Business-Englisch: Wie lernen Sie erfolgreich Wirtschaftsenglisch? (Gastbeitrag)

Business-Englisch: Wie lernen Sie richtig Wirtschaftsenglisch?

Business-Englisch: Die lingua franca (=Verkehrssprache) in modernen Unternehmen

Kennen Sie das? Sie sitzen in einem Meeting und normalerweise sind Sie nicht auf den Mund gefallen. Heute ist jedoch ein neuer Mitarbeiter hinzugestoßen, der leider kein Deutsch spricht.

Plötzlich sprechen alle Teilnehmer Englisch und Sie bringen keinen Ton mehr heraus. Sie verstehen zwar so recht und schlecht worum es geht, falls jedoch Ihr Input verlangt wird, herrscht Funkstille. Im besten Fall können Sie sich so halbwegs durchwursteln.

Sie haben jedoch das Gefühl stets einen Schritt hinterher zu sein. Denn sobald Sie Englisch sprechen müssen, sind Sie nur noch ein Schatten Ihrer selbst.

Business-English or die (Business-Englisch oder stirb)!

Wer heutzutage kein Business-Englisch beherrscht, kann sein berufliches Fortkommen auf Eis legen. In Zeiten einer auf Internationalisierung ausgerichteten Geschäftswelt ist Englisch das vorherrschende Verständigungswerkzeug.

Wer nicht überzeugend auf Englisch kommunizieren kann, dem bläst auf seinem Karriereweg ein eiskalter Wind ins Gesicht.

  • Interessante Projekte haben meist einen internationalen Fokus.
  • Geschäftspartner stammen aus dem Ausland.
  • Meetings werden in Englisch abgehalten, sobald auch nur ein Teilnehmer kein Deutsch spricht.
  • Belegschaften sind international.
  • Hochqualifizierte Player stammen oft aus dem Ausland.
  • In Unternehmen wird die Firmensprache über Nacht auf Englisch umgestellt, weil der neue CEO kein Deutsch spricht (siehe das Beispiel Volkswagen).

Falls Sie sich hier selbst wiedererkennen, wird es Zeit zu handeln und so rasch wie möglich sattelfestes Business-Englisch zu lernen.

Schnell Englisch sprechen lernen mit der Callan-Methode

Inhaltsverzeichnis:

  1. Business Englisch – was ist das eigentlich?
  2. Effizient und stressfrei Business-Englisch lernen.
  3. Tipps, um Ihr Business-Englisch zu verbessern.
    1. Lernen Sie Business-Englisch online!
    2. Nutzen Sie elektronische Hilfsmittel wie Business-Englisch-Apps!
    3. Vernetzen Sie sich auf Social-Media,
    4. und offline!
    5. Lesen Sie englische Wirtschaftsnachrichten!
    6. Hören Sie Business-Englisch-Podcasts!
    7. Schauen Sie sich (YouTube-)Videos speziell für Wirtschaftsenglisch an!
  4. Verhandlungssicheres Englisch
  5. Business-Englisch für Smalltalk
  6. Unterschiede zwischen amerikanischem und britischem Business-Englisch
  7. Fazit – Business-Englisch

Business Englisch was ist das eigentlich?

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Business-Englisch dürfen Sie auf keinen Fall gleichsetzen mit den rein technischen Fachbegriffen eines Berufs auf Englisch, denn diese verursachen Spezialisten normalerweise keine Probleme. Schließlich  mussten sie, als sie Ihren Beruf erlernten, die entsprechenden Fachtermini auch erst einmal in Ihrer Muttersprache lernen.

Business-Englisch:

sind all die englischen Redewendungen, Sprichwörter, Phrasen und Ausdrücke rund um das administrative und operative Geschäft besonders in den Bereichen: Recht, Versicherung, Verwaltung, internationaler Handel, IT, Kommunikation, Finanzen und Personalwesen.

Jedoch umspannt es nicht nur Fachbegriffe, sondern beinhaltet darüber hinaus Klarheit im Ausdruck, effektive Kommunikation sowie einfache und korrekte Grammatik. Ebenso spielen interkulturelle Eigenheiten eine wichtige Rolle.

Business-Englisch lässt sich nicht nur nach Branchen und Abteilungen unterscheiden. Schließlich beinhaltet jede Sparte ihre individuelle Ablauforganisation.

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Was ist Business-Englisch eigentlich genau: Wie unterscheidet sich Wirtschaftsenglisch vom “normalen” Alltagsenglisch.

Deswegen sollten Sie sich auf die, für Sie relevanten Prozesse konzentrieren, um dahingehend typische Redewendungen und Vokabeln zu identifizieren und lernen.

  • Im normalen Büroalltag ist es wichtig zumindest typische Satzmuster in Bezug auf englischsprachige E-Mails, Begrüßungen, Smalltalk und Englisch am Telefon zu beherrschen.
  • Für Mitarbeiter, die im Verkauf arbeiten, bietet sich Wirtschaftsenglisch für Verhandlungen und Sales an.
  • Für Human Resources ist besonders Englisch für Vorstellungsgespräche,
  • für die Finanzabteilung hingegen das für Banken und Buchhaltung, relevant.

Sie sehen, es ist also von besonderer Bedeutung zunächst die Bereiche abzustecken, die für Sie in Frage kommen. Business-Englisch ist ein zu weites Feld, um einfach ohne Plan drauflos zu lernen.

Schließlich lernen Sie in Ihrem Warenwirtschaftssystem auch nur die Bereiche, mit denen Sie täglich arbeiten. Warum sollten Sie in Bezug auf Ihre Business-Englischkenntnisse also Dinge lernen, die Sie niemals anwenden. Ist doch Anwendung eines der wichtigsten Grundprinzipien beim Sprachen lernen.

Um Ihnen den Start etwas zu erleichtern habe ich Ihnen auf den folgenden Infografiken schon ein paar der wichtigsten Phrasen und Redewendungen für englische E-Mails, sowie das Verhandeln und Telefonieren auf Englisch zusammengestellt. Klicken Sie einfach auf das Bild für eine größere Darstellung:

E-Mails-auf-Englisch-schreiben
E-Mails auf Englisch schreiben
verhandeln-auf-englisch
Verhandeln auf Englisch
telefonieren-auf-englisch
Telefonieren auf Englisch

Bevor Sie loslegen brauchen Sie also einen Plan. Die gute Nachricht: Falls Sie tatsächlich nur an Ihrem Büroenglisch feilen wollen, hängen die Früchte nicht besonders hoch.

Vorausgesetzt Sie beherrschen Ihr Alltagsenglisch mehr oder weniger, dreht es sich letztendlich nur darum relevante Business-Englisch-Vokabeln zu lernen. Dann müssen Sie dieses Wissen nur noch in der Praxis anwenden. Natürlich, zugegebenermaßen oft leichter gesagt als getan.

Im folgenden Abschnitt möchte ich Ihnen deshalb ein paar Tipps und Ratschläge an die Hand geben, mit welchen es Ihnen gelingen sollte Ihr Business-Englisch rasch zu verbessern (oder auch aufzufrischen), zu erweitern und vor allem sicher anzuwenden.

Effizient und stressfrei Business-Englisch lernen

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Auch in diesem Zusammenhang gilt es zunächst einen Plan auszuarbeiten. Analysieren Sie zunächst die Gesprächsmuster in Ihrem Büroalltag. Zu Ihrer Verwunderung (oder auch nicht) werden Sie feststellen, dass sich in vielen Situationen Ihres Arbeitsalltages die Muster wiederholen.

Nun versuchen Sie diese zu übersetzen. Dafür verwenden Sie am besten einen (online) Business-Englisch-Übersetzer (Wörterbuch). Anschließend schreiben Sie sich, die für Sie wichtigen Vokabeln, Phrasen und Redewendungen heraus.

Nun trainieren Sie diese mit einem Freund, einem Muttersprachler (native speaker), einem Vokabeltrainer (unsere Empfehlung sind hier die Mosalingua-Business-Apps für Android und iOS)(*) oder einem privaten Englischtrainer. Wichtig ist in diesem Zusammenhang eine lockere Umgebung und spielerisches Lernen.

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Auch beim Lernen von Business-Englisch-Vokabeln ist eine spielerische und unterhaltsame Herangehensweise das Um-und-Auf um nicht nur rasche, sondern genauso dauerhafte, Erfolge zu sehen.

Denn einer der Hauptgründe warum Business-Englisch ein so großes Problem für viele Lernende darstellt ist der (selbstauferlegte) Druck. In einer Umgebung des Wettbewerbs wird Perfektion verlangt. Diesem Anspruch können Lernende oder diejenigen, die ihr Business-Englisch auffrischen wollen, natürlich nicht genügen. So wird ein Vermeidungsverhalten antrainiert.

Business-Englisch wird zu einem roten Tuch, dem man möglichst aus dem Weg geht.

  • Präsentationen auf Englisch werden abgegeben,
  • englische Telefonate werden vermieden.
  • Falls Kollegen aus dem Ausland kommen, ist man schnell einmal krank.
  • Auch Geschäftsreisen werden auf die lange Bank geschoben.
  • Das Stichwort: erlernte Hilflosigkeit.

Die Folge:

Isolation und Exil im Karriereabseits.

Die Lösung: Lockeres Konversationstraining mit Freunden oder einem sympathischen Business-Englisch-Trainer, das den Grundstein legt. In Rollenspielen können Sie sämtliche Geschäftssituationen nachspielen: Englisch für den Verkauf, Telefonate, Emails schreiben oder auch Vorstellungsgespräche.

So üben Sie lebendiges Englisch in realistischen Situationen und Ihr Lernprozess ist auf praktische Anwendung ausgelegt. Sie lernen nur die Dinge, die Sie wirklich brauchen. Außerdem merkt sich Ihr Gehirn die Inhalte auf diese Weise besser.

Weitere Tipps, um Ihr Business-Englisch zielgerichtet zu verbessern:

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1. Lernen Sie Business-Englisch online:

Auch falls Sie viel auf Geschäftsreise sind gibt es genug Möglichkeiten Business-Englisch zu lernen. Eine Möglichkeit sind z. B. Skype-Stunden oder ein Tandempartner. Über moderne Chat-Kommunikationswerkzeuge können Sie mit Ihrem Gesprächspartner in Kontakt treten. Dies hat mehrere Vorteile.

Oft müssen Sie in Ihrem Geschäftsalltag ebenfalls über das Telefon, Telkospinnen oder in Skype-Chats Englisch sprechen. So können Sie gleichzeitig diese Situationen trainieren.

Ein weiterer Vorteil: Sie sind in einem virtuellen Kontakt weniger gehemmt. Genauso wie man schlechte Nachrichten lieber über das Telefon kommuniziert, spielen Sprachhemmungen in einer virtuellen Umgebung eine weitaus geringere Rolle.

Schnell Englisch sprechen lernen mit der Callan-Methode

2. Nutzen Sie elektronische Hilfsmittel wie Business-Englisch-Apps:

Ein gute Ergänzung zu einem regulären Business-Englisch-Kurs stellen Sprachlern-Apps dar. Diese können aus dem Internet heruntergeladen werden (teilweise sogar kostenlos).

  • Mit diesen Apps können Sie vor allem Vokabeln sowie relevante Redewendungen und Phrasen lernen.
  • Sie können Ihren Lernprozess individuell gestalten.
  • Sie sind unabhängig von Ort und Zeit. So können Sie zum Beispiel im Zug, während Sie auf einen Termin warten oder in einem langweiligen Meeting an Ihren Englischkenntnissen feilen.

Ein paar empfehlenswerte Business-Englisch-Apps habe ich Ihnen im Folgenden aufgeführt:

  • Den Mosalingua-Business-Vokabeltrainer für Android und iOS (*) hatte ich schon erwähnt. Ideal um gezielt Ihren Wirtschaftsenglisch-Wortschatz zu erweitern.
  • Die Business English App by BEP ist eine ordentliche und vor allem kostenlose Option.
  • Babbel-Business-Englisch(*): DIE deutsche App zum Sprachen lernen hat natürlich auch einen Business-Englisch-Kurs im Angebot. Und einen sehr guten dazu noch.
  • Die Jicki-Sprachduschen(*): Diese gehen beim Sprachen lernen einen etwas anderen Weg und verbinden dieses mit Entspannung. Und wer kann nicht hin und wieder eine Prise Entspannung in seinem hektischen (Arbeits)alltag gebrauchen.
  • Fluentu(*) : Lernen Sie Business-Englisch mit authentischen Videos. Von Muttersprachlern aufgenommen, von tausenden Nutzern empfohlen.
  • Falls Sie gleich die komplette Belegschaft Ihres Unternehmens mit Business-Englisch-Apps austatten wollen, dann bietet sich MondlyWORKS (*) an. Eine gute Sprach-App, die auf AR (Augmented Reality) setzt, sowie Sonderkonditionen für Unternehmen anbietet.

3. Vernetzen Sie sich auf Social-Media..

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Eine weiteres gutes Hilfsmittel sind Interessengruppen in Social-Media-Kanälen – das können allgemeine Plattformen wie Facebook oder auch Netzwerke für Professionalisten wie LinkedIn oder Xing sein. Hier können Sie mit Gruppen Ihrer Berufssparte in Kontakt treten und auf Englisch kommunizieren. So schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen verbessern Sie Ihr Business-Englisch in einem praktischen Umfeld, zum anderen bauen Sie interessante Geschäftskontakte auf.

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Beim Austausch mit englischen Muttersprachlern in einem Business-Umfeld, verbessern Sie nicht nur Ihre Englischkenntnisse für den Beruf, sondern knüpfen gleichzeitig wertvolle Kontakte.

4. und offline.

Indem Sie auf Treffen von englischen Muttersprachlern gehen. Falls dabei der fachliche bzw. berufliche Austausch im Vordergrund stehen soll, dann bieten sich dafür vor allem die Veranstaltungen und Treffen der deutsch-britischen Gesellschaft oder des American-German Business Club an. Aber auch auf Meetup.com finden sich für die meisten größeren Städte geeignete Treffen.

5. Lesen Sie englische Wirtschaftsnachrichten:

Anzunehmenderweise werden Sie von Natur aus Interesse an Neuigkeiten und Trends aus der Welt der Ökonomie haben. Also warum diese nicht gleich auf Englisch lesen. Ein paar der bekanntesten Portale hierfür sind:

Beachten Sie dabei außerdem:

  1. Das Lesen zu einer täglichen Gewohnheit zu machen. Zum Beispiel während des Frühstücks, der Fahrt zur Arbeit oder vor dem zu Bett gehen. Falls Sie können, lesen Sie dabei laut, um einerseits Ihre englische Aussprache zu verbessern und andererseits den Lerneffekt zu erhöhen.
  2. Auch die weiteren auf der Webseite angebotenen Formate wie Videos oder Podcasts zu konsumieren.
  3. Nicht nur passiv zu konsumieren, sondern das Gelesene genauso aktiv zu lernen. Notieren Sie sich für Sie wichtige Vokabeln und Phrasen (in ihrem Englisch-Vokabeltrainer), um sie zu lernen und in weiterer Folge auch anzuwenden. Zuerst probeweise während Ihrer Englischstunden bzw. Tandemgespräche – danach live und unplugged in Ihrem Arbeitsalltag.
  4. Den Überschriften besondere Beachtung zu schenken. In diesen finden sich nicht nur besonders interessante und kräftige Ausdrücke und Phrasen. Gleichzeitig lernen Informationen und Gedanken möglichst kurz und treffend zusammenzufassen.

6. Hören Sie Business-Englisch-Podcasts:

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Falls Sie nicht nur Ihr Business-Englisch sondern genauso Ihr Englisch-Hörverstehen verbessern wollen, dann bieten sich dafür englische Podcasts an. Natürlich welche, die sich spezifisch mit Wirtschaftsthemen auseinandersetzen.

Einige empfehlenswerte Podcasts für Business-Englisch sind:

  • Harvard Business Review: Komplett kostenlos (inklusive Transkripten).
  • TED Business-Talks: Sowohl als Podcast als auch Video verfügbar. Komplett kostenlos und mit Transkripten in mehreren Sprachen.
  • Down to Business English: Einzelne Episoden kostenlos. Um das gesamte Angebot (sprich alle Episoden inklusive Transkript) nutzen zu können, ist eine Mitgliedschaft notwendig. Diese kostet um die 6 Dollar pro Monat (verschiedene Laufzeiten sind möglich).
  • BBC Business Daily: Komplett kostenlos, aber ohne Transkripte.
  • This Morning with Gordon Deal: Ebenfalls komplett kostenlos aber ohne Transkripte.

7. Schauen Sie sich (YouTube-)Videos speziell für Wirtschaftsenglisch an:

Falls Sie eher der visuelle Lerntyp sein sollten, dann empfehlen sich für Sie Videos zum Business-Englisch lernen anstatt Podcasts. Meine Empfehlungen für diese sind:

  • TED Business-Talks: Sowohl als Podcast als auch Video verfügbar. Komplett kostenlos und mit Transkripten in mehreren Sprachen.
  • engvid.com: Professionell gemachte Videos von ebenso professionellen Englischlehrern.
  • The Economist: YouTube-Kanal des bekannten englischsprachigen Wirtschaftsmagazins.
  • Financial Times: YouTube-Kanal des bekannten englischsprachigen Wirtschaftsmagazins.
  • Bloomberg Markets and Finance: YouTube-Kanal des bekannten englischsprachigen Wirtschaftsmagazins.

Verhandlungssicheres Englisch

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Oft wird heutzutage in Stellenausschreibungen das berühmte “verhandlungssichere Englisch” verlangt – sogar bei Positionen für Ingenieure, Wissenschaftler oder Techniker. Die Frage, die sich dabei stellt, ist, was der Ausdruck “verhandlungssicheres Englisch” überhaupt bedeutet.

Um eines gleich vorweg zu nehmen – mit verhandlungssicherem Englisch werden stark forgeschrittene (und vor allem auch fachspezifische) Kenntnisse der englischen Sprache verlangt.

Während es bei fließenden Englischkenntnissen ausreichend ist, eine Unterhaltung auf Englisch problemlos aufrechterhalten zu können, müssen Sie hier zu weitaus mehr in der Lage sein. So z. B. dazu

  • Gespräche mit Zollbehörden zu führen,
  • einen Produktionsprozess detailliert zu beschreiben
  • oder auch ein Briefing in Fachsprache zu verfassen.
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Ist Ihr Englisch wirklich so verhandlungssicher, um auch in schwierigen Situationen nicht die Nerven zu verlieren, sondern das sprichwörtliche Ass aus dem Ärmel zu schütteln.

Weitere Kriterien zur Einschätzung, ob Ihr Englisch verhandlungssicher ist, sind:

  1. Konversation und Smalltalk auf Englisch und im beruflichen Rahmen fallen Ihnen leicht und Sie kommen dabei auch nicht ins Stottern.
  2. Sie beherrschen das Fachvokabular Ihres Berufes und können dieses problemlos anwenden, um Erklärungen und Beschreibungen zu geben.
  3. E-Mails schreiben, telefonieren, Vorträge halten oder auch ein Bewerbungsgespräch auf Englisch stellen für Sie kein Problem dar.
  4. Verhandlungen und Meetings auf Englisch genauso wenig.
  5. Und last but not least besitzen Sie ein sehr gutes interkulturelles Verständnis. Das heißt Sie kennen die Verhaltensregeln im Gespräch mit britischen und amerikanischen Geschäftspartnern genau und leisten sich keinen peinlichen Fauxpas.

Trauen Sie sich das alles zu? Falls nicht, dann bietet sich ein spezieller Business-Englisch-Kurs an. Das Gute an einem solchen ist, dass Sie ein Zertifikat erhalten, welches Sie bei zukünftigen Bewerbungen vorweisen können. Die wichtigsten Business-Englisch-Zertifikate habe ich Ihnen im Folgenden aufgelistet:

  • TOEIC: Die Business-Englisch-Variante des TOEFL-Test. In Abhängigkeit vom Testergebnis werden Sie in ein bestimtmes Sprachniveau eingestuft. In Deutschland ist für die Durchführung die Firma Language & Testing Service zuständig. Die Ergebnisse sind des Weiteren nur zwei Jahre gültig, der Test dauert zwischen 60 und 200 Minuten und die Kosten liegen bei 80 bis 180 Euro.
  • Business English Certificate (BEC): Das Business-Englisch-Zertifikat der Uni Cambridge ist in drei Stufen (B1 bis C1) erhältlich. In Deutschland kann die Prüfung an rund 50 verschiedenen Orten abgelegt werden, dauert 140 bis rund 190 Minuten und kostet 120 bis 250 Euro. Die starken Preisschwankungen ergeben sich durch Niveaustufe und Ort.
  • English for Business (EFB): Das Wirtschaftsenglisch-Zertifikat der Londoner Industrie- und Handelskammer (LCCI), welches in fünf Niveaus (von A1/A2 bis C1/C2) vergeben wird. In Deutschland gibt es rund 200 Prüfungszentren, der Test dauert zwischen 90 und 180 Minuten und kostet 110 bis 140 Euro. Zusätzlich (und mit zusätzlichen Kosten verbunden) lassen sich Testmodule für das mündliche Sprachvermögen und das Hörverständnis dazu buchen.
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  • Telc English Business: Telc ist eine gemeinnützige Tochter des deutschen Volkshochschulverbandes, die fünf verschiedene Prüfungen für Business-Englisch anbietet (von A2-B1 bis B2-C1). Die Prüfungen finden unter anderem in Volkshochschulen statt, welche auch die Vorbereitungskurse anbieten. Bundesweit gibt es mehr als 1000 Prüfungsstellen, der Test dauert 120 bis 180 Minuten und kostet 100 Euro aufwärts.
  • IELTS für Business-Englisch: Dieser Test richtet sich vor allem an Akademiker, es gibt aber auch eine Variante namens General Training für Berufstätige. Angeboten wird er in Deutschland vom British Council . Die Prüfung dauert rund 180 Minuten und kostet 220 Euro.

Business-Englisch für Smalltalk

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Busines-Englisch wird natürlich nicht nur mit US-Amerikanern, Briten und Mitgliedern des ehemaligen Commonwealth of  Nations gesprochen. Englisch ist die Sprache der internationalen Geschäftswelt.

Doch in einer Fremdsprache effizient zu kommunizieren beschränkt sich nicht nur auf die Sprache an sich. Schließlich ist eine Sprache letztlich der kommunikative Ausdruck der Lebensart eines Volkes und deren Kultur. Auch mit grammatikalisch und inhaltlich perfekten Englischkenntissen, können Sie ein interkulturelles Tschernobyl verursachen, falls Sie gewisse interkulturelle Eigenheiten missachten.

Hier gilt es sich vor dem Treffen zunächst schlau zu machen, welche Dinge in der Heimat des Geschäftspartners Tabu sind. So können Sie peinliche Situationen vermeiden, den Ball flach halten und eine positive Atmosphäre erzeugen.

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Bei Meetings und Konferenzen mit internationalen Geschäftspartnern ist nicht nur einwandfreies Business-Englisch für den Smalltalk gefragt. Genauso ist interkulturelles Verständnis und Kenntnis über die Dos und Don’ts der Kultur des Gegenübers unerlässlich, wollen Sie nicht peinliche Situationen und eventuell negative Auswirkung auf die Geschäftsbeziehung riskieren.

Smalltalk ist der Kitt der Geschäftsleute zusammenbringt. Leider sind Deutsche keine leidenschaftlichen Smalltalker. Deutsche Kommunikation ist auf Effizienz ausgerichtet. Mitarbeiter, die viel reden, werden kritisch beäugt. Schließlich kann wer viel redet, nicht gleichzeitig viel arbeiten. So oder so ähnlich ist der vorherrschende Unterton.

Andere Kulturen denken in diesem Zusammenhang anders. Besonders in der Phase der Geschäftsanbahnung ist Smalltalk Werkzeug zum Erzeugen gegenseitiger Empathie. Deswegen lohnt es sich unbedingt, sich ein paar Gedanken darüber zu machen, wie Sie Ihre Geschäftsbotschaft elegant mit einem Austausch von Alltagsbanalitäten einrahmen.

Dies ist besonders im Gespräch mit Briten und US-Amerikanern wichtig. Sowohl US-Amerikaner als auch unsere Inselnachbarn sind leidenschaftliche Smalltalker. Sofort auf den Punkt zu kommen wird als tölpelhaft und tapsig empfunden. Smalltalk gehört zum guten Stil.

Deswegen sollten Sie in diesem Zusammenhang dringend aktiv werden, sobald Sie Handlungsbedarf orten. Denn schließlich repräsentieren Sie Ihre Geschäftsinteressen und möchten nicht als interkultureller Ignorant wahrgenommen werden.

Tipps und Anleitungen für Smalltalk und Konversation auf Englisch gibt es hier.

Unterschiede zwischen amerikanischem und britischem Business-Englisch

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Anders als beim regulären Englisch beziehen sich die Unterschiede zwischen britischem und amerikanischem Englisch nicht so sehr auf unterschiedliches Vokabular. Zwar begrüßen und verabschieden sich Briten und US-Amerikaner in Emails auf eine andere Weise (BE: Dear Sir or Madam AE: To whom it may concern; BE Cheers; AE: Yours truly), ansonsten halten sich die Unterschied rein im Bezug auf das Vokabular in Grenzen.

Der Teufel liegt hier also wie üblich im Detail. Briten bevorzugen eine sachlich, unterkühlte Ausdrucksweise. Das sogenannte britische Understatement. Außerdem wird in Großbritannien Negativität durch eine einleitende Phrase entschärft. („I am afraid, unfortunately, I am sad to say….“).

Generell ist die Geschäftskommunikation mit Briten eher indirekt und sehr höflich. Das Konditional II wird gerne benutzt und in Höflichkeitsfloskeln bisweilen überstrapaziert. („Could, would, should…“). Außerdem empfiehlt es sich Anfragen und Bitten stets mit einem geschmeidigen „please“ zu beenden.

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Der Unterschied zwischen amerikanischem und britischem Business-Englisch liegt nicht so sehr im Vokabular, sondern viel mehr in der Verwendung von diesem und im allgemeinen Ausdruck.

Amerikaner sind in ihrer Geschäftskorrespondenz ähnlich direkt wie die Deutschen. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass Amerikaner auch völlig unscheinbare Sachverhalte vollkommen unverhältnismäßig aufblasen.

Der amerikanische Superlativ entspricht dem deutschen Positiv. So kann es gut seine, dass vollkommen banale Angelegenheiten als „awesome, gorgeous, exciting, marvelous, great, oustanding oder amazing…“ bezeichnet werden.

Briten misstrauen Übertreibungen eher und was in den USA „wonderful“ ist, wird im Vereinigen Königreich von Großbritannien und Nordirland maximal als „not bad“ durchgehen.

Fazit – Business-Englisch:

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Sie sehen Business-Englisch ist ein weitschweifiges Feld. Bevor Sie loslegen, Ihr Wirtschaftsenglisch auf Vordermann bringen und Englisch Vokabeln lernen, überlegen Sie sich also gut, welche Bereiche für Sie wirklich wichtig sind. Und welche Sie im Gegensatz dazu etwas vernachlässigen oder zumindest nachrangig priorisieren können.

Analysieren Sie sich also zunächst selbst und üben Sie praxisorientiert. Und vernachlässigen Sie vor allem nicht den Spaß und sehen Sie die Dinge nicht zu verbissen. Freude ist schließlich der stärkste Motivador und Antrieb auf Ihrem Weg zu besserem Business-Englisch.

Schnell Englisch sprechen lernen mit der Callan-Methode

Dies ist ein Gastbeitrag von Franz Seidenfuß. Hr. Seidenfuß ist gebürtiger US-Amerikaner und Business-Englisch-Trainer in München, der über zehn Jahre Berufserfahrung vorweisen kann. Sein größtes Anliegen ist es seine Leidenschaft für die englische Sprache an seine Schüler weiterzugeben.

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Über den Autor

Jeremy-James Peter - Österreicher und Agrarwissenschaftler. Nachdem er eine Zeit lang in der Forschung tätig war, wollte er noch einmal etwas Neues erleben und ist ohne Plan, Rückflugticket und Spanischkenntnisse nach Südamerika aufgebrochen. Heute spricht er nicht nur Spanisch, sondern schreibt auch für Sprachheld.

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