geringen Vorsprungs von Busuu auf Babbel, dem deutschen Anbieter den Vorzug geben möchtest,

dann geht es hier zu den Sprachenlern-Apps von Babbel.

 

8. Mondly – Die aufstrebende Sprach-App, die mit Virtual-Reality punktet

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Kurzvorstellung:

Mondly ist eine Sprachlern-App mit Sitz in Rumänien und hat den Platzhirschen Busuu und Babbel ganz offensichtlich den Kampf angesagt. Ist doch die Funktionsweise der App und damit die Zielgruppe eine sehr ähnliche.

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Screenshot aus der Mondly-App zum Sprachen lernen.

Hinsichtlich der Anzahl an angebotenen Sprachen übertrifft Mondly die Konkurrenz dabei klar (mit 33), dafür hinkt die Anwendung unserer Meinung qualitativ noch etwas hinterher.

Ansonsten ist das Lernprinzip, wie bereits erwähnt, ein sehr ähnliches – ausgehend von dem von Dir gewählten Schwierigkeitsgrad (Anfänger, Mittelstufe, Fortgeschritten) kannst Du dazu passende Übungen und Lektionen absolvieren. Mit Hilfe von diesen lernst Du die Grammatik (etwas) und neue Wörter der Fremdsprache kennen.

Mondly-Sprachen: 33 (von Deutsch) – Englisch (britisches und amerikanisches), Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch (europäisches und brasilianisches), Schwedisch, Dänisch, Norwegisch, Finnisch, Indonesisch, Niederländisch, Polnisch, Russisch, Rumänisch, Kroatisch, Bulgarisch, Tschechisch, Ungarisch, Japanisch, Koreanisch, Chinesisch, Türkisch, Arabisch, Persisch (Farsi), Hebräisch, Griechisch, Afrikaans, Ukrainisch, Vietnamesisch, Hindi, Thailändisch.

Mondly-Preise: Zwischen 4 (12 Monate Laufzeit) und 9,99 Euro pro Monat (1 Monat).

Mondly-Betriebssysteme: Android, iOS.

Mondly-Vorteile:

  • Hochwertige und optisch ansprechende App.
  • Sehr breites Sprachangebot, inklusive der Unterscheidung zwischen europäischem und brasilianischem Portugiesisch, sowie britischem und amerikanischem Englisch (was man bei Sprachenlern-Apps nicht sehr oft sieht).
  • Freie Auswahl der Übungen / Lektionen – so kannst Du gezielt das lernen, was für Dich (gerade) am wichtigsten ist.
  • Zusätzlich zu den normalen Lektionen gibt es wöchentliche Quizze und monatliche Herausforderungen.
  • Zu bestimmten Wörtern sind Zusatzinformation wie Konjugationstabellen vorhanden.
  • Die Lektionen dauern in der Regel nicht länger als 5-10 Minuten, Lernen ist also jederzeit und überall möglich.
  • Alle Audios wurden von Muttersprachlern aufgenommen.
  • Sehr einfache Bedienung.
  • Chatbot, mit welchem Du kurze Dialoge simulieren kannst.
  • Ausprobieren der Basisfunktionen ist kostenlos möglich.
  • Als Zusatzfunktion kannst Du Deine Sprachkenntnisse in einer Virtual-Reality-Umgebung vertiefen – MondlyAR und MondlyVR.
  • Eigene Sprach-App für Kinder – MondlyKIDS.

Mondly-Nachteile:

  • Übungen sind nur für Anfänger geeignet, auch die etwas höheren Schwierigkeitsgrade sind bei weitem zu leicht.
  • Als Anfänger fühlst Du Dich ohne klare Führung (da die Lektionen frei wählbar sind) aber recht schnell allein gelassen und überfordert.
  • Lerntempo sehr langsam.
  • Zur Grammatik fehlen weitestgehend die Erklärungen. Du lernst also im Wesentlichen neue Wörter und vorgegebene Sätze und Phrasen. Und das wie bereits erwähnt sehr langsam.
  • Teilweise Fehler bei den Übersetzungen und / oder Konjugationstabellen.
  • Support antwortet nur auf Englisch.

Mondly-Bewertung:

Mondly hat einige unterhaltsame und innovative Funktionen wie den Chatbot oder auch die Virtual-Reality-Erweiterungen, sowie eine Vielzahl von Sprachen im Angebot. Darüber hinaus macht die App optisch einen hochwertigen Eindruck und läuft stabil.

Dieser gute erste Eindruck vergeht aber schnell, sobald man sich durch immer gleiche Übungen und Gesprächsabläufe arbeiten muss. Arbeiten deshalb, weil es irgendwann einfach keinen Spaß mehr macht, die gleichen 4 Wörter das fünfte Mal hintereinander zu hören, schreiben und / oder zu lesen.

Dazu kommen noch kleine Fehler und Ungereimtheiten in den Übersetzungen, sowie Konjugationstabellen, sodass wir bei dem gleichen Preis und einem ähnlichen (aber im Gesamten) besseren Angebot dem Konkurrenten Busuu den Vorzug geben würden. Vor allem aufgrund der fehlenden Community und der etwas schlechteren Qualität der Sprachkurse selbst.

Falls Du aber auf der Suche nach einer App für eine nicht so geläufige Lernsprache bist, und zudem noch ein Anfänger, dann kann sich Mondly durchwegs als Alternative zu seinen (noch) bekannteren Konkurrenten anbieten.

Hier die Sprach-Apps von Mondly entdecken.

 

9. Duolingo: Kostenlos in der Gemeinschaft mit dem Sprachen lernen beginnen

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Kurzvorstellung:

Duolingo ist wohl die bekannteste App zum Sprachen lernen und dabei auch noch völlig kostenlos. Weltweit sollen über 200 Millionen Nutzer (Stand 2018) mit Duolingo eine neue Sprache lernen – oder dies zumindest probieren.

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Bild: Duolingo-Sprachenlern-App

Ins Leben gerufen wurden die Duolingo-Sprachkurse von zwei Größen der Online- und Technologiewelt: Luis von Ahn (gebürtiger Guatemalteke) und Severin Hacker (gebürtiger Schweizer) an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh.

Kennzeichnend für Duolingo ist, dass erstens die Kurse komplett von Freiwilligen (Nutzern) geschaffen werden. Und zweitens hier nicht nur Menschen von Computern lernen, sondern ebenso Computer von Menschen.

Hier kannst Du unseren ausführlichen Duolingo-Test nachlesen.

Duolingo-Sprachen: 3 (von Deutsch) – Amerikanisches Englisch, Französisch und Spanisch.

Duolingo-Preise: Komplett kostenlos (eine werbefreie und dafür kostenpflichtige Version ist aber ebenso verfügbar).

Duolingo-Betriebssysteme: Android, iOS, Windows.

Duolingo-Vorteile:

  • Komplett kostenlos (falls Du mit Werbung leben kannst).
  • Spielerische und sehr unterhaltsame Art und Funktionsweise der App. Inklusive kleinen Spielen und Wettbewerben gegen die Uhr oder andere Nutzer.
  • Du kannst aktiv an der Weiterentwicklung bereits bestehender oder gänzlich neuer Kurse mitwirken.
  • Die Duolingo-Community ist sehr umtriebig. In den Foren findest oder erhältst Du Antwort auf alle möglichen und unmöglichen Fragen.
  • Du kannst selbst bestimmen wie viel Zeit Du täglich in das Üben mit Duolingo investieren möchtest.
  • Einfache Bedienung.
  • Eigene Flashcard- / Vokabelkarten-Anwendung „Tinycards“. Mit dieser kannst Du von anderen Nutzern oder Dir selbst erstellte Kartensets üben.

Duolingo-Nachteile:

  • Die Sprachkurse von Duolingo folgen keinem wirklichen Konzept. Du absolvierst einfach willkürlich zusammengestellte Lektionen, deren Schwierigkeitsgrad sich im Verlauf des Kurses nur leicht steigert.
  • Die Übungen innerhalb der Lektionen wiederholen sich fortlaufend und sind teilweise ziemlich sinnentleert. Satzkonstruktionen wie „Der Fakt des Erschaffens macht verantwortlich“ sind eher die Regel, als die Ausnahme.
  • Erklärungen zu Grammatik fehlen (zumindest in der deutschsprachigen Version) vollständig.
  • Da die Duolingo-Sprachkurse komplett von Nutzern erstellt werden, sind die unterschiedlichen Kurse nicht nur sehr unterschiedlich von den Inhalten her, sondern genauso vom Umfang der Inhalte.
  • Lerngeschwindigkeit und -fortschritte sehr gering.

Duolingo-Bewertung:

Für Duolingo spricht vor allem sein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis, ist es doch die einzige vollkommen kostenlose App zum Sprachen lernen. Dagegen spricht hingegen recht viel. Als Zeitvertreib, der nicht komplett sinnfrei ist, mag die App sicherlich geeignet sein. Als ernsthaftes Tool zum Sprachen lernen eher weniger.

Vor allem, da Du mit Duolingo niemals mehr als einen gewissen Grundwortschatz in der Fremdsprache und damit allerhöchstens Niveau A2 erreichen wirst.

Hier die bunte Sprachenwelt von Duolingo kennenlernen.

 

10. Memrise: Visuelle Eselsbrücken als Gedächtnisstütze

Zum Inhaltsverzeichnis

Kurzvorstellung:

Memrise ist eine mit vielen Preisen ausgezeichnete Karteikarten-App. Es gibt Karteikarten-Sets für viele verschiedene Sprachen (sowie zu vielen weiteren Themen). Diese Sets werden teilweise von der Memrise-Redaktion und teilweise von den Nutzern selbst zusammengestellt.

Memrise-Sprach-App-Sprachen-lernen

Screenshot aus der Memrise-App zum Sprachen lernen.

Hier liegt auch die große Stärke der Memrise-App: Du findest so gut wie zu jedem Thema passende Lernkarten. Und falls einmal nicht, erstellst Du diese einfach schnell selbst.

Memrise-Sprachen: Nicht festgelegt. Prinzipiell alle möglich.

Memrise-Preise: In der Basisversion kostenlos, in der empfehlenswerten Pro-Version 4,90 $ pro Monat.

Memrise-Betriebssysteme: Android, iOS.

Memrise-Vorteile:

  • Eine sehr große Auswahl an Kursen.
  • Zusätzlich kannst Du Deine eigenen Kurse erstellen.
  • Sehr flexibel auf verschiedenen Endgeräten nutzbar.
  • Die App kümmert sich darum, Dir die Lerninhalte wie Vokabeln in den richtigen Abständen wieder zu präsentieren.
  • Abwechslungsreiche Übungen, inklusive Audios.
  • Wie es der Name „Memrise“ (oder eher dessen Herleitung Memorise with Memes) schon verrät, gibt es zu jedem Wort und jeder Phrase einen Meme / visuelle Eselbrücke. Diese stehen mit dem zu lernenden Begriff in Verbindung und helfen Dir somit beim Ausdenken von Eselsbrücken.
  • Facebook-Lerngruppe Memrise-Madness für den Austausch mit anderen Nutzern.

Memrise-Nachteile:

  • Kurse sind von schwankender Qualität, vor allem bei nutzergenerierten Kursen. Unter „Französischvokabeln Birgit B1“ kannst Du Dir wahrscheinlich bevor Du den Kurs anfängst, auch wenig vorstellen.
  • Grammatikübungen oder -erklärungen fehlen genauso weitgehend.
  • Memrise erwartet große Selbstständigkeit von seinen Nutzern.

Memrise-Bewertung:

Prinzipiell ist Memrise eine recht gelungene App zum Sprachen lernen. Es gibt sehr viele und auch sehr vielfältige Kurse zu unterschiedlichsten Lerninhalten, mit abwechslungsreichen und damit unterhaltsamen Übungen.

Die Kurse sind aber genauso sehr inhomogen, unterschiedlich weit ausgebaut und von unterschiedlicher Qualität, sowie dadurch etwas unübersichtlich. Die App richtet sich vor allem an eher fortgeschrittene und selbstständige Sprachlerner. Für diese sind dann aber die Inhalte eher zu leicht.

Zusammenfassend gesagt ist Memrise somit für uns eine gute Sprachlern-App, es gibt aber sehr gute und damit bessere.

Hier die Onlinekurse von Memrise erkunden.

 

11. Birkenbihl von Linguajet – Gehirn-gerechtes Sprachen lernen ist vor allem eines – teuer

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Kurzvorstellung:

Die Birkenbihl-Methode zum Sprachen lernen, wurde wie es der Name schon sagt, von der bekannten Trainerin und Autorin Vera F. Birkenbihl entwickelt.

Für ihre Lernmethode prägte Sie dabei den Begriff gehirn-gerecht, da diese der natürlichen Arbeits- birkenbihl-sprach-app-sprachen-lernenund Funktionsweise des menschlichen Gehirns entgegenkommen sollte. Baut Sie doch auf den natürlichen Spracherwerb (wie dieser bei Kindern erfolgt).

Demzufolge ist das Auswendiglernen (oder überhaupt Lernen) von Grammatik und Vokabeln bei der Birkenbihl-Methode verpönt. Eine neue Sprache sollst Du lediglich durch die aktive Auseinandersetzung mit dieser erlernen.

Hier kannst Du im Detail nachlesen, wie die Birkenbihl-Methode funktioniert.

Birkenbihl-Sprachen: 9 – Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Russisch, Kroatisch, Chinesisch und Latein.

Birkenbihl-Preise: Pro Kurs (mit einigen wenigen Lektionen) zwischen 29 und 89 €.

Birkenbihl-Betriebssysteme: Android, iOS.

Birkenbihl-Vorteile:

  • Eine etwas andere Lernmethode, basierend auf der Birkenbihl-Methode. Eine durchaus bekannte und effektive Methode zum Sprachen lernen

Birkenbihl-Nachteile:

  • Die App weist eine Vielzahl von technischen Schwierigkeiten, von Ladefehlern bis hin zu Abstürzen, auf.
  • Die Sprechgeschwindigkeit ist entweder zu langsam oder zu schnell. Das Mitlesen fällt somit schwer. Das aufmerksame Mitlesen noch schwerer. Und das Lernen ist regelrecht unmöglich.
  • Der Preis pro Kurs ist bei dem geringen Umfang schlichtweg überhöht.

Birkenbihl-Bewertung:

Die Birkenbihl-Methode zum Sprachen lernen ist prinzipiell ein interessanter Ansatz und die Persönlichkeit Birkenbihl war unbestritten ein beeindruckender Charakter. Leider wurde die Umsetzung der Methode in marktfähige Sprachkurse von Linguajet nur schlecht durchgeführt, und die in eine Sprach-App noch schlechter.

Setzt man diese schlechte Umsetzung dann noch ins Verhältnis zum doch recht hohen Preis des Angebots, ergibt sich ein äußerst schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Damit können wir die Birkenbihl-App natürlich keinesfalls empfehlen, und würden Dir raten als Alternative eventuell einmal LingQ anzusehen, was auf eine ähnliche Lernmethode setzt.

Hier findest Du die Birkenbihl-Apps zum Sprachen lernen.

 

12. Fazit – Welche Sprach-App ist die beste (für Dich)?

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Bevor wir die Frage nach der besten App zum Sprachen lernen beantworten, eines gleich vorweg. Mit keiner App (auch mit keiner aus unseren Empfehlungen) wirst Du ohne weitere Lernaktivitäten eine neue Sprache lernen. Dazu deckt keine alle dazu notwendigen Fähigkeiten und Aktivitäten ab.

Um eine Fremdsprache zu lernen musst Du die folgenden 4 Fertigkeiten üben:

  • Input: Hören und Lesen.
  • Output: Sprechen und Schreiben.

Eine Sprach-App kann also immer nur eine Ergänzung sein. Diese solltest Du einerseits nach Deinem Lerntyp auswählen. Also welche Lerninhalte (Audio, Video, Text, Bilder, Gespräche…) sprechen Dich am meisten an, hinterlassen bei Dir den bleibendsten Eindruck.

Andererseits sollte Dir das Lernen mit der App Spaß machen, sich gut in Deinen Alltag integrieren lassen und Deine anderen Lernaktivitäten sinnvoll ergänzen. Versuche also nach diesen Vorgaben die für Dich passendste Sprachlern-App (oder einer Kombination von mehreren) auszuwählen.

Eine empfehlenswerte Kombination (für Anfänger) ist unserer Meinung nach zum Beispiel ein Grammatikkurs wie Busuu plus Mosalingua (Vokabeltrainer), Jicki (Audios) und LinguaTV (Videos). Natürlich auch eine umfassende und damit anstrengende. Später kannst Du dann zum Beispiel LingQ hinzunehmen und dafür eine (oder mehrere) andere weglassen.

Erfahre hier: Die 3 effektivsten Methoden, die 5 wichtigsten Tipps und die 5 häufigsten Fehler beim Sprachen lernen.

Damit wären wir am Ende unseres Tests der bekanntesten und besten Apps zum Sprachen lernen. Falls Du noch Fragen zu einzelnen Apps oder dem Lernen mit diesen haben solltest, hinterlasse uns einfach einen Kommentar! Gibt es für Dich noch weitere Sprach-Apps, die in diesem Vergleich auf keinen Fall fehlen dürfen? Dann hinterlasse diese ebenfalls in den Kommentaren und wir schauen sie uns für die nächste Überarbeitung des Beitrags an! 

Über den Autor

Jeremy-James Peter - Österreicher und Agrarwissenschaftler. Nachdem er eine Zeit lang in der Forschung tätig war, wollte er noch einmal etwas Neues erleben und ist ohne Plan, Rückflugticket und Spanischkenntnisse nach Südamerika aufgebrochen. Heute spricht er nicht nur Spanisch, sondern schreibt auch für Sprachheld.

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