Was kann Duolingo: Die Wahrheit über die bekannte Sprachlern-App in unserem Test!

Kann man mit Duolingo eine neue Sprache wie Englisch, Spanisch, Französisch oder auch Deutsch lernen? Eine Frage, die wahrscheinlich nicht nur Du Dir stellst, sondern genauso eine Reihe weiterer potentieller Sprachlerner.

In diesem Beitrag erhältst Du ausgehend von meinen persönlichen Erfahrungen die Antwort auf Deine Frage. Dafür habe ich Duolingo zuerst einem ausgiebigen Test unterzogen, um anschließend eine fundierte Bewertung abzugeben. Das Ergebnis von meinem Duolingo-Test findest Du hier.

Erfahre hier: Die besten Sprachtools – Welches Online-Wörterbuch ist der beste digitale Übersetzer?

Inhaltsverzeichnis:

  1. Einleitung – Was ist Duolingo?
  2. Wie funktioniert Duolingo?
  3. Was kostet Duolingo und wie wird Duolingo finanziert?
  4. Welche Sprachen bietet Duolingo? Kann man mit Duolingo auch 2 oder mehr Sprachen gleichzeitig lernen?
  5. Der Duolingo-Test – Was bringt Duolingo?
  6. Fazit – Meine persönliche Duolingo-Bewertung.
  7. Babbel vs Duolingo – was ist besser?

Einleitung – Was ist Duolingo?

Zu Beginn will ich mich kurz der Geschichte von Duolingo und dem Konzept der Sprachlern-App widmen. Gegründet oder erfunden wurde es im Jahr 2012, also vor rund 8 Jahren, von zwei Größen der Digitalwelt. Namentlich Luis von Ahn (gebürtiger Guatemalteke) und Severin Hacker (gebürtiger Schweizer) an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh.

Aufgrund der Einfachheit des Prinzips – und aufgrund der schon zuvor bestehenden Bekanntheit einer der beiden Gründer (Luis von Ahn gilt unter anderem als der Erfinder des Captcha und verkaufte seine Firma reCAPTCHA an Google) – setzte die App unverzüglich zum Steilflug an. So wird der Wert von Duolingo heute mit 700 Millionen Dollar beziffert. Die Nutzerzahlen sollen sich weltweit um die 200 Millionen bewegen.

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Die Duolingo-Startoberfläche. Hier werden Dir alle wichtigen Informationen zu Deinem Account und Deinem aktuellen Lernfortschritt angezeigt.

Doch sprechen nun 200 Millionen Menschen weltweit aufgrund des Online-Sprachkurses eine neue Sprache? Oder sogar mehrere, da es nicht wenige Nutzer gibt, die in mehreren bis vielen Fremdsprachen bis auf das höchste Level 25 aufgestiegen sind? Oder wie erklärt sich der enorme Erfolg der Applikation?

Um diese Frage zu klären sehen wir uns am Besten zuerst die Funktionsweise von Duolingo an. Damit nähern wir uns der Antwort auf die Frage, was Duolingo wirklich bringt, ein erstes Stück.

Wie funktioniert Duolingo?

Zu Beginn musst Du Dir zwingend ein Duolingo-Profil erstellen, denn ohne dieses ist die Nutzung der Online-Sprachkurse nicht möglich. Die Erstellung von Deinem Profil ist dabei kostenlos und in einigen Augenblicken erledigt. Im Anschluss kannst Du direkt loslegen.

Die Online-Sprachkursevon Duolingo sind nach dem selben Strickmuster aufgebaut. Beginnend mit Level 1 musst Du Dich durch verschiedene Lektionen (Fähigkeiten genannt) arbeiten, um Schritt-für-Schritt aufzusteigen und irgendwann das höchste Level 25 zu erreichen. Diese Level entsprechen nicht irgendwelchen Sprachniveaus, sondern stellen lediglich Deinen Fortschritt innerhalb des Kurses dar.

wie funktioniert-duolingo
Hier siehst Du anhand des Beispiels Spanisch den grundsätzlichen Aufbau von Duolingo. Ein sogenannter Baum aus „Fähigkeiten“, welchen Du Lektion für Lektion und Fähigkeit für Fähigkeit hochklettern musst.

Eine Lerneinheit oder Fähigkeit ist dabei immer einem bestimmten Thema gewidmet. Das können einerseits allgemeine Themen wie Essen, Kleidung oder Fragen sein. Doch genauso spezielle wie bestimmte Gruppen von Verben, Zeitformen, Pronomen, Konjunktive oder Adjektive.

Innerhalb einer Einheit gibt es dann wiederum mehrere Lektionen (in der Regel zwischen 2 und 5), welche Du alle abschließen musst, um die Fähigkeit abzuschließen und mit der nächsten fortzufahren.

Innerhalb jeder Lektion übst Du eine bestimmte Anzahl an Wörtern, Phrasen und Ausdrücken mit Hilfe von verschiedenen Arten von Übungen. Du musst

  • hören (und teilweise nachsprechen),
  • schreiben,
  • lesen
  • und Mulitple-Choice-Fragen beantworten.

Im Gesamten beträgt der Duolingo-Wortschatz pro Sprache rund 2000 Wörter. Alle diese Tätigkeiten auch immer in beiden Richtungen, das heißt sowohl von Deiner Ausgangssprache in Deine Zielsprache (also zum Beispiel von Deutsch nach Englisch) als auch umgekehrt (von Englisch nach Deutsch).

Und natürlich kannst Du auch das Mikrofon und den Ton bei den Übungen abschalten. Falls Du zum Beispiel gerade in der U-Bahn oder im Wartezimmer vom Zahnarzt sitzen solltest und nicht möchtest, dass Deine komplette Umgebung mitbekommt, dass Du gerade Level 12 in Italienisch  abgeschlossen hast. Vielleicht solltest Du in so einer Situation sogar den Ton abschalten, um nicht übermäßig unhöflich zu wirken.

Für abgeschlossene Lektionen und Fähigkeiten erhältst Du eine gewisse Anzahl an Erfahrungspunkten (sogenannte „experience point“ oder XP). Die Anzahl der erhaltenen XP, sowie die Anzahl der erlaubten Fehler pro Lektion, unterscheiden sich einerseits zwischen den verschiedenen Übungsformen (normal, stärken, auf Zeit, freispielen), andererseits zwischen den verschiedenen Plattformen.

  • Duolingo-Desktop: 10 XP pro Lektion (normal) und unbegrenzte Fehlermöglichkeiten. Begehst Du einen Fehler geht lediglich der Fortschrittsbalken etwas zurück.
  • Duolingo-App für iOS oder Android: Ebenfalls 10 XP (normal), aber lediglich 5 erlaubte Fehler.
  • Duolingo-App für Windows Mobile: 3 Leben pro Lektion, bei dem vierten Fehler musst Du die Lektion wiederholen. Diese Variante existiert in der Desktop-Version auch noch für die Variante „Freispielen“ wie mir bei meinem Test aufgefallen ist. Bei dieser kannst Du anstatt aller Lektionen einer Einheit einfach diese „Challenge“ absolvieren, um die Einheit abzuschließen.

Je nachdem, wie motiviert Du bist, kannst Du Dir ein Tageslimit an verdienten Erfahrungspunkten festlegen. Das Minimum ist dabei ein XP, das Maximum sind 30. Wenn man bedenkt, dass man zum Absolvieren einer Lektion bei Duolingo circa 5 Minuten benötigt, dann ist meiner Meinung nach eine gute Einstellung 30 XP. Damit ergäben sich rein rechnerisch 15 Minuten Tagesaufwand.

Falls Du dieses selbst festgelegte „Limit“ erreichst, dann beginnt sich ein sogenannter „Streak“ aufzubauen. Nach dem ersten Tag hat dieser die Dauer 1. Mit jedem weiteren Tag, an welchem Du (ohne einen Tag zu pausieren) Dein Tagesziel erreichst, verlängert er sich um 1. Das heißt nach 30 Tagen ununterbrochenem Üben würde dein Streak 30 Tage betragen.

Duolingo-was-ist-ein-lingot
Lingots sind die virtuelle Duolingo-Währung, welche Du Dir durch fleißiges und regelmäßiges Üben verdienen kannst. Danach kannst Du diese für kleine Zusatzspiele oder für Interaktionen in der Community ausgeben.

Durch das Ausbauen Deines Streaks, sowie für das Abschließen von Fähigkeiten und Erreichen von einem neuen Level verdienst Du außerdem sogenannte Lingots. Lingots sind die virtuelle Duolingo-Währung, mit welcher Du in weiterer Folge bestimmte Extras erwerben oder auch Kommentare im Forum hochbewerten kannst. Umso mehr Lingots ein Kommentar bekommt, umso wahrscheinlicher ist es, dass es die Aufmerksamkeit der Duolingo-Mitarbeiter erregt und berücksichtigt wird.

Das Forum ist allen Nutzern zugänglich und dient nicht nur dem Austausch unter diesen, sondern ebenso mit dem Entwicklerteam. Wie Du siehst hat die Sprachenlern-App nicht wenig zu bieten und Du wirst Dich deshalb eventuell gerade fragen:

Was kostet Duolingo und wie wird Duolingo finanziert?

Prinzipiell sind die Duolingo-Sprachkurse umsonst. Natürlich ist die Entwicklung eines solchen Programms aber alles andere als kostenlos, weshalb sich selbstverständlich die Frage stellt wie Duolingo denn nun Geld verdient?

Nun wie bereits eingangs erwähnt war einer der Gründer, Luis von Ahn, schon als sehr junger Student sehr erfolgreich als Entwickler und Programmierer tätig und verkaufte nicht weniger als zwei komplette Unternehmen an den Google-Konzern. Doch anstatt sich auf den Lorbeeren (oder besser Geldscheinen) auszuruhen, investierte er lieber einen Teil seines Vermögens in das nächste Projekt – Duolingo.

Zusätzlich war das Vertrauen in den jungen Mann von Anfang an so groß, dass Duolingo nicht unwesentliche Summen von Investoren übertragen bekam, unter anderem von Timothy Ferris und Ashton Kutcher oder wiederum Google. Und schließlich erscheinen in der Anwendung selbst inzwischen mehr oder weniger unauffällige Werbeeinblendungen, welche bei der schieren Anzahl an Nutzern sicherlich nicht unerhebliche Summen in die Unternehmenskasse spülen.

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Seit einer gewissen Zeit erscheinen bei Duolingo an verschiedenen Stellen der Benutzeroberfläche zielgruppengerechte Werbeeinblendungen. Wie bei mir zum Beispiel als spanischsprachiger Großinvestor.

Von dieser Werbung kannst Du Dich aber problemlos mit einer monatlichen Gebühr loskaufen, welche je nach Laufzeit zwischen 10 (1 Monat Vertragslaufzeit) und 7 Dollar (12 Monate) schwankt. Nicht ganz günstig, für das was im Endeffekt geboten wird, würde ich zumindest meinen.

Denn damit kaufst Du Dich im Endeffekt nur von Werbung frei, kannst Lektionen auf Dein Handy herunterladen (Duolingo offline nutzen) und unterstützt das Projekt. Immerhin ist das Unternehmen hier ehrlich, das kann man nicht bestreiten.

Duolingo offline zu nutzen ist ansonsten nur in begrenzten Ausmaß und nur über die App, nicht aber über die Desktop-Version, möglich. Im Endeffekt handelt es sich dabei um einen Puffer, falls Du während der Verwendung die Internetverbindung verlieren solltest.

Dieser sorgt dafür, dass Du zumindest die schon freigeschaltenen aber noch nicht abgeschlossenen Fähigkeiten weiter üben kannst. Bereits abgeschlossene Fähigkeiten zu wiederholen ist genauso wenig möglich wie neue Fähigkeiten freizuschalten.

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Hier siehst Du die derzeit gültigen Duolingo-Preise (Januar 2018) für die verschiedenen Formen des monatlichen Abonnements.

Und last but not least arbeiten an Duolingo noch eine ganze Reihe Freiwilliger rund um den Globus mit. Diese übersetzen von Unternehmensseite vorgegebene Wörter, Sätze und Phrasen für die verschiedenen Sprachkurse.

Damit treiben sie nicht nur kostenlos den Ausbau des Angebots voran, sondern erwirtschaften nebenbei noch einen Gewinn, da diese Übersetzungen durchwegs von zahlenden Kunden wie etwa CNN und Buzzfeed genutzt werden. Ein Umstand, welcher eventuell auch nicht allen freiwilligen Helfern bewusst sein dürfte.

Welche Sprachen kann man mit Duolingo lernen?

Das hängt in erster Linie einmal stark von Deiner Ausgangs- oder Muttersprache ab, da die Erstellung neuer Kurse wie bereits erwähnt im Wesentlichen Freiwilligenteams von Nutzern aus aller Welt obliegt.

Diese müssen einerseits fließend in beiden Sprachen des Kurses sein, an dessen Gestaltung sie mitwirken wollen, andererseits darfst Du in der Regel nur in Deine Muttersprache übersetzen. Das heißt, falls Du deutscher Muttersprachler bist und zusätzlich fließend Russisch sprichst, dann dürftest Du für Duolingo Übersetzungen von Russisch nach Deutsch vornehmen.

So gibt es folglich für Englisch schon eine sehr breite Kombination an Sprachen – nicht weil die Britten oder US-Amerikaner so sprachbegabt wären, sondern ganz einfach weil Menschen in aller Welt Englisch sprechen. Wohingegen die Auswahlmöglichkeiten für Sprachen wie zum Beispiel Ungarisch oder Hindu schon weitaus geringer ausfallen. Für Deutschsprachige (oder auf Deutsch) stehen derzeit Spanisch, Englisch und Französisch zu Verfügung.

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Für Deutsch gibt es bei Duolingo derzeit folgende drei Sprachen: Englisch, Spanisch und Französisch.

Natürlich kannst Du, falls Du bereits Englisch sprechen solltest, auch übers Eck lernen. Das heißt eine Kombination aus Englisch und einer Sprache wählen, welche Du gerne üben würdest, die aber in Kombination mit Deutsch nicht verfügbar ist.

Genauso kannst Du mit Duolingo zwei (oder mehr) Sprachen gleichzeitig lernen. Du musst dazu nur im Menü jeweils die Zielsprache ändern und schon wechselt der Baum mit den Einheiten und Fortschritten auf diese. Was Du dabei bedenken solltest ist, dass Du dann auch den doppelten Zeitaufwand einrechnen musst. Also statt zum Beispiel 15 dann eben 30 Minuten täglich.

Der Duolingo-Test – Was bringt Duolingo?

Ich persönlich habe Duolingo zum Spanisch lernen ausprobiert und ausgehend von meinen Erfahrungen möchte ich Dir nun folgende Frage beantworten: Ist Duolingo zu leicht oder kann man mit der App ernsthaft Sprachen lernen?

Duolingo ist prinzipiell sehr unterhaltsam und der große Erfolg seiner Sprachkurse ist aufgrund folgender Faktoren leicht zu erklären.

  • Kostenlose Nutzung.
  • Spielerische Art des Lernens mit stetigem Fortschritt und kleinen Erfolgserlebnissen. Du sammelst Erfahrungspunkte, steigst Level auf, sammelst Lingots und kannst diese in kleinen Zusatzspielen wieder riskieren, Dein Streak verlängert sich und möchte aufrechterhalten werden. All diese Faktoren sorgen dafür, dass Du am Ball bleibst.
  • Community: Jeder Nutzer kann aktiv an der Gemeinschaft bis hin zu der Mitarbeit an neuen Kursen teilnehmen. Das Forum ist sehr aktiv, es herrscht ein reger Austausch nicht nur zwischen den Lernenden, sondern genauso mit dem Entwicklerteam. Des Weiteren kannst Du in sozialen Medien wie Facebook sehen, welche Deiner Freunde genauso mit Duolingo Sprachen üben und mit diesen in „Wettbewerb“ treten. Ein weiterer wichtiger Faktor, damit Du die Motivation nicht verlierst.
  • Ständige Weiterentwicklung: Das Kursangebot wird genauso ständig erweitert und aktualisiert, wie das Programm selbst. Dabei können die Nutzer durch den stetigen Austausch mit dem Team bis zu einem gewissen Grad mitbestimmen in welche Richtung die Entwicklung vorangetrieben wird.

So weit, so gut – doch reichen diese gesammelten Faktoren wirklich aus, um eine Sprache fließend sprechen zu lernen? Ich kann aufgrund meiner Erfahrungen mit Duolingo nur sagen – nein, natürlich nicht. Denn dazu reicht es nun einmal nicht aus täglich ein paar Minuten im Endeffekt recht monotone Übungen am Computer oder Smartphone auszuführen, welche sich nur durch die zu übenden Vokabeln und Phrasen unterscheiden. Zusätzlich sind die Übungen recht wahllos zusammengewürfelt und in keinster Weise irgendwie aufeinander aufbauend oder sonst irgendwie verknüpft.

Auf diese Art und Weise wirst Du Dir zwar einen gewissen Grundwortschatz  (im besten Fall bis zu den maximalen 2000 Wörtern, welche jeder Sprachkurs beinhaltet) und somit auch ein gewisses Grundverständnis für die Sprache aufbauen. Dieses wird ausreichen, um den Sinn von einfachen Texten, Konversationen und auch Liedern zu verstehen. Zum Erlernen der Sprache und vor allem dem fließend Sprechen ist dies jedoch zu wenig.

Denn um eine Sprache sprechen zu lernen, musst Du diese in erster Linie einmal selbst sprechen. Und dazu ist es nicht ausreichend kurze Sätze oder Phrasen nachzusprechen, sondern Du musst Sprache wirklich selbst produzieren. Dich an Vokabeln erinnern, diese zu Sätzen verknüpfen und dabei die entsprechenden grammatikalischen Regeln anwenden.

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Die Bots sollen in Zukunft das übernehmen, was Duolingo bisher am meisten abgeht – Sprechtraining.

Zwischenzeitlich wurden von Seiten der Entwickler sogenannte Duolingo-Bots vorgestellt, welche genau diese Funktion übernehmen sollen. Diese Bots sind im Moment für drei Sprachkombinationen verfügbar: Englisch – Deutsch, Englisch – Französisch und Englisch – Spanisch.

Falls Du die normale Duolingo-App am iPhone (nicht für Android!) hast, dann lassen sich die Bots bereits nutzen. Du musst nur die Ausgangssprache auf Englisch umstellen und danach eine der drei erwähnten Zielsprachen auswählen.

Ich persönlich bin bei diesen Bots noch etwas zurückhaltend, da diese einerseits natürlich nur ein eingeschränktes Repertoire an Antwort- und Fragemöglichkeiten besitzen. Und ich andererseits nicht nur deshalb der Meinung bin, dass ein Computer (noch) keinen echten Tandempartner ersetzen kann. Was die Zukunft in dieser Hinsicht bringen wird – seien wir gespannt.

Genauso wird Dir immer das Verständnis für die grammatikalischen Regeln der Fremdsprache fehlen. Weil Du diese zwar (in einem beschränkten Rahmen) anwendest, aber nie die zugrundeliegenden Regeln lernst. Nicht, dass ich dem sturen Auswendiglernen von Grammatik jetzt allzu Gewicht verleihen möchte, doch zumindest gehört solltest Du sie einmal haben.

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Mit Duolingo wirst Du zwar zu Beginn schnell Fortschritte machen, doch genauso schnell wirst Du dann auch an Deine Grenzen stossen.

Ein höheres Sprachniveau wie A2 wirst Du mit der alleinigen Hilfe von Duolingo also nur schwer erreichen können. Und natürlich schmückt sich das Unternehmen gerne damit, dass seine Methode wissenschaftlich nachgewiesen effektiv ist.

Doch erstens muss hier dazugesagt werden, dass diese Studie von Duolingo selbst in Auftrag gegeben und dementsprechend bezahlt wurde. Und in dieser zweitens lediglich untersucht wurde, wie schnell der vermittelte Lernstoff von den Nutzern aufgenommen wurde.

Dabei wurde ein Vergleich mit Einführungskursen an US-Universitäten angestellt (entsprechen Sprachniveau A1 und A2), in welchem die Fähigkeiten Hören und Schreiben überprüft wurden. Sprechen zum Beispiel nicht.

Fazit – Meine persönliche Duolingo-Bewertung.

Wie bereits erwähnt reicht Duolingo alleine meiner Meinung nach nicht aus, um eine neue Sprache zu lernen. Warum ich sage alleine? Weil es trotz allem eine gute Ergänzung sein kann (oder ein guter Anfang, wie im vorherigen Kapitel beschrieben).

Falls Du eine Fremdsprache bereits beherrscht und diese aktiv halten möchtest, dann kann die tägliche Auseinandersetzung mit dieser durchwegs vorteilhaft sein, auch wenn es sich nur um recht einfache Übungen und Spiele handelt. Trotzdem solltest Du dabei noch auf andere Dinge setzen, wie zum Beispiel Bücher, Hörbücher, Filme, Videos, Podcasts und Musik.

Genauso kann es eine gute Ergänzung zu einem ernsthaften Sprachkurs oder Deiner eigenen Lernroutine außerhalb von einem solchen sein. Manchmal bleibt eben nur wenig Zeit oder Deine Motivation ist gerade nicht besonders hoch. In diesem Fall kann eine Sprachenlern-App wie Duolingo eine gute Möglichkeit sein, um nicht komplett auszusetzen und damit die Routine beim Sprachen lernen zu verlieren.

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Die Flashcard-Anwendung Tinycards eignet sich recht gut, um zwischendurch und unterwegs alle möglichen Lerninhalte (wie Vokabeln) zu üben. Besonders gut gefällt mir die kostenlose Bereitstellung von Bildmaterial zu einer Vielzahl von Begriffen.

Eine ebenfalls noch recht neue Anwendung von Duolingo, welche Du gut dazu nutzen kannst, ist die unternehmenseigene Flashcard-Applikation Tinycards. Mit dieser kannst Du von anderen Nutzern erstellte Kartensets üben oder auch Deine eigenen Sets erstellen.

Der Vorteil des Duolingo-„Vokabeltrainers“ ist dabei, dass Du Dir zu jeder neu erstellten Karte auch immer gleich ein passendes Bild aussuchen kannst. Und in Kombination mit einem passenden Bild merkst Du Dir neue Wörter bei weitem schneller. In Anführungszeichen habe ich Vokabeltrainer deshalb gesetzt, weil Du mit Tinycards ja nicht nur Vokabeln, sondern jeglichen Lernstoff wiederholen kannst.

Babbel vs Duolingo – was ist besser?

Eine Frage, die ich schon öfter gehört habe ist „Was ist besser – Babbel oder Duolingo?“. Diese kann man in meinen Augen aber nicht pauschal beantworten. Je nachdem, was Deine persönlichen Ansprüche sind, kann die eine oder die andere Sprachlern-App von den beiden besser für Dich geeignet sein.

Meiner Meinung nach ist zwar keine der beiden alleine dafür ausreichend, um eine neue Sprache zu lernen, aber als Ergänzung oder Erweiterung sind sie sehr wohl geeignet. Ich habe Dir deshalb die wichtigsten Charakteristika der beiden Anbieter in der folgenden Tabelle kurz gegenübergestellt.

 BabbelDuolingo
KostenCirca 5 Euro pro MonatKostenlos
Dauer pro Lektion10 Minuten5 Minuten
Schwierigkeit der ÜbungenEinfach – MittelEinfach
Qualität der ÜbungenMittel – HochNiedrig
AbwechslungsreichtumMittelNiedrig
GrammatikerklärungenJaNein
Eigener VokabeltrainerJa (füllt sich selbst)Ja (muss befüllt werden)
Erreichbares Sprachniveau (alleine mit dem jeweiligen Programm).B1A2

Wie Du siehst wird Duolingo vor allem dann für Dich geeignet sein, wenn Du auf der Suche nach einer kostenlosen und einfachen Methode bist, um bereits vorhandene Sprachkenntnisse zu trainieren. Oder eine Ergänzung zu einem hochwertigeren Sprachenlernprogramm für Tage mit wenig Zeit und/oder Motivation suchst, dass Dich ebenfalls nichts kostet, wobei Deine Ansprüche im Allgemeinen aber eher gering sind. Genauso gering ist ebenso der mit Duolingo verbundene Zeitaufwand.

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So kurzweilig sie auch sein mögen – besonders anspruchsvoll oder hochwertig sind die Duolingo-Übungen nun einmal nicht. Deshalb gehört die App auch nicht zu unseren Empfehlungen für Alternativen zu Babbel.

Babbel (hier kannst Du übrigens unseren ausführlichen Babbel-Test nachlesen) ist zwar kostenpflichtig, bietet Dir dafür aber auch bei weitem mehr und gar nicht so wenig. Babbel alleine wird zwar genauso wenig ausreichend sein, um Deine Wunschsprache zu lernen – doch aufgrund des umfangreicheren und hochwertigen Angebots kannst Du Dir mit einem Babbel-Sprachkurs eine gewisse Basis schaffen. Falls Du diese mit den richtigen Dingen ergänzt, dann kann Dich der Duolingo-Konkurrent durchwegs zum Ziel führen. Natürlich auch mit etwas mehr Aufwand (vor allem an Zeit) wie Duolingo.

Ich persönlich würde an Duolingo zusammenfassend 3,5 von 5 möglichen Sternen vergeben (vor allem hinsichtlich des Umstandes, dass die App komplett kostenlos ist):

Hier nachlesen: Duolingo im Vergleich mit weiteren bekannten Sprach-Apps.

Damit wäre ich am Ende meines Duolingo-Tests. Was denkst Du darüber? Findest Du meine Duolingo-Bewertung gerechtfertigt oder bist Du anderer Meinung? Über Deine Meinung, Anregungen und Kommentare freue ich mich wie immer sehr!

Und, wie hat Dir mein Beitrag gefallen? Hinterlasse mir doch gerne eine Bewertung:

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Betriebssystem: Android, iPhone, iPad, iPod touch

Anwendungskategorie: Education

Bewertung des Redakteurs:
4.5

Über den Autor

Gabriel Gelman ist Gründer von Sprachheld, Sprachenthusiast und nutzt gerne seine 6 Sprachen für Reisen und Kennenlernen neuer Leute. Er hilft Sprachlernern dabei schnell ihre Fremdsprache zu lernen.

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  1. Hallo Jeremy-James,
    habe gerade deinen Beitrag gelesen. Jeden Tag nutze ich als Ergänzung die App. Ich kann dir nur zustimmen. Nur die App wird nicht funktionieren, aber als Ergänzung ist das in Ordnung. Motivierend finde ich den Club. Jede Woche treten alle Teilnehmer gegen einander hinsichtlich, wer hat die meisten XP der Woche, an. Ich hatte mir mal das Ziel gesetzt, in einer Woche zu gewinnen. Da ich nicht alleine scheinbar das Ziel hatte, war das ein harter Kampf mit einem anderen Nutzer bis kurz vor Mitternacht. So viele Lektionen habe ich nie wieder gemacht bei Duolingo. Guter Beitag.

    1. Guten Tag Dir Uwe,
      und vielen Dank zuerst einmal für das Lob – freut mich, dass Dir mein Beitrag mit dem Duolingo-Erfahrungsbericht gefallen hat – und Deine Ergänzungen beziehungsweise eigenen Erfahrungen. Und, wer hat dann schlussendlich gewonnen? Und ja, wie Du das richtig angemerkt hast, sind genau das die Stärken von Duolingo. Durch seine spielerische Art (oder eigentlich ist es ein Spiel mit dem man Vokabeln und Phrasen in einer Fremdsprache übt) in Kombination mit dem Gemeinschaftseffekt wird die Motivation hoch gehalten etwas zu tun. Auch um täglich etwas zu tun – damit der Streak nicht abreißt, man den Anschluß an die Mitstreiter nicht verliert, das Level nicht wieder sinkt. Die beiden Gründer sind ja Informatiker, deren Spezialgebiet das Lernen von Computern (künstlicher Intelligenz) im Austausch mit Menschen in Form von Spielen ist. Aber ist ja per se nichts Schlechtes und wie gesagt, seinen Zweck erfüllt die Duolingo-App ja. Schade finde ich nur dann immer, wenn jemand eine zu hohe Erwartungshaltung an Programme wie Duolingo (oder ähnliche wie Babbel) hat und dann enttäuscht ist. Dann Dir weiterhin noch viel Erfolg beim Sprachenlernen – was immer Du auch gerade für eine Sprache lernst und vielen Dank noch einmal für Dein ausführliches Kommentar!

  2. Hallo Jeremy-james,
    Gut zu wissen und ein herzliches Dankeschön für deine Erläuterungen.
    Viele deine Anmerkungen kann ich sehr gut nachvollziehen, bzw. bestätigen.
    Für mich, der sich künftig häufiger in Spanien aufhält, zumindest eine gute Möglichkeit die Sprache soweit zu lernen, als dass ich im Alltag nicht ganz dumm dastehe.
    Oder?
    Nochmals vielen Dank
    Eric

    1. Guten Tag Dir Eric,

      und vielen Dank zuerst einmal für Dein Kommentar und dein Lob.

      Und wie gesagt – meine Einschätzung zu Duolingo ist die folgende: Um sich einen Grundwortschatz und ein Grundverständnis der Sprache (in deinem Fall Spanisch) anzueignen ist es sicherlich geeignet. Inwieweit das dann allerdings ausreichend ist, um ein Gespräch zu führen, wage ich dann schon wieder zu bezweifeln.

      Darum meine Frage – was ist Dein Ziel damit? Dich in Spanien zurechtfinden, den Sinn von Gesprächen verstehen und selbst einfache Konversationen führen? Dafür reicht Duolingo sicherlich völlig aus. Echte Gespräche, die über das Bestellen von Essen oder dem Fragen nach einem Weg hinausgehen? Dafür solltest Du Dich eventuell nach einer anderen Möglichkeit zum Spanisch lernen umsehen.

      Es gibt inzwischen eine Riesenvielfalt an Lernhilfen für nahezu alle Sprachen. Die meisten davon haben auch Ihre Vorteile (neben Nachteilen) – die Kunst oder Schwierigkeit liegt also darin die für einen passende zu finden. Und dafür sollte man sich immer zuerst die Frage stellen „Was will ich mit der Sprache erreichen, was sind meine Ziele und welcher Grad der Sprachbeherrschung ist dafür ausreichend?“.

      Übrigens: Wir haben auch schon einiges an Spanisch-Lernmaterial zusammengestellt (und arbeiten an weiterem). Findest Du ganz einfach, wenn Du am Fuß der Seite in die Suchmaske „Spanisch“ eingibst.

      Ansonsten viel Spaß beim Spanisch lernen und weiterhin eine gute Zeit in Spanien.

      LG, Jeremy-James

  3. Hey!

    Ich habe vor etwa einem Jahr nach einem Irisch-Sprachkurs gesucht. Gefunden hab ich ihn für lau bei Duolingo. Seitdem sitze ich täglich in der Bahn zur Arbeit und arbeite 1 bis 2 Lektionen durch. Sprechen kann ich nach wie vor nicht, aber zumindest vermittelt Duolingo einen guten Eindruck von der Sprachstruktur.

    Dennoch gibt es hier einiges zu kritisieren:

    1. Die App selbst erklärt nichts. Ausspracheregeln, besonders bei „seltenen“ Sprachen wie dem Irischen, sucht man hier vergeblich. Die Desktop-Version verschafft in Sachen Grammatik zwar Abhilfe, aber das auch nur punktuell. Dass es z.B. „schlanke“ und „breite“ Vokale gibt, wird zwar erwähnt, aber dass davon die Aussprache einer und derselben Silbe abhängt, wird nur angerissen.

    2. Der Vergleich mit Wikipedia ist gar nicht verkehrt. Nicht nur, was das Demokratie-Prinzip der Kurse angeht, sondern bezüglich der Subjektivität der Informationen. Da ich in der Schule bereits etwas Spanisch und Französisch gelernt hatte, wurde ich auf einen Rumänisch-Kurs aufmerksam (vorausgesetzt, man spricht Englisch, erhöht sich die Auswahl an Kursen ungemein).

    Dort ist mir aufgefallen, dass nur erläutert wird, was die Macher eines Kurses für wichtig erachten. Das führt dann auch zuweilen dazu, dass Verben auftauchen, die im „normalen“ Sprachgebrauch eher selten verwendet werden (weil sie z.B. eher in einem intellektuellen Kontext auftauchen). Auch manchen Konjugationen haben sich im Nachhinein als schlichtweg falsch erwiesen (offenbar prüft Duolingo seine Kurse nicht mehr, sobald sie freigegeben sind).

    3. Auch die didaktische Tiefe der Sprachkurse ist sehr unterschiedlich: Gibt es bei Französich (für deutschsprachige Lerner) u.a. Hörverständnis-Übungen, wird im Rumänischen wenigstens noch jedes Wort vorgelesen, wenn man es einzeln anklickt. Im Irischen hingegen fehlt selbst das. Es werden weniger Sätze (und dann auch nur im Ganzen) vorgelesen. Also: Wo liegt die qualitative Messlatte, ab wann ein Kurs veröffentlicht werden kann?

    Das gleiche gilt auch für die (ohnehin schon spärlichen) Erläuterungssektionen. Sowohl in der App als auch am PC gibt es irgendwann einfach keine Erklärungen mehr. Warum Dinge sind, wie sie sind, welche grammatikalischen Überlegungen der Übung zugrunde liegen, verschweigt Duolingo seinen Lernen ab einem bestimmten Zeitpunkt (der aber auch nicht überall gleich liegt).

    A propos „Qualitätsmanagement“: Irgendwer der Nutzer kam auf die glorreiche Idee, Kurse in Klingonisch und Hoch-Valyrisch zu erstellen. Aber auf einen Finnisch-Kurs darf nach wie vor gewartet werden. Diese Sichtweise ist natürlich rein subjektiv. Allerdings dürften mehr Menschen im Alltag Finnisch sprechen als es Klingonen oder Valyrer gibt… Also: Welche Maßstäbe setzen die Kollegen an?

    4. Darüber hinaus bin ich mir auch nicht sicher, ob die Aussprache immer so „richtig“ ist, da z.B. bei YouTube irische Muttersprachler dieselben Wendungen anders aussprechen. Was auch Seiten mit Sprachaufnahmen einzelner irischer Wörter belegen…

    Fazit: Am besten eignet sich Duolingo, um verschüttete Sprachkenntnisse wieder aufzufrischen. Wenn man eigentlich keine Grammatik mehr braucht und die Aussprache grundsätzlich klar ist.

    Um allein damit eine komplett neue Sprache zu lernen, ist es eher ungeeignet. Aber, wer sich für eine Sprache interessiert, sollte sich ohnehin mit mehr beschäftigen als nur einem Sprachkurs. Mithilfe von YouTube, Internet-Radiostationen oder Apps zum bilingualen Austausch (z.B. Speaky) lassen sich die ersten Kenntnisse schon vertiefen. Und im besten Fall lernt man darüber auch echte Menschen kennen, die einem bei Fragen gern und kostenlos weiterhelfen.

    Gruß, O.

    1. Guten Tag Dir Ole,

      und vielen Dank Dir für Dein ausführliches Kommentar, sowie Deine persönlichen Erfahrungen mit den verschiedensten Duolingo-Versionen.

      Und natürlich hast Du recht, dass Duolingo (so wie jede Sprachenlern-App im Allgemeinen) alleine nicht geeignet ist, um eine neue Sprache zu lernen. Diese können immer nur eine (mehr oder weniger umfangreiche) Ergänzung sein.

      Die Optionen für Sprachaustausch, welche Du angeführt hast, sind schon sehr gut. Denn ja, wer suchet, der findet. Auch kostenlose und trotzdem sehr gute Möglichkeiten, um online eine Sprache zu lernen.

  4. Einen schönen Guten Tag,

    im Prinzip bestätigst du den Eindruck, den auch ich von Duolingo nach einigen Jahren Nutzung habe.
    Ich hatte vor ca. vier Jahren mal mit Französisch angefangen. Ich hatte diese Sprache nie in der Schule gelernt, ab 2003 aber mit Hilfe von ASSIMIL doch einen gewissen Einblick in die Sprache bekommen.

    Der Vorteil am Duolingo(-kurs Französisch für Deutsche) war, dass sich einfache Begriffe und einfache Sätze auch mal mit etwas längeren Sätzen abwechseln. Jedoch habe ich den Eindruck, dass der Lerneffekt bei der App doch um einiges geringer ist, vor allem, was das Schreiben angeht. Es ist klar, als Handynutzer ist Texteeintippen etwas mühsamer und daher setzt Duolingo dort eher auf Satzbildung durch Wortbausteine.

    Aber die Qualität eines Kurses steht und fällt mit der Qualität der Kursautoren. Denn zu Beginn war auch beim Französischkurs nicht alles perfekt. So gibt es ja im Französischen drei Formen der Fragestellung:
    1. Est-ce que,.. [Satzstellung wie Aussagesatz]
    2. [Satzstellung wie Aussagesatz] nur eben mit Fragezeichen am Ende
    3. Inversion: zuerst das Verb, dann das Pronomen, ähnlich der deutschen Entscheidungsfrage.

    Und bei vielen Fragen war stets nur eine Variante als richtig gewertet worden. Da mussten die Kursautoren auf etliche Vorschläge von Nutzern reagieren. Immerhin taten sie das auch recht zeitnah. Aber es kommt auch schon mal vor, dass auf manche Kritiken nie reagiert wird, nicht einmal mit einer Erklärung, warum.

    Ein hingegen geradezu abstossendes Beispiel ist der Kurs Ungarisch für Englischsprachige.

    Als der Kurs vor zwei Jahren an den Start ging, hatte man den Eindruck, dass die Kursautoren zwar Ungarisch konnten, aber beim Englisch gabs derart viele hanebüchene Formulierungen. Teilweise musste man sich da aber fragen, ob das Englisch extra „verbogen“ formuliert wurde, weil gewisse grammatische Eigenheiten des Ungarischen im Englischen eigentlich gar nicht ausdrückbar sind. Immerhin, die meisten Probleme dieser Art davon konnten inzwischen behoben werden.

    Zweites grossen Manko: die Kursautoren hatten alle ungarischen Sätze immer nur in einer Variante hinterlegt. So ist als englisches Wort für „schön“ immer nur „beautiful“ akzeptiert wurden, aber nicht „nice“. Man hat also Synonyme völlig ausser Acht gelassen. Auch da hat sich der Kurs inzwischen gebessert.

    Drittes Manko: Man hat ungarische Sätze immer nur in einer Satzstellungsfolge als richtig akzeptiert. Das Ungarische ist aber in dem Punkt sehr flexibel. Und ohne Kontext, wie die Sätze nun mal daherkommen, ist gar nicht klar, was im Satz das Wichtigste sein soll. Auch das führte zu jeder Menge Verwirrung und Kritik.

    Viertes Manko: Man wird bereits auf sehr früher Stufe mit Hauptsatz-Nebensatz-Konstruktionen konfrontiert, ganz ohne jede Erklärung. Das sind dann Sätze in der Art wie: „Diejenigen, die zwischen den roten Taxis und den gelben Bussen herumlaufen, sind keine Studenten.“ oder „Die bunten Kissen, die von jenem Schrank dort herunterfallen, sind nicht bunt sondern hässlich.“

    Viertes Manko: Die Kursautoren gefielen sich darin, sehr lange Sätze einzubauen, also mehr als zehn Wörter. Manche Lektionen bestehen praktisch nur aus Bandwurmsätzen. Und jetzt lese man sich nochmal durch, was ich als Drittes Manko aufgeführt habe. Ein Originalbeispiel: „These bugs are not coming out from under those beds which you are lying in, but from behind the wardrobe in which there are many clothes.“

    Fünftes Manko: Die Kursautoren machten sich einen Spass daraus, in den Kurs Running Gags einzubauen – die auf Dauer einfach nicht mehr lustig sind. Ständig ist die Rede von fliegenden oder herumschreienden Kindergärtnerinnen, schwarzen Autos, herunterfallenden Kissen… gegen Ende des Kurses fangen sogar Putzfrauen („cleaning ladies“) an zu fliegen usw. Beispiele im Original: „The twenty-fourth kindergarten teacher is not walking on the sidewalk either, but she is flying above the city.“

    Sowas kann man einfach nicht ernst nehmen. Die einzigen, die sich hier Mühe geben, sind die Kursteilnehmer, die ungarisch beherrschen und im Forum versuchen, den halbverzweifelten Lernenden die eine oder andere Regel zu erklären.

    Und die natürlich unermüdlich Satzkorrekturen oder weitere korrekte Varianten vorschlagen. Hin und wieder bekommt man ja Rückmeldung von Duolingo: „Wir akzeptieren nun auch deine Variante von…“ usw. In letzter Zeit bekam ich etliche dieser Rückmeldungen, von denen ich gar nicht mehr wusste, wann ich sie mal abgesendet habe.

    Tja, und Duolingo sagt gar nichts dazu. Aber alle Welt weiss nun, warum Ungarisch so furchtbar schwer zu erlernen ist: weil es angeblich voll von so komplexen wie sinnlosen Sätzen ist.

    1. Guten Tag Dir Andreas, und vielen Dank Dir für Dein nicht nur sehr ausführliches und aufschlussreiches, sondern ebenso unterhaltsames Kommentar. Es freut mich immer wieder, wenn ich eine etwas umfangreichere Rückmeldung auf einen meiner eigenen Beiträge bekomme.

      Und weil ich gesehen habe, dass Du eine eigene Seite zum Thema Ungarisch lernen hast – falls Du möchtest bist du gerne eingeladen, unseren Lesern das Ungarische einmal in Form eines Gastbeitrages etwas näher zu bringen. Wir freuen uns immer über qualitativ ansprechende Beiträge von Gastautoren.

      LG, Jeremy-James

  5. Hallo,
    Ich finde die Bewertung gut und fundiert, aber der persönliche Faktor ist wenig berücksichtigt. Ich habe babbel und duolingo, nutze aber fast nur duolingo. Babbel finde ich zu ‚oberlehrerhaft‘, da vergeht mir der Spass. Aber ohne jede grammatikregeln zu erklären, wird’s wirklich schwierig mit einer neuen Sprache. Ich hatte französisch vor einigen Jahrzehnten in der Schule, und zum auffrischen und ergänzen finde ich duolingo einfach toll..wenns in der Schule soviel Spass gemacht hätte, bräuchte ich das jetzt sicher nicht..dass es hilft, habe ich dieses Jahr in Frankreich erfolgreich getestet. Babbel erinnert mich zu sehr an schulische Lektionen – mag ja sein, dass die Qualität besser ist, aber wenn man gar nicht so weit kommt, mangels Lust, hilft das wenig.. aber ehrlich gesagt, wenn ich eine Sprache ernsthaft lernen will (oder muss) brauche ich einen Sprachkurs. Für Urlaub etc. Ist duolingo unschlagbar

    1. Vielen Dank Dir Irene für Dein ausführliches Kommentar. Und schön zu hören, dass Dir Duolingo Spass macht, vor allem auch mehr als Babbel, wenn es doch die (und eine der wenigen) kostenlosen Sprach-Apps ist. Und Du hast sicher Recht, dass die Entscheidung was besser ist – Babbel oder Duolingo – sicherlich auch eine persönliche ist. Ich habe in meinem Beitrag versucht eine möglichst objektive Sicht, rein vor dem Hintergrund, mit welcher der beiden Apps man größere Fortschritte ausgehend von nicht vorhandenen Sprachkenntnissen, machen kann. Ich hoffe, das ist mir gelungen. LG, Jeremy-James

  6. Hallo Jeremy,
    Vielen Dank für Deinen interessanten Bericht.
    Mir geht es ein bisschen wie Irene Becker: Duolingo ist einfach sehr attraktiv und hält mich bei der Stange.
    Ich mache zusätzlich einen Sprachkurs, versuche die Blumen des Koran auf französisch zu lesen und zu hören und habe auch mal wieder einen Songtext (Zaz, je veux) auswendig gelernt.
    Meine Erfahrung mit Duolingo ist, dass ich vor lauter Streak sammeln und Wettbewerb häufig ein bisschen zu ungeduldig durch die Lektionen hetze.
    Ich versuche zunehmend, mir bestimmte grammatikalische Regeln nebenher aus Büchern zu ergänzen. Die neue Idee von Duolingo, sich nach einer Lektion möglichst viele Sätze nochmal aus dem Kopf aufzuschreiben bringt, glaube ich, auch etwas.
    Duolingo ist für mich also eine super Motivationsmaschine, die sich leicht aufmotzen lässt, wenn man mit den kleinen Sätzchen noch ein bisschen arbeitet.

    1. Guten Tag Dir Alexander und vielen Dank Dir zuerst einmal für Dein ausführliches Kommentar.

      Und so wie Du das beschreibst macht Duolingo sicherlich auch Sinn. Als Ergänzung zu weiteren Lernmethoden und -materialien. Vor allem, falls man mal nicht so besonders motiviert ist und sich trotzdem zumindest ein bisschen mit der Sprache auseinandersetzen möchte.

      Den Zeitdruck bei Wettbewerben und um Streaks aufrecht zu erhalten, ist so wie Du das ebenfalls anmerkst sicherlich nicht förderlich. Das mit dem Aufschreiben von Sätzen aus dem Gedächtnis nach jeder Lektion hingegen sicherlich schon.

      Na dann, weiterhin viel Erfolg Dir mit dem Französisch lernen – aber Du da ja anscheinend alles richtig machst, wirst Du den sicherlich haben.

      LG,

      Jeremy-James

  7. Der Niveauvergleich war für mich sehr aufschlussreich. Duolingo war für mich ein super Wiedereinstieg, reicht mir aber nicht aus. Ständige Wiederholungen von Vokabeln, die man kaum braucht und essentielle tauchen zu wenig auf. Es sind zudem viele Fehler eingebaut, die trotz Meldungen nicht korrigiert werden. Ich werde dennoch dabei bleiben, weil es Spaß macht und noch Babbel dazu buchen. Zudem habe ich mir bereis eine Menge Lernmaterial besorgt. Für den kaufmännischen Bereich kann ich auch das kostenfreie owad.de empfehlen. Im Sommer mache ich Urlaub an der englischen Küste, um Spaß mit einem hoffentlich guten Lerneffekt zu verbinden.

    1. Guten Tag Dir Edeltraud und vielen Dank für Dein ausführliches Kommentar und auch für die Ergänzung mit owad.de. Falls Du nach einer Ergänzung zu Duolingo suchst, interessiert Dich vielleicht unser Vergleich der bekanntesten Sprachlern-Apps (in welchem Babbel und Duolingo auch vorkommen).

      Dir auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg beim Englisch lernen und viel Spaß an der englischen Küste.

      LG,

      Jeremy-James

  8. Hallo, Jeremy-James,

    Deine Meinung zu Duolingo (und die von anderen Nutzern) habe ich mit Interesse gelesen.
    Ich bin derselben Meinung wie Du, dass Duolingo allein nicht ausreicht, um eine
    Fremdsprache zu erlernen, selbst wenn schon gewisse Vorkenntnisse in dieser Sprache
    vorhanden sind. Es wird einem – fälschlich – vorgegaukelt, wenige Minuten am Tag würden
    genügen, um die fremde Sprache irgendwann einmal zu beherrschen. Nein, dafür ist Duolingo
    definitiv ungeeignet. Ich kann keinerlei vernünftiges didaktisches Konzept erkennen.
    Grammatikalische Hinweise? Fehlanzeige. Es scheint nur darauf angelegt zu sein, dem Nutzer
    durch das Erreichen sinnfreier „Punkte“ einzureden, er habe Fortschritte gemacht. Ich bin
    im Spanischen etwa auf A2-Niveau und habe mich, eher just for fun, darauf eingelassen, ein
    paar Lektionen von Duolingo durchzuarbeiten. Klar, das ging bei mir ruckzuck, aber die
    Fortschritte scheinen sich im bescheidensten Rahmen zu bewegen. Schier endlose
    Wiederholungen, bis es anscheinend auch der Allerdümmste oder sprachlich Unbegabteste
    verstanden hat. Sätze, die man dann im echten Leben gebrauchen kann, sucht man hier
    meist vergeblich – oder sollten die irgendwann doch noch kommen? So darf man
    stattdessen gefühlte 50 mal vom Deutschen ins Spanische (und vice versa) übersetzen,
    „Elefanten sind grau“ und „Katzen fressen Enten“. Klar, braucht man auch
    täglich…Irgendwie kam ich mir fast vor wie der berühmte Hamster in seinem Rad, er läuft
    und läuft, so schnell er kann… und kommt doch nicht von der Stelle. Wer lediglich in eine fremde Sprache hineinschnuppern will ohne den Ehrgeiz, sie auch wirklich lernen zu wollen, für den mag Duolingo als Einstieg passend sein. Allen anderen möchte ich lieber zu einem anderen Sprachlernprogramm raten. Als weitaus bessere Alternative zu Duolingo möchte ich Rosetta Stone empfehlen. Eines der besten und, allerdings, teuersten Programme, aber ich bin auf eine abgespeckte Version gestoßen, die man mit etwas Glück gratis nutzen kann. Wer Mitglied bei einer Stadtbibliothek ist, die „e-learning“-Kurse anbietet, wird dort wahrscheinlich auf Rosetta Stone und seine „Immersionsmethode“ treffen. Wie ein Kleinkind wird man dort an die fremde Sprache herangeführt. Es gibt keinerlei Übersetzungen in der Muttersprache, alles wird nur durch Bilder erklärt. Klingt seltsam, aber funktioniert. Freilich, auch hier wird man an Grenzen stoßen, wenn Fragen auftauchen. Das Programm ist ziemlich realitätsnah orientiert, fliegende Elefanten und zeitunglesende Enten kommen hier nicht vor. Im Laufe des Kurses, der immerhin bis zum B1-Niveau führen soll, wird man früher oder später unweigerlich zu einer Grammatik greifen müssen. Da empfehle ich für die Interessierten die Webseite http://www.spanisch-lehrbuch.de, selbst ein umfangreicher, aber kostenloser Sprachkurs, vielleicht zu umfangreich für den Anfänger. Und was das Wörterlernen betrifft, ohne das kein seriöser Sprachkurs auskommt, so empfehle ich z.B. die App ankidroid (gibt’s auch für PC), ebenfalls für lau, wo man nach dem guten, alten und bewährten Karteikartensystem seine Vokabeln lernen kann. Kann ich nur empfehlen!! Unbekannte Wörter kann man schnell bei https://de.pons.com/ nachschlagen. Mein Resümee: Wer eine Sprache ernsthaft lernen will, ohne dafür viel Geld auszugeben, sollte von Duolingo Abstand nehmen. Der Zeitaufwand steht in keinem Verhältnis zum erreichbaren Lernerfolg. VG, K.B.

    1. Guten Tag Dir Klaus und vielen Dank für Dein genauso ausführliches wie fundiertes Kommentar. Demzufolge kann ich da auch nicht mehr viel hinzufügen, sondern Dir im Wesentlichen nur rechtgeben. Sowie Dir weiterhin viel Erfolg beim Spanisch lernen wünschen und Dich darauf hinweisen, dass der Rosetta Stone Test hier auch in Bälde veröffentlicht wird. LG, Jeremy-James.

  9. Hi Jeremy, ganz ausgezeichnete Auswertung! Ich würde nur die unterschiedlichen Motive, sich mit einer Sprache auseinanderzusetzen, stärker berücksichtigen. Für die Leute, die für den Urlaub über „obrigado“, „gracias“, „chiao“ oder“efcharisto“ ein bisschen hinaus wollen, (wie mich) langt’s allemal.
    Gruß Joe

    1. Guten Tag Dir Joe, und vielen Dank Dir für Dein Kommentar. Und wie bereits erwähnt für ein grundsätzliches Sprachverständnis und eine genauso grundsätzliche Verständigung, wie z. B. bei einer kurzen Urlaubsreise, kann Duolingo ausreichend sein. Die Frage ist hald, ob ich mir dann den dazu doch recht großen Aufwand mit der App machen will, und nicht einfach einen Urlaubs-Wortschatz lerne. Das sollte schneller gehen und ist von dem her auch zielführender. Im Endeffekt steht aber natürlich jedem offen, was das Mittel seiner Wahl sein soll. Falls Dir persönlich Duolingo gefällt – der schlechtestes Zeitvertreib ist es nicht. Vor allem, weil man dabei sicherlich auch noch etwas lernt.

  10. Hallo Jeremy-James,
    eine wirklich erhellende und zutreffende Beschreibung von Duolingo! Neben der schönen Idee, einen Wissensbaum zu „pflanzen“ und die Äste mit Wissen zu füllen, erkenne ich leider nicht, welches Lehr-Prinzip die Macher des Programms verfolgen. KI kann im Hintergrund wohl nicht werkeln, denn ich würde sonst nicht immer wieder viele, viele Male gefragt werden, was denn „Hallo“ heißen möge: „Hallo, Anna“, „Hallo Tim“, „Hallo“. Und ich weiß es immer… „Your hard work is paying off“. Haha. Praktisch kein Lerneffekt bei diesen Mikroschritten. Ja, und die berüchtigten kryptischen Sätze gibt es auch in meiner Zielsprache, Russisch: „It is she who is here.“ Geht’s noch, das taucht bei Basics1 auf!!! Diesen Satz werde ich demnächst sicher in einer Live-Situation anwenden (Ironie aus). Dadurch, dass Erklärungen fehlen, ist Duolingo für mich eine oberflächliche Spielerei, besser als in Social Media zu daddeln allemal, aber nix Ernsthaftes. Deiner Einstufung mit 3 1/2 Sternen stimme ich zu, wenn man berücksichtigt, dass die App ja nichts kostet. Ich werde trotzdem damit aufhören, denn mir ist meine Lebenszeit einfach zu schade. Ich werde ein paar andere Programme/Apps checken.

    1. Guten Tag Dir Manni,

      und vielen Dank zuerst einmal für Dein ausführliches Kommentar. Wie ich sehe, schließt Du Dich meiner Bewertung der Duolingo-App weitgehend an – freut mich zu hören, dass ich doch nicht so falsch liegen kann mit meiner persönlichen Einschätzung.

      Und falls Dich eine andere Sprachlern-App interessiert – hier haben wir ein paar der bekanntesten getestet: https://www.sprachheld.de/beste-sprach-app-sprachen-lernen/.

      Dir weiterhin noch viel Erfolg beim Russisch lernen – hier haben wir übrigens einen sehr ausführlichen Beitrag über das russische Alphabet: https://www.sprachheld.de/russisches-alphabet/

      LG,

      Jeremy-James

  11. Du schreibst viele Unwahrheiten. Gramatik kann man bei jeder Übung abfragen. Der schwirigkeitgrad wächst parallel zu den abgearbeiteteten Aufgabe. Ich habe mit Duolingo geschafft eine Sprache von 0 auf reden, verstehen und schreiben zimlich komplexe Texte geschafft.
    Ich empfehle jedem erst Duolingo zu testen, before er ein Unding schreibt.

  12. Wenn ich mir die Kommentare hier durchlese, scheint bei Duolingo die Qualität wohl von Kurs zu Kurs stark zu schwanken. Ich mach gerade den Französischkurs (also Deutsch-Französisch) und bin bisher ganz zufrieden, denn Duolingo scheint mir eine gute Ergänzung zum Bücherlesen, Videos schauen, Podcasts hören zu sein:

    Ich hab mal einen kurzen Französischkurs an der Uni gemacht in dem ich die wichtigsten Basics gelernt habe, und hab danach angefangen selber einfache Bücher zu lesen. Das klappt mittlerweile erstaunlich gut (ich bin da nicht so streng, am Anfang konnte ich gerade so den groben Sinn verstehen und der Geschichte folgen wenn ich mir Zeit zum langsamen Lesen nahm oder eine Transkription eines Podcasts hatte). Aber selber etwas auf Französisch zu formulieren und einzelne Wörter wirklich zu verstehen (nicht nur aus dem Kontext zusammenzureimen), das habe ich auf diese Weise praktisch nicht gelernt. Das Französische ist da ja gerade am Anfang mit all den Konjugationen und Deklinationen recht kompliziert. Und genau da finde ich Duolingo jetzt enorm hilfreich, ich kann meinen Wortschatz festigen und lerne vor allem das eigenständige Formulieren von (einfachen) Sätzen viel effektiver als mit den analogen Übungen aus dem Unikurs. Denn mit einem menschlichen Partner macht das auch nicht mehr Spaß, wenn man quasi noch nichts sagen kann. „J’aime le chocolat. Est-ce que tu aimes le fromage?“ – „Oui, j’aime le fromage. Est-ce que tu aussi aimes le fromage?“ – „Non, je n’aime pas le fromage. Mais j’aime la bière“ — das war das „kommunikative und partizipative Unterrichtskonzept“…

    Ja, Duolingo alleine wird nicht viel bringen. Aber für die nervigen (aber nicht ganz so unsinnigen) Wortschatz und Grammatikübungen finde ich es echt gut. Duolingo + viel Input in der Fremdsprache könnte aber echt sinnvoll sein. Es macht fast sogar Spaß 😉

    1. Vielen Dank für Dein ausführliches und sehr aufschlussreiches Kommentar. Und ja, als Ergänzung zu ernsthafteren und vor allem auch Methoden, welche etwas an Eigeninitiative erfordern, ist Duolingo sicherlich geeignet.

      Der Irrglaube mit dem Herumdaddeln an der App alleine eine neue Sprache lernen zu können ist allerdings etwas gefährlich. Zumindest in meinen Augen.

      Vielleicht belügt sich der Mensch aber auch einfach nur gerne und verschließt die Augen vor einer unbequemen Wahrheit, um in bequemer Untätigkeit verharren zu können. Das würde die zum Teil recht wütenden Reaktionen und Kommentare auf diesen Beitrag erklären. Diese enthalte ich den anderen Lesern in der Regel vor, um das Niveau in der Kommentarsektion nicht unnötig nach unten zu treiben.

      Dir weiterhin viel Spaß mit Duolingo et beaucoup de réussite dans tes études de français!

      LG,

      Jeremy-James

  13. Hallo,

    ich nutze Duolingo derzeit nur für Englisch – Japanisch und muss sagen, dass die Erfahrung doch durchwachsen sind.

    Man bekommt genügend wiederholende Übungen, um Hiragana und Katakana zu üben – wobei einige deutlich häufiger vorkommen als andere.

    Nach den Hiragana-Lektionen inkl. einfacher Vokabeln (Hund, Katze, Wind etc.) geht es bereits in kleinere Sätze über (Ich bin Student. Ich spreche Englisch und Japanisch. etc.), die man als Ausländer in Japan auch gebrauchen kann.

    Noch im selben Lernabschnitt geht es bereits zu längeren Sätzen über, die auch direkt Kanji mit sich bringen. So lernt man gleich grundlegende Kanji-Zeichen sowie weitere, längere Satzaufbauten und dergleichen.

    Da ich bereits Hiragana und Katakana erkenne, aber bisher nicht fließend lesen kann oder teilweise noch überlegen musste, welches „Bild“ welcher Buchstabe sein soll, hilft Duolingo mir tatsächlich die Begriffe flüssig zu erfassen.
    Zudem habe ich mich bisher vor Kanji gedrückt und bin positiv überrascht, dass ich nun ein gutes Dutzend bereits erkennen kann (schreiben lasse ich mal außen vor, ist nicht mein Fokus derzeit).

    Allerdings muss ich zugeben, dass ich mich frage, wie ein kompletter Neuling den Einstieg finden würde. Anfangs würde fast jedes Zeichen und die simplen Vokabeln (die mir auch bereits bekannt waren) fast nur in trial&error enden oder Ausschlussverfahren.

    Naja, ich nutze die App aber auch erst seit fünf Tagen (aktuell 2000 exp) und bin grundsätzlich bisher positiv gestimmt, auch wenn mich einige Lektionswiederholungen schon etwas nerven 😉 [ichi, ni, chi …]

    Bin gespannt, was da noch so kommt. Ich muss aber zugeben, dass ich mich zu 90% auf das Gesprochene konzentriere und weniger auf das Geschriebene, ich würde also vermutlich die aktuell bekannten Kanji ohne Wiederholungen in zwei Tagen wieder nicht mehr erkennen.

    Grüße, Mel

    1. Vielen Dank Dir Mel für Dein ausführliches Kommentar und Deinen persönlichen Erfahrungsbericht zu Duolingo. Die Kombination mit Englisch und einer (zumindest im deutschsprachigen Raum) nicht so gängigen Lernsprache ist sicherlich eine gute. Denn ansonsten ist es oft schwierig für diese eine App zum üben zu finden.

      Dir weiterhin viel Erfolg mit Japanisch und LG,

      Jeremy-James

  14. Schöner Artikel – gefällt mir sehr gut.
    Um die Schulkentnisse der englischen Sprache aufzufrischen: Wirklich super, der nächste Urlaub ist gerettet. Auch das doch sehr verwandte Niederländische lässt sich meiner Meinung nach (mal unabhängig von der gewöhnungsbedürftigen Aussprache) angenehm lernen.
    Aber! Hätte ich – und wenn auch nur für sehr kurze Zeit – keinen Französischunterricht in der Schule gehabt, würde es mir extrem schwer fallen den Französischkurs zu bearbeiten (finds trotzdem nicht so easy :D).
    Und spätestens da habe ich mich gefragt wie das mit Chinesisch, Japanisch, Ungarisch, etc. im Selbststudium zu schaffen sein soll.
    Babbel hatte ich auch probiert, aber das war mir doch etwas zu statisch (da sind die Pluspunkte für den „spielerischen Lernbetrieb“ bei Duo hängen geblieben).

    Mein Tipp: Harry Potter – die Buchreihe wurde vermutlich in jede Sprache übersetzt (vllt sogar Klingon…) ist eine super Unterstützung und gebraucht als Taschenbuch durchaus erschwinglich.

    LG Daniel

    1. Guten Tag Dir Daniel und freut mich zu hören, dass Dir mein Bericht über meine Erfahrungen mit Duolingo gefällt. Und vielen Dank Dir für den Tipp mit den Harry Potter Büchern, um das Lesen in einer Fremdsprache zu üben. Diese empfehlen wir übrigens auch zum Beispiel für Englisch oder Spanisch.

      Dir weiterhin viel Erfolg beim Französisch lernen bzw. wieder auffrischen – LG, Jeremy-James

  15. Hi 🙂
    Ich wollte mal meine (sehr positive) Erfahrung mit duolingo beitragen. Ich nutze die App seit einigen Monaten, um Russisch ganz neu zu lernen. Zuerst hatte ich versucht, mit einem Schulbuch aus der Bücherei nach der klassischen methode zu beginnen, habe aber parallel auch duolingo benutzt. (Duolingo stand ich kritisch gegenüber, da ich zuvor schon vergeblich versucht hatte, mein Französisch aufzubessern, in dem ich aber schon bei B2 war). Nachdem das Buch mich eher schleppend voranbrachte, wechselte ich dann komplett zu duolingo. Und zwar aus folgenden Gründen:
    1. Meines Empfindens nach ist das die schnellste art und weise, einen grundwortschatz aufzubauen.
    2. Man entwickelt schnell ein gefühl für grammatik, obwohl diese nicht erklärt wird
    3. Wenn etwas zu einfach wird, kann man in der lektion zum ende springen und woanders weitermachen.
    Ich finde auf jeden fall, dass das nicht ausreicht, um eine sprache zu lernen. Ich erhoffe mir allerdings, dass ich, wenn ich mit dem duolingo kurs fertig bin, in der lage bin, ein russisches kinder/jugendbuch in ansätzen lesen zu können, sodas ich mir die dann noch fehlenden vokabeln selber nachschlagen kann und so meinen wortschatz aufbauen kann. Mit etwas geduld kommt das sprachgefühl dann ja vielleicht von selbst.

    1. Vielen Dank auch Dir Lioba für diese positive Erfahrung. Und ja, ob die eigene Erfahrung mit Duolingo eher positiv oder negativ ist, hängt sicherlich viel mit der persönlichen Erwartungshaltung und Zielsetzung zusammen. In Deinem Fall kann das eventuell funktionieren. Ich möchte hier jetzt weder Nein oder Ja dazu sagen. Vielleicht berichtest Du uns einfach in ein paar Wochen oder Monaten noch einmal. Ich würde mich darüber freuen.

      LG, Jeremy-James

  16. Hallo,
    Ich teile deine Meinung nicht.
    Am PC kann man die Grammatik abfragen. Die ständigen Wiederholungen schaffen im Zusammenhang mit der Tonausgabe der Sätze ein Gefühl für die Sprache, sodass sie einem vertrauter erscheint. Die Sätze scheinen auf den ersten Blick sinnlos zu sein, aber es fällt einem danach leicht, sich aus den bekannten Brocken etwas zurecht zu schustern, wenn es sein muss. Ich wohne seit zwei Monaten in Prag und lerne so lange auch mit Duolingo. Seit Ende Mai habe ich Sprachunterricht und meine Lehrerin ist begeistert von dem, was ich daher schon konnte (man lernt beispielsweise sehr natürlich, wie ein Kleinkind, konjugieren). Man braucht ab einem bestimmten Lerngrad auch nur noch eine Minute pro Lektion. Sollte einem das zu lästig sein, kann man immer mit Tests nach vorne springen, und muss die Wiederholungen nicht machen.

    Außerdem funktioniert zumindest beim Kurs Englisch-Tschechisch der Support hervorragend. Es sind in der Kommentarfunktion oft drei Admins, die sich am Gespräch beteiligen und darüber aufklären, was die natürlichste Variante ist und warum eine andere auf tschechisch keinen Sinn ergibt.
    Durch diese Funktion verstehe ich bereits auch besser, was den Tschechen am Deutschen so schwer fällt.
    Ich habe ein knappes Drittel durch (auf Gold, ohne 100 Wiederholungen bringt es bei tschechisch als neue Sprache nichts) und fühle mich sehr gut damit.

    Zuletzt möchte ich noch anmerken, dass ich die Übungen durchaus aufeinander aufbauend finde, sonst könnte ich ja schon längst nichts mehr verstehen. Die anfänglich eingeführten Vokabeln werden immer wieder aufgegriffen und damit gleichzeitig wiederholt. Tschechisch ist nämlich eine Sprache, bei der man Lösungen für Satzkonstruktionen nicht notfalls bei Google translate oder ähnlichem findet.

    Vielleicht versuchst du es ja noch einmal und kommst zu einem etwas gnädigeren Ergebnis. Ich fand dein Urteil hier nämlich ziemlich vernichtend.

    LG 🙂

  17. Vielen Dank für den informativen Artikel und auch den Vergleich von Sprachlern-Apps. Ich wollte nur einige Dinge anmerken und meinen Eindruck und meine Erfahrungen schildern.

    Je nach Kurs gibt es auch Erklärungen (Grammatik etc.) zu den einzelnen Übungsblöcken. So z.B. im Kurs Deutsch-Französisch. Da dies aber ebenfalls durch die ehrenamtlichen Kursersteller bereitgestellt werden, ist das leider nicht in allen Kurse so und das Niveau ist auch sehr unterschiedlich. Oft sind App und Webseite auch sehr unterschiedlich im Funktionsumfang, so gibt es die Erklärungen nicht auch in der App (jedenfalls vor einiger Zeit nicht, vielleicht inzwischen schon?).

    Es gibt immer wieder neue Erweiterungen, z.B. aktuell die Stories (kleine Kursgeschichten mit Verständnisfragen und anderen Übungen zwischendurch), die es allerdings im Augenblick nur für wenige Sprachen und wie bei vielen Dingen erst einmal nur mit Englisch als Ausgangssprache gibt – ich habe deshalb zusätzlich den Englisch-Französisch-Kurs hinzugefügt, nur um die französischen Stories zu machen etwas umständlich.

    Leider fallen auch mal gute Dinge einfach weg, so bspw. der Activity-Stream (sehen, was die Leute so machen, mit denen man befreundet ist), die Clubs und die Chats. Das ist oft etwas nervig.

    Andererseits ist die App komplett kostenlos, ich bin immer motiviert, mindestens einmal am Tag zu üben und die vielen Wiederholungen in einer Übung kann man notfalls auch überspringen durch Freitesten, wenn man sich sicher ist, dass man es jetzt kann.

    Zum Lernen selbst muss ich sagen, dass ich sowohl Sprachen auffrische (Französisch, Englisch) als auch Sprachen angefangen habe, die ich vorher nicht konnte (Niederländisch von Englisch, Spanisch). Für beides ist Duolingo meiner Ansicht nach gleich gut geeignet. Allerdings macht man keine Riesenfortschritte, sondern prägt sich eher durch stetes Lernen die Dinge ein, was mir sehr entgegenkommt, da ich mir Vokabeln nur sehr schwer behalten kann.

    Dass es etwas durcheinander wirkt mit den Themen kommt mir übrigens auch entgegen, da ich bei den üblichen Sprachkursen, die mit „Ich heiße…“ und „Wo ist der Bahnhof“ anfangen, meist sehr schnell demotiviert war. Vielleicht lernt man nicht gleich die wichtigsten Dingen und eher weniger erst mal das Reisevokabular, aber wenn man wie ich französischsprachige Verwandtschaft und Freunde hat, dann sind die üblichen Reisesätze auch nicht wirklich zielführend in einem Gespräch.

    Babbel habe ich auch ausprobiert (Einstufungstest Französisch und dann die erste vorgeschlagene Probelektion) und war relativ schnell abgeschreckt, wie wenig der Einstufungstest berücksichtigt wurde, was vielleicht daran lag, dass die Probelektion festgelegt ist.
    Außerdem Memrise als Ergänzung zu Duolingo, aber das fand ich schnell zu langweilig, weil mir Karteikartenlernen einfach nicht liegt.

  18. Vielen Dank für den ausführlichen Beitrag. Ich habe gestern erst mit Dualingo angefangen und bin bisher wirklich begeistert. Ich mache aktuell den Deutsch Englisch Kurs und umgekehrt den Englisch Deutsch Kurs gleichzeitig. Ich finde das die App perfekt ist um seine Sprachkenntnisse aufzufrischen und deutlich zu erweitern. Leider ist die Computerstimme manchmal etwas verzerrt oder besser gesagt abstrakt im Ausdruck 🙂 Aber für das, dass sie kostenlos ist, super!

    LG
    Marco

    1. Vielen Dank Dir Marco und weiterhin viel Erfolg mit Duolingo. Falls Dir die App einmal zu langweilig werden sollte, kannst Du Dich ja bei den von uns vorgestellten Alternativen umsehen.

      LG, Jeremy-James

  19. Ich kann dem Autor weitesgehend zustimmen. Allerdings würde ich die App doch noch schlechter bewerten. Ich habe über die App Spanisch gelernt, beziehungsweise ich habe versucht , Spanisch zu lernen. Tatsächlich habe ich unheimlich viel Zeit investiert, um so sinnentleerte Sätze wie „der Elefant liest die Zeitung“ oder „Ich schreibe dir ein Buch“ zu lernen. Spätestens bei der Tatsachenüberprüfung in Südamerika wusste ich nicht, wie man an der Tankstelle nach dem richtigen Benzin fragt. Ich wusste auch nicht, wie man richtig nach dem Weg fragt und vor allen Dingen war die Antwort nicht zu verstehen, Weil das, was man in jedem Sprachkurs lernt, nämlich eine anwendungsorientierte Sprache überhaupt nicht stattfindet. Und das, obwohl ich durchaus sprachbegabt bin und neben Englisch, Französisch auch noch Italienisch spreche. Die App ist allerhöchstens zum Wiederholen geeignet. Man lernt stumpfsinnig teilweise unsinnige Sätze mit teilweise falschen Übersetzungen auswendig (Richtiges Deutsch wurde mir als falsch angekreidet!) . Jegliche grammatikalische Unterstützung fehlt. Ohne die ist man aber bei der Kenntnis einer neuen Sprache aufgeschmissen. Die Clubs, in denen man sich wenigstens einigermaßen vernünftig austauschen konnte, sind leider abgeschafft worden. Nach dem neuen Prinzip kann man nur über die App keine Kontakte zu anderen Lernenden knüpfen. Das ist sehr schade. Wie der Autor schon sagt, mangelt es am aktiven Wortschatz. Man kann ganze Lektionen abschließen, ohne ein einziges Wort Spanisch zu sprechen. Und damit lernt man einfach nicht richtig. Ich werde noch ein Weilchen dabei bleiben und es als zusätzliches Training nutzen, aber um richtig zu lernen habe ich jetzt einen vernünftigen Sprachkurs belegt. Meine Wertung: 2 Punkte.

    1. Vielen Dank Dir für Dein ausführliches Kommentar. Und wie Du es auch angesprochen hast, ist für mich eines der Hauptprobleme eben die Sinnentleertheit der zu übenden (ich vermeide hier absichtlich den Ausdruck lernenden) Phrasen und Sätze. Weitab von jeder üblichen Anwendung.

      Und ja – Duolingo ist gratis. Aber es gibt für wenig Geld auch viel bessere Alternativen. Zu finden z. B. hier bei unseren Tests zu Sprachlern-Apps und Vokabeltrainern.

      Dir weiterhin noch viel Erfolg beim Spanisch lernen und mit Deinem vernüftigen Spanischkurs.

      LG, Jeremy-James

  20. Manche Duolingo-Kurse habe Qualitäts- und Zensur-Probleme
    Seit dem Erscheinen des Artikels über Duolingo (2017) ist etliche Zeit vergangen. Es gilt nach wie vor, dass Duolingo kostenlos zahlreiche Kurse anbietet und dass lernen mit Duolingo Spaß machen kann.
    Ich habe seit mehreren Jahren verschiedene Sprachkurse bei Duolingo belegt und war zu Beginn ein großer Fan dieses Programms. Wenn man aber längere Zeit dabei ist, fällt auf, dass sich die Duolingo App in einer extrem lästigen Weise zum Werbeträger entwickelt hat. Man wird ständig aufgefordert, irgendeine Website zu besuchen, bzw. eine andere App zu laden – das geht von Flixbus bis zur Inkontinenz-App. Ebenso aufdringlich sind die Aufforderungen zu Duolingo-Plus (Bezahlversion ohne Werbung, sonst inhaltlich gleich) zu wechseln. Man muss mindestens einmal pro Lektion „Nein, danke“ sagen, was dann irgendwann zur Routine wird. Anscheinend ist man jetzt darauf aus, mit Duolingo (In der ständig eingeblendeten Eigenwerbung: „Der weltbeste Weg, um Sprachen zu lernen) richtig Geld zu verdienen.
    Da wird die Qualität der Kurse zur Nebensache. Besonders schlimm ist die Lage in dem Deutsch-Spanisch-Kurs. Dort haben offenbar frühere Moderatoren resigniert aufgegeben und man steht als selbst denkender, erwachsener Schüler nicht nur vor kindischen Sätzen wie „Die Schildkröte hat die Schlüssel verloren“ oder „Ich bin ein Vogel“, aber auch vor Sätzen mit echten inhaltlichen, grammatischen und orthographischen Fehlern. Seit fünf Jahren wird „conejo“ mal mit Hase und mal mit Kaninchen übersetzt, was eindeutig falsch ist. Es gibt Sätze wie:
    – „Wir unterschreiben sein Hemd“ (Nosotros firmamos su camisa). – Warum dürfen wir es immer noch nicht „signieren“, obwohl es mehrfach als bessere deutsche Übersetzung gemeldet und vorgeschlagen wurde.
    – „Er isst Huhn, obwohl er keinen Fisch isst“ (Él come pollo, aunque él no come pescado“. Was soll diese inhaltliche Sinnlosigkeit?
    – „Er ist ein positiver Leiter“ „Él es un leader positivo“, was zwangsläufig die Assoziation zur Elektrotechnik und zu einer Anode erweckt.
    – „Trotz dem (!) Fleisch esse ich die Suppe“ – so ganz ist der deutsche Genitiv ja nun auch noch nicht ausgestorben!
    – und als absolute Krönung „Eso la inicio“ was unbedingt mit „Das wies sie ein“ übersetzt werden soll, was kaum jemand auf Anhieb schafft. Dieser Satz darf stolz darauf sein, die meisten Kommentare im ganzen Deutsch-Spanisch-Kurs erhalten zu haben (über 370)!
    Das sind nur einige wenige Beispiele aus dem leider übergroßen Angebot unsinniger Sätze. Verbesserungsvorschläge in den zugehörigen Satzdiskussionen werden ignoriert. Es scheint niemand mehr da zu sein, der die Meldungen bearbeitet und an die Programmierer in Pittsburgh weiterleitet. Für manche der unbearbeiteten Sätze liegen die Meldungen schon drei bis sogar fünf Jahre zurück.
    Man hat insgesamt den Eindruck, dass die spanische Sätze von einem Latino-Spanier, der irgendwann mal einen Deutsch-Kurs gemacht hat oder mal einen Aufenthalt in Deutschland hatte, auf der Basis seiner eingeschränkten Deutschkenntnisse übersetzt wurde. Der/die Schöpfer dieses Kurses müssen so stolz auf ihr Deutsch-Wissen sein, dass sie sich von den inkompetenten deutschen Muttersprachlern nicht in ihren Sprachgewissheiten stören lassen.
    Ein grundlegendes Problem des Kurses besteht zudem darin, dass es keinerlei Hinweise oder Erläuterungen zur Grammatik gibt
    In vielen Satzdiskussionen ist schon seit Jahren kein Moderator aufgetaucht. Demzufolge wird der Umgangston immer rauer. Viele User werden zu Recht ungeduldig und beklagen sich über die mangelhafte Pflege des Kurses. Leider gibt es trotzdem etliche Schönredner, die versuchen, die bestehenden Mängel mit der Kostenfreiheit des Angebotes zu entschuldigen. Am Kurs interessierte User, die ihre Kritik deutlich und sachlich vortragen, werden inzwischen mit einem sehr pauschalen Serienbrief, der gleichzeitig erste und letzte Mahnung ist, diszipliniert. In diesem Brief wird nicht ausgeführt, wessen sich der User genau schuldig gemacht hat, nicht in welcher Satzdiskussion und nicht welcher Art seine Verfehlung war, sondern es wird nur pauschal gesagt:
    „Liebe/r (Username),
    In den letzten Tagen sind uns wiederholt unangemessene Beiträge von Dir in den Satzdiskussionen aufgefallen…..“ (Originalzitat)
    Dann folgen weitere ehrenwerte, aber leider nicht auf den User zutreffende Belehrungen, dass man andere Leute nicht angreifen darf, keine sexistischen oder rassistischen Inhalte schreiben darf usw. Alles vollkommen unspezifisch, der schuldbewusste User, der aber nichts von diesbezüglichen Verfehlungen weiß, darf sich selbst heraussuchen, was evtl. für ihn zutrifft. Das einzige Spezifische in einem solchen Brief ist der Username.
    Dann folgt noch die Drohung: „Jeglicher weiterer Verstoß wird zu Maßnahmen gegen Dein Konto führen“ (Originalzitat). Ich kenne noch zwei weitere User, bei denen ich mir sicher bin, dass sie nichts Verwerfliches (außer Duolingo zu kritisieren) getan haben, die einen solchen Brief erhalten haben. Es gibt keine Adresse in der E-Mail, bei der man nachfragen könnte, was man denn eigentlich Schlimmes gemacht hat. Das bedeutet für den User, dass er in der Zukunft sehr vorsichtig sein muss. Er ist anscheinend voll der Willkür der Moderatoren ausgeliefert, denen er eventuell wegen seiner berechtigten Kritik auf die Nerven gegangen ist. Er ist quasi auf Bewährung, ohne dass ihm gesagt wurde, in welcher Hinsicht er sich bewähren muss. Das erste Gebot: „Du sollst Duolingo nicht kritisieren“ ist allerdings nirgends in den Geschäftbedingungen aufgeführt.
    Dabei wäre Duolingo sehr leicht in der Lage, dem User genau mitzuteilen, was die Moderatoren an seinen Beiträgen stört. Man kann anfordern, welche persönlichen Daten gespeichert wurden und bekommt dann eine sehr umfangreiche ZIP-Datei zugeschickt, die zahlreiche Excel-Dateien enthält. Dort kann man feststellen, dass auf den Servern von Duolingo quasi jeder Atemzug des Nutzers, d. h. jeder Kommentar für immer abgespeichert ist. Diese Datei enthält den genauen Kommentar des Users, die „comment“-Nummer der Satzdiskussion sowie Datum und Uhrzeit, wann der Kommentar abgegeben wurde. Selbst wenn man den Kommentar selbst gelöscht hat, gibt es kein Recht auf Vergessen, bei Duolingo ist alles für die Ewigkeit abgespeichert. Das ist sehr beängstigend. Duolingo erscheint dann nicht mehr als liebenswertes Sprachprogramm, das kostenlos Sprachkenntnisse vermittelt, sondern als Datenkrake, der den User voll kontrolliert. Man scheint bei den Abmahnungen bewusst oder aus Bequemlichkeit in der Intransparenz zu beharren, weil dann die Berechtigung der Vorwürfe nicht nachgewiesen werden muss, obwohl das auf Grund der gespeicherten Daten möglich wäre. Ich vermute, die Gründe für die Abmahnungen und für das Verhängen eines „shadow ban“ sind in den meisten Fällen nicht stichhaltig genug.
    In Absprache mit anderen Usern wurde in den „Tipps zu den Satzdiskussionen“ ein Beitrag platziert, der in sachlicher Form auf die Qualitätsmängel im Deutsch-Spanisch-Kurs hinwies. Er sollte auch dazu dienen, eine Diskussion über die intransparente Form der Abmahnungen zu starten. Bevor aber eine entsprechende Diskussion beginnen konnte, wurde ein „shadow ban“ verhängt. Das bedeutet, der User selber sieht noch seine Beiträge, aber niemand anderes kann sie mehr lesen und das mitten in dieser Diskussion und ohne einen anderen ersichtlichen Grund. Diese Strafmaßnahme wird dem Nutzer nicht einmal mitgeteilt und auch nicht der Anlass dafür definiert – alles ist weiterhin völlig intransparent. Dieser „shadow ban“ gilt dann für alle Beiträge in den Satzdiskussionen aller Kurse, an denen der User teilnimmt oder teilgenommen hat. Er selber bemerkt das gar nicht. Erst wenn andere User nachfragen, wo denn seine Beiträge geblieben seien, merkte der User, dass er zu einem Zombie gemacht wurde. Er selber kann seine und alle anderen Beiträge lesen, aber nicht mehr darauf antworten. So fehlt ihm auch die Möglichkeit, Sachverhalte, die ihn in der Diskussion betreffen (z. B. dass er angeblich selber seine Beiträge gelöscht habe) richtig zu stellen.
    Seit diesen Tipps-Diskussionen weht ein eisiger Wind durch die Satzdiskussionen im Spanisch-Kurs. Unzählige Kommentare wurden gelöscht. Die Satzdiskussion von „Eso la inicio“ wurde gar geschlossen und die unerwünschten, kritischen Beiträge entfernt (ca. ¾ der Beiträge sind für immer verschwunden bzw. sind im shadow-ban unsichtbar geworden). Auch bei anderen Satzdiskussionen ist es das Gleiche. Man sieht manchmal Satzdiskussionen zu denen es zahlreiche Kommentare gegeben hat, versucht sie zu öffnen und findet keinen einzigen mehr.
    Die Zensur im Spanisch-Kurs hat derzeit extreme Ausmaße angenommen. Es wäre interessant zu erfahren, wie viele Teilnehmer inzwischen schon einen „shadow ban“ erhalten haben. Diese Zensur ist wesentlich zeitaufwändiger als es eine Korrektur der fehlerhaften Sätze sein würde. Für die gelöschten Kommentare kommen dann natürlich immer wieder neue von anderen Usern nach, weil die Fehler und Schwächen der Sätze sowie der Übersetzungen nicht behoben werden.
    Manche der Fehler wären durch eine kleine Korrektur leicht zu verbessern. Es ist kein wesentlicher Eingriff in die Struktur des sog. Programmier-Baumes, wenn man zulässt, dass „su hogar“ sowohl mit „ihr“ wie auch mit „sein zuhause“ übersetzt werden darf. Das ist seit Jahren leider nicht möglich. Der Satz „Eso la inicio“ könnte ohne Probleme mit „Das brachte sie dazu“ übersetzt werden. Warum passiert das nicht?

    Zusammenfassend sei gesagt:
    Duolingo hat bei dem Deutsch-Spanisch-Kurs große Qualitätsprobleme, die durch Zensur und Abstrafung der Nutzer nicht gelöst werden können, sondern nur durch eine Qualitätsoffensive, und das bedeutet eine grundlegende Überarbeitung des Kurses. Bis diese Überarbeitung erfolgt ist, könnte man zumindest an den „Hot-Spots“, die durch die Anzahl der Kommentare leicht zu erkennen sind, die nötigsten Verbesserungen einfügen, quasi zumindest eine Notreparatur machen. Ähnliche Probleme bestehen auch beim Deutsch-Englisch-Kurs, aber in etwas geringerem Ausmaß.

    1. Vielen Dank Dir Wolfgang für dieses äußerst ausführliche und auch äußerst erheiternde Kommentar (auch, wenn es eigentlich nicht zum Lachen ist, musste ich das ein paar Mal beim Durchlesen) mit Deinen etwas aktuelleren Duolingo-Erfahrungen.

      Halte uns gerne auch in Zukunft am Laufenden über die Entwicklungen bei Duolingo!

      LG und weiterhin viel Erfolg beim Spanisch lernen wünscht Dir Jeremy-James.

  21. Ich bin 72 Jahre alt und habe, sozusagen als Gehirnjogging, Norwegisch gelernt (Norwegisch – Englisch). Jetzt lerne ich, wieder mit Duolingo, Latein.
    Meine Vorgehensweise: Ich schreibe mir jeden einzelnen Satz per Hand auf, übertrage ihn danach in den Computer, wobei ich u. a. über ordbok.no die Grammatik ergründe. In 10 Monaten war ich mit dem Kursus durch, aber ich habe mich auch fast jeden Tag 3 Stunden mit der Sprache beschäftigt.
    Jetzt kann ich problemlos norwegische Bücher lesen (gratis herunterladbar bei epub.no, bokselskap.no und anderswo). Praktische Erfahrung in Hören und Sprechen fehlt mir allerdings.
    Folgende Nachteile hat die neuere Version von Duolingo:
    Ich kann den Bildschirm meines Tablets nicht auf Querformat umstellen. Da ich ziemlich große Hände habe, treffe ich auf der virtuellen Tastatur häufig mehrere Buchstaben gleichzeitig. Das nervt und kostet Zeit.
    Die orangefarbene Schrift, in der neue Vokabeln angezeigt werden, kann ich kaum erkennen.
    Die Schrift lässt sich nicht vergrößern. Warum nicht? Es ist doch genug Platz vorhanden.
    Ich kann nicht gezielt zurückgehen und eine Lektion wiederholen. Wenn ich nachträglich Zweifel bekomme, ob ich etwas richtig verstanden habe, oder in den Kommentaren nachschauen will … Pech gehabt! Vorbei ist vorbei.

    1. Vielen Dank Dir Hella für Dein Kommentar mit Deinen persönlichen Duolingo-Erfahrungen. Und vor allem Gratulation dazu, dass Du Dich mit Deinen 72 Jahren noch lange nicht zu alt empfindest, um noch eine neue Sprache zu lernen! Weiter so – Toll!

      Mit freundlichen Grüßen und viel Erfolg weiterhin!

      Jeremy-James

  22. Vielen Dank für die ausführliche Bewertung von Duolingo.

    Die Kritik, die hier von einigen Kommentatoren geäußert wurde, möchte ich noch um einige Aspekte ergänzen. Ich habe sowohl den Deutsch-Spanisch wie den Deutsch-Englischkurs bei Duolingo abgeschlossen. Das hat mich leider nicht in die Lage versetzt, mich bei meinem Aufenthalt in Spanien in diesem Jahr verständigen zu können. Die Reklame von Duolingo, man könne mit 15 Minuten täglich eine Sprache lernen, ist einfach maßlos übertrieben, schon gar nicht mit diesem Sprachprogramm. Meine folgenden Ausführungen beziehen sich vor allem auf den Spanischkurs, obwohl es auch im Englischkurs von Fehlern nur so wimmelt. Ich spreche recht gut Englisch, und habe mich damit nur beschäftigt, um einen Vergleich zur Qualität des Spanischkurses zu haben.

    An sich sind die Kurse gut strukturiert und optisch ansprechend. Das didaktische Konzept scheint mir allerdings höchst mangelhaft, sofern es überhaupt eines gibt.

    Sinnfreie und alberne Sätzchen sind weitaus häufiger anzutreffen als halbwegs brauchbare. Die Auswahl der zu lernenden Vokabeln ist mehr als eigenwillig, und nur bedingt alltagstauglich.
    Einige hübsche Beispiele:
    – Ist der Mond im Himmel?
    – Vor der Feier wird es einen (sic!) öffentliche Urkunde geben.
    – Mein Vater ist ein Erwachsener.
    – Ich bin sehr partikulär.
    – Ein Jahrhundert ist kein Jahr.
    – Das Hemd ist rechts.
    – Sie ist ihre Ehefrau.
    – Ich koche Suppe im Februar.
    – Der Schlaf ist interessant.
    – Ich bin wie neu.
    – Nicht als Brüder, sondern als Erwachsene.
    – Die Spinne ist hinter dem Käse.
    – Die Maus rennt um das Glas.
    – Sieben ist nichts.
    Es werden auch munter lateinamerikanische und spanische Ausdrücke gemischt, ohne dass darauf hingewiesen wird, z.B. la computadora statt el ordenador oder el computador, jugo statt zumo, usw. Ohne Erklärung werden „enagua“ = Unterrock und „pollera“ dem verwunderten Sprachschüler statt „falda“ als Musterlösung vorgesetzt. Bei Suche in Internet-Dictionaries habe ich herausgefunden, dass nur in Costa Rica „enagua“ auch in der Bedeutung „Rock“ verwendet wird. Zudem wird fast durchgängig „ihr“ mit „ustedes“ übersetzt, also statt der 2.Person Plural die Höflichkeitsform der 3. Person Plural, offenbar eine Spezialität einiger lateinamerikanischer Länder, vielleicht ein Relikt aus der längst vergangenen Zeit, als Respektspersonen mit „Ihr“ angesprochen wurden.
    Es mag ja richtig sein, dass es mehr Menschen gibt, die lateinamerikanische Varianten des Spanischen sprechen als die europäische Variante, aber willkürlich mischen sollte man sie doch nicht, und schon gar nicht ohne einen Hinweis darauf. Das ist einfach nur verwirrend und wenig hilfreich für den Lernenden.
    Die Konjugation der Verben wird auch nicht ansatzweise systematisch gelehrt. Vor allem bei den unregelmäßigen Verben in den verschiedenen Zeitformen kann man nur raten, was denn wohl richtig sein soll. Unter der Rubrik „Präterit“ wird durchgängig das spanische Indefinido behandelt, das sich aber sowohl in der Verbform wie im Anwendungsbereich deutlich vom Präteritum (Imperfekt) unterscheidet. Auch hier gibt es keinen Hinweis auf diesen Unterschied. Im Unterschied zu dem Englisch-Spanisch-Kurs hat man im Deutsch-Spanisch-Kurs vollkommen auf eine Grammatik-Einführung verzichtet. Ohne ein zusätzliches gutes Grammatik-Buch bewegt man sich im Blindflug durch die Lektionen.

    Innerhalb der einzelnen Themenbereiche gibt es fünf Level. Angeblich erhält man schwierigere Aufgaben, wenn man zum nächsten Level wechselt. So wird es einem von Duolingo angekündigt, entspricht aber leider nicht den Tatsachen. Es werden lediglich die Übungen aus dem vorangegangenen Level wiederholt, nur deutlich öfter. Zudem sind die Algorithmen schlecht programmiert. Es kommt häufig vor, dass in einer einzigen Übung dasselbe Wort oder dasselbe Sätzchen vier- oder fünfmal kurz hintereinander abgefragt werden, was weder den Spaß am Lernen noch den Lerneffekt erhöht, vor allem nicht, wenn es sich um derart seltsame Sätze handelt wie bei den oben genannten Beispielen.
    Zudem ist mir aufgefallen, dass seit einiger Zeit massive Zensur stattfindet. Kritische Kommentare von Nutzern werden reihenweise gelöscht, manche Foren werden so bearbeitet, als habe es dort nie kritische Anmerkungen gegeben. Von Freunden habe ich gehört, dass über einzelne Nutzer ein sogenannter „shadow ban“ verhängt wird, weil sie angeblich die Satzdiskussionen mit ihren kritischen Bemerkungen gestört haben. Das bedeutet, sie selbst können ihre Beiträge noch sehen, andere Nutzer jedoch nicht mehr. Über diese „Strafmaßnahme“ werden die Nutzer jedoch nicht informiert, sie erhalten auch keine Begründung, wodurch sie gegen Duolingo Regeln verstoßen haben sollen. Dieses Vorgehen halte ich für inakzeptabel. Das macht mir diesen Sprachkurs, abgesehen von den erheblichen Qualitätsmängeln, nicht gerade sympathischer.

    1. Guten Tag Dir Maria und vielen Dank vor allem auch für Dein ausführliches Kommentar mit Deinen persönlichen Duolingo-Erfahrungen.

      Und es scheint wirklich so, dass bei Duolingo in letzter Zeit zusätzlich zu der eher minderen Qualität der „Sprachkurse“ noch ein gröberes Problem mit Zensur auftritt. Anders kann man gelöschte Kommentare und diese „shadow bans“ leider nicht bezeichnen.

      Ich kann deshalb nur mehr wirklich von Duolingo abraten, um eine neue Sprache zu lernen – wirklich empfohlen hatte ich es ja noch nie.

      Falls Du lieber mit einem anderen Sprachkurs Spanisch lernen möchtest – hier findest Du unsere Empfehlungen für Sprachkurse und Sprachapps.

      Ganz liebe Grüße und einen schönen Sonntag Dir noch,

      Jeremy-James

  23. Vielen Dank für Duolingo
    Konnte meine Kenntnisse doch gut auffrischen,übe täglich und gern.
    Möchte aber nun Russisch erneut lernen-nur wie finde ich die notwendige
    kyrillische Tastatur ???

  24. Guten Morgen Jeremy-James, vielen Dank für den interessanten Erfahrungsbericht. Meine Erfahrung nach 3 Jahren Duolingo UND Babbel sieht etwas anders aus: Duolingo eignet sich meiner Meinung nach nicht, um eine Sprache ohne Vorkenntnisse zu erlernen. Babbel schon. Bei Babbel wird grundlegende Grammatik erklärt und angewendet. Man kommt – wie Du auch beschreibst – nicht ohne weitere Übungsmöglichkeiten aus (meine Favoriten sind ein Übungsbuch, mit dessen Hilfe die erlenten Fähigkeiten vertieft werden und Spanische Lernkrimis). Mit dieser Lernmethode habe ich es in den 3 Jahren geschafft, mich mit spanischsprechenden Menschen recht gut zu unterhalten, wobei ich immer eine gewisse Zeit benötige, um mich in die Alltagssprache hereinzuhören.
    Ich wünsche Dir eine schöne (Vor-) Weihnachtszeit.
    Axel

    1. Guten Tag Dir Axel,

      und vielen Dank für Deine Erfahrungen beim Spanisch lernen mit den Sprachlern-Apps Duolingo und Babbel.

      Und naja – im Wesentlichen decken sich unsere Meinungen zu Babbel ja. Ich behaupte ja nicht, dass Babbel ungeeignet wäre (Duolingo allerdings schon), als Unterstützung beim Sprachen lernen – im Gegenteil. Unter den Apps gehört es ja zu unseren Empfehlungen.

      Ich (oder wir) sind nur der Meinung, dass man mit einer App alleine nie eine Fremdsprache lernen kann. Darum finden wir dahingehende Versprechungen mancher Anbieter nicht ganz fair. Mit der Kombination aus mehreren von diesen oder mit Hilfsmitteln (wie Du diese sehr gut nutzt) sieht die Sache allerdings schon wieder ganz anderes aus.

      Dir weiterhin viel Erfolg beim Spanisch lernen – und, falls ich fragen darf, mit welchem Ziel lernst Du die Sprache denn?

      LG,

      Jeremy-James

  25. Hi und Geia sou! Ich verwende Duolingo zum Erlernen von Neugriechisch, und das funktioniert nur über Englisch. Das ist schon oft eine gewaltige Herausforderung. Ich habe vorher schon mit einem Sprachbuch und CDs mit Griechisch begonnen und ohne dieses Vorwissen wäre es unmöglich gewesen. Ich habe von Anfang an alle Vokabel mit der englischen Übersetzung mitgeschrieben. Mittlerweile bemerke ich , dass ich mir die unterschiedlichen Fälle und Artikel wie auch die Verbformen gut gemerkt habe, weil man sie doch immer wieder übt. Bei der App ist es auch einfach , jederzeit zwischen den unterschiedlichen Tastaturen zu wechseln. Meiner Meinung ging das vor einem Jahr noch automatisch, jetzt muss man immer umstellen.
    Teilweise sind die Vokabel für ein Alltagsgespräch nicht unbedingt notwendig, sondern sind viel zu fachspezifisch. Für ein Gespräch in einem Restaurant fehlen aber wieder die nötigen Formen.
    Für mich ist Duolingo zum Wiederholen gut geeignet, für den Erwerb einer neuen Sprache, würde ich Sprachkurse mit Büchern vorziehen.
    PS: Nebenbei hab ich mein Englisch auch wieder aufgefrischt, was ein Sonderplus ist.
    PS: Habe kurz Arabisch probiert: Unmöglich mit der kleinen Schrift am Handy!

    1. Vielen Dank Dir Eva für die ausführliche Ergänzung mit Deinen Duolingo-Erfahrungen.

      Und ja, für einzelne Dinge, als Abwechslung oder als Ergänzung zu weiteren Lernhilfen kann man Duolingo schon verwenden. Zum alleinigen Lernen einer Fremdsprache – wie Du das auch angemerkt hast – wohl eher nicht.

      Na dann, viel Erfolg weiterhin beim Griechisch lernen (welche Ziele hast Du denn mit der Sprache, falls ich fragen darf?). Wie geht es Dir denn damit, Griechisch gehört ja zu den schwierigeren Sprachen für deutsche Muttersprachler?

      LG, Jeremy-James

  26. Ich nutze seit ein paar Wochen Duolingo um englisch zu lernen. Meiner Meinung nach kann es allenfalls eine Ergänzung sein. Niemals wird man mit Duolingo allein eine Sprache richtig lernen. Ich werde mir auf jeden Fall Hilfe suchen müssen. Das Versprechen sas man mit 15 Minuten am Tag eine Sprache mit Duolingo lernen kann, halte ich für Unsinn. Ich habe auch schon mal Babbel genutzt. Umfangreichere Lerninhalte und bessere Erklärungen. Aber auch hier wird es ohne Unterstützung nicht gehen. Kommt natürlich darauf an, welchen Anspruch man hat.

    1. Guten Tag Frank,

      und vielen Dank Dir für Dein Kommentar mit Deinen persönlichen Erfahrungen zu Babbel und Duolingo.

      Und ja, das ist auch genau das, was wir immer betonen. Mit einer Sprachlern-App alleine wird niemand eine Sprache lernen. Eine solche kann immer nur eine Ergänzung sein.

      Falls es sich um eine hochwertige handelt sogar eine sehr gute. Babbel ist sicherlich solch eine – bei Duolingo würde ich dies eher bezweifeln. Kommt aber auch immer auf die Verwendung und die Ziele damit an.

      Dir weiterhin viel Erfolg beim Fremdsprachen lernen – LG,

      Jeremy-James

  27. Der Erfahrungsbericht ist aber schon ganz schön in die Jahre gekommen. Bei Duolingo kommt gefühlt jede Woche etwas Neues hinzu. Mittlerweile gibt es zu jeder Lektion ausführliche Grammatikerklärungen und Tipps. Die Schwierigkeit der Übung reicht in Spanisch mittlerweile auch von Einfach bis Mittel/Fortgeschritten. Auch die Qualität der Übungen hat sich stark verbessert. Früher gab es beispielsweise Sätze, die komisch waren oder keinen Sinn ergaben. Das ist heute aber nicht mehr der Fall. Darüber hinaus wird in jeder Lektion etwas Neues beigebracht (so lehren die Lektionen am Anfang beispielsweise hauptsächlich neue Vokabeln, Zahlen und einfache Grammatik. Im weiteren Verlauf werden die Lektionen immer schwieriger. Die Sätze werden komplexer und es werden unterschiedliche Zeitformen beigebracht, etc. Die Schwierigkeit nimmt dabei in jeder Lektion von Stufe 1 bis Stufe 5 zu). Was mir besonders gut gefällt sind die Duolingo Stories, die man zusätzlich zu den Lektionen absolvieren kann. Die Kurzgeschichten sind nicht nur lehrreich, sondern auch sehr unterhaltsam. Auch bei den Stories nimmt die Schwierigkeit zu.
    Was mir auch gut gefällt ist, dass die App stetig verbessert wird. Kürzlich kam z.B. ein schicker Nachtmodus auf dem iPhone hinzu oder die Figuren sind nun animiert und können nun zum Ausdruck bringen, wenn man etwas richtig oder falsch gemacht hat. Das sind natürlich irrelevante Features, wenn es um das Lernen der Sprache geht. Allerdings verdeutlicht das, dass die App nicht vernachlässigt, sondern stetig weiterentwickelt wird.

    Ich habe in Spanisch bei 0 angefangen und beherrsche die Sprache mittlerweile recht gut. Natürlich war Duolingo dabei nicht die einzige Lernmethode aber das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Mit Babbel wäre ich heute auch nicht weiter als mit Duolingo.

    1. Vielen Dank Dir Marie zuerst einmal für Deine ausführlichen Ergänzungen zu meinem Duolingo-Testbericht.

      Und ja, Du hast vollkommen recht. Der Beitrag ist schon etwas out-of-date. Etwas viel kann sogar sein. Ich werde diesen deshalb in den kommenden Tagen (oder Wochen) aktualisieren, so wie ich dies auch vor kurzem (im April) mit dem Babbel-Test gemacht habe. Schau einfach nächsten Monat wieder vorbei, dann sollte er schon eher der derzeitigen Situation der Duolingo-App entsprechen.

      Dir weiterhin viel Erfolg beim Spanisch lernen (und ein schönes Wochenende). LG,

      Jeremy-James

  28. Vielen Dank für deine ausführlichen Worte.
    Mir ist wichtig einen Aspekt zum Lernen hinzuzufügen. Ich lerne schon 20 Jahre erfolglos Englisch. Hat was mit einer Störung im Kopf zu tun. Konnte aber nie aufgeben
    Mit Duolingo habe ich das erste Mal weiter gelernt, kann jetzt sogar nach 200 Tagen eisigem Durchhalten sogar schon leichte Texte lesen.
    Ich bin so glücklich mir täglich 300 XP zu erarbeiten.
    Ich werde jetzt nach 365 Tagen ein anspruchsvolleres Lerntraining suchen. Dafür danke ich Duolingo

    1. Hallo Renate, danke für das Teilen deiner persönlichen Erfahrung. Es ist wunderbar, dass du durch hältst und nicht aufgibst. Nur so kann man große Ziele erreichen, auch mit Hindernissen. Ich drücke dir weiterhin die Daumen und viel Erfolg beim Lernen!

      LG, Anja

  29. Hallo!

    Mir geht’s ähnlich wie einigen hier, gerade bei Russisch habe ich als totaler Anfänger „Fehler“ gefunden! Innerhalb von 2 Wochen wurde mir nicht beigebracht, wie ich mich vorstelle. Aber dafür weiß ich nun auf Russisch: Das ist Amerika und das Kanada. Oder auch: das ist nicht Russland, das ist die Ukraine.

    Das Wort здесь genau wie вот wird mit „hier“ sowie „da“ übersetzt, womit bei einer Übersetzungsübung natürlich Fehler vorprogrammiert sind. Das hilft niemanden.
    Erklärungen fehlen auch.

    Für mich ist Mondly interessanter und wesentlich hilfreicher, auch wenn ich dort etwas bezahlen muss. Dort kann ich jedes Wort durch anklicken übersetzen und Verben konjugiert.
    Mondly hat sicher auch Schwächen, aber aktuell ist es für mich die richtige App.
    Als Ergänzung nutze ich Memorion um Vokabeln zu wiederholen ausserhalb von Wiederholungen der Lektionen.

    Ich habe mir verschiedene Apps angeschaut und einige auch wieder gelöscht.

    Zusätzlich nutze ich aber auch Radio-Nachrichten, einen Sprachkurs in Buchform und höre russische Musik.

    Gruß

    Claudia

    1. Liebe Claudia,
      vielen Dank für deinen hilfreichen Kommentar! Das wird sicher einigen Russischlernenden auf ihrem Weg helfen.
      Viel Erfolg beim weiteren Lernen!
      Liebe Grüße
      Anja

  30. Mir gefällt mit Duolingo englisch zu lernen recht gut. Ich betrachte es als Gehirn-Jogging, denn anwenden werde ich die Sprache nicht mehr groß, bin mit meinen 86 Jahren bestimmt bei den ältesten Teilnehmern und werde nicht mehr verreisen.

  31. Mir gefällt mit Duolingo englisch zu lernen recht gut. Ich betrachte es als Gehirn-Jogging, denn anwenden werde ich die Sprache nicht mehr groß, bin mit meinen 86 Jahren bestimmt bei den ältesten Teilnehmern und werde nicht mehr verreisen. Dass mein Enkel mir die

    App aufgeladen hat, freut mich sehr. Er ist Follower und kann feststellen ob die Oma auch etwas tut. Mein Schulenglisch liegt schon mehr als 70Jahre zurück

  32. 3 Stufen für Anfänger sind ziemlich gut. Da kann man was lernen. Aber die 4. Stufe… da kommt immer wieder das Gleiche gemischt, ich komme einfach nicht weiter. Ich bezahle nichts und ich lerne nichts. Das kann ich aber verstehen. Nach 2 Jahren verstehe ich nichts im TV/Radio und kann nicht viel sagen.

  33. Bei Duolingo ändert sich allerdings ständig etwas. Kürzlich wurden Lerninhalte des Niveaus B2 im Spanisch-Kurs hinzugefügt. Im Französisch-Kurs gibt es Listening-Übungen, die sehr nützlich sind. Die Stories lassen sich nun als Hör, lese- oder Sprechaufgabe erledigen. Wahrscheinlich kann Babbel Duolingo gar nicht mehr das Wasser reichen. Wenn ich mir die Kommentare durchlese, dann hätte dieser Artikel vor ca. Einem Jahr erneuert werden sollen. Nötig wäre es definitiv, denn der Artikel stimmt schlichtweg einfach nicht mehr. Aber selbst in dem einen Jahr hat sich wieder so viel bei Duolingo getan. Meiner Meinung nach kann man mit der App schon viel erreichen. Natürlich grhört zum Erlernen einer Sprache am Ende mehr dazu. Aber das wird den meisten bewusst sein.

    1. Hallo Rosita,
      vielen Dank für deinen Kommentar und den guten Hinweis. Wir werde schauen, dass wir den Test nocheinmal erneuern.
      Liebe Grüße
      Anja

  34. Ich habe deine Beweretung mit Vergnügen gelesen und habe gut verstanden, was du uns mitteilen willst. Mir reichen die standardisierten Übungen und ich bin froh, dass ich ohne vokabelpaukerei meinen Wortschatz quasi en passent erweitere und ausbaue. Wenn ich den achten Punkt geschafft habe, dann suche ich mir einen Tandempartner. Dann ist Corona vermutlich vorüber. Duolingo hat mich bei Laune gehalten während des Lockdowns. Eine FRage hätte ich noch: Ich kann nur jeweils 5 Level erreichen. Wo sind die anderen versteckt?
    Die unauffälligen Werbeeinblendungen stören mich nicht wirklich. Kostenlos ist super!

    1. Hallo Marie,
      wir freuen uns, dass dir unser Test helfen konnte und du Spaß mit der App hast.
      Wenn du Fragen zur App und den Funktionen hast, müsstest du dich an das Team von Duolingo wenden.
      Viel Erfolg beim weiteren Lernen!
      Anja

  35. Hallo zusammen, wie schon einige hier berichtet haben, ist der Artikel leider nicht mehr zeitgemäß. Ich finde, man muss Duolingo hoch anrechnen, dass die App ständig weiterentwickelt wird und mittlerweile fast wöchentlich etwas Neues hinzukommt. Im Spanisch- und Französisch-Kurs gibt es beispielswiese seit kurzem auch Audio-Übungen. Bei den Duolingo Stories kommen ständig neue unterhaltsame Übungen hinzu. Auch die ursprünglichen Sprachübungen wurden im Spanisch-Kurz kürzlich überarbeitet. Mal ehrlich: welche kostenlose App wird so gepflegt, wie Duolingo? Es mag sein, dass man mit einer App allein eine Sprache nach kurzer Zeit nicht fließend sprechen kann. Allerdings halte ich es für ein sinnvolles Werkzeug, um sich neue Wörter einzuprägen oder die Grammatik zu vertiefen.
    Gruß Selina

    1. Hallo liebe Selina,
      vielen Dank für deine Hinweise. Wir haben bereits einen erneuten Test geplant und werden deine Punkte gern mit einbeziehen.
      Liebe Grüße
      Anja

  36. Moin

    Also ich nutze duolingo jetzt seit 364 Tagen
    Englisch-chinesisch … leider gibt es kein Deutsch-chinesisch
    Der Vorteil ist natürlich das mein Englisch sich auch um einiges verbessert hat
    Ich nutze die Android App..
    Eine richtige Erklärung ist zwar nicht da, dies stimmt aber unter Tipps wird einem doch einiges erläutert, auch in Bezug auf die Sprachanwendung/Aufbau
    Was ich gut finden würde wenn sie einem nicht nur die Zeichen mit dem pinyin dazu beibringen würden, sondern auch gleich noch die Übersetzung… das fehlt beim chinesischen etwas, man hat also erstmal nur zao = 早 und erst später im Satz kann man dann sehen das es morgen ist… Ich denke dies hängt mit der Sprachform an sich zusammen, wird bei japanisch sicher auch so sein …
    Aber ich bin dennoch echt froh über duolingo, denn es gibt nur wenige Apps die chinesisch anbieten!

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