Vokabeln lernen: Der komplette Schritt-für-Schritt Leitfaden um Vokabeln effektiv und dauerhaft zu lernen

Vokabeln lernen: Der vollständige Leitfaden

Du würdest gerne effektiv Vokabeln lernen? Du kannst Dir aber weder neue Vokabeln merken, noch kannst Du sie behalten, wenn Du es mal endlich geschafft hast?

Dann bist Du auf der genau richtigen Seite.

In diesem detaillierten Schritt-für-Schritt Leitfaden zum Vokabeln lernen erfährst Du ganz genau, wie Du es schaffst, neue Vokabeln schnell zu lernen und dauerhaft zu behalten.

Dieser Leitfaden ist umfangreich (Du kannst ihn Dir hier als PDF runterladen).

Hier ist eine Zusammenfassung was Dich alles darin erwartet (klick auf die Überschrift, um direkt zu der Sektion zu kommen):

  1. Warum Vokabeln lernen in der Schule so schwer war und warum die traditionelle Methode reine Zeitverschwendung ist
  2. Was die beste Strategie ist Vokabeln schnell zu lernen: Anwendung
  3. Noch schneller Vokabeln lernen, indem Du die richtigen Vokabeln lernst mit Relevanz
  4. Wie Du Dir mit Eselsbrücken Vokabeln noch schneller merken kannst
  5. Wie Du mit Karteikarten und schnell zwischendurch Vokabeln lernen kannst
  6. Wie Du mit der Lernkartei-Methode Vokabeln dauerhaft behältst
  7. Die besten Vokabeltrainer-Apps und wie sie Dich beim Vokabeln lernen unterstützen
  8. Wie Du Vokabeln verstehst, wenn Du sie hörst
  9. Wie schnell Du Vokabeln lernen kannst und wie lange Du sie behalten wirst
  10. Mache Vokabeln lernen zur Gewohnheit, dann geht es ganz automatisch
  11. Deine eigene Vokabeln-lernen-Strategie und wie Du damit mehrere hunderte Vokabeln in kürzester Zeit lernst
  12. Zusammenfassung: Deine eigene Vokabeln-lernen-Strategie und wie Du damit mehrere hunderte Vokabeln in kürzester Zeit lernst

Aber keine Panik! Du musst nicht alles lesen und alles genau so befolgen. Pick Dir einfach die interessantesten Themen und Techniken raus und befolge sie. Wenn Du diese geschafft hast umzusetzen, kannst Du weitere Techniken zum Vokabeln lernen ausprobieren.

Anmerkung: Dieser Leitfaden baut auf dem Beitrag zu den 5 besten Strategien zum Vokabeln lernen auf und erweitert diesen.

Fange wir zunächst damit an, warum die meisten Leute Vokabeln lernen so hassen und was dabei so fürchterlich schief läuft.

Teil 1: Warum Vokabeln lernen in der Schule so schwer ist und warum die traditionelle Methode reine Zeitverschwendung ist

In der Schule Vokabeln lernen

Warum wir in der Schule Vokabeln falsch lernen.

Wie hast Du damals in der Schule Vokabeln in Englisch oder Deiner zweiten Fremdsprache gelernt?

Wahrscheinlich hast Du, wie ich, die Vokabel dutzende Male hintereinander aufgesagt oder die Vokabel so lange angestarrt bis sie irgendwie magisch ins Gedächtnis eingebrannt sein sollte.

Vielleicht hast Du sogar die Vokabeln ins Vokabelheft geschrieben.

So Vokabeln zu lernen kannst Du vergleichen mit der „rohe Gewalt“-Methode. Auf die Vokabel wird so lange eingehämmert bis sie im Gedächtnis sitzt.

In jedem Fall hast Du das Vokabeln lernen wahrscheinlich gehasst, oder? Bei mir war es jedenfalls der Fall. Denn es war mühsam, dauerte lange Zeit und brachte kaum Ergebnisse.

Wenn ich dann nämlich Mal eine Vokabel endlich gelernt hatte, vergaß ich sie am nächsten Tag bereits wieder und musste sie wieder von vorne lernen.

Warum ist diese rohe Gewalt Methode so populär?

Weil sie unglaublich einfach ist. Es bedarf kein bisschen mentale Anstrengung Vokabeln durch ständige Wiederholung zu lernen.

Man braucht einfach nur die Vokabel anzuschauen und immer wieder aufzusagen. Theoretisch geht das sogar, wenn man mit den Gedanken ganz wo anders ist.

Deshalb ist diese Methode weiterhin weit verbreitet. Auch wenn die meisten wissen wie ineffektiv sie ist.

Noch dazu musste man damals zum Teil Vokabeln lernen, bei denen ich nicht mal sicher war, ob ich diese jemals in meinem Leben brauchen würde. Ein Kapitel aus meinem Französisch-Lehrbuch handelte zum Beispiel vom Zirkus.

Wir mussten dann die Vokabeln aller Akteure im Zirkus lernen.

Wann habe ich mich schon das letzte Mal mit jemanden über den Zirkus unterhalten?

Deshalb hatte ich damals eine sehr negative Assoziation mit dem Vokabeln Lernen.

Seitdem ich aber weiß, wie ich richtig Vokabeln lerne, habe ich jede Menge Spaß daran.

Das liegt daran, dass ich mittlerweile in kürzester Zeit Vokabeln lernen und mir merken kann. Ich arbeite mich in kürzester Zeit durch große Stapel von Vokabeln und kann diese auch sofort anwenden im Gespräch mit Muttersprachlern (im Gegensatz zu den Vokabeln zum Zirkus).

Damit auch Du nun auf deutlich effektivere Methoden umsteigen kannst, ist dieser Beitrag für Dich.

Teil 2: Die beste Strategie, um Vokabeln schnell zu lernen: Anwendung

Vokabeln anwenden

Am schnellsten lernst Du Vokabeln durch Anwendung.

Fangen wir an mit einer der besten Methoden, um sich Vokabeln schnell zu merken, nämlich die Anwendung.

Es gibt keine bessere Methode Dir eine Vokabel zu merken als sie im Gespräch zu sagen oder in einem Text zu schreiben.

Wenn Du eine Vokabel mehrmals mit einem Muttersprachler im Gespräch benutzt, wirst Du sie Dir deutlich schneller merken als wenn Du sie mehrmals hintereinander aufsagt.

Das kannst Du vergleichen mit dem Autofahren. Wenn Dir jemand sagt, wie Du ein Auto fährst, wirst Du es nie so gut verstehen, wie wenn Du es einfach selbst ausprobierst.

Deshalb ist es auch so schlecht unnütze Vokabeln zu lernen. Denn diese benutzt Du selten bis nie und darum merkst Du sie Dir nicht so schnell.

Das bringt uns auch schon zum nächsten Thema aus Teil 3: Die Relevanz bei der Auswahl der Vokabeln die gelernt werden. Dazu gleich mehr im nächsten Abschnitt.

Wie schaffst Du es also Vokabeln durch Anwendung zu lernen?

Lass mich Dir dafür eine Situation beschreiben, wie es z. B. funktionieren könnte.

Stell Dir vor Du führst ein Tandemgespräch mit einem Muttersprachler.

Nun möchtest Du einen Satz sagen, aber Dir fehlt eine Vokabel. Du fragst Deinen Gesprächspartner wie man dieses Wort sagt.

Dein Tandempartner sagt Dir das Wort. Du schreibst es Dir auf eine Karteikarte (dazu mehr in Teil 5).

Nun sagst Du Deinen Satz mit der fehlenden Vokabel. Damit hast Du die Vokabel zum ersten Mal angewendet. In den nächsten paar Minuten überlegst Du Dir, wie Du diese Vokabel noch weitere Male benutzen kannst.

Nachdem Du die Vokabel 5 Mal benutzt hast, brauchst Du beim sechsten Mal nicht mehr auf Deine Karteikarte zu schauen. Denn nun hast Du Dir die Vokabel gemerkt.

Wenn Du sie nun in den nächsten paar Tagen mehrere Male benutzt, behältst Du sie dauerhaft. Ohne sie wirklich aktiv gelernt zu haben.

Bitte dazu Deinen Tandempartner die Vokabel ein paar Mal selbst zu sagen. So bleibt sie noch besser hängen.

Wenn Du so mit allen neuen Vokabeln verfährst, lernst Du schnell viele neue Vokabeln, ohne wirklich gelernt zu haben.

Zur Sicherheit würde ich Dir empfehlen die Vokabel trotzdem ein paar Mal mit der Karteikarte zu wiederholen.

Was ebenfalls als Anwendung zählt ist, wenn Du ein Selbstgespräch in der Fremdsprache führst und diese Vokabel so oft wie möglich nutzt.

Fazit: Wenn Du schnell Vokabeln lernen willst, nutze sie im Gespräch so oft wie möglich.

Teil 3: Lerne Vokabeln noch schneller, indem Du relevante Vokabeln lernst

Du hast bereits erfahren, dass es deutlich besser ist Vokabeln zu lernen, die Du auch benutzen kannst.

Vokabeln, die Du nicht anwendest, haben keinen Nutzen für Dich. Deshalb vergisst Du diese auch so schnell wieder.

Aber wo findest Du all diese Vokabeln überhaupt?

Woher weißt Du welche Vokabeln die Richtigen sind?

Das hast Du bereits im letzten Teil kurz erfahren. Es sind Vokabeln, die Dir fehlen, wenn Du Dich mit einem Muttersprachler unterhältst.

Du möchtest etwas sagen, aber Dir fehlt eine Vokabel?

Perfekt! Das ist genau die Vokabel, die Du brauchst.

Du weißt bereits im Vorhinein, dass es eine relevante Vokabel ist, denn Du hast sie im Gespräch benötigt.

Wenn Du also nun ein 30-minütiges Gespräch in der Fremdsprache führst, kannst Du Dir die wichtigsten Vokabeln notieren, die Dir gefehlt haben. Vor allem Vokabeln, die Du mehr als einmal gebraucht hast, solltest Du Dir notieren.

Diese Vokabeln sind hochrelevant für Dich und es lohnt sich sie zu lernen.

Der Vorteil dieser Methode ist, dass Du die Vokabeln deutlich schneller lernst. Wenn Du eine relevante Vokabel lernst und diese direkt anwendest, merkst Du sie Dir viel schneller.

Das kannst Du wieder mit dem Autofahren vergleichen. Wenn Dir jemand erklärt, wie es geht und Du es dann ausprobierst, geht es viel schneller als wenn Du es erst einen Monat später ausprobierst. Dann hast Du nämlich das Meiste wieder vergessen.

Zudem macht es Dir viel mehr Spaß die Vokabel zu lernen. Denn Du weißt wieso Du diese Vokabel lernst: Damit Du sie beim nächsten Gespräch benutzen kannst und mehr sagen kannst als beim letzten Gespräch.

Was ist aber, wenn Du erst kürzlich mit der Fremdsprache angefangen hast und noch kaum Vokabeln kennst?

Dann kannst Du Dir auch eine Vokabelliste der 100 wichtigsten Vokabeln runterladen und diese lernen (gib bei Google einfach „100 wichtigste Vokabeln [Sprache]“ ein). Oder Du lernst die ganzen Vokabeln der ersten Lektionen in einem Lehrbuch.

Versuch dann aber so schnell wie möglich nur für Dich relevante Vokabeln zu lernen.

Fazit: Lerne nur relevante Vokabeln, die Du aktuell auch wirklich anwenden kannst.

Teil 4: Merk Dir mit Eselsbrücken Vokabeln noch schneller

Eine weitere ausgezeichnete Methode, um Vokabeln schnell zu behalten, sind Eselsbrücken.

In diesem Video siehst Du, wie das funktioniert:

Eselsbrücken sind eine Methode mit der Du Dir sofort eine Vokabel dauerhaft merken kannst.

Du überlegst Dir dafür ein deutsches Wort, das ähnlich klingt wie die Vokabel (oder ähnlich geschrieben wird). Dieses deutsche Wort und die deutsche Übersetzung der Vokabel stellst Du Dir bildlich zusammen vor.

Das Bild sollte so klar und so bildhaft wie möglich vor Deinem geistigen Auge erscheinen. Dann merkst Du es Dir viel besser und es bleibt länger erhalten.

So fällt Dir immer dieses Bild ein, wenn Du das deutsche Wort brauchst.

Im Folgenden siehst Du 4 Beispiele für Eselsbrücken und dazu passenden Bilder.

Geduldig-Patient Dozent-Lecturer Bewundern-Admire Bremse-Brake

Wenn Du weitere grafische Eselsbrücken möchtest, schaue Dir hier die Sprachheld-Eselsbrücken-Sammlung an.

Die Eselsbrücken brauchst Du nur am Anfang. Wenn Du Dich ein paar Male mit Hilfe der Eselsbrücke an die Vokabel erinnert hast, wirst Du Dich auch ohne die Eselsbrücke erinnern.

Dann hast Du es geschafft die Eselsbrücke durch eine stabile und dauerhafte echte Brücke zu ersetzen.

Es gibt noch 4 weitere Methoden, um Eselsbrücken zu bilden:

  1. Deine Eselsbrücke muss nicht unbedingt ein anderes deutsches Wort sein. Du kannst Dir auch ein Wort in der Fremdsprache vorstellen (das Du bereits gut kennst) oder in einer anderen Dir bekannten Sprache. Beispiel: Auf Englisch klingt „bat“ (Fledermaus) und „bad“ (schlecht) ähnlich.
  2. In vielen Fällen wirst Du kein passendes Wort für die Eselsbrücke finden. In diesem Fall kannst Du auch eine Eselsbrücke aus zwei verschiedenen Wörtern bilden. Diese Wortkombination ist dann die Eselsbrücke. Beispiel: Der selbstbewusste Zahnarzt Dr. Dent sagt Konfitüre ist schlecht für die Zähne. Der Anfang von Konfitüre und Dent klingen zusammen ähnlich wie „confident“ (selbstbewusst).
  3. Die Eselsbrücke muss nicht unbedingt die ganze Vokabel umfassen. Oftmals reicht es auch aus, wenn die Eselsbrücke nur die ersten paar Buchstaben umfasst. Du brauchst nur etwas um Dein Gedächtnis in die richtige Richtung zu lenken. Beispiel: Der Computer ist kompliziert. „Complicated“ (kompliziert) und „Computer“ fangen gleich an.
  4. Die Eselsbrücke kann entweder so ähnlich klingen wie die Vokabel, kann aber auch ähnlich geschrieben werden (aber anders klingen). Beispiel: „Bass“ wird genauso geschrieben auf Deutsch, klingt aber auf Englisch ganz anders.

Wenn Du nun anfängst Deine ersten Eselsbrücken zu bilden, merkst Du, dass es gar nicht so einfach ist.

Für viele Vokabeln fällt Dir nichts sofort ein und Du musst länger überlegen. Oft ohne Erfolg.

Eselsbrücken zu erfinden ist nicht immer einfach. Es erfordert einige Konzentration.

Wenn Du aber erstmal ein paar Eselsbrücken erfolgreich gebildet hast, wird es Dir immer einfacher fallen. Es erfordert ein bisschen Übung.

Je öfter Du Eselsbrücken machst, desto einfacher fällt es Dir. Irgendwann fallen Dir Eselsbrücken auch automatisch ein.

Wenn Du es erstmal drauf hast, wirst Du viel schneller Vokabeln lernen können.

In der Vokabeltrainer-App Memrise sind für viele Vokabeln schon Eselsbrücken vorgegeben. Dann brauchst Du Dir gar nicht die Mühe zu machen welche auszudenken.

Lies mehr zum Thema Eselsbrücken und wie Du sie nutzt in diesem Artikel.

Fazit: Mit Eselsbrücken schaffst Du es Dir schnell und dauerhaft Vokabeln zu merken. Es erfordert etwas Übung, aber lohnt sich ungemein.

Teil 5: Wie Du mit Karteikarten und schnell zwischendurch lernen kannst

Nutze Karteikarten für Vokabeln, um den Überblick zu behalten.

Nutze Karteikarten für Vokabeln, um den Überblick zu behalten.

Während meiner Schulzeit habe ich immer Vokabeln direkt aus dem Lehrbuch gelernt. Ich habe mir erst das deutsche Wort angeschaut und dann direkt daneben die Vokabel. So bin ich die Vokabeln schrittweise runtergegangen.

Das hat nie besonders gut funktioniert. Ich habe wirklich lange gebraucht, um mir Vokabeln zu merken.

Für einen Vokabeltest mit 20 Vokabeln habe ich zum Teil stundenlang gelernt. Nur um dann am Tag des Tests trotzdem die Hälfte zu vergessen.

Irgendwann habe ich dann angefangen Vokabeln in ein Vokabelheft abzuschreiben. Das hat besser funktioniert. Da ich die Vokabeln einmal selbst geschrieben habe, fiel es mir ein bisschen einfacher sie mir zu merken (siehe Anwendung).

Trotzdem fiel es mir weiterhin schwer Vokabeln zu merken. Und so ging das meine ganze Schulzeit.

Das große Problem dieser Technik ist, dass Du nicht unterscheiden kannst zwischen Vokabeln, die Du bereits kennst und die Du noch lernen musst.

Alle Vokabeln stehen untereinander und Du kannst nicht Vokabeln rausfiltern, die Du noch lernen musst.

Das heißt, Vokabeln, die Du gut kennst, lernst Du zu oft. Vokabeln, die Du noch nicht so gut kennst, lernst Du zu selten.

Ein weiteres Problem ist, dass Du oft nicht die Vokabeln lernst, sondern die Reihenfolge. Wenn Du die Vokabeln in der Reihenfolge abfragst, kennst Du sie alle.

Wenn Du aber die Vokabeln in einer anderen Reihenfolge abfragst, kennst Du sie auf einmal nicht mehr.

Was ist also die Lösung für dieses Problem?

Karteikarten!

Auf eine Seite der Karteikarte schreibst Du das deutsche Wort und auf der anderen Seite schreibst Du die Vokabel.

Diese Karteikarten kannst Du jederzeit mischen. Somit hast Du nicht das Problem sie in einer Reihenfolge zu lernen. Zudem kannst Du immer diejenigen Vokabeln aussortieren, die Du nicht kennst. So lernst Du immer nur noch unbekannte Vokabeln.

Ein weiterer Vorteil ist, Karteikarten sind handlich und Du kannst sie überall hin mitnehmen und überall zwischendurch rausholen.

Ich lerne meine Vokabeln immer in der Bahn. Jedes Mal wenn ich in die Bahn einsteige, hole ich sie raus. Egal, ob ich ein paar Minuten oder länger fahren muss.

Ebenfalls habe ich meine Karteikarten im Fitnessstudio mit. In den kurzen Pausen zwischen den Übungen hole ich sie raus.

Mit Karteikarten kannst Du also zusätzlich Zeit sparen.

Kennst Du schon das Sprachheld-Karteikarten-Tool? Damit kannst Du Dir kostenlos Deine eigenen Karteikarten machen lassen.

Lies mehr zum Thema und wie Du Vokabeln mit Karteikarten überall und zwischendurch lernen kannst.

Fazit: Schreib Dir Deine Vokabeln auf Karteikarten und lerne sie überall und zwischendurch.

Teil 6: Wie Du mit der Lernkartei-Methode Vokabeln dauerhaft behältst

Mit einer Karteikarten-Box sortierst Du Deine Vokabeln nach Anzahl von Wiederholungen ein

Mit einer Karteikarten-Box kannst Du Deine Vokabeln systematisch wiederholen und den Überblick behalten.

Hast Du einmal ein paar Vokabeln gelernt, sind sie am nächsten Tag schon wieder alle vergessen?

Oft bleiben neu gelernte Vokabeln nicht lange hängen.

Das liegt vor allem daran, dass sie nicht oft genug wiederholt werden. Oder nicht zum richtigen Zeitpunkt wiederholt werden.

Vor allem am Anfang musst Du neue Vokabeln noch so oft wie möglich wiederholen. Später brauchst Du sie dann seltener wiederholen. Bis Du sie irgendwann gar nicht mehr wiederholen musst und sie Dir trotzdem dauerhaft erhalten bleiben.

Wie oft man Vokabeln wiederholen sollte, ist das Thema von viel Forschung. Ein System wurde mal von Piotr Woźniak aufgestellt. Er nannte es „Spaced Repition System“ (SRS). Das heißt so viel wie, ein System der regelmäßigen Wiederholung. Mit diesem System wird eine Vokabel immer dann wiederholt, wenn die Wahrscheinlichkeit 90% beträgt, dass die Vokabel noch im Gedächtnis ist.

Beim Spaced Repetition System musst Du die Vokabel insgesamt 5 Mal in den folgenden Abständen wiederholen:

  • Schritt 1: Lernen – ein erstes Mal
  • Schritt 2: Wiederholung (1) – nach 8 Stunden
  • Schritt 3: Wiederholung (2) – nach 2 Tagen
  • Schritt 4: Wiederholung (3) – nach 8 Tagen
  • Schritt 5: Wiederholung (4) – nach 1 Monat
  • Schritt 6: Wiederholung (5) – nach 2 Monaten

Es ist nicht so einfach jede Vokabel nach dem Spaced Repetition System zu lernen. Wenn Du z. B. jeden zweiten Tag Vokabeln lernst, kommst Du sehr schnell mit den Wiederholungszyklen durcheinander.

Für dieses Problem gibt es 2 Lösungen:

  • Ein vereinfachtes System (siehe unten)
  • Vokabeltrainer-Apps, die Deine Wiederholungszyklen überwachen (siehe Teil 7)

Ich benutze ungern Vokabeltrainer-Apps und habe deshalb für mich ein vereinfachtes System entwickelt.

Um dieses System durchzuführen brauchst Du eine Vokabelbox. Darin kannst Du die Vokabeln ablegen in Abhängigkeit davon, wie oft Du sie schon wiederholt hast.

Mit einer Karteikarten-Box sortierst Du Deine Vokabeln nach Anzahl von Wiederholungen ein

Vokabeln, die Du beim Wiederholen nicht kannst, wandern wieder ganz an den Anfang.

Vokabeln wiederholen

Nach meinem System wiederholst Du die Vokabeln in folgenden Abständen:

  • Du lernst die Vokabel das erste Mal
  • Im Verlaufe des Tages wiederholst Du sie 2-3 Mal
  • Innerhalb der nächsten 4 Tage wiederholst Du die Vokabel 1 Mal am Tag
  • Eine Woche später nochmal wiederholen
  • Einen Monat später nochmal eine Wiederholung
  • Drei Monate später ein letztes Mal

Wenn Dir das zu kompliziert ist und Du lieber eine App benutzt, erfährst Du im nächsten Teil was die besten Apps dafür sind und wie Du sie nutzen kannst.

Lies hier: Wie Du mit der Lernkartei-Methode Dir Vokabeln dauerhaft merkst.

Fazit: Wenn Du die Vokabeln in optimalen Abständen wiederholst, merkst Du sie Dir dauerhaft.

Teil 7: Die besten Vokabeltrainer-Apps und wie sie Dich beim Vokabeln Lernen unterstützen

Mittlerweile gibt es Dutzende Vokabeltrainer-Apps für schnelleres Vokabeln lernen.

In den Apps kannst Du Dir passende Vokabelsammlungen aussuchen und jederzeit zwischendurch lernen. Die meisten Apps verfahren dabei nach dem Spaced Repetition System und fragen Dich zum optimalen Zeitpunkt die Vokabeln ab.

In die meisten Apps kannst Du auch Deine eigenen Vokabeln einpflegen.

In folgendem Beitrag habe ich einen Test der bekanntesten Vokabeltrainer-Apps gemacht. Dabei sind die folgenden 3 Apps als Favoriten hervorgegangen:

  • Flashcards Deluxe (3,99€): Riesige Setsammlungen zur Auswahl, sehr benutzerfreundlich und tolle Statistiken.
  • Languagecourse (kostenlos): Viele Wörter und Phrasen aufgeteilt auf Kategorien, jede Vokabel mit Bild und Tonaufnahme, Superlearning-Modus für handfreies Lernen
  • PONS (kostenlos, Lektionen ab 0,99€): Pons-Wörterbücher sehr umfassend, große Auswahl von Wortschätzen

Alle anderen Vokabeltrainer sind ähnlich empfehlenswert, abhängig von Deinen persönlichen Ansprüchen und Deiner Zielsetzung beim Vokabelnlernen.

Ein Sonderfall sind Babbel, Busuu und Duolingo, die keine klassischen Vokabeltrainer sind, sondern spielerisch beim Vokabeln lernen unterstützen.

Mit diesen Apps kommst Du zwar etwas langsamer voran, dafür macht es Spaß. Das wiederum sorgt dafür, dass Du länger am Ball bleibst. Deshalb kannst Du auch ab und zu diese Apps benutzen. Sie sind aber kein Ersatz für einen richtigen Vokabeltrainer (oder Karteikarten) und Gespräche mit Muttersprachlern.

Teil 8: Wie Du Vokabeln verstehst, wenn Du sie hörst

Vokabeln nutzen können und sie verstehen, wenn ein Muttersprachler sie benutzt, sind 2 sehr verschiedene Dinge. Noch schwieriger ist es eine solche neue Vokabel im Fernsehen oder in einem Lied herauszuhören und zu verstehen.

Bring Ordnung in das Fremdwörter Chaos in deinem Kopf.

Erst wenn Du das schaffst, kannst Du wirklich von Dir behaupten die Vokabel zu beherrschen.

Wie geht das aber?

Am schnellsten kannst Du die Vokabel auch verstehen, indem Du sie mehrmals korrekt raushörst.

Das geht, indem Du Muttersprachler (zum Beispiel beim Tandemgespräch) darum bittest die Vokabel in verschiedenen Kontexten zu benutzen. Also verschiedene Sätze mit dieser Vokabel zu sagen.

Eine weitere Taktik, um Dein Hörverständnis für neue Vokabeln zu verbessern, ist sie gleichzeitig zu hören und zu sehen. Das geht z. B. indem Du Fernsehen mit Untertiteln schaust.

Das heißt, wenn Du einen Film in der Fremdsprache anschaust, aktivierst Du auch gleich Untertitel in der Fremdsprache. Wenn Du Mal eine Vokabel nicht richtig gehört hast, kannst Du sie auch parallel lesen und verstehst sie deshalb in jedem Fall.

Wenn Du eine Vokabel auf diese Weise mehrmals gehört hast, verstehst Du sie besser. Beim nächsten Mal verstehst Du sie meistens auch ohne Untertitel.

Lies hier: Wie Du mit Videos eine Fremdsprache mit Spaß lernen kannst.

Das Gleiche geht natürlich auch, indem Du einen Lehrbuchtext gleichzeitig liest und anhörst (viele Lehrbücher haben eine Audiovariante ihrer Texte). Ebenfalls möglich ist ein Hörbuch anhören und die Buchvariante lesen.

Fazit: Höre neue Vokabeln oftmals, dann wirst Du sie auch verstehen können.

Teil 9: Wie schnell Du Vokabeln lernen kannst und wie lange Du sie behalten wirst

Eine weitere wichtige Frage beim Vokabeln Lernen ist, wie lange dauert es, um eine Vokabel zu behalten.

Die Werte dazu schwanken stark. Hier sind die Variablen, die es aus meiner Erfahrung am meisten beeinflussen:

  1. Wie schwer ist die Vokabel (z. B. Länge und Komplexität)?
  2. Welche Technik wird zum Lernen der Vokabel benutzt?
  3. Wie gut lernst Du Vokabeln?

Mit den Techniken aus diesem Beitrag, erfährst Du wie Du Dir Vokabeln deutlich schneller merken kannst. Diese Variable ist auch die wichtigste.

Wenn Du oft Vokabeln lernst und sie Dir anfängst immer schneller zu merken, wird auch Deine Fertigkeit neue Vokabeln zu lernen stark trainiert.

Ich habe während meiner Schulzeit große Probleme gehabt mir Vokabeln zu merken. Ich habe es gehasst und es hat Ewigkeiten gedauert.

Heutzutage sieht das ganz anders aus. Ich sauge mittlerweile Vokabeln auf, wie ein Staubsauger. Ich merke sie mir richtig schnell und es macht mir viel Spaß die Vokabeln zu lernen, weil ich mir sie so schnell merke.

Wenn Du die hier vorgestellten Techniken übst, wirst auch Du deutlich schneller Vokabeln lernen. Aber Achtung: Du kannst nicht alle Techniken von heute auf morgen umsetzen. Es wird ein bisschen Zeit kosten sie zu trainieren und sie erfolgreich zu nutzen.

Du kannst es Dir vorstellen wie beim Sport. Je mehr Du trainierst, desto besser wirst Du.

Gedächtnissport ist auch ein Sport.

Kommen wir also wieder zur Originalfrage zurück. Wie lange dauert es sich Vokabeln zu merken.

Im Schnitt brauche ich 1 Minute, um mir eine Vokabel zu merken. Danach wiederhole ich jede Vokabel noch etwa 10 Mal, was mich insgesamt nochmal etwa 1 Minute kostet. Das heißt, ich brauche 1 Minute um eine Vokabel zu lernen und 1 weitere Minute, um sie dauerhaft zu behalten.

Als Anfänger dauert es in der Regel doppelt oder dreimal so lange. Also 2-3 Minuten, um Dir eine Vokabel zu merken. Unter der Voraussetzung, dass Du einige der Techniken hier anwendest. Und dann wird es immer schneller.

Wenn Du einfach so nach der ständig Wiederholen Methode vorgehst, kann es auch 5 oder mehr Minuten dauern. Und da man im Anschluss die Vokabeln wieder so schnell vergisst, kann es auch nochmal ähnlich lange dauern, bis man sie dauerhaft behält.

Das sind natürlich nur Erfahrungswerte und kann bei jedem (zum Teil sogar stark) abweichen.

In diesem Beitrag erfährst Du, wie schnell Du Vokabeln lernst und auch vergisst.

Fazit: Wenn Du Vokabeln oft nach den hier vorgestellten Techniken lernst, schaffst Du es schnell Dir Vokabeln zu merken.

Teil 10: Mache Vokabeln lernen zur Gewohnheit, dann geht es ganz automatisch

Am besten lernst Du Vokabeln, wenn es Deine Gewohnheit ist.

Wahrscheinlich fällt es Dir schwer Dich jedes Mal zu motivieren wieder Vokabeln zu lernen. Jedes Mal ist es ein neuer Kraftakt sich zum Lernen aufzuraffen.

So muss es aber nicht sein. Wenn Du es schaffst Vokabeln lernen zur Gewohnheit zu machen, brauchst Du Dich gar nicht mehr zu motivieren.

Denke an das Zähneputzen. Musst Du Dich morgens und abends motivieren Zähne zu putzen? Wahrscheinlich nicht.

Mach genau dasselbe beim Vokabeln lernen.

Drei Mal täglich Zähneputzen, drei Mal täglich Vokabeln wiederholen!

Wie machst Du etwas zur Gewohnheit?

Indem Du es jeden Tag durchführst. Am besten auch immer zur selben Uhrzeit.

Bevor Du aber denkst, Du müsstest jeden Tage Dutzende Vokabeln lernen, kann ich Dich beruhigen. Es reicht bereits aus 1 Vokabel pro Tag zu lernen. Die Hauptsache ist es wird zur Gewohnheit überhaupt Vokabeln zu lernen.

Nun wirst Du denken 1 Vokabel pro Tag ist nicht viel und Du kannst es Dir eigentlich auch ganz sparen. Wenn Du es aber schaffst Vokabeln lernen zur Gewohnheit zu machen, wirst Du die meisten Tage mehr als nur 1 Vokabel pro Tag lernen.

An Tagen wo Du keine Lust oder keine Zeit hast, wird es nur 1 Vokabel sein. An anderen Tagen werden es vielleicht 2, 3 oder sogar 10 sein. Und an ganz besonderen Tagen schaffst Du vielleicht sogar noch mehr.

Die Hauptsache ist es diese Gewohnheit aufzubauen. Wenn Du es nach einigen Wochen geschafft hast jeden Tag mindestens 1 Vokabel zu lernen, wird es ganz leicht an vielen Tagen auch mehr zu lernen.

Und wenn Dir irgendwann 1 Vokabel pro Tag zu wenig wird, kannst Du es auch erhöhen.

Die Hauptsache ist nur, dass Du keinen einzigen Tag auslässt. Egal wie schlimm es ist oder egal wie wenig Zeit Du hast, 1 Vokabel muss sein. Jeden Tag. Nur so schaffst Du es die Gewohnheit herzustellen.

Die ersten paar Tage oder sogar Wochen wirst Du Dich noch daran erinnern müssen. Aber irgendwann geht es ganz von alleine.

Dafür stellst Du Dir am besten immer einen Alarm oder irgendeine andere Erinnerung.

So stellst Du sicher, dass Du die erste Zeit auch wirklich immer Dein Pensum erfüllst. Später geht es von alleine, weil es eben eine Gewohnheit geworden ist.

Fazit: Mache Vokabeln lernen zur Gewohnheit. Lerne jeden Tag mindestens 1 Vokabel.

Teil 11: Deine eigene Vokabeln-lernen-Strategie und wie Du damit mehrere hunderte Vokabeln in kürzester Zeit lernst

Das waren jetzt viele Techniken. Wahrscheinlich schwer den Überblick zu behalten, oder?

Du kannst gar nicht alle diese Techniken auf einmal anwenden. Das wird viel zu kompliziert.

Wenn Du sie aber alle langsam anwendest, schaffst Du es innerhalb von einigen Wochen erfolgreich Vokabeln lernen zu können.

Wie Du das schaffst, erfährst Du in diesem Teil.

Aber zunächst einmal schaffen wir uns nochmal einen Überblick zu allen 6 Techniken:

  1. Vokabeln auf Karteikarten notieren
  2. Relevante Vokabeln lernen
  3. Vokabeln lernen zur Gewohnheit machen (1 Vokabel pro Tag)
  4. Lernkartei-Methode (z. B. mit Vokabeltrainer-Apps)
  5. Anwendung von Vokabeln
  6. Eselsbrücken erstellen

Am besten fangen wir mit den einfachsten Techniken an. So gewöhnst Du Dich leichter und schneller an das neue Vokabeln lernen.

Zunächst fängst Du also an Dir Vokabeln auf Karteikarten zu notieren. Jedes Mal wenn Du eine neue Vokabel hörst, notierst Du sie Dir.

Das Gleiche machst Du, wenn Du etwas sagen möchtest, Dir aber die passende Vokabel fehlt. Schreib sie Dir auf eine Karteikarte und befrage einen Muttersprachler.

Wenn Du so vorgehst, befolgst Du auch gleich eine weitere Technik: Du notierst Dir nur relevante Vokabeln.

Entweder Du notierst sie Dir auf Karteikarten oder Du wählst eine Vokabeltrainer-App und notierst sie dir dort (die meisten Apps unterstützen das).

Wenn Du so zu viele Vokabeln sammelst, notiere Dir nur die wichtigsten. Also die Vokabeln, die Du auch oft auf Deutsch benutzt. So kannst Du Dir jeden Tag 5-15 neue Vokabeln notieren. Wenn Du die Möglichkeit hast, so viele Vokabeln zu lernen. Ansonsten kannst Du Dir auch weniger oder nicht jeden Tag Vokabeln notieren.

Wenn Du zu wenige Vokabeln sammelst, kannst Du auch auf Vokabeln aus einem Lehrbuch ausweichen. Oder kauf Dir vorgedruckte Karteikarten zu Deiner Fremdsprache (hier sind ein paar Karteikartensets auf Amazon).

Sobald Du anfängst relevante Vokabeln mit Karteikarten zu lernen, solltest Du es Dir zur Gewohnheit machen. Das kannst Du eine Woche später machen.

Setz Dir jeden Tag einen Termin, um mindestens eine Vokabel zu lernen. Wenn Du mehr schaffst ist das gut. Aber es sollte jeden Tag mindestens eine sein. Nach etwa 1-2 Wochen wirst Du wahrscheinlich keine Erinnerung mehr brauchen. Sobald Du aber mal einen Tag ausgesetzt hast, setz Dir wieder eine Erinnerung.

Sobald Du es geschafft hast, Dir regelmäßig relevante Vokabeln auf Karteikarten zu notieren und diese jeden Tag zu lernen, kannst Du zum nächsten Schritt übergehen.

Gehe aber nur Schritt-für-Schritt vor. Erst wenn Du die vorherige Technik gemeistert hast, kannst Du zur nächsten übergehen. Ansonsten kann es passiert, dass Du auf einmal alle Techniken aufgibst, weil Du Dich noch nicht an sie gewöhnt hast.

Nun fängst Du an Deine Vokabeln etwas systematischer zu lernen, mit der Lernkartei-Methode.

Wenn Du bisher Deine Vokabeln in einer Vokabeltrainer-App notiert hast, wirst Du das wahrscheinlich bereits automatisch machen. Denn die meisten Apps fragen Dich nach der optimalen Zeit automatisch wieder ab.

Wenn Du mit Karteikarten lernst, gilt es nun diese regelmäßig zu wiederholen. Kauf Dir dazu eine Karteikartenbox.

Jetzt wiederholst Du Deine Vokabeln nach folgendem Zyklus:

Vokabeln wiederholen

Am Anfang wird es etwas dauern Dich daran zu gewöhnen. Du brauchst auch nicht die Tage genauso befolgen. Du kannst auch mal einen Tag auslassen oder Tage verschieben.

Als nächsten Schritt lernst Du Vokabeln mit Eselsbrücken.

Überleg Dir für einige Deiner Vokabeln Eselsbrücken. Denk 1 Minute darüber nach. Wenn Dir nichts einfällt, kannst Du zur nächsten Vokabel übergehen.

In der Regel wirst Du für die Mehrzahl der Vokabeln keine Eselsbrücken finden. Ich schaffe es für etwa 30% aller Vokabeln Eselsbrücken zu finden. Da ich aber schon so oft Eselsbrücken gebildet habe, fallen mir auch oft automatisch welche ein.

Es ist im Endeffekt alles Übungssache. Je öfter Du Eselsbrücken machst, desto einfacher fällt es Dir und schneller geht es.

Der letzte Schritt ist der effektivste aber auch der schwerste: Die Anwendung von Vokabeln.

Dazu führst Du am besten regelmäßig Tandemgespräche mit Muttersprachlern. Vor jedem Gespräch bereitest Du 10 Vokabeln vor, die Du in diesem Gespräch nutzen willst.

Versuch jede Vokabeln mindestens 5 Mal im Gespräch zu nutzen, damit Du sie Dir wirklich merkst.

Noch dazu oder stattdessen kannst Du Deinen Gesprächspartner nach Vokabeln fragen, die Dir fehlen oder Du nicht verstanden hast. Notiere sie Dir mitten im Gespräch und benutze diese Vokabeln jeweils 5 Mal oder mehr.

Wenn Du noch dazu regelmäßig Selbstgespräche in der Fremdsprache führst und dort die Vokabeln nutzt, wirst Du sie Dir noch schneller merken.

Hier ist also Dein neuer Vokabeln-Lernen-Plan:

  • Woche 1: Alle Vokabeln, die Du hörst und die Dir beim Sprechen fehlen, notierst Du Dir auf Karteikarten.
  • Woche 2: Vokabeln lernen zur Gewohnheit machen, indem Du jeden Tag mindestens 1 Vokabel lernst.
  • Woche 3: Vokabeln regelmäßig wiederholen mit einer Karteikartenbox.
  • Woche 4: Eselsbrücken für Vokabeln erstellen.
  • Woche 5: Anwendung von Vokabeln durch Gespräche mit Muttersprachlern und Dir selbst.

Das sieht jetzt nach einem umfangreichen Plan aus und ist wahrscheinlich schwer sofort so umzusetzen.

Du musst aber nicht alle Techniken umsetzen, um schnell Vokabeln zu lernen. Selbst eine Technik beschleunigt Dich. Je mehr Du umsetzt, desto schneller wirst Du.

Am Anfang kannst Du auch nur Techniken nutzen, die am einfachsten für Dich sind. Später entscheidest Du, ob Du weitere Techniken umsetzen willst.

Hauptsache Du setzt irgendeine Technik zum Vokabel lernen um. Denn wenn Du weiter Vokabeln durch mehrfaches Wiederholen lernst, wirst Du sehr lange brauchen.

Teil 12: Zusammenfassung

Zunächst einmal ein Video, das nochmal die wichtigsten Techniken zum Vokabel lernen vorstellt:

Hier eine Präsentation, die diesen Leitfaden zusammenfasst:

Zu jedem Teil dieses Beitrags hast Du ein Fazit zur Zusammenfassung gesehen. In dieser abschließenden Zusammenfassung findest Du nochmal eine Übersicht zu diesen Faziten:

  • Wenn Du Vokabeln schnell lernen willst, nutze sie im Gespräch so oft wie möglich.
  • Lerne nur relevante Vokabeln, die Du aktuell auch wirklich anwenden kannst.
  • Mit Eselsbrücken schaffst Du es Dir schnell und dauerhaft Vokabeln zu merken. Es erfordert etwas Übung, aber lohnt sich ungemein.
  • Schreib Dir Deine Vokabeln auf Karteikarten und lerne sie überall und zwischendurch.
  • Wenn Du die Vokabeln in optimalen Abständen wiederholst, merkst Du sie Dir dauerhaft.
  • Höre neue Vokabeln oftmals, dann wirst Du sie auch verstehen können.
  • Wenn Du Vokabeln oft nach den hier vorgestellten Techniken lernst, schaffst Du es schnell Dir Vokabeln zu merken.
  • Mache Vokabeln lernen zur Gewohnheit. Lerne jeden Tag mindestens 1 Vokabel.

Nutze nun die Strategie aus Teil 11, um Schritt-für-Schritt diese ganzen Techniken umzusetzen. So wirst Du innerhalb von wenigen Wochen bereits deutlich schneller Vokabeln lernen und sie Dir dauerhaft merken können.

So wird aus der nervigen und langweiligen Aufgabe Vokabeln lernen auf einmal ein großer Spaß.

Hier findest Du nochmal einen Artikel von Spiegel mit den besten Methoden für das Erlernen von Vokabeln. Darin findest Du auch einige Videos, in denen Lernmethoden vorgestellt werden.

Fazit: Viel Erfolg beim Vokabeln Lernen

Das war nun ein langer Beitrag. Ich hoffe er ist hilfreich für Dich und Du weißt nun, wie Du beim Vokabeln lernen vorgehen solltest.

Du findest in diesem Beitrag wirklich alles was ich über das Vokabeln lernen weiß.

Wie Du siehst ist es gar nicht so schwer Vokabeln zu lernen, wenn man weiß, wie man vorgehen sollte.

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Lernen. Wenn Du noch Fragen hast, lass es mich in den Kommentaren wissen.

Was sind Deine besten Techniken, zum Vokabeln lernen?

Über den Autor

Gabriel Gelman ist Gründer von Sprachheld, Sprachenthusiast und nutzt gerne seine 6 Sprachen für Reisen und Kennenlernen neuer Leute. Er hilft Sprachlernern dabei schnell ihre Fremdsprache zu lernen.

Hinterlasse einen Kommentar 6 Kommentare