Türkisch lernen: So startest du mit Audio und Plan

Türkisch lernen: Sprachheld-Maskottchen mit einem Schild „Merhaba“ (Hallo)

Türkisch lernen beginnt mit dem ersten Satz, den du hörst und nachsprichst. Hier findest du 20 Sätze für den Einstieg mit Audio, das türkische Alphabet und die Vokalharmonie auf einen Blick. Dazu kommen ein Wochenplan und kostenlose Hilfen, die wir geprüft haben.

Kostenlos und ohne Anmeldung

1. Deine ersten 20 Sätze auf Türkisch

Für die Nachbarn, für die Familie oder für den Urlaub: Diese 20 Sätze sind ein guter Anfang. Hier lernst du Türkisch online, kostenlos, mit Audio und ohne Vorkenntnisse.

Gut zu wissen

  • Unter jedem Satz steht eine Aussprachehilfe in deutscher Schreibweise.
  • Bei drei Sätzen steht darunter auch die höfliche Form für Fremde und ältere Menschen.
  • Im Audio hörst du nur den Satz in großer Schrift.
  1. Einen Satz hören: Drück den runden Knopf neben dem Satz und sprich ihn nach.
  2. Alle Sätze hören: „Hören und nachsprechen“ spielt alle 20 Sätze nacheinander, mit einer Pause zum Nachsprechen.
  3. Selbst sagen: Bei „Abdecken und sagen“ siehst du nur den deutschen Satz. Sag ihn auf Türkisch und drück dann „Auflösen“.

Begrüßen und verabschieden

  1. Hallo.

    Merhaba!

    MER-ha-ba

  2. Guten Morgen.

    Günaydın!

    gü-nai-DıN

  3. Wie geht es dir?

    Nasılsın?

    NA-sıl-sın?

    Höflich: Nasılsınız?

  4. Gut, danke. (wörtlich: Ich bin gut, danke.)

    İyiyim, teşekkürler.

    i-JI-jim, te-schek-kür-LER

  5. Und dir? (wörtlich: Und du?)

    Ya sen?

    ja sen?

    Höflich: Ya siz?

  6. Bis bald! (wörtlich: Wir sehen uns.)

    Görüşürüz!

    gö-rü-SCHÜ-rüs

Dich vorstellen

  1. Ich heiße Anna. (wörtlich: Mein Name ist Anna.)

    Adım Anna.

    a-DıM AN-na

  2. Wie heißt du? (wörtlich: Dein Name was?)

    Adın ne?

    a-dın NE?

    Höflich: Adınız ne?

  3. Ich komme aus Deutschland.

    Almanya’dan geliyorum.

    al-MAN-ja-dan ge-LI-jo-rum

  4. Freut mich.

    Memnun oldum.

    mem-NUN ol-DUM

  5. Ich spreche ein bisschen Türkisch.

    Biraz Türkçe konuşuyorum.

    bi-RAS TÜRK-tsche ko-nu-SCHU-jo-rum

Im Café und unterwegs

  1. Einen Tee, bitte.

    Bir çay, lütfen.

    bir tschai, LÜT-fen

  2. Wie viel kostet das? (wörtlich: Das wie viel?)

    Bu ne kadar?

    bu NE ka-dar?

  3. Wo ist die Toilette?

    Tuvalet nerede?

    tu-wa-LET NE-re-de?

  4. Die Rechnung, bitte.

    Hesap, lütfen.

    he-SAP, LÜT-fen

  5. Vielen Dank. (wörtlich: Ich mache Dank.)

    Teşekkür ederim.

    te-schek-KÜR e-DE-rim

  6. Gern geschehen.

    Rica ederim.

    ri-DSCHA e-DE-rim

Wenn du nicht weiterkommst

  1. Ich habe das nicht verstanden.

    Anlamadım.

    an-LA-ma-dım

  2. Können Sie das bitte wiederholen? (höflich, zu Fremden)

    Tekrar eder misiniz?

    tek-RAR e-DER mi-si-nis?

  3. Langsamer, bitte. (wörtlich: Mehr langsam, bitte.)

    Daha yavaş, lütfen.

    da-HA ja-WASCH, LÜT-fen

So liest du die Aussprachehilfe: Die Silbe in GROSSBUCHSTABEN betonst du, zum Beispiel MER-ha-ba.

Alle Laute im Überblick
ıi ohne Punkt: ein dumpfes i, ähnlich dem e in „bitte“. Es bleibt auch betont klein: a-DıM
simmer scharf wie in „Bus“, auch am Wortanfang: ja sen?
zam Wortende fast wie s, deshalb steht dort s: bi-RAS
schwie im Deutschen: te-schek-kür-LER
tschwie im Deutschen: bir tschai
dschwie im Deutschen: ri-DSCHA
jwie in „ja“: i-JI-jim
aiwie in „Mai“: gü-nai-DıN
rmit der Zungenspitze leicht gerollt: MER-ha-ba
himmer hörbar: da-HA

Einsilbige Wörter stehen klein, außer sie tragen den Ton wie in bu NE ka-dar.

Kurz gesagt: So lernst du Türkisch als Anfänger

  1. Zuerst die Buchstaben lernen, die anders klingen: c, ç, ş, ğ, ı, j, z, v und y. Den Rest liest du fast wie im Deutschen.
  2. Von Anfang an mit Audio lernen, denn die Betonung und das ı lernst du nur über das Ohr.
  3. Ganze Wendungen lernen wie Tekrar eder misiniz? (Können Sie das bitte wiederholen?) statt einzelner Wörter.
  4. Täglich 20 Minuten statt zwei Stunden am Wochenende.
  5. Früh mit Menschen sprechen: mit den Nachbarn, in der Familie oder über eine Tandem-App.

Inhaltsverzeichnis

2. Das türkische Alphabet: So sprichst du die Buchstaben

Türkisch ist Amtssprache in der Türkei und, neben Griechisch, auf Zypern. Rund 75 Millionen Menschen sprechen es als Muttersprache. Seit 1928 schreibt man Türkisch mit lateinischen Buchstaben, vorher mit arabischer Schrift.

Das türkische Alphabet hat 29 Buchstaben. Q, w und x fehlen, dafür kommen ç, ğ, ı, ö, ş und ü dazu.

Fast jeder Buchstabe steht für genau einen Laut. Deshalb sprichst du die Wörter so, wie sie geschrieben stehen. Nur das ğ sprichst du meist nicht als eigenen Laut.

Diese Tabelle zeigt die Buchstaben, die anders klingen als im Deutschen:

BuchstabeSo klingt er ungefährBeispielBedeutung
cwie „dsch“ in „Dschungel“caddeStraße
çwie „tsch“ in „Matsch“çayTee
şwie „sch“ in „Schule“şekerZucker
ğstumm, macht den Vokal davor langdağBerg
ıdumpfes i, ähnlich dem e in „bitte“kızMädchen, Tochter
i, İwie „i“, auch der Großbuchstabe hat einen PunktİstanbulIstanbul
simmer scharf wie in „Bus“suWasser
zweich wie das s in „Rose“zamanZeit
vwie „w“, nur etwas weichervares gibt
ywie „j“ in „ja“yolWeg
jwie „g“ in „Garage“, nur in FremdwörterngarajGarage
himmer hörbar, auch am WortendesabahMorgen
ö, üwie im DeutschengözlükBrille

Hinweis: Zwischen hellen Vokalen wie e und i klingt ğ oft wie ein leichtes j. Değil (nicht) klingt deshalb ungefähr wie „dejil“.

Wo die Betonung liegt

Bei den meisten türkischen Wörtern liegt die Betonung auf der letzten Silbe: teşekkürler (danke) sprichst du „te-schek-kür-LER“. Bei vielen Ortsnamen und Fragewörtern liegt sie weiter vorn, etwa bei İstanbul („is-TAN-bul“) und nerede (wo) („NE-re-de“). Das gilt auch für einige Alltagswörter wie merhaba (hallo) und lütfen (bitte): „MER-ha-ba“, „LÜT-fen“.

Manche Endungen sind nie betont. Dann liegt der Ton auf der Silbe davor. So sprichst du iyiyim (mir geht es gut) „i-JI-jim“. Auch vor der Verneinung -ma liegt der Ton: anlamadım (Ich habe das nicht verstanden.) klingt „an-LA-ma-dım“.

Tipp: Lies die Beispielwörter aus der Tabelle laut und hör dir dann die Sätze oben noch einmal an. Nach ein paar Tagen erkennst du ç, ş und ı auch auf Schildern und Speisekarten.

3. Vokalharmonie und Endungen: So entstehen lange türkische Wörter

Wo das Deutsche eigene Wörter braucht, hängt Türkisch Endungen an. Der Vokal der Endung richtet sich dabei nach dem letzten Vokal des Wortes. Das nennt man Vokalharmonie.

Helle Vokale sind e, i, ö und ü, dunkle Vokale sind a, ı, o und u. Ein Wort mit hellen Vokalen bekommt also auch eine Endung mit hellem Vokal.

Endungen mit e oder a: „-ler“ und „-lar“

Die Mehrzahl bildest du mit -ler oder -lar. Nach e, i, ö und ü steht -ler, nach a, ı, o und u steht -lar:

EinzahlBedeutungMehrzahlBedeutung
evHausevlerHäuser
gözAugegözlerAugen
kitapBuchkitaplarBücher
okulSchuleokullarSchulen

Endungen mit vier Formen: „mein“

Viele Endungen haben vier Formen, mit ı, i, u oder ü. Nach a und ı steht ı, nach e und i steht i, nach o und u steht u, nach ö und ü steht ü.

Für „mein“ hängst du nach einem Konsonanten -ım, -im, -um oder -üm an. Aus den Sätzen oben kennst du schon adım (mein Name):

WortBedeutungmit „mein“Bedeutung
adNameadımmein Name
evHausevimmein Haus
okulSchuleokulummeine Schule
gözAugegözümmein Auge

Ein Wort mit vielen Endungen

Die Endungen folgen in einer festen Reihenfolge aufeinander. So wird aus ev (Haus) Schritt für Schritt ein Wort, für das das Deutsche drei Wörter braucht:

TürkischBausteineDeutsch
evevHaus
evlerev + lerHäuser
evlerimizev + ler + imizunsere Häuser
evlerimizdenev + ler + imiz + denaus unseren Häusern
evlerinizdenev + ler + iniz + denaus euren Häusern, aus Ihren Häusern

Mit kitap (Buch) bekommen dieselben Endungen dunkle Vokale: kitaplarımızdan (aus unseren Büchern).

Die Endung -den oder -dan (aus, von) kennst du aus Almanya’dan geliyorum (Ich komme aus Deutschland). Bei Namen von Ländern, Städten und Personen trennt ein Apostroph die Endung ab.

Nach einem harten Konsonanten wie ç, k, p, ş oder t wird aus dem d der Endung ein t: kitaptan (aus dem Buch).

Türkisch gehört damit wie Finnisch und Ungarisch zu den agglutinierenden Sprachen. Was das bedeutet und welche Sprachen als besonders schwer gelten, liest du in unserem Artikel über die schwersten Sprachen der Welt.

4. Türkische Grammatik für den Einstieg

Für die ersten Gespräche brauchst du nur wenig Grammatik. Für den Anfang reichen fünf Punkte: die Satzstellung, die Verbformen, das Fehlen von Artikeln, die Wahl zwischen sen und siz und die Ja-Nein-Frage.

Das Verb steht am Ende

Im Türkischen steht das Verb fast immer am Satzende. Das kennst du aus deutschen Nebensätzen wie „…, weil ich Türkisch lerne“:

  • Türkçe öğreniyorum.
    (Ich lerne Türkisch.) → wörtlich: Türkisch lerne-ich
  • Her gün çay içiyorum.
    (Ich trinke jeden Tag Tee.) → wörtlich: Jeden Tag Tee trinke-ich

Das Wort für „ich“, ben, lässt man meist weg. Wer spricht, erkennst du schon an der Endung -um.

Verbformen in der Gegenwart

Diese Tabelle zeigt konuşmak (sprechen) in der Gegenwart. An -yor erkennst du die Gegenwart, an der Endung danach die Person. Vor -yor steht je nach Vokalharmonie ı, i, u oder ü:

PersonTürkischDeutsch
ichkonuşuyorumich spreche
dukonuşuyorsundu sprichst
er, sie, eskonuşuyorer, sie, es spricht
wirkonuşuyoruzwir sprechen
ihr, Siekonuşuyorsunuzihr sprecht, Sie sprechen
sie (Mehrzahl)konuşuyorlarsie sprechen

Dasselbe Muster steckt in Biraz Türkçe konuşuyorum (Ich spreche ein bisschen Türkisch) und in geliyorum (ich komme).

Keine Artikel, kein Geschlecht

Türkisch hat keine Artikel wie „der“, „die“ und „das“. Ev heißt je nach Satz „Haus“, „das Haus“ oder „ein Haus“. Ein grammatisches Geschlecht gibt es auch nicht. Für „er“, „sie“ und „es“ steht ein einziges Wort, o:

  • O Almanya’dan geliyor.
    (Er kommt aus Deutschland. / Sie kommt aus Deutschland.)
  • O öğretmen.
    (Er ist Lehrer. / Sie ist Lehrerin.)

Wo das Deutsche „ein“ sagt, steht oft bir (eins): Bir çay, lütfen. (Einen Tee, bitte.)

„Sen“ oder „siz“: du oder Sie

Wie im Deutschen gibt es eine vertraute und eine höfliche Anrede. Sen sagst du zu Freunden, zur Familie und zu Kindern. Siz sagst du zu Fremden und zu älteren Menschen, außerdem heißt siz auch „ihr“. Die höfliche Form erkennst du an der längeren Endung:

  • Nasılsın?
    (Wie geht es dir?) → zu Freunden und in der Familie
  • Nasılsınız?
    (Wie geht es Ihnen?) → zu Fremden und älteren Menschen

Erwachsene sprichst du höflich mit dem Vornamen und Bey (Herr) oder Hanım (Frau) an, zum Beispiel Ahmet Bey oder Ayşe Hanım. So sprechen sich auch Nachbarn an.

Ja-Nein-Fragen mit „mi“

Aus einer Aussage wird eine Ja-Nein-Frage, wenn du mi dahintersetzt. Auch mi folgt der Vokalharmonie und heißt je nach Wort mı, mi, mu oder mü:

  • Çay var.
    (Es gibt Tee.)
  • Çay var mı?
    (Gibt es Tee?)

Mi schreibst du getrennt, und die Silbe davor betonst du: „tschai WAR mı?“. In Tekrar eder misiniz? (Können Sie das bitte wiederholen?) hängt an mi noch die Sie-Endung -siniz. Deshalb sprichst du es „tek-RAR e-DER mi-si-nis“.

Mehr Grammatik auf Deutsch findest du im freien Türkisch-Buch bei Wikibooks, mit eigenen Kapiteln zu Vokalharmonie, Fällen und Zeiten.

5. Wie lange dauert es, Türkisch zu lernen?

Das Foreign Service Institute (FSI) des US-Außenministeriums ordnet Türkisch in die dritte von vier Gruppen ein, die Gruppe der schweren Sprachen. Es nennt die Unterrichtsstunden, die Menschen mit Englisch als Muttersprache brauchen, bis sie sich im Beruf sicher unterhalten. Für Türkisch sind das rund 44 Wochen mit rund 1.000 Stunden. Zum Vergleich:

SpracheUnterrichtsstunden laut FSI
Niederländisch, Italienischrund 550 (24 Wochen)
Spanischrund 690 (30 Wochen)
Türkisch, Russisch, Polnischrund 1.000 (rund 44 Wochen)
Arabisch, Chinesisch, Japanischrund 2.200 (88 Wochen)

Für einfache Gespräche im Urlaub oder mit den Nachbarn brauchst du nur einen Teil davon.

Was dir leichtfällt

Die Schrift kennst du schon, und die Aussprache folgt festen Regeln. Auch die Endungen sind regelmäßig, Ausnahmen gibt es nur wenige. Viele Wörter stammen aus dem Französischen, und du kennst sie aus dem Deutschen. Türkisch schreibt sie so, wie man sie spricht:

TürkischDeutsch
otobüsder Bus
trender Zug
biletdie Fahrkarte
taksidas Taxi
kuaförder Friseur
müzikdie Musik

Wer die türkische Sprache lernen will, findet Gesprächspartner oft vor der Haustür. In Deutschland haben rund drei Millionen Menschen familiäre Wurzeln in der Türkei.

Was Zeit braucht

Mehr Zeit kosten die Satzstellung mit dem Verb am Ende und die langen Wörter. Im Gespräch musst du mehrere Endungen hintereinander schnell erkennen. Der Grundwortschatz ähnelt außerdem kaum dem Deutschen: ekmek (Brot), gün (Tag), güzel (schön). Oft steckt ein ganzer deutscher Satz in einem einzigen Wort. Diese Tabelle zeigt die Bausteine von anlamadım:

BausteinBedeutung
anlaverstehen
manicht
dıVergangenheit
mich

Zusammen ergibt das anlamadım (Ich habe das nicht verstanden.), einen der Sätze von oben. Mehr zur Lernzeit allgemein liest du in unserem Artikel Wie lange dauert es, eine Sprache zu lernen?

6. Dein Wochenplan: 20 Minuten Türkisch am Tag

Wer Türkisch selbst lernen will, braucht vor allem eine feste Routine. Der Plan verbindet die Sätze von oben mit Aussprache und Endungen. An jedem Tag sprichst du laut, an sechs Tagen kommen fünf Minuten für Buchstaben, Hören oder Endungen dazu.

TagSprechen (15 Minuten)Buchstaben, Hören und Endungen (5 Minuten)
Montag4 neue Sätze hören und nachsprechenDie Beispielwörter für c, ç und ş laut lesen
DienstagDie Sätze vom Montag mit „Abdecken und sagen“Ein kurzes Video von Easy Turkish oder TurkishClass101
Mittwoch4 weitere Sätze hören und nachsprechenı und ğ mit den Wörtern aus der Alphabet-Tabelle üben
DonnerstagSätze abwandeln: einen anderen Namen oder ein anderes Getränk einsetzen, etwa kahve (Kaffee) statt çay (Tee)Drei Wörter mit -ler oder -lar in die Mehrzahl setzen
FreitagDich laut vorstellen und etwas bestellen, ohne auf die Sätze zu schauenEin türkisches Lied hören und die Lücken im Text füllen
SamstagAlle Sätze der Woche laut sprechen, aufnehmen und mit dem Audio vergleichenWiederholen
SonntagEin Mini-Gespräch mit den Nachbarn, einem Tandempartner oder allein laut durchspielenPause

7. Türkisch kostenlos lernen: die besten Hilfen

Gutes Lernmaterial für Türkisch muss nichts kosten. Die Liste ist kurz: Für jeden Zweck steht eine Hilfe, die sich für den Einstieg eignet.

HilfeWofürGut zu wissen
LoecsenErste Wörter und Sätze für Alltag und Reise hören und nachsprechenKostenloser Einsteigerkurs mit Audio, Oberfläche auf Deutsch
Duolingo (App)Kurze tägliche EinheitenTürkisch gibt es nur über Englisch, nicht von Deutsch aus; wenig freies Sprechen
Easy Turkish (YouTube und Podcast)Straßeninterviews und Alltagsgespräche zum HörenUntertitel auf Türkisch und Englisch, eher ab ersten Grundkenntnissen
TurkishClass101 (YouTube)Kurze Lektionen zu Wörtern, Sätzen und AusspracheVideos kostenlos, Erklärungen auf Englisch; auf der Website mehr Inhalte mit Premium-Abo
PONS Türkisch-DeutschWörter nachschlagenÜbersetzungen auf Deutsch, kostenlos mit Werbung, auch als App
Wikibooks TürkischTürkische Grammatik auf DeutschOhne Anmeldung; ein Gemeinschaftsprojekt, nicht jedes Kapitel ist fertig
LyricsTrainingTürkisch üben mit Musik: Liedtexte beim Hören ergänzenLied und Schwierigkeitsstufe wählst du selbst
Tandem, HelloTalkGespräche mit MuttersprachlernDie Gratisversion reicht für den Anfang

Ein Hörbuch zum Türkischlernen kostet meist Geld. Kostenlos hörst du Türkisch mit dem Podcast von Easy Turkish, den du in jeder Podcast-App findest. Für den Anfang sind die Gespräche schnell, in den meisten Podcast-Apps kannst du sie aber langsamer abspielen. Lädst du die Folgen aufs Handy, hörst du sie unterwegs auch ohne Internet.

Duolingo oder Babbel? Duolingo bietet Türkisch nur für Englischsprachige an: Du lernst mit englischen Übersetzungen und Erklärungen. Wer gut Englisch kann, übt damit kostenlos in kurzen Einheiten, echte Gespräche aber kaum.

Babbel gibt es mit Türkisch auch von Deutsch aus. Die erste Lektion ist kostenlos, danach kostet die App ein Abo. Wie sich Babbel im Alltag schlägt, liest du in unserem Babbel-Test.

Das laute Sprechen mit Audio ersetzen beide nicht.

Zum Wiederholen der Wörter eignet sich eine App aus unserem Vergleich der besten Vokabeltrainer-Apps. Einen Vergleich der großen Sprach-Apps findest du in unserem Artikel Die beste Sprach-App.

8. Häufige Fragen zum Türkischlernen

Ist Türkisch schwer zu lernen?

Beim US-Außenministerium steht Türkisch in der dritten von vier Gruppen: Es braucht mehr Zeit als Spanisch oder Niederländisch, aber deutlich weniger als Arabisch oder Japanisch. Die Schrift kennst du fast vollständig, und die Aussprache folgt festen Regeln. Mehr Zeit brauchen die vielen Endungen, das Verb am Satzende und der Wortschatz, der kaum deutschen Wörtern ähnelt.

Kann man Türkisch kostenlos lernen?

Ja, für den Anfang reicht kostenloses Material. Dazu gehören die 20 Sätze auf dieser Seite, der Kurs von Loecsen, die Videos und der Podcast von Easy Turkish und das Wörterbuch von PONS. Grammatik auf Deutsch findest du bei Wikibooks, erste Gespräche führst du über eine Tandem-App.

Wie lange dauert es, Türkisch zu lernen?

Das US-Außenministerium rechnet für Menschen mit Englisch als Muttersprache mit rund 1.000 Unterrichtsstunden bis zu einem sicheren Berufsniveau. Für einfache Gespräche im Urlaub oder mit den Nachbarn brauchst du nur einen Teil davon. Mit 20 Minuten am Tag führst du nach einigen Monaten einfache Gespräche über dich und deinen Alltag.

Welche App ist die beste, um Türkisch zu lernen?

Babbel bietet Türkisch von Deutsch aus an, nach der ersten Lektion kostet die App ein Abo. Duolingo ist kostenlos, lehrt Türkisch aber nur über Englisch. Beide trainieren wenig freies Sprechen. Zum Nachschlagen eignet sich das Wörterbuch von PONS, das es auch als App gibt.

Sage ich auf Türkisch „sen“ oder „siz“?

Sen ist das du für Freunde, Familie und Kinder. Siz ist die höfliche Form für Fremde und ältere Menschen und heißt außerdem „ihr“. Im Zweifel nimmst du siz. Erwachsene sprichst du mit dem Vornamen und Bey (Herr) oder Hanım (Frau) an, zum Beispiel Ayşe Hanım.

Reichen ein paar Wochen Türkisch für den Urlaub?

Für Begrüßen, Bestellen, Bezahlen und Nachfragen ja. Diese Situationen decken die 20 Sätze oben ab. Lerne sie mit Audio und sprich sie jeden Tag laut. So sitzen sie bis zur Abreise.

Kann man mit 60 noch Türkisch lernen?

Ja. Erwachsene lernen anders als Kinder: Du kannst Muster erkennen, gezielt üben und dranbleiben. Gerade die Endungen folgen Regeln, die du mit etwas Übung von selbst anwendest. Wichtig ist, dass du täglich ein paar Minuten hörst und laut sprichst.

9. Türkisch lernen mit der Sprachblock-Methode

Am schnellsten kommst du auf Türkisch ins Sprechen, wenn du fertige Wendungen lernst, statt jedes Wort aus Endungen zusammenzubauen. Genau das ist die Sprachblock-Methode, mit der du auf Sprachheld lernst.

Ein Sprachblock ist eine kurze Wortgruppe, die Muttersprachler als Einheit verwenden. Begegnest du ihm immer wieder in neuen Sätzen, verinnerlichst du ihn und rufst ihn beim Sprechen ab, ohne zu übersetzen.

Für Türkisch heißt das: Du lernst var mı (gibt es) als Block und setzt davor, was du suchst. Die passende Vokalharmonie kommt dabei gleich mit.

SprachblockBeispielsatz
var mı
war mı
(gibt es)
Burada eczane var mı?
(Gibt es hier eine Apotheke?)
ne kadar
NE ka-dar
(wie viel kostet)
Bu kitap ne kadar?
(Wie viel kostet dieses Buch?)
çok güzel
tschok gü-SEL (s weich wie in „Rose“)
(sehr schön)
Burası çok güzel.
(Hier ist es sehr schön.)
Kolay gelsin
ko-LAI GEL-sin
(frohes Schaffen)
Kolay gelsin, Ayşe Hanım!
(Frohes Schaffen, Frau Ayşe!)

Mit diesen vier Blöcken fragst du nach einer Apotheke und nach dem Preis, sagst, was dir gefällt, und grüßt die Nachbarin bei der Arbeit.

Und was hier für vier Wendungen gilt, gilt für hunderte weitere: Jeder Block bringt seine Endungen und seine Betonung gleich mit. Deshalb kommst du mit der Sprachblock-Methode schneller ins Gespräch als mit Wortlisten.

Wie die Methode funktioniert, liest du in unserem Artikel über die Sprachblock-Methode.

Sprachheld-Maskottchen

Gratis: Das Sprachblock-Paket

In einem Video-Workshop in vier Teilen zeigt dir Gabriel, wie die Sprachblock-Methode funktioniert und wie du jeden Tag ein paar Minuten laut sprichst. Das klappt mit jeder Sprache, auch mit Türkisch. Die Dialogkarten im Paket gibt es für Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Deutsch und Portugiesisch.

Sprachblock-Paket gratis holen

Gabriel Gelman Polyglott, Sprachcoach & Gründer von Sprachheld

Bereits 20.000+ Mitglieder

Ich verrate dir kostenlos mein Geheimnis, wie ich mit der Sprachblock-Methode 5 Sprachen gelernt habe.