Die 10 schwersten Sprachen der Welt!

Welche Sprachen sind (für deutsche Muttersprachler) am schwersten zu lernen? Liste mit Schwierigkeitsgrad + Infografik!

Eine der Fragen zum Thema Sprachen lernen, welche uns hier bei Sprachheld immer wieder gestellt wird ist, welche Sprachen denn am schwierigsten zu lernen sind? 

Und unsere Top 10 der schwersten Sprachen ist…

  1. Chinesisch
  2. Japanisch
  3. Arabisch
  4. Ungarisch
  5. Finnisch
  6. Baskisch
  7. Koreanisch
  8. Polnisch
  9. Russisch
  10. Griechisch

Aber unsere zweite Antwort ist: Das kommt darauf an. Vor allem darauf, welches Deine Muttersprache ist – und wie weit davon entfernt (linguistisch) die Fremdsprache ist, welche Du gerne lernen würdest. Aber auch noch auf ein paar weitere Faktoren.

Die wichtigsten (weil direkten) Einflußfaktoren darauf, wie schwer es ist, und wie lange es demzufolge dauert, eine neue Sprache zu lernen, sind die folgenden: 

Wie unterschiedlich ist Deine Zielsprache zu Deiner Muttersprache?

Verwendet Sie ein anderes Alphabet?

Wie verschieden ist die Aussprache zu Deiner Muttersprache? Und vor allem wie wichtig ist die richtige Aussprache von Wörtern und Lauten? Es gibt Sprachen, bei welchen Du mit einem (sogar teilweise starken) Akzent noch verstanden wirst. In anderen ist die richtige Betonung und Aussprache das Um und Auf, welche die Bedeutung einer Aussage komplett verändern kann. Fettnäpfchenalarm inklusive!

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Wie schwer eine Sprache zu lernen ist, hängt unter anderem davon ab, wie unterschiedlich ihre Aussprache zu Deiner Muttersprache ist.

Gibt es viele gemeinsame bzw. zumindest ähnliche Wörter oder nicht? Sprich Wörter in der Fremdsprache, deren Bedeutung Du auf den ersten Blick erkennst, ohne diese jemals lernen zu müssen. 

Außerdem hängt es indirekt ebenso an Dir, wie schwer es Dir fallen wird die neue Sprache zu lernen:Wie viel Zeit investierst Du? Wie groß ist Deine Motivation die Fremdsprache zu lernen?

Hast Du schon die für Dich persönlich passendste – und damit effizienteste – Methode zum Sprachen lernen gefunden?

Hast Du vor Zeit in einem Land zu verbringen, in welchem die Sprache gesprochen wird?

In diesem Beitrag haben wir Dir nun die unser Meinung nach 10 für deutsche Muttersprachler am schwierigsten zu lernende Sprachen der Welt (und Europas) aufgelistet. Natürlich nur aufgrund der direkt von der jeweiligen Sprache abhängigen Einflußfaktoren – Dich kennen wir ja nicht. 😉

Die 10 schwersten Sprachen der Welt

Chinesisch, Japanisch, Arabisch, Ungarisch, Finnisch, Baskisch, Koreanisch, Polnisch, Russisch und Griechisch.

Jeder dieser 10 Sprachen haben wir ein eigenes Kapitel gewidmet, in welchem wir auf ihre Eigenschaften sowie Besonderheiten eingehen. Und selbstverständlich, warum sie aufgrund von diesen schwer zu lernen ist.

Die Reihenfolge soll dabei jedoch keine Rangliste mit absteigender Schwierigkeit darstellen. Schwer zu lernen sind alle 10 Sprachen – eine vielleicht noch etwas mehr als andere. Welche aber nun die allerschwerste ist, das hängt im Endeffekt und im Wesentlichen von jedem Einzelnen selbst ab.

Am Ende des Beitrags findest Du außerdem noch eine von uns erstellte Infografik mit den Details zu den 10 Sprachen in Kurzform. Wir hoffen sie gefällt! Aber nun genug der langen Vorrede und das große Zittern kann beginnen, denn hier sind „Die 10 schwierigsten Sprachen der Welt!“.

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Inhaltsverzeichnis:

  1. Die 10 schwersten Sprachen der Welt:
    1. Warum ist Chinesisch (Mandarin) schwer zu lernen?
    2. Warum ist Japanisch schwer zu lernen?
    3. Warum ist Arabisch schwer zu lernen?
    4. Warum ist Ungarisch schwer zu lernen?
    5. Warum ist Finnisch schwer zu lernen?
    6. Warum ist Baskisch (Euskara) schwer zu lernen?
    7. Warum ist Koreanisch schwer zu lernen?
    8. Warum ist Polnisch schwer zu lernen?
    9. Warum ist Russisch schwer zu lernen?
    10. Warum ist Griechisch schwer zu lernen?
  2. Infografik: Die 10 schwierigsten Sprachen der Welt!
  3. Häufige Fragen zum Thema schwere und leichte Sprachen:
    1. Welche Sprache ist am schwersten zu lernen?
    2. Was ist die schwerste Sprache in Europa?
    3. Ist Polnisch die schwerste Sprache der Welt?
    4. Ist Deutsch die schwierigste Sprache der Welt?
    5. Ist die isländische Sprache schwer zu lernen?
    6. Was ist die einfachste Sprache der Welt?

1. Die 10 schwersten Sprachen der Welt

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1.1 Warum ist Chinesisch (Mandarin) schwer zu lernen?

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  • Mandarin ist eine tonale Sprache, in welcher jeder Ton ein phonetisches Transkriptionssystem besitzt. Pinyin hat vier verschiedene Aussprachen / Betonungen, welche sich darüber hinaus sehr ähnlich sind. Vom Klang, nicht jedoch von der Bedeutung.
  • Bei den meisten Sprachen ist die Schrift ein Hilfsmittel für die Aussprache. Im Englischen lernst Du mit dem Wort  „Egg“ (Ei) nicht nur, wie dieses geschrieben wird, sondern auch gleich die richtige Aussprache. Nicht so im Chinesischen.
  • Zusätzlich ist das gesprochene Chinesisch reich an Homophonen, sowie voller Redewendungen und Aphorismen. In den meisten indogermanischen Sprachen hat ein Wort eine bis wenige Bedeutungen. Ein Wort wie z. B. „süß“, kann nichts anderes bedeuten, wenn Du es hörst. Dieses Wort muss nicht in einem Zusammenhang stehen, damit seine Bedeutung klar wird. Im Gegensatz dazu ist Chinesisch eine Sprache, die im Zusammenhang existiert. Chinesische Vokabeln / Wörter wie z. B.  „tian“ (süß) kann nicht nur in Abhängigkeit von der  Tonlage, sondern ebenso vom Zusammenhang, eine andere Bedeutung haben. Erst, wenn Du „tian“ nicht alleine hörst, sondern „tian bu tian“ (süß nicht süß – eine typische Fragestellung für: Ist es süß?) dann weißt Du, was es in diesem Zusammenhang bedeutet. 
  • Das gesprochene und das geschriebene Chinesisch verwenden zwei verschiedene Schriftsysteme, welche in keiner Verbindung zueinander stehen. Um Chinesisch lesen zu lernen, musst Du also fast noch einmal eine neue Sprache, bzw. ein neues Zeichensystem, lernen. 
  • Denn Mandarin besitzt kein Alphabet, sondern nur viele tausend (über 80.000) Schriftzeichen. Um problemlos Chinesisch lesen und schreiben zu können, solltest Du von diesen zwischen 3000 und 5000 (je nach Anspruch der Texte) aus dem Effeff beherrschen. 

1.2 Warum ist Japanisch schwer zu lernen?

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  • Falls Du Japanisch nur sprechen können willst, dann ist das prinzipiell gar nicht so schwer. Abgesehen einmal von den üblichen Problemen beim Lernen einer Fremdsprache wie z. B. eine andere Wortstellung im Satz, unbetonte volle Vokale, eine melodische Satzbetonung, die von Silbenlänge und Wortstamm unabhängig ist, usw. 
  • Ein anderes Thema beim Japanisch lernen ist da schon die richtige Anwendung des gesprochenen Japanisch. Die vielen Höflichkeitsformen, inklusive Unterschiede im Ansprechen von Männern und Frauen, gestalten es nicht unbedingt einfach immer den richtigen Ton zu treffen – im wahrsten Sinn des Wortes. Außerdem kommt das Fragewort „ka” am Ende des Satzes, sodass Du erst zu diesem Zeitpunkt weißt, dass Du keiner Aussage gelauscht, sondern eine Frage gestellt bekommen hast – und nun vor allem auf diese antworten solltest.
  • Die japanische Grammatik ist komplett unterschiedlich zur deutschen (oder auch zur jeder anderen Sprache der Welt außer Koreanisch). Zusätzlich ist Japanisch wie Finnisch, Türkisch oder Ungarisch eine agglutinierende („anklebende”) Sprache, mit an den Wortstamm angehängten Wortendungen. Japanisch ist dabei aber im Vergleich zu Ungarisch oder Finnisch noch vergleichsweise harmlos.
  • Probleme bereiten hingegen die drei verschiedenen (und weitgehend) unabhängigen Schreibsysteme Hiragana, Katakana und Kanji (basiert auf der chinesischen Schrift). Diese nutzen nicht nur jeweils ein anderes Alphabet, sondern besitzen darüber hinaus alle drei mehrere kontextabhängige Lesungen. Während die beiden japanischen Kana-Systeme (Hiragana und Katakana) noch recht einfach zu erlernen sind, sieht es da bei den chinesischen Han-Zeichen bei weitem anders aus. Und von diesen werden z. B. für die Zulassung zu einem japanischen Hochschulstudium mehrere tausend verlangt. Auch im Alltagsleben kommt man ohne Kanji nicht sehr weit, sind doch zum Beispiel Zeitungen und Zeitschriften in dieser verfasst. Hier reichen jedoch üblicherweise 3000 Schriftzeichen bei weitem aus, um diese zu verstehen.

1.3 Warum ist Arabisch schwer zu lernen?

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  • Besitzt ebenfalls sein eigenes Alphabet bzw. seine eigene Schrift. Zusätzlich erschwerend kommt hinzu, dass diese nicht von links nach rechts, sondern von rechts nach links gelesen wird. Das ist (zumindest zu Beginn) eine erhebliche Umstellung und wird Deine Lesegeschwindigkeit drastisch reduzieren.
  • Außerdem werden im Arabischen die meisten Buchstaben in 4 verschiedenen Formen geschrieben – in Abhängigkeit davon, an welcher Position sie sich innerhalb eines Wortes befinden. Und um die Dinge abschließend noch weiter zu verkomplizieren, werden Vokale nicht geschrieben, sondern lediglich gesprochen.
  • Arabisch stützt sich sehr stark auf Präfixe, um Wörter zu ändern. Und nicht auf Suffixe, wie die meisten europäischen Sprachen. So kannst Du z. B. im Englischen Variationen von „carry” alphabetisch nachschlagen, aber „kataba” (schreiben) hilft dir nicht, „maktaba” (Büro) zu finden. Ein rein alphabetisches arabisches Wörterbuch wird von dem Buchstaben „m” dominiert, dem gebräuchlichsten Präfix. Du musst also zuerst die Wurzel eines Wortes identifizieren, um in weiterer Folge die gewünschte Variante zu finden. So siehst Du z. B. ein Gebäude mit der Aufschrift „mustashfa”. Du nimmst das M ab und bekommst „Stashfa”, aber das kannst Du nicht finden. Dann fällt Dir ein, dass „ista” ein häufiges Verb-Präfix im Arabischen ist. also nimmt man das ab und lässt „shafa” zurück, welches Du schließlich finden kannst. Es bedeutet Heilung und ein „Mustashfa” ist demzufolge ein Krankenhaus.
  • Arabische Wörter haben überall diakritische Zeichen: Aufgrund von diesen genügt es normalerweise nicht, nur die einzelnen Wörter und Buchstaben zu kennen. Die Diakritika sind nämlich entscheidend für die Aussprache und es kann die Bedeutung komplett verändern, falls Du diese nicht richtig lesen und aussprechen kannst. An den diakritischen Zeichen liegt es auch, dass ein Wort mehr 5 als verschiedene Bedeutungen haben kann. Ein berühmtes Beispiel ist das Wort عقد, das Kontrakt, Halskette oder Krawatte bedeuten kann – je nach verwendeten Diakritika.
  • Beim Sprechen bereiten einem deutschen Muttersprachler vor allem die unserem Befinden nach sehr fremdartigen Kehllaute Schwierigkeiten. 
  • Und übrigens: Das Arabisch gibt es nicht, jedoch eine Vielzahl verschiedener Dialekte, welche sehr unterschiedlich klingen. Und sich hinsichtlich Vokabular und Grammatik teils deutlich unterscheiden. Sprich – nur, weil Du Dich beispielsweise in Ägypten verständigen kannst, heißt das noch lange nicht, dass dies ebenso auf Saudi-Arabien oder den Jemen zutrifft. Ob Du also mit dem Lernen von Hocharabisch oder einem der Dialekte beginnen möchtest, hängt im Wesentlichen von Dir und Deinen Plänen mit der Sprache ab.

1.4 Warum ist Ungarisch schwer zu lernen?

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  • Das ungarische Alphabet umfasst nicht wie das deutsche 26, sondern 44 Buchstaben (14 Vokale und 30 Konsonanten). Wovon 16 im Deutschen nicht existieren. Dafür bestehen manche ungarische Buchstaben aus zwei (einer sogar aus drei) einzelnen Buchstaben. Diese bezeichnet man als Digraphen und Trigraph. Unterschieden wird außerdem in lange und kurze Vokale wie bei „a“ und „á“ oder „ö“ und „ő“. Hinzu kommen Sonderlaute wie „gy“ (Aussprache: „dj“) oder „ny“ (Aussprache: „nj“).
  • Deutschen Muttersprachlern bereitet es außerdem Schwierigkeiten, dass das ungarische „s“ wie ein deutsches „sch“ und nur das ungarische „sz“ wie ein deutsches „s“ ausgesprochen wird. Nicht zu verwechseln ist das ungarische „s“ außerdem mit ähnlichen Lauten wie „dzs“, „zs“ oder „cs“.
  • Im Ungarischen gibt es je nach Definition zwischen 5 und über 40 Fällen. Zur Erinnerung: Im Deutschen sind es 4. In der Regel wird aber von +/- 25 gesprochen – immer noch eine Menge. Denn das, was im Deutschen (oder auch Englischen) zumeist mit Hilfswörtern gelöst wird, bekommt im Ungarischen einen eigenen Fall. Dafür bleibt Dir der so unbeliebte Genetiv erspart – auch etwas. 
  • Diese Unmenge an Fällen kommt dadurch zustande, dass Ungarisch eine agglutinierende (von lat.: „agglutinare“, ankleben) Sprache ist, die keine Präpositionen, sondern sogenannte „Suffixe“ verwendet. Das heißt, im Ungarischen bedeutet z. B. „Veszprémbe“ so viel wie „nach Veszprém“ und „Veszprémben“ „in Veszprém“. Die Endungen existieren außerdem manchmal in mehr als einer Form und werden dann nach der sogenannten Vokalharmonie ausgewählt und angehängt. Wer z. B. nach „Nagyvázsony“ möchte, sagt aufgrund der Vielzahl dunkler Vokale nicht „Nagyvázsonybe“, sondern „Nagyvázsonyba“. Es gibt aber nicht nur keine Präpositionen, sondern beispielsweise auch keine Possessivpronomen wie „unser“ oder „Dein“. Stattdessen hängst Du auch hier einfach eine Endung ans Wort an. So bedeutet z. B. „az autóm“ mein Auto oder „anyanyelvünk“ unsere Muttersprache. Dadurch ergeben sich schier unendliche und quasi unaussprechbare (zumindest für eine deutsche Zunge) Wortkreationen wie z. B. “Donaldkacsázás”, was so viel wie „einen auf Donald Duck machen“ bedeutet.
ist ungarisch schwer zu lernen?
  • Dadurch sind einerseits ungarische Sätze normalerweise deutlich kürzer als ihre deutsche Übersetzung. Andererseits können Wörter durch ein kleines Anhängsel eine ganz andere Bedeutung bekommen. Ein Beispiel: „igaz“ bedeutet richtig, „igazság“ Wahrheit, „igazságtalan“ so viel wie wahrheitslos oder ungerecht, „igazságtalanság“ Ungerechtigkeit, „igazságtalanságunk“ unsere Ungerechtigkeit. Und das Spiel ließe sich jetzt noch ein Weilchen weiter fortführen.
  • Eine weitere Besonderheit ist die bestimmte und unbestimmte Konjugation. Verben werden im Ungarischen auf zwei Arten konjugiert. Je nachdem, ob Du ein bestimmtes („gib mir mal DAS Buch”) oder unbestimmtes („gib mir mal EIN Buch”) Objekt verwendest.

Weitere tolle Fakten und Informationen zur ungarischen Sprache gibt es hier.

1.5 Warum ist Finnisch schwer zu lernen?

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  • Im Finnischen gibt es (mindestens) 15 Fälle. Während Du im Deutschen mit vier Fällen auskommst, wird im Finnischen für verschiedene Ortsangaben etwa ein eigener Fall gewählt.
  • Das kommt daher, dass Finnisch (wie Ungarisch, Türkisch und Japanisch) eine sogenannte agglutinierende Sprache ist. Heißt: Alle Zusatzinformationen und Fälle werden als Suffix an das eigentliche Wort angehängt. Das ist extrem ungewohnt, falls Du es (wie als deutscher Muttersprachler) nicht aus der eigenen Sprache kennst. Was dies bedeutet, zeige ich Dir gerne an einem kurzen Beispiel: Im Deutschen sagt man „in unserem Haus”, im Englischen wäre das „in our house”. Das bedeutet, dass die Informationen über das Haus dem Wort „Haus” vorangestellt werden: In unserem Haus; in our house. Bei den agglutinierenden Sprachen ist dies anders. Die wichtigen Informationen zum Haus werden an das Wort „Haus” angehängt – was wörtlich übersetzt dann so aussehen würde: „Hausinunserem”.
  • Das führt im Gesamten dazu, dass Finnisch vor allem zu Beginn sehr schwer zu lernen ist. Sprachen kann man wie Pyramiden betrachten. Englisch ist dabei für einen deutschen Muttersprachler wie eine Pyramide, die auf dem Kopf / der Spitze steht. Sprich am Anfang ist es eher einfach Englisch zu lernen. Um Englisch sprechen zu können – zumindest auf einem einfachen Niveau – ist gar nicht so viel Aufwand notwendig. Ausgehend von der Basis wird es danach immer schwerer, vor allem aufgrund des Umstands, dass die englische Sprache sehr viele Wörter besitzt. Willst Du also anspruchsvolle englische Texte verstehen oder Dich selbst gepflegt ausdrücken können, musst Du Dir einen vergleichsweise großen Wortschatz aneignen. Bei Finnisch ist es genau andersrum. Die Basis der Pyramide ist sehr breit – sprich Du musst eine Menge Grundbausteine kennen, um Dich überhaupt einmal verständigen zu können. Bevor Du zum Beispiel ein Substantiv benutzen kannst, musst Du bereits wissen, welchen der 15 Fälle Du anwenden möchtest, welche Endung dieser Fall hat, welche Stammform für diese Endung anzuwenden ist, zu welchem Deklinationstyp das Substantiv gehört, wie bei diesem Deklinationstyp die eben genannte Stammform abgeleitet wird und welcher Stufenwechsel sich aus all diesen Dingen ergibt. Dir dreht sich gerade ein bisschen der Kopf? Tja – ich hatte Dich vorgewarnt. Später wird es dann allerdings leichter, denn diese Grundbausteine wirst Du immer wieder treffen. Du lernst also nur noch neue Anwendungen, sowie Kombinationen von bereits Bekanntem. Und brauchst Dir immer weniger neue Endungen und Konstruktionen zu merken.
  • Zusätzlich ist Finnisch zu keiner anderen Sprache eng verwandt, was bedeutet, dass Du beim Erlernen kaum auf schon bekannte Wörter treffen wirst. Auch deshalb, weil die Finnen Fremdwörter nicht einfach übernehmen, sondern einbürgern. Computer heißt auf Finnisch so zum Beispiel „tietokone”. Was so viel wie Wissensmaschine bedeutet. Die einzige Sprache, welche größere Ähnlichkeiten mit dem Finnischen besitzt ist Estnisch – jetzt auch nicht unbedingt weit verbreitet als Fremdsprache unter deutschen Muttersprachlern.

Weitere tolle Fakten und Informationen zur finnischen Sprache gibt es hier.

1.6 Warum ist Baskisch (Euskara) schwer zu lernen?

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  • Baskisch ist ein Sprachisolat ohne signifikante Ähnlichkeiten zu anderen Sprachen und die einzige aktuell in Europa gesprochene Sprache, welche zu keiner der größeren Sprachfamilie gehört. Während es Vokabular aus den romanischen Sprachen geliehen hat, unterscheidet sich die Art des Sprechens und des Schreibens von jeder anderen Sprache. 
  • Und wäre das noch nicht genug, gibt es zwar nur rund 800.000 baskische Muttersprachler, jedoch nicht weniger als 7 Dialekte (mit bis zu 25 Unterdialekten). Diese unterscheiden sich teilweise deutlich, sodass Du nicht einfach Baskisch lernen kannst, sondern Dich zumindest auf einen der Hauptdialekte (oder die 1968 geschaffene Standardvarietät) festlegen musst.
  • Aufgrund der geringen Anzahl an Muttersprachlern und der damit (zumindest wirtschaftlich) geringen Bedeutung des Baskischen, gibt es kaum empfehlenswerte Sprachkurse oder Möglichkeiten die Sprache außerhalb ihres Verbreitungsgebietes zu lernen. Auch die Möglichkeiten einen baskischen Tandempartner für Online-Sprachaustausch zu finden, sind für deutsche Muttersprachler zumindest beschränkt.
  • Baskisch besitzt eine Suffix-Deklination (wie die agglutinierende Sprachen, z. B. Finnisch, Ungarisch, Türkisch oder Japanisch), daraus resultierend 16 Fälle (mit sich teilweise verändernden Suffixen, je nachdem ob das Nomen belebt oder unbelebt ist) und ein äußerst formenreiches sowie kompliziertes Verbalsystem (Morphologie der Verben) mit der Markierung von einer oder bis zu vier Personen in jeder finiten Verbalform (polypersonale Flexion). 
  • Im Gegensatz zu den meisten indoeuropäischen Sprachen, welche einem Nominativ-Akkusativ-System gehorchen, ist das Baskische eine Absolutiv-Ergativ-Sprache
  • Das Baskische ist eine SOV-Sprache (Subjekt – Objekt – Verb), was im großem Gegensatz zum Deutschen steht. Deutsch ist eine V2-Sprache mit Verb-Letzt-Stellung, d.h. die finite Verbform kommt meist an 2. Stelle, die infinite Verbform am Satzende. Beispiel: Ich bin nach Hause gegangen. / Morgens bin ich müde. Im Gegensatz dazu die beiden Sätze auf Baskisch: Ni etxera joan naiz. / Ni goizean nekatuta nago.
  • Im Baskischen gibt es zudem kein grammatikalisches Geschlecht (Deutsch hat drei, Spanisch zwei, Englisch keins). Der Unterschied zwischen männlich und weiblich wird durch die Verwendung unterschiedlicher Worte verdeutlicht. Ähnlich wie im Deutschen mit „Bruder / Schwester” oder auf Spanisch mit „hermano / hermana”. Baskisch kennt jedoch vier verschiedene Wörter für Bruder / Schwester, je nachdem ob es nun der Bruder eines Jungen oder eines Mädchens ist: „anaia” (Bruder eines Jungen), „arreba” (Schwester eines Jungen), „neba” (Bruder eines Mädchens) und „ahizpa” (Schwester eines Mädchens).

1.7 Warum ist Koreanisch schwer zu lernen?

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  • Wie bereits mehrere der hier aufgeführten Sprachen ist Koreanisch eine agglutinierende Sprache, dadurch ergeben sich wiederum eine Vielzahl von Fällen. Zumindest 7 – je nach Definition aber auch noch einige mehr. 
  • Die Wortstellung im Koreanischen ist S-O-V (Subjekt – Objekt – Verb), was einem deutschen Muttersprachler erhebliche Schwierigkeiten bereiten kann. So würde der deutsche Satz „Der Mann ruhte sich nach dem Trainieren aus.” auf Koreanisch ungefähr so klingen „Trainieren nach der Mann ausruhen.”.
  • Koreanisch besitzt ein ausgesprochen komplexes System von Höflichkeitsformen (den Honorativ). In diesem stellt das Verb (im Allgemeinen das Zentrum und wichtigstes Element der koreanischen Sprache) durch verschiedene Formen den sozialen Kontext der Unterhaltung (oder auch schriftlichen Kommunikation) dar. Die Höflichkeitsformen nehmen dabei Bezug auf die Stellung des Sprechers zum Gesprächspartners oder dem Subjekt des Satzes. Die soziale Verbindung hat darauf hingegen kaum einen Einfluß – so hat z. B. der ältere Bruder ebenso ein Anrecht auf eine höfliche Ansprache. Außerdem ist es im Unterschied zum Deutschen durchwegs üblich, dass die verschiedenen Gesprächspartner unterschiedliche Höflichkeitsstufen benutzen.
  • Die koreanische Schrift ist zwar recht einfach zu Erlernen, unterscheidet sich in weiterer Folge jedoch deutlich vom gesprochenen Koreanisch. Vor allem bezüglich der Aussprache. Dir eine authentische koreanische Aussprache anzueignen, wird Dir ohne einen (mehrjährigen) Aufenthalt im koreanischen Sprachraum kaum gelingen.
  • Koreaner sprechen recht schnell, was es vor allem für einen Anfänger schwer macht, diese zu verstehen. Laaaangsam und (aus Rücksicht auf den Nicht-Muttersprachler) besonders verständlich, wird aber niemand außerhalb von einem Sprachkurs mit Dir sprechen.

1.8 Warum ist Polnisch schwer zu lernen?

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  • Das polnische Alphabet verwendet die lateinische Schrift, hat aber 9 zusätzliche Buchstaben: ą, ć, ę, ł, ń, ó, ś, ź, ż. Zusätzlich gibt es sieben Digraphen (Gruppen von zwei Zeichen, die verwendet werden, um einen einzelnen Klang zu repräsentieren): ch, cz, dz, dź, dż, rz und sz. Es gibt auch Kombinationen bestimmter Konsonanten mit dem Buchstaben i, die als Digraphen betrachtet werden können: „ci” als eine Variante von „ć”, „si” als eine Variante von „ś”, „zi” als eine Variante von „ż” und „ni” als eine Variante von „ń”. Dazu kommt noch ein Trigraph: „dzi”, das als Variante von „dź” dient.
  • Die Aussprache ist ein weiteres Thema beim Polnisch lernen: Das polnische Vokalsystem beinhaltet acht Klänge und neun Grapheme: a, ą, e, ę, i, o, ó, u, y. Von diesen sind zwei nasal: „ą”, das wie „ɔ̃” auf Französisch „Dijon” und „ę”, das irgendwie wie „ɛ̃” auf Französisch „jardin” ausgesprochen werden sollten). Außerdem stellen zwei Grapheme, „ó” und „u”, den gleichen Klang dar.
  • Die polnische Aussprache hängt des Weiteren stark von Konsonanten ab. Die Sprache ist für diese Besonderheit bekannt, die sie unter allen anderen Sprachen fast einzigartig macht. Für deutsche Muttersprachler ist dies sowohl im Bezug auf das Sprechen als auch auf das Lesen / Schreiben schwierig. Als kleines Beispiel: „W Szczebrzeszynie chrząszcz brzmi w trzcinie i Szczebrzeszyn z tego słynie.” – In Szczebrzeszyn ertönt der Käfer im Schilf und Szczebrzeszyn ist dafür berühmt. Das Wort „chrząszcz” (= Käfer) besteht aus acht Zeichen – vier Konsonanten (alles Digraphe) und nur einem Vokal.
  • Ein weiteres Beispiel: Als der polnische Fußballspieler Jakub Błaszczykowski dem italienischen Verein Fiorentina beitrat, konnten die verwunderten und verwirrten Italiener seinen Nachnamen weder schreiben noch aussprechen.
  • Es gibt fünf grammatische Geschlechter: männlich, männlich aktiv, männlich unbelebt, weiblich und neutral.
  • Es gibt sieben Fälle: Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ, Instrumental, Lokativ und Vokativ, sowie mehrere Deklinationen. Diese sind gespickt mit einer Vielzahl von Ausnahmen.
  • Eine Besonderheit der polnischen Sprache ist das Konzept der unvollkommenen / imperfekten und vollkommenen / perfekten Verben. Das heißt es gibt separate Verben, um kontinuierliche oder gewöhnliche Ereignisse zu beschreiben. Und Verben, die verwendet werden, um einzelne abgeschlossene Ereignisse zu beschreiben.
  • Im Polnischen ist es möglich Wörter frei im Satz zu bewegen. Dadurch können semantische Feinheiten des Ausdrucks hervorgehoben werden – je nach den Umständen oder Absichten des Sprechers. Für einen Nicht-Muttersprachler wird es dadurch nicht unbedingt einfacher den Sprecher zu verstehen.
  • Weitere interessante Fakten und Informationen zur polnischen Sprache.

Lies hier Gabriels Erfahrungen beim Polnisch lernen mit der Sprach-App LingQ nach.

1.9 Warum ist Russisch schwer zu lernen?

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  • Russisch verwendet sein eigenes Alphabet. Dieses entstammt dem altkyrillischen Alphabet und besteht aus 33 Buchstaben (10 Vokale und 23 Konsonanten). Während das russische Alphabet mehr oder weniger einfach erlernt werden kann, bereitet die Aussprache der Buchstaben und Laute deutschen Muttersprachlern schon bei weitem größere Probleme.
  • Die Konsonanten können entweder hart oder weich ausgesprochen werden, was einen Unterschied in der Bedeutung (des Wortes) ausmacht. Des Weiteren variiert die Aussprache russischer Vokale und Konsonanten in Abhängigkeit davon, welche Position sie in einem Wort einnehmen. Auch das macht es nicht unbedingt einfach Russisch zu lernen.
  • Die Betonung eines Wortes (der Wortakzent) hat im Russischen eine wichtige (und häufig sinnverändernde) Bedeutung. Falsch betonte Wörter können zu Verständnisschwierigkeiten führen. Insbesondere dann, wenn sie aus dem sprachlichen Kontext isoliert – sprich einzeln – ausgesprochen werden.
  • Im Russischen wird sehr genau zwischen verschiedenen Lauten & Zischtönen unterschieden. So gibt es z. B. mit „ch”, „k”, „g”, „s”, “„sch”, „schtsch”, „shcha” unterschiedliche Knack- und Zischlaute, die für deutsche Muttersprachler anfangs gleich bzw. sehr ähnlich klingen. Jedoch können diese einem Wort eine ganz andere Bedeutung geben, oder es für Russen unverständlich machen, falls Du hier unklar bist. All diese Laute fehlerfrei zu beherrschen und eine saubere russische Aussprache zu beherrschen, kann mehrere Monate bis mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Je nachdem, wie intensiv Du an Deiner Akzentreduzierung arbeitest bzw. wie viel Kontakt / Sprachaustausch Du mit russischen Muttersprachlern hast.
  • Russisch besitzt 6 Fälle plus 3 grammatische Geschlechter (wie im Deutschen männlich, weiblich und neutral). Ein Substantiv kann des Weiteren auf 4 Arten enden: einem harten Konsonanten, einem weichen Konsonanten, einem Vokal plus й und einem Konsonanten +plus й. Wobei wir bei nicht weniger als 72 möglichen Endungen für ein russisches Substantiv wären (rechnest Du noch das Plural hinzu, kommen wir sogar auf 144). Und als wäre das noch nicht genug wird bei der Deklination von Substantiven (im Akkusativ) wird zwischen belebten (Lebewesen) und unbelebten (Sachen) Substantiven unterschieden.
  • Und denke ja nicht, dass die Konjugation der russischen Verben einfacher wäre – ganz im Gegenteil. Denn wie im Polnischen existiert auch im Russischen das Konzept der unvollkommenen / imperfekten und vollkommenen / perfekten Verben. Das heißt es gibt separate Verben, um kontinuierliche oder gewöhnliche Ereignisse zu beschreiben. Und Verben, die verwendet werden, um einzelne abgeschlossene Ereignisse zu beschreiben. Heißt z. B., ob Du zu einem Ort nur hinfährst oder hin- und zurückfährst. Die russischen Verben der Bewegung sind sowieso ein eigenes Kapitel – bei diesen existieren z. B. unterschiedliche Formen für zielgerichtete und nicht-zielgerichtete Bewegungen. Unter anderem. 
  • Auch russische Wörter können frei im Satz bewegt werden. Dadurch können wie im Polnischen semantische Feinheiten des Ausdrucks hervorgehoben werden – je nach den Umständen oder Absichten des Sprechers. Für einen Nicht-Muttersprachler wird es aber auch hier nicht unbedingt einfacher den Sprecher zu verstehen.

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Weitere interessante Fakten und Information über die russische Sprache gibt es hier.

1.9 Warum ist Griechisch schwer zu lernen?

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  • Übrigens: Einer der Polyglot-Bros aus dem Video, war auch schon einmal bei uns in der Sprachheld-Interviewreihe zu Gast – Matthew Youlden.
  • Es besitzt sein eigenes Alphabet: Griechisch wird seit etwa dem 9. Jahrhundert v. Chr. im griechischen Alphabet geschrieben. Es entstand durch die Modifikation des phönizischen Alphabets mit der Neuerung bestimmte Buchstaben zur Darstellung der Vokale zu verwenden. Die heute gebräuchliche Variante des Alphabets ist im Wesentlichen die spätionische Variante, die 403 v. Chr. eingeführt wurde. Das griechische Alphabet besteht aus 24 Buchstaben, die jeweils eine Groß- und Kleinschreibung besitzen. Der Buchstabe Sigma hat eine zusätzliche Kleinbuchstabenform (ς), die verwendet wird, falls es am Ende eines Wortes steht.
  • Die Akzentsetzung bzw. deren Regeln sind vor allem in der Anwendung nicht einfach, jedoch für ein fehlerfreies Schreiben unerlässlich.
  • Das moderne Griechisch erbte den größten Teil seines Vokabulars aus dem Altgriechischen. Du wirst also beim Vokabeln lernen kaum auf Dir bekannte Wörter stoßen.
  • Satzstruktur und Konjugation der Verben basieren auf den Regeln des Lateinischen – eine, wie es der Name schon sagt, „tote Sprache” – und wurden in weiterer Folge noch etwas erweitert.
  • Die Pronomen haben unterschiedliche Formen in Abhängigkeit von der Person (1., 2. und 3.), Zahl (Singular und Plural), Geschlecht (männlich, weiblich und neutral) und eine Reduktion der Fälle (von sechs Fällen in den frühesten Formen bis zu vier in der modernen Sprache). Substantive, Artikel und Adjektive zeigen alle diese Unterscheidungen, außer die der Person.
  • Die Aussprache des Neugriechischen besteht praktisch unverändert seit etwa dem Ende des 10. Jahrhunderts. (Texte in dieser Sprachstufe erscheinen seit etwa dem Jahr 1100.) Sie ist relativ einheitlich, aus dem mit dem griechischen Alphabet geschriebenen Text geht die Aussprache bis auf wenige Ausnahmen eindeutig hervor. Hierfür ist allerdings die Kenntnis einiger Regeln erforderlich, da besonders zahlreiche der Konsonantenbuchstaben in mehreren Aussprachevarianten realisiert werden.
  • Das Verstehen von gesprochenem Griechisch gestaltet sich für Nicht-Muttersprachler ausgesprochen schwierig. Griechen neigen dazu Worte zu verbinden, wodurch es zu starken Klangveränderungen an den Wortgrenzen kommt. Mag die Aussprache von geschriebenem Griechisch einfach sein, ist es dadurch fast unmöglich die Schreibweise eines Wortes, das Du hörst zu verstehen. Um es z. B. danach in einem Online-Wörterbuch nachzuschlagen. Außerdem sind beim gesprochenen Griechisch oft die feinen Unterschiede zwischen langen und kurzen Vokalen kaum zu hören.

Weitere interessante Fakten und Informationen zur griechischen Sprache gibt es hier.

2. Infografik: Die schwierigsten Sprachen der Welt

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Wie bereits angekündigt, gibt es zum Abschluss nun noch unsere Infografik mit den Informationen zu den 10 Sprachen in Kurzform für Dich. Um diese in voller Größe anzusehen, einfach das Vorschaubild anklicken.

Natürlich kann diese nur allzu gerne geteilt, verlinkt und weiterverbreitet werden. Dann aber bitte der Fairness halber immer auf unseren Beitrag hier verweisen / verlinken. Bitte, Danke!

3. Häufige Fragen zum Thema schwere und leichte Sprachen

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3.1 Welche Sprache ist am schwersten zu lernen?

Obwohl es natürlich schwer ist, eine allgemeingültige Aussage zu treffen, würden wir die folgenden 3 (von den 10 vorgestellten) Sprachen als besonders schwer zu lernen einstufen:

  1. Chinesisch,
  2. Arabisch,
  3. Ungarisch und Polnisch.

Hier kommen für deutsche Muttersprachler, zusätzlich zu den in diesem Beitrag ausführlich beschriebenen Schwierigkeiten, vor allem zwei Faktoren zusammen: Unbekannte Alphabete bzw. Schriftzeichen und Buchstaben in Kombination mit einer Vielzahl unbekannter und schwer auszusprechender Laute.

3.2 Was ist die schwerste Sprache in Europa?

Für einen deutschen Muttersprachler sind die folgenden europäischen Sprachen am schwersten zu lernen:

  1. Ungarisch und Polnisch,
  2. Finnisch,
  3. Baskisch.

Zusätzlich würde hierunter genauso noch Russisch fallen, was wir aber leichter als die 4 anderen Sprachen einstufen würden.

3.3 Ist Polnisch die schwerste Sprache der Welt?

Ob Polnisch die schwerste Sprache der Welt ist, hierauf wollen wir uns nicht festlegen. Jedoch gehört es unserer Meinung nach zu den 4 schwierigsten Sprachen der Welt (für deutsche Muttersprachler) – zusammen mit Chinesisch, Arabisch und Ungarisch.

3.4 Ist Deutsch die schwierigste Sprache der Welt?

Auch, wenn Deutsch keine besonders leichte Sprache ist – zu den schwersten gehört Sie wohl eher nicht. Und die schwierigste Sprache der Welt ist es sicher nicht.

Dagegen sprechen das einfach zu erlernende Alphabet und die recht simple Aussprache – mal abgesehen von einzelnen Ausnahmen wie eventuell Eichhörnchen. Sowie einige weitere grammatikalische Faktoren wie lediglich vier Fälle, eine einfache Verbkonjugation oder auch, dass es keine agglutinierende Sprache ist, sondern mit Präpositionen arbeitet.

3.5 Ist die isländische Sprache schwer zu lernen?

Isländisch gehört zwar nicht zu den schwersten Sprachen der Welt (zumindest unserer Meinung nach nicht), ist aber bedeutend schwerer zu lernen als andere skandinavische Sprachen wie Dänisch, Norwegisch oder Schwedisch. Jedoch wiederum leichter als Finnisch.

Probleme bereiten deutschen Muttersprachlern sicherlich die verschiedenen Deklinationen und Konjugationen, die Aussprache, sowie der Umstand, dass die Sprache sehr alt und beinahe unverändert ist. So gibt es trotz des Faktes, dass sie ebenfalls zu den germanischen Sprachen zählt, so gut wie keine Ähnlichkeiten zum Deutschen.

Und “eingeisländischte” Lehn- bzw. Fremdwörter schon gar nicht. Die Isländer erfinden für diese eigene Begrifflichkeiten – so heißt Computer z. B. “tölva”, was soviel wie “Zahlenhellseherin” bedeutet. Logisch eigentlich.

3.6 Was ist die einfachste Sprache der Welt?

Für deutsche Muttersprachler sind vor allem die Weltsprache Englisch, sowie die nahe verwandten Sprachen wie Holländisch / Niederländisch, Afrikaans oder auch Jiddisch leicht zu erlernen. Außerdem sollen wir uns mit den skandinavischen Sprachen Norwegisch, Schwedisch und Dänisch recht leicht tun.

Und, wie hat Dir mein Beitrag mit den schwersten Sprachen der Welt (und Europa) gefallen? Welche glaubst Du, wäre für Dich die schwerste Sprache zu lernen? Oder gibt es Deiner Meinung nach schwerere Sprachen, die wir in unserem Beitrag nicht berücksichtigt haben? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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Über den Autor

Gabriel Gelman ist Gründer von Sprachheld, Sprachenthusiast und nutzt gerne seine 6 Sprachen für Reisen und Kennenlernen neuer Leute. Er hilft Sprachlernern dabei schnell ihre Fremdsprache zu lernen.

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    1. Hallo Benoit,
      vielen Dank für deinen Hinweis. Man könnte diese Liste sicher noch mit vielen Sprachen erweitern. Gern schauen wir uns das für einen nächsten Beitrag an!
      Viel Spaß beim Sprachenlernen.
      Anja

  1. Interessant, die verschiedenen Sichtweisen zu lesen, da es ja nie eine objektive Messmethode geben kann, wie „schwierig“ oder „leicht eine Sprache zu lernen ist.
    Was meiner Ansicht (und Erfahrung) nach oft überbewertet wird, ist der Einfluss der Nähe zur eigenen Muttersprache sowie der gemeinsamen Schrift.
    Z.B. Polnisch wird mit lateinischen Buchstaben geschrieben, ist aber trotzdem schwieriger zu erlernen als Nepali. Dessen Devanagari-Schrift zu lernen, fiel mir wesentlich leichter als die komplizierte polnische Grammatik.
    Thema Nähe zur Muttersprache: Durch die vielen gemeinsamen oder ähnlichen Vokabeln lernen Niederländer und Skandinavier zwar relativ schnell, deutsch zu verstehen, haben meist aber große Probleme mit der deutschen Grammatik.
    Andererseits haben z.B. Indonesisch, Malay oderTürkisch als nicht-indoeuropäische Sprachen keinen gemeinsamen Wortschatz, aber der einfachere Aufbau erleichtert das Lernen wesentlich.
    Thema Schrift: Ich kenne bis jetzt nur Buchstaben-Schriften. Mit Piktogramm-Schriften, wie Chinesisch oder Japanisch, habe ich mich noch nie befasst. Dies stelle ich mir schon sehr schwierig vor.
    Und so oft wird die „Einfachheit“ des Englischen betont. Bei der Grammatik trifft es zu, und die Nähe zum Deutschen fällt eher beim geschriebenen Englisch auf, weniger beim gesprochenen.
    Der große Unterschied zwischen Schrift und Aussprache führt dazu, dass auch englische Muttersprachler ihre Namen am Telefon meist buchstabieren müssen, weil man von der Aussprache meist nicht auf die Schreibung schließen kann (kommt auch im Deutschen vor, z.B. Schmidt/Schmitt oder Maier/Meier/Meyer etc., aber im Englischen viel häufiger).
    Im Französischen gibt es wenigstens Ausspracheregeln, die (meist) zutreffen, aber im Englischen muss man die Aussprache sehr vieler Wörter einzeln lernen. Nur ein Beispiel: „wind“(Luftbewegung) und „wind“ (Umdrehung): gleiche Schreibung, unterschiedlich Aussprache des „i“.

    Genau umgekehrt verhält es sich mit der kroatischen Sprache: Die Aussprache ist streng phonetisch, ausnahmslos korrekt und logisch. Dagegen habe ich sehr mit der komplizierteren Grammatik (u.a. 7 Fälle) zu kämpfen.

    Nachdem auch jeder Sprachlernende seine persönlichen Stärken und Schwächen hat, wird es nie ein einheitliches Ranking geben, wie leicht oder schwer eine Sprache zu erlernen ist.

    1. Hallo Frank,
      vielen Dank, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. Du hast sehr interessante Punkte angesprochen und hast natürlich recht.
      Die Schwere einer Sprache zu bewerten hat mit vielen Faktoren zu tun. Im Endeffekt liegt es beim Lerner selbst, sich ein Urteil zu bilden.
      Liebe Grüße
      Anja

  2. also irgendwie, hm, habe VN gelernt und das ist glaube ich noch schwieriger als die, die ihr angebt. Jetzt lerne ich RU und das ist .. ein KINDERSPIEL. Das ist ja wie DE + LATEIN. also VN ist Kategorie 4 wuerde ich sagen .. und Russisch?? haha. vielleicht 2 .. bissi schwieriger als FR, okok aber wer das kann, und EN, und DE, und LATEIN und .. EGAL WAS, .. da ist das geschenkt.

  3. Es gibt im Internet hunderte Listen zum gleichen Thema. Klar, spielt es eine grosse Rolle, mit welcher Muttersprache man aufgewachsen ist – bei dieser Liste dann wohl Deutsch, das selber eine Vielzahl von Dialekten in sich hat, die sich teilweise schon recht stark vom „Hochdeutschen“, bzw. der „Deutschen Schriftsprache“ unterscheiden: Plattdeutsch, die verschiedenen Dialekte, die im deutschsprachigen Teil der Schweiz usw, usw…
    Immer vertreten ist Finnisch, etwas seltener Ungarisch und fast nie Estnisch.
    Dabei sind sie allesamt miteinander verwandt und gehören zur Gruppe der Finno-Ugrischen Sprachen. Wobei anzumerken ist, daß sich Finnen und Esten durchaus verstehen, wenn jeder in seiner Muttersprache spricht (soviel ich weiss verstehen die Esten die Finnen ziemlich gut, während es umgekehrt etwas weniger der Fall ist.
    Grundsätzlich aber würde ich auf solchen Listen gleich beide Sprachen auf der selben Linie schreiben.
    Und Ungarisch? Scheint mir trotz Verwandtschaft mit den anderen zwei Finno-Ugrischen Sprachen, eine ganz eigene Linie zu fahren und soll sehr schwer zu erlernen sein…gehört aber ganz sicher eher zu den „Schwer-erlernbaren“, als es zu.b. Frankreich tut…

    Was ist eigentlich mit all den Afrikanischen Sprachen? Oder verschiedenen Asiatischen, wie z.b. thailändisch? Was ist mit ganz alten, teilweise noch aktiven Sprachen, die in abgeschiedenen Dörfern z.b. in Südamerika, Asien gesprochen werden? Oder irisch? Freundliche Grüsse

    1. Hallo Marc,
      vielen Dank für deinen Kommentar.
      Du hast natürlich recht. Man wird nie alles Sprachen gerecht werden können und viele Sprachen sind der Allgemeinheit nicht einmal bekannt.
      Daher ist es immer ein interessantes Thema, das gern diskutiert werden kann.
      Viele Grüße
      Anja

  4. Hallo

    ich habe nicht genau diesen sinn für diese website verstanden!
    Ist das hier eine chinesische website?
    oder um was geht es hier?

    1. Hallo Mark,
      Sprachheld ist ein Sprachenblog. Wir haben Beiträge über alle möglichen Sprachen. U.a. führen wir Interviews mit Sprachexperten, testen Sprachprodukte wie APPs und geben Tipps zum Sprachenlernen.
      Schau dich gern um.
      Liebe Grüße
      Anja

  5. Ich hörte einmal eine Schnalzlautsprache der Pygmäen. Ich denke, dass diese bei weiten noch schwieriger zu sprechen ist als das sehr melodiöse Chinesisch. Ich kann beides nicht, außer Deutsch etwas Englisch (small talk), ein paar brocken Französisch, Italienisch und lerne gerade ein wenig Arabisch. Eure Arabisch-Seiten gefallen mir, aber die arabische Schrift ist etwas klein und kein Hocharabisch, ist für mich also weniger interessant.

    1. Hallo Monika,
      danke für deinen Kommentar und den Hinweis.
      Und du hast sicher recht, wenn du sagst, dass es noch mehr sehr schwierige Sprachen auf dieser Welt gibt. Vielleicht gibt es nochmal einen Part 2 dieser Liste.
      Viele Grüße
      Anja

    1. Hallo Mark,
      leider verstehe ich deine Frage nicht ganz.
      Könntest du deine Frage nochmal anders stellen?
      Liebe Grüße
      Anja

  6. Tag auch!

    Dieser Artikel ist sehr gut gelungen. Ich hätte jedoch noch einige Sprachen hinzuzufügen.

    Besonders schwer finde ich solche, deren Aussprache sehr von der Schreibweise abweicht.
    Beispielsweise gibt es asiatische Idiome, wie Thai und Khmer, die für einen Laut viele Buchstaben haben, man also von gesprochenen Wörtern nicht auf ihre genaue Schreibweise schließen lassen. Ich habe auch gehört, das Tibetisch sehr viele stumme Buchstaben hat, man kann aber nicht erkennen und es gibt keine Regel, welche Buchstaben eines Wortes nun stumm sind.
    Bei Birmanisch habe ich ähnliches selbst beobachtet, da ich zum Zeitvertreib manchmal vergleichstabellen verschiedener Sprachen erstelle und dann birmanische Wörter nachschlagen muss.
    Deren Lautschrift (phonologische Schrift, in der ein Zeichen einen Laut repräsentiert und damit die Aussprache schriftlich darstellt) weicht hochgradig von der Schreibweise und der Transkription ab, was ganz schön frustrierend sein kann, da man nicht für alle Wörter auch die Lautschrift findet.
    Des weiteren sind genannte vier noch Tonsprachen, was das Lernen sicher noch extra erschwert.

    Dann wären da noch Irisch und Schottisch-Gälisch.
    Diese Sprachen sind Keltisch und damit stehen sie verwandtschaftlich zwischen germanischen Sprachen wie Deutsch und Englisch und romanischen Sprachen wie Französisch, Spanisch und Italienisch. Das heißt aber nicht, dass sie diesen Sprachen ähneln. Irisch beispielsweise hat eine sehr gewöhnungsbedürftige Satzstellung von VOS. Das heißt zuerst kommt das Verb, dann das Objekt und schließlich das Subjekt.
    Auch die Aussprache ist schwierig. Fast Jeder Konsonant kann entweder hell (ʲ) oder dunkel (ˠ) gesprochen werden, je nachdem, ob er mit hellen oder dunklen Vokalen in Verbindung steht.
    Darüberhinaus werden viele Vokale, vor allem o und i, hinter oder vor anderen Vokalen nicht wirklich mitgesprochen, sondern dienen einzig und allein zur Markierung von dunklen oder hellen Konsonanten. Außerdem sind viele Buchstaben oder Digraphen auch noch stumm. Aufgrund dieser Besonderheiten klingt „Gaeilge“ wie „Gehldje“ und und „Baile Átha Cliath“ wie „Baljaa Kljië“.
    Außerdem beinhalten diese Sprachen noch eine weitere Hürde für Lernende: Die Anlautmutation.
    Es ist eine der exotischsten Arten, Wörter zu beugen. Es wird nicht mit Präfixen oder Suffixen gearbeitet. Nein, es wird der Anfangslaut des Wortes verändert. Es gibt zwei Arten: Lenition (Erweichung) und Eklipse (Nasalisierung). Sie sind für viele grammatische Aspekte nötig und beinahe jeder Irische und Schottische Laut hat in beiden Mutationen ein Pendant, das auswendig gelernt werden muss.
    Wenn das noch nicht reicht, ist hier nochmal das Zählsystem. Man unterscheidet nicht nur Kardinal- (eins, zwei, drei…) und Ordinalzahlen (erstens, zweitens, drittens…), sondern noch zwei weitere Klassen für das Zählen von Gegenständen und das von Personen.
    Und es gibt kein exaktes Wort für ja oder nein, es muss umschrieben werden.

    Ich hoffe ich konnte hier etwas Wissen beisteuern und habe euch etwas schlauer gemacht.

    Viele Grüße,
    Bjarne Meyn Ende.

    1. Hey Bjarne,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag! Vielleicht haben wir irgendwann die Möglichkeit einen Artikel über diese Sprachen zu schreiben 🙂
      Viele Grüße

  7. Guten Morgen liebe Anja,

    vielen Dank für die Rückmeldung dazu. Ich wollte noch eine allgemeine kurze Info sagen:
    Katakana hat am meisten AUCH vom China kopiert, weil es z.B. das Zeichen リ („ri“) sowohl es im chinesischen als 刂 („dao“) gibt als auch im Katakanischen von Japan. Oder auch andere Zeichen…
    Hier noch ein Link zum angucken wenn ich das nicht gut erkären konnte 😉 : https://jakobsjapanisch.de/artikel/katakana-tabelle/

    Also japanisch ist eine Sprache die auch von China kopiert hat, aber dann seine eigene Aussprache und auch Hiragana entwickelt hat. Bei Kanji, da haben sie recht, ist alles vom chinesischen kopiert worden.
    Nochmal vielen Dank für alles!

    1. Hallo Jakob,
      vielen Dank für deinen Hinweis. Es zeigt sich auf jeden Fall, dass Sprachen sich oft gegenseitig beeinflussen können 🙂
      Wir wünschen dir erst einmal viel Erfolg beim Lernen!

  8. Schönen guten Tag,

    ich lerne gerade japanisch, chinesisch, türkisch, englisch, französisch und koreanisch, aber chinesisch ist etwas besonderes, und deswegen möchte ich es lernen, und habe eine Frage:
    Die japanische Sprache hat ja zwei Alphabete (Hiragana und Katakana), und diese haben AUCH vom chinesischen kopiert, also nicht nur das Kanji, sondern alles. Aber warum hat die japanische Sprache die Zeichen vom chinesischen genommen? Hat China Japan regiert? Eigentlich ist die japanische AUSSPRACHE viel unterschiedlicher als andere je zuvor…

    Mit freundlicher Grüße
    Jakob Nieder

    1. Hallo Jakob,
      vielen Dank für deine sehr interessanten Fragen.
      Du hast recht, das Japanische benutzt verschiedene Schriftsysteme. Hiragana und Katakana sind japanische Alphabete, die im chinesischen Schriftsystem allerdings nicht benutzt werden. Das chinesische Schriftsystem benutzt ausschließlich Kanji (chinesische Schriftzeichen), in denen meist ein Zeichen gleichzusetzen ist mit einer Bedeutung (das Ganze ist natürlich wesentlich komplexer). Aus einer langen gemeinsamen Geschichte beider Länder heraus hat sich ergeben, dass auch Japan Kanji benutzt, zusätzlich zu Hiragana und Katakana. Wenn dich dieses Thema interessiert, wirst du sicher viele Bücher, Artikel oder Aufsätze dazu im Internet finden können.
      Auch die Aussprache beider Sprachen ist natürlich anders, da es sich hier um zwei voneinander abzugrenzende Sprachen handelt, die zu einer Sprachfamilie gehören. Interessant zu wissen: Im Japanischen hat ein Kanji oft eine chinesische und eine japanische Lesung. Das macht das Lernen noch interessanter 🙂
      Viel Erfolg!

  9. Hallo zusammen, musste in der Höheren Schule seinerzeit noch drei Fremdsprachen lernen, angefangen mit Latein, dann Engl. und wahlweise Frz oder Alt-Griechisch. Da damals keine Lust hatte Aufsätze schreiben zu müssen, war Griechisch als Tote Sprache genau richtig.—-
    Danach habe ich noch Frz. gelernt und durch duolingo wieder toll auffrischen und erweitern können. Ist durch das WWW viel einfacher geworden.
    Ndl./Dänisch habe ich auch bei duolingo angefangen und mache weiter. Am Wichtigsten ist, aktuelle Texte, z.B. Online-Zeitungen zu lesen, optimale Übersetzungen klappen dann auch mit deepl.com. Seltenere Vokabeln muß ich dann auch manchmal lange suchen. Ein Wörterbuch von 1902 (Frz + Deutsch) von Sachs-Vilatte, mehrere Kilo schwer, habe ich extra bindeb lassen. Ist wie neu…….Sehr toll zum Vokabellernen sind die Bild-Wörterbücher von 1937 (The English Duden) oder für Französisch. Gibt es bei booklooker im 12 EUR Bereich. Einfach einmal hineinschauen.—Die Sprache muß einem auch liegen. So bin ich bei Tschechisch gelandet (finde ich doch schon schwer) nach einer Bruchlandung beim Polnischen (auch über duolingo).
    Eine gute Methode ist assimil (Bücher), aber die Sprachen muß man mögen, sonst macht es keinen Spaß. Viel Glück !

    1. Hallo Pavel,
      wir bewundern deinen Einsatz im Sprachenlernen und wünschen dir viel Erfolg damit!
      Danke auch für deine Empfehlungen. Das wird dem ein oder anderen sicher eine Hilfe sein.
      Viele Grüße
      Anja

  10. Das Wesentliche verständlich und richtig darzustellen ist nicht einfach, doch dir ist es gelungen.
    Nur ein paar sehr persönliche Anmerkungen.
    Finnisch – Ungarisch
    Während ich die Agglutination an sich als unproblematisch empfinde, man muss halt die Suffixe lernen, würde mir Finnisch wegen des gebündelten Vokalreichtums, vor allem wegen der vielen. Diphtonge oder Triphtonge (gibt es das Wort?) sehr schwer fallen. Ich würde fie Wörter ständig vergessen oder verwechseln. Vokale haben halt keine so unterscheidende Wirkung wie Konsonanten. Deshalb fände ich auch Hawaiianisch sehr schwer. Ungarisch hingegen ist gut verständlich wegen des Konsonantenreichtums. Das gilt übrigens sowohl für das Lese- wie das Hörverstehen.
    Ich frage mich auch, wie deine sehr stimmige Liste aussähe, wenn wir afrikanische, indische und andere asiatische Sprachen hinzunähmen. Ich bin sicher, dass Tamil, das ja von vielen Menschen gesprochen wird, da einen vorderen Platz einnähme.
    Danke für deine hilfreiche und praxisnahe Website.

    1. Hallo Rainer,
      vielen Dank für deine fachliche Ausführung!
      Das finden wir auch sehr interessant und vielleicht haben wir die Möglichkeit in der Zukunft etwas zu diesem Thema zu veröffentlichen.
      Liebe Grüße
      Anja

  11. Warum fällt Persisch meistens unter den Tisch? Selbst wenn man berücksichtigt, dass die Schrift (erweitertes) Arabisch ist, erleichtert das Fehlen der Genera die Sache enorm. Ziemlich regelmäßige Konjugation, die hier bekannten drei Personen, Sg. und Pl.
    Ich habe ein Buch, das theoretisch zu B1 führen soll, bin sehr undiszipliniert und habe immerhin den größten Teil durch, mit Lesen, Schreiben und Verständnisaufgaben. Danach gehe ich langsam noch mal alles durch. Hier sind genug Afghanen und manchmal auch Perser, um es zu probieren.

    1. Lieber Klaus,
      danke für den Hinweis. Man könnte diese Liste sicher noch mit vielen Sprachen erweitern.
      Ich wünsche dir aber viel Erfolg weiterhin mit dem Persischlernen!
      Liebe Grüße
      Anja

  12. Russisch ist deutlich schwieriger als z.B. Englisch oder Italienisch aber zumindest aus meiner Sicht, ein Kinderspiel im Vergleich zu Chinesisch. Ich komme hier nicht eine einzige Seite im Lehrbuch weiter, Tonhöhen höre ich nicht heraus und wenn ich mir mit Mühe ein Schriftzeichen pro Tag einpräge, ist es am nächsten Tag vergessen. Das Russische Alphabet hatte ich an einem Tag gelernt.
    In die Liste gehören bei allen Schwierigkeiten dieser Sprachen weder Russisch noch Polnisch und Griechisch. Was reingehören würde wäre Vietnamesisch, wo die Aussprache (und damit auch das Hörverständnis) noch komplizierter ist als in Chinesisch. Es wäre an Navajo zu denken, dass die USA zur Verschlüsselung von Nachrichten im 2. Weltkrieg verwendeten, weil es außerordentlich kompliziert ist und kaum jemand anderswo dieses Sprache spricht. Oder eine „exotische“ Sprache wie Pirahã, weil das sehr stark von allen anderen Sprachen abweicht.

    Nur sehr wenige Sprachen, die nicht indoeuropäisch sind, dürften einfacher sein, als Russisch/Polnisch/Griechisch. Das Indonesische ist ziemlich einfach, auch Türkisch geht noch. Aber ansonsten sind die allermeisten für uns (ausgenommen Sprachgenies) unlernbar.

    1. Guten Tag Dir Stefan,

      und vielen Dank Dir für Deinen Kommentar mit Deiner Meinung und Deinen Ergänzungen zu unserem Beitrag mit den schwersten Sprachen der Welt.

      Die 10 Sprachen haben wir aufgrund von ausführlichen Recherchen und Befragungen im „Kollegenkreis“ ausgewählt. Vietnamesisch wurde dabei eigentlich nie wirklich erwähnt. „Minderheitensprachen“ zugegebenerweise allerdings schon – vor allem Navajo – diese haben wir jedoch aus dem Grund weggelassen, weil diese kaum jemand lernt (und es somit ebenso kaum Erfahrungsberichte gibt). Und der Beitrag sich ja darum dreht, welche Sprachen für deutsche Muttersprachler am schwersten zu lernen sind.

      Dir auf jeden Fall trotzdem vielen Dank für Deine Ergänzungen und Deine Sichtweise – und weiterhin viel Erfolg – und vor allem Spaß – beim Sprachen lernen.

      LG,

      Jeremy-James

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